Ist das Leben zum Großteil nur Instandhaltung?
Alles muss in Schuss gehalten werden, wenn man keine Regression will - der Haushalt ständig geputzt sein, das Auto gewartet werden, der Körper ertüchtigt werden, das Wissen aufrecht erhalten werden (v.a. bei Merkinhalten und Sprachen).
Die Zeit, die wir für Instandhaltung aufwenden, geht dann aber beim Neuerwerb von Fähigkeiten, Dingen und Wissen ab und erhöht nur weiter den Instandhaltungsaufwand. Dann müssen wir manchmal Dinge, für die wir in der Vergangenheit so viel Zeit aufgewendet haben, fallen lassen, um neue Dinge zu erlernen, die jedoch wiederum Instandhaltung benötigen.
Ab einer gewissen Altersgrenze können wir bei körperlicher und geistiger Ertüchtigung nichtmal mehr den Status quo aufrecht erhalten, sondern nur die Abstiegsgeschwindigkeit drosseln.
Ist das Leben nicht zum großen Teil Instandhaltung von dem was man hat, obwohl man es sowieso langfristig verliert? Wie geht ihr damit um, ist es einfach nur kindisch, diese fundamentale Realität nicht annehmen zu wollen?