Würdet Ihr den blinden Hund aufnehmen oder beim Tierarzt töten lassen?

 - (Gesundheit und Medizin, Gesundheit, Tiere)

Das Ergebnis basiert auf 58 Abstimmungen

Ein schönes Leben anbieten 91%
Einschläfern 9%

32 Antworten

Bewußt aufnehmen würde ich ihn nicht. Könnte ich gar nicht. Das würde mein Leben so extrem einschränken - das wäre gar nicht möglich.

Klar kann ein blinder Hund leben - eingeschränkt vielleicht. Aber er kann nie mit anderen einfach mal rumtoben etc Es fehlt sehr viel um die Kommunikation mit anderen Hunden zu gewährleisten. Er sieht keinen starren Blick des anderen, keine aufgestellte Rute etc. etc. Man kann den Hund auch kaum einfach mitnehmen in die Stadt, ins Restaurant, in den Urlaub etc. Man kann ihn draußen nie ableinen. Und wenn es sich noch dazu vielleicht um einen Straßenhund handelt, der nichts kennt und bei jedem unbekannten Geräusch panisch reagiert - ich weiß nicht ob der Mensch da nicht auch schnell überfordert ist.

Um einen blinden Hund wirklich gut zu führen muß auch der Mensch extrem aufmerksam sein und zwar IMMER. Wenn der Hund schon älter ist und ein Garten vorhanden und ein barrierefreies Haus und jemand der immer zuhause ist - vielleicht. Aber wer tut sich das freiwillig an ?

Ich schon, weil jedes Tier ein würdiges Leben verdient hat auch Nutztiere.

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@JaysonAK

Kannst Du ja machen wenn Du nicht arbeiten musst und viel Geld hast - warum nicht ?

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@JaysonAK

Nur stellt sich hier die Frage was ein würdiges Leben ist.

Ein Hund der blind geboren ist, hat sicher kein würdiges Leben. Ein Hund der im Alter erblindet kommt mit der Blindheit meistens gut zurecht.

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Ein schönes Leben anbieten

Ist natürlich viel Aufwand und kann teuer werden.

Er muss vor Treppen und scharfen Gegenständen geschützt werden und man muss ihm teils die Augenfunktionen durch eigenes Aufpassen teils ersetzen

Wichtig ist dass man das Gefühl hat dass er leben will

Schönen Tag

Ich persönlich würde grundsätzlich keinen Hund aufnehmen, da ich weder über die zeitlichen noch über die finanziellen Mittel verfüge, diese Verantwortung zu stemmen.

Ganz generell ist Blindheit bei Hunden aber kein Grund zum Einschläfern. Es kommt bei älteren Tieren häufiger vor, dass Seh- und Hörsinn deutlich nachlassen, mitunter völlig verlorengehen. Mit ausreichend Mühe und Hingabe kann man einem solchen Tier immernoch ein schönes Leben ermöglichen.

Ich würde also, wenn ich bereits Hundehalter wäre, ein blindes Tier behalten.

Ein schönes Leben anbieten

Habe etwas gegen die Mentalität "was nicht perfekt ist, wird entsorgt".

Mit wenig Aufwand und ausreichend Zeit kann ihm noch ein schönes Leben gegeben werden.

In seiner vertrauten Umgebung Zerbrechliches wegräumen.

Immer an einer Leine (Geschirr) führen, evtl. bis er sich zurecht findet auch drinnen.

Immer die selben Wege gehen.

Ruhige Auslaufzeiten mit wenig Lärm, Reizen durch Berufsverkehr, zu viele andere Hunde etc. wählen.

Regelmäßig kleine Übungen für seine anderen Sinne im Alltag integrieren, aber angepasst auf seinen sicheren Bewegungsradius.

Ihr könnt so noch eine sehr intensive, bereichernde Zeit miteinander erleben.

Ein schönes Leben anbieten

Im Leben eines Hundes spielt der Geruchssinn eine sehr große Rolle.

Daher denke ich, dass er durchaus ein schönes und interessantes Leben haben kann auch wenn er blind ist.

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