Wehrpflicht nur für Männer und für Frauen freiwillig - gerecht?
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
13 Stimmen
5 Antworten
Ich finde es richtig wenn Männer und Frauen verpflichtet werden
Ich finde, dass Rechte immer an Pflichten gekoppelt sein sollten. Daher sollte mit einer Gleichberechtigung auch eine Gleichverpflichtung einhergehen. Früher hatten nur Männer das Recht, im Militär zu dienen; umgekehrt hatten wiederum auch nur sie die Pflicht, im Kriegsfall ihr Leben zu riskieren. Heute haben Frauen dasselbe Recht, aber nicht dieselbe Pflicht. Wenn das gleiche Recht bestehen bleiben soll, sollte man auch darüber diskutieren, ob es für Frauen verpflichtend sein sollte, im Kriegsfall zu dienen, oder ob es stattdessen eine alternative Verpflichtung geben sollte.
Eine Wehrpflicht, die für Männer, aber nicht für Frauen gilt, ist eine Form von Diskriminierung. Daher bin ich der Überzeugung, dass die Wehrpflicht abgeschafft werden sollte.
Die Wehrerfassung sollte im Sinne der Gleichberechtigung künftig geschlechterneutral ausgestaltet werden. Das bedeutet, dass nicht mehr allein Männer erfasst und für eine mögliche Rekrutierung herangezogen werden, sondern gleichermaßen Frauen. Eine solche Regelung würde dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes entsprechen und deutlich machen, dass Verteidigungs- und Dienstpflichten nicht länger an das Geschlecht gebunden sind. Aber dazu müsste das Grundgesetz geändert werden, der den Dienst an der Waffe von Frauen ausschliesst.
Stattdessen würden Fähigkeiten, Eignung und persönliche Voraussetzungen in den Vordergrund rücken. Damit würde die Wehrpflicht, sofern sie reaktiviert wird, nicht mehr als einseitige Belastung für Männer erscheinen, sondern als gemeinschaftliche Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger.
Keiner soll verpflichtet werden. Aber ja natürlich sind Männer körperlich eher dazu in der Lage, das braucht man nicht zu diskutieren.
Findest du es aber ok, dass Männer dazu ausgebildet werden ihr Leben hinzulassen ob sie es wollen oder nicht? Kann man dann noch von Gleichheit sprechen?