Würden Vegetarier oder Veganer es eklig finden, wenn sie Fleisch anfassen müssten?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich finde das tatsächlich ziemlich eklig. Das ist verwesendes Muskelgewebe das aus einem Tierkadaver herausgeschnitten wurde.

  • Kannst also nicht nachvollziehen, wenn Veganer es als Übergangslösung machen?
  • Oder nur bedienen aber in einem Laden wo Fleisch verkauft wird, was halt mit Fleisch zutun hat?
  • Hättest Du kein Verständnis oder schon?
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@DonaldWatson

Ich wäre ein ziemlich beschränkter Mensch wenn ich für alles nur Unverständnis hätte das andere Leute anders machen als ich. ;-) Ich wünsche mir Veganer in allen Lebensbereichen. Wenn es Lebensbereiche gibt in denen man gezwungen ist mit Fleisch zu hantieren ist es besser wenn das auch dort Veganer machen, als wenn es dort keine Veganer gibt.

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@BerwinEnzemann
„Wenn es Lebensbereiche gibt in denen man gezwungen ist mit Fleisch zu hantieren ist es besser wenn das auch dort Veganer machen, als wenn es dort keine Veganer gibt.“

Interessant und warum ist es dir lieber wenn es Veganer sind?

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@DonaldWatson

Weil es dann dazu kommen wird, dass man auch in diesen Lebensbereichen irgendwann nicht mehr gezwungen sein wird, mit Fleisch zu hantieren. Außerdem würde ich es am besten finden, wenn alle Leute Veganer sind. Das kann man ja schlecht auf der einen Seite wollen, aber auf der anderen Seite fordern, dass Veganer sich aus notwendigen Berufen heraushalten. Ich würde es sogar gut finden, wenn Jäger die Tiere zur Populationskontrolle schießen Veganer wären. Dann würden sich auch wirklich nur so viele Tiere schießen wie nötig, und niemals mehr für Spaß und Unterhaltung.

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@BerwinEnzemann
  • Ok verstehe jetzt deine Einstellung diesbezüglich, würde solche Veganer eher als rationale Veganer „abstempeln“ die genau wissen, was sie tun und wieso sie es tun. Aber Emotionsgesteuerte Veganer könnten keiner Fliege etwas zu Leide tun, auch wenn es notgedrungen wäre.
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@BerwinEnzemann

Ich finde diesen Gedanken wirklich interessant. Besonders würde mich interessieren, ob es tatsächlich irgendwo einen vegan lebenden Jäger gibt. Ich kenne allerdings keinen. :-)

Dazu muss ich aber auch sagen: ich kenne nur zwei Jäger, denen ich persönlich am liebsten den Jagdschein zerreißen würde, weil ich weiß, dass sie absolut keinen Respekt vor der Kreatur haben und tatsächlich nur zum Vergnügen jagen. Ich nenne solche Menschen auch selbst nicht Jäger. Für mich heißen die Schießer.

Alle anderen Jäger die ich kenne (und das sind einige Hundert!) sind sehr tierliebe Menschen, die ihre Pflichten von der Pflege und Hege des Wildes genauso ernst nehmen wie die waidgerechte Bejagung, und die gleichermaßen Jäger und Naturschützer sind.

Ich weiß, du wolltest nicht aus der Ausnahme die Regel machen, aber es gibt leider heute viele Vorurteile gegen die Jagd und die Jäger - insbesondere bei Veganern sitzt vielfach sogar ein regelrechter Hass, den auch ich schon am eigenen Leib erfahren durfte.

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@MarkusPK

Ich gehöre zu der kleinen Minderheit von Veganern, welche die Jagd nicht grundsätzlich ablehnen, womit ich bei anderen Veganern regelmäßig auf vollkommenes Unverständnis stoße. Für mich gilt hier wieder das Prinzip der Notwendigkeit. Populationskontrolle ist eine Notwendigkeit, genau so wie Nahrungsbeschaffung in Situationen, in denen sonst nicht ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. In allen anderen Fällen würde ich die Jagd ebenso gerne verschwinden sehen. Ich höre Jäger oft argumentieren, es ginge bei der Jagd auch um die gemeinschaftliche Unternehmung oder das Naturerlebnis. Das sind immer Punkte die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Das kann man ja auch alles haben, ohne Tiere zu töten. Mir ist auch noch kein Jäger begegnet, der eine vegane Lebensweise vertritt.

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Dir ist bewusst, dass Leute wie du der Grund sind warum Veganer pauschal verunglimpft werden?

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@augsburgchris

Du meinst mit solchen billigen Manipulationsversuchen kannst du mich so weit einschüchtern, meine Meinung nicht mehr offen zu äußern? Träum weiter.

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@BerwinEnzemann

Nein aber mit solchen Sätze: "Das ist verwesendes Muskelgewebe das aus einem Tierkadaver herausgeschnitten wurde." Wirst du mit Sicherheit keinen Fleischesser zum Vegetarier machen.

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@augsburgchris

Ich will gar keinen Fleischesser zum Vegetarier machen. Das ist immer das ewige Missverständnis mit dem Klischee vom missionierenden Veganer. Ich will nur meine Meinung frei äußern können, und damit vielleicht Leute ansprechen, die von selbst dafür offen ist. Wer nicht von sich aus für die Probleme der Ausbeutung und Gewalt gegen Tiere und der Belastung von Umwelt und Klima durch Fleischverzehr, wird sowieso nicht damit aufhören. Deshalb bringt es meiner Meinung auch nichts sich Gedanken darüber zu machen, ob man mit solchen Aussagen bei diesen Leuten unsympathisch rüberkommt.

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@BerwinEnzemann

Was mich jedoch auch herzlich wenig tangiert. Ich finde trotzdem dass du mit solchen Äußerungen deinen Mitjüngern schadest, mehr sag ich ja gar nicht.

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Ganz profan gesehen MÜSSEN (zumindest hierzulande) alle Studenten/innen der Veterinärmedizin ein 3wöchiges Pflichtpraktikum in einem Schlachthof ableisten - egal, ob Vegetarier, Veganer oder Omnivore !

In ihrem Bericht über dieses Pflichtpraktikum beschreibt die ehemalige Studentin Christiane M Haupt, - sowohl ausführlich als auch eindringlich - dass es mit dem bloßem "Anfassen" des Fleisches bei weitem nicht getan ist:

Guckst du dazu hier in der Suchmaschine deines Vertrauens:

"Um eines kleinen Bissen Fleisches willen" - Christiane M. Haupt über ihr Pflichtpraktikum in einem Schlachthof.

Ich denke, dass es da solche und solche gibt. Pauschalisieren kann man da wohl nicht - bestimmt gibt es sogar Veganer oder Vegetarier, die z.B. in der Gastronomie arbeiten, und für die gehört der Umgang mit Fleisch sogar zu ihrem Berufsalltag.

Umgekehrt kenne ich aber auch viele Gemischtköstler, die sich vor einem Fleisch ekeln. Ich persönlich halte das für eine starke Doppelmoral: wer Fleisch essen möchte, sollte in meinen Augen es zumindest zubereiten können.

Ich würde sogar noch einen drauf setzen: wer Fleisch essen möchte, sollte auch zumindest einmal in seinem Leben ein Tier selbst getötet und zerlegt haben. Viele Menschen haben nämlich absolut keinen Bezug mehr zu ihrem Essen und es ist ihnen einerseits überhaupt nicht bewusst, andererseits aber auch völlig egal, dass das, was sie auf ihrem Teller haben, mal "Muh", "Mäh", "Oink" und "Kikeriki" gemacht hat, bevor es für uns gestorben ist.

wer Fleisch essen möchte, sollte auch zumindest einmal in seinem Leben ein Tier selbst getötet und zerlegt haben.

Stimmt, so frisch ist es immer noch am besten. Es geht nichts über ein gutes Kesselfleisch.

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@augsburgchris

Nunja, manche Fleischsorten sollten aber schon erst noch eine Weile abhängen. ☺️

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Ich persönlich könnte es nicht, ich würde es aber nicht schlimm finden wenn andere das machen. Als Vegetarier isst man kein Fleisch, das heißt nicht, dass man es nicht verpacken, zubereiten etc darf.

Ich würde mir andere Arbeit suchen.

Das hat mit Ekel nichts zu tun. Ich würde den Schmerz spüren, der von dem Fleisch ausgeht.

Und ich würde immer eine andere Arbeit finden, darin hab ich Übung!

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