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Wie findet ihr es, dass BTS mit McDonald's kollaboriert?

Hallo 👋🏻,

es wurde ja kürzlich bekannt gegeben, dass BTS weltweit mit McDonald's kollaborieren wird & es zum Happy Meal so tinyTAN Figuren geben wird.

Das wird jetzt aber von vielen stark kritisiert, da McDonald's ja zu den Unternehmen gehört, die pro Isreal sind, was halt auch sehr widersprüchlich zu dem ist, wofür BTS eigentlich stehen sollte. Ich habe jetzt schon einige gesehen, die ihre BTS Alben & Merchandise deswegen entsorgt haben.

Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich komplett die Problematik dahinter, andererseits bin ich ja auch nicht wirklich besser, da ich selbst hier und da zu McDonald's gehe - wobei es wohl noch ne andere Hausnummer ist wenn so erfolgreiche und einflussreiche Menschen, wie BTS, mit einer Brand kollaborieren, die sich aktiv daran beteiligen, was mit den Menschen in Gaza passiert.

Davor stand ja auch schon V stark in der Kritik, weil er eine Kollaboration mit Coca Cola hatte, die eben auch pro Isreal sind.

Ich persönlich werde BTS nicht unstanen, aber ich spüre schon eine gewisse Enttäuschung, weil BTS sich ja immer so stark für Menschenrechte eingesetzt haben, aber letztlich ist das dann auch ne Doppelmoral von mir, da ich wie gesagt, selbst ab und zu bei McDonald's sitze und selten auch mal ne Coca Cola (Vanilla & Lemon) trinke.

Ich bin auch sehr hin und hergerissen zwischen "omg ich muss unbedingt zu mcces für die tinyTANs" und "ehh eigl ist das moralisch nicht richtig"

McDonald's, Israel, K-Pop, Palästina, BTS, BTS army, Coca-Cola

Gaza offensive durch Israel.

Erste Phase der Offensive auf Gaza-Stadt hat begonnen: Das teilte das israelische Militär mit. Einige Vororte seien bereits eingenommen worden.

https://www.br.de/nachrichten/meldung/israelisches-militaer-hat-offenbar-vororte-von-gaza-eingenommen,300758e04

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Israel billigte zudem ein Siedlungsprojekt im besetzten Westjordanland, mit dem das Gebiet faktisch in einen nördlichen und einen südlichen Teil unterteilt würde. Damit würde ein zusammenhängendes Territorium für einen künftigen palästinensischen Staat erschwert – wenn nicht gar unmöglich gemacht.

https://www.deutschlandfunk.de/israel-billigt-gaza-einnahme-60-000-reservisten-einberufen-104.html

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Israel will 60.000 Reservisten einberufen. 20.000 weiteren Reservisten sollen verlängert werden.

https://de.euronews.com/2025/08/20/israel-beruft-60000-reservisten-zu-neuer-militaroperation-in-gaza

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Die Hamas hat positiv auf den Vorschlag Katars und Ägyptens zur Waffenruhe im Gazastreifen reagiert. Israel hat sich noch nicht dazu gemeldet und bereitet weiter die Einnahme von Gaza-Stadt vor.

https://de.euronews.com/2025/08/20/waffenruhe-israel-kiegsplan-gaza

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Rund 80 orthodoxe Rabbiner aus verschiedenen Ländern fordern die israelische Regierung auf, der Hungersnot im Gazastreifen ein Ende zu bereiten

https://www.deutschlandfunk.de/rund-80-rabbiner-fordern-ein-ende-der-hungersnot-in-gaza-100.html

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Religion, Islam, Geschichte, Krieg, Deutschland, Ethik, Hamas, Israel, Judentum, Menschenrechte, Moral, Palästina

War Israels größter militärischer Triumph gleichzeitig ihr größter Fehler?

Ausgangslage

1967 stand Israel vor einer existenziellen Bedrohungslage.

Gamal Abdel Nasser sprach im Mai 1967 davon, man werde "alle Juden zurück ins Meer treiben". Er hatte die UN-Truppen von der Sinai-Grenze abgezogen und mobilisierte das ägyptische Militär an der Grenze zu Israel. Gleichzeitig verhängte er eine erneute Blockade der Straße von Tiran, obwohl Ägypten sich völkerrechtlich dazu verpflichtet hatte, die Straße für den Schiffsverkehr offenzuhalten (was der eigentliche Kriegsgrund wurde).

Gleichzeitig führte Syrien Grenzgefechte auf den Golanhöhen, Jordanien schloss ein Militärbündnis mit Ägypten und in der arabischen Welt gab es eine allgemeine Aufbruchstimmung zur "Endlösung".

Israel musste sich auf einen Mehrfrontenkrieg einstellen und entschied sich zur präventiven Offensive.

Vom 5. bis zum 10. Juni 1967 besiegte Israel sämtliche Bedrohungen und eroberte den Gazastreifen, die Westbank, die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen = Sechstagekrieg.

Im Anschluss versuchte Israel die eroberten Gebiete im Tausch für Friedensverhandlungen und Anerkennung wieder zurückzugeben.

Im September 1967 hatte die Arabische Liga allerdings die Khartum-Resolution verabschiedet und mit den berühmten "3-Neins" jede Form von Verhandlung unmöglich gemacht.

  1. NO peace with Israel – Kein Frieden mit Israel
  2. NO recognition of Israel – Keine Anerkennung Israels
  3. NO negotiations with Israel – Keine Verhandlungen mit Israel

Israel war gezwungen, die eroberten Gebiete zu besetzen.

Erst in den 1970er Jahren kam durch den ägyptischen Präsident Sadat (und Intervention der USA) zu Verhandlungen mit Israel, wobei die Sinai-Halbinsel zurückgenommen wurde, aber jede Verhandlung über den Gazastreifen von Ägypten verweigert wurde. Jordanien verhandelte noch bis 1988 mit Israel über eine Rücknahme der Westbank, bis sie ihre Ansprüche schließlich doch offiziell fallengelassen hatten. Nur Syrien verhandelte bis heute nie über die Golanhöhen.

Frage

Hätte Israel die umstrittenen Gebiete niemals besetzt, würde es dann heute dort keine Palästinensergebiete geben?

Jordanien und Ägypten hatten nie Interesse an einer Palästina-Identität. Die Palästinenserbewegung stand zu der Zeit im Schatten der arabischen Nachbarländer und hatte zu der Zeit an Relevanz verloren.

Erst die militärische Kontrolle durch Israel beschleunigte die Nationalismusbewegung der Palästinenser erneut und mit Gaza und Westbank bekamen sie ein realistisches Territorium, auf das sie Anspruch erheben konnten. Erst dadurch entwickelte sich aus dem palästinensischen "Flüchtlingsproblem" nach 1967 ein territoriales und nationalistisches Thema, welches eigentlich kaum noch existent war.

Der größte militärische Erfolg Israels hat also paradoxerweise die Nationalismus-Identität der Palästinenser überhaupt erst gestärkt und neu aufleben lassen und prägt die Politik im Nahen Osten nachhaltig bis heute.

Ohne die Besatzung hätte die PLO keine territoriale Grundlage gehabt.

War das am Ende doch ein strategischer Fehler von Israel, oder wäre es aufgrund der angespannte Lage zu der Zeit eher ohnehin unausweichlich gewesen und der Sechstagekrieg war nur ein Katalysator?

Geschichte, Israel, Nahostkonflikt, Palästina

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