Das Konzept der "Sünde" ist aus meiner Sicht lediglich ein Mittel zur emotionalen Erpressung, um Gläubige zur Einhaltung religiöser Gebote zu zwingen.

Dadurch kann massiv Lebensqualität verloren gehen, etwa wenn man selbst nach dem Austritt mit moralischen Skrupeln im Bereich der Sexualität zu kämpfen hat.

Einmal indoktrinierte Werte und Normen kriegt man eben nur schwer aus dem Kopf - so auch das Gerede von der vermeintlich sündigen Sexualität.

...zur Antwort

Ich gehe davon aus, dass du noch keinerlei praktische Erfahrung in diesem Bereich hast? Dann empfehle ich dir, dich erst einmal hineinzufinden.

Hilfreich kann dabei die SMJG sein:

https://www.smjg.org/

Was ist die SMJG?

Die SMJG ist ein gemeinnütziger Verein für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren, die sich für BDSM oder Fetischismus interessieren. Wir bieten eine Plattform mit vielfältigen Informationen und Austauschmöglichkeiten rund um diese Themengebiete in einem geschützten Rahmen an.

Das ist ausdrücklich keine Dating-Seite, sondern eine Plattform, um sich mit Gleichaltrigen mit ähnlichen Neigungen austauschen und informieren zu können.

Ich denke, damit ist dir weitaus mehr geholfen, als mit irgendeiner Kontaktanzeige. Zumal sich ja durchaus rausstellen kann, dass doch nicht alles so toll ist

...zur Antwort

Ich bin Soto-Zen-Buddhist und meditiere seit mehreren Jahren täglich in Form von Zazen (Sitzmeditation) und achtsamen Handlungen im Alltag.

Meditation "bringt nichts".

Was ich damit sagen will ist, dass diese Erwartungen und Leistungsdenken mit Meditation absolut nichts zu tun haben und sogar ein Hindernis darstellen können.

Anstatt meditativ zu sein, fragt man sich ständig "bin ich schon entspannt?" oder stellt Vergleiche an ("...Autor Xy nannte dieses Kribbeln...ob es bedeutet, dass...?").

Dann ist man mehr in seinem "Kopfkino" und kontrolliert seinen Geist, anstatt einfach achtsam und offen für den jeweiligen Moment zu sein.

Erwartungen an die Meditation zu knüpfen kann zu Selbsttäuschung führen.

Wenn man nur lange genug darauf wartet, unbedingt etwas "Spirituelles" zu erleben, wird das Gehirn irgendwann Halluzinationen produzieren - die niemandem nutzen.

Meditation ist eben keine Methode zur Selbstoptimierung, sondern ein Zustand entspannter Achtsamkeit, weder schläfrige Trance, noch angespannte Konzentration.

Entweder man lässt sich auf diese Praxis ein, ohne sich etwas davon zu versprechen, oder man wird irgendeine oberflächliche Entspannungstechnik daraus machen.

...zur Antwort

Nein, aber du sympathisierst mit ausländerfeindlichen Personen, die im Idealfall alle Frauen am Herd sehen, sozial schwache Bürger hängen lassen, die deutsche Geschichte glorifizieren und sexuelle Aufklärung einschränken wollen. Außerdem wollen sie Deutschland außenpolitisch in die Isolation führen.

Wer sich solche Zustände wünscht, ist entweder ein Nazi, dumm, oder beides.

...zur Antwort
Wieso kann es keine Welt geben, in der...

Weil sich die Menschen meiner Ansicht nach geistig nicht in die richtige Richtung bewegen, selbst wenn dahinter gute Absichten stecken mögen.

Manch einer engagiert sich beispielsweise in der Anti-Kriegs-Bewegung, ist gegen Atomkraft, gegen Lobbyismus und die Macht der Großkonzerne, gegen Korruption....

Diese Person ist so "anti-gegen-irgendwas", dass es ihr schwer fallen dürfte, einen friedlichen Geist zu haben - überall sieht sie Bedrohungen für Natur, Umwelt & Co.

Frieden beginnt bei uns selbst und wer jetzt zur roten Fahne greift und die weltweite Revolution ausruft...der wird nur noch mehr Unfrieden in die Welt bringen.

Jedes politische und gesellschaftliche Engagement braucht meiner Ansicht nach geistige Klarheit als Grundlage, sonst mündet es in blindem Aktionismus.

Wenn wir nun hier sitzen und all die Defizite und Probleme bejammern, gebrauchen wir unseren Geist nicht konstruktiv, lassen ihn in der Negativität kreisen.

So lange der Mensch nicht mit sich selbst im Reinen ist und äußerer Friede nicht auf innerem Frieden basiert, so lange wird es keinen echten Frieden geben.

Aber - das ist meine Meinung - es ist nicht falsch, an eine Utopie zu glauben, wenn dies einen dazu motiviert, das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen.

Sobald man aber merkt, dass sich mit dem Recycling oder der Plastikvermeidung ein Gefühl der moralischen Überlegenheit einstellt...ist es aus mit dem Frieden.

Je mehr wir uns selber erkennen, desto mehr nähern wir uns dem Frieden.

...zur Antwort

Ich persönlich bin gegenüber Hyperventilationstechniken skeptisch eingestellt.

Sofern es keine Erkrankungen gibt, die mit psychischer Instabilität, oder Beschwerden der Atemwege/Atmung verbunden sind, dürfte das gelegentliche Üben harmlos sein.

Wenn man beispielsweise für 30 Stockwerke die Treppe sprintet, ändert sich die Atmung in der Regel auch ganz von selbst, wird dann jedoch wieder ruhig.

Wenn man diese "aggressiven" Atemmuster natürlich in den Alltag integriert und ständig so atmet, halte ich das für ausgesprochen ungesund.

...zur Antwort

Woher weißt du, dass es sich bei den bezahlten Schauspielerinnen um Feministinnen handelt? Wie kommst du darauf, dass es "viele" Feministinnen wären?

Du stellst hier Behauptungen ohne Belege in den Raum, die mir zudem doch einigermaßen fragwürdig erscheinen, wenn man sich mit Feminismus befasst.

Die Degradierung der Frau zu einem Sexobjekt, wie er vermutlich in vielen Pornos üblich ist, dürfte diesen Vorstellungen wohl kaum entsprechen.

Sicher, es gibt mittlerweile auch weibliche Regisseure und einige Labels haben sich auf Kundinnen spezialisiert - Bukkake dürfte allerdings nicht zum Repertoir gehören.

Also meiner Ansicht nach widerspricht deine Aussage dem Konzept des Feminismus und ohne jeden Beleg werde ich sie als unglaubwürdig abtun.

...zur Antwort
Ich bin links
ob es mehr tolerante Menschen als Rassisten auf GuteFrage.net gibt...

Die Toleranz eines Menschen misst sich nicht allein am Rassismus.

Jemand kann absolut vorurteilsfrei gegenüber Menschen anderer Herkunft sein, aber dafür Homosexuelle, Schlagerfans, Frauen, Fleischesser, Tangaträger, Religiöse usw. zutiefst verabscheuen und womöglich sogar aktiv diskriminieren.

Ich erlebe beispielsweise gerade bei Menschen die sich als "links" ansehen, immer wieder eine geradezu groteske Abneigung gegen den Staat Israel - von Toleranz ist dann bei den Genossen nicht mehr viel zu sehen.

Politisch links zu stehen ist also nicht automatisch gleichzusetzen mit zwischenmenschlicher Toleranz. Intoleranz ist nicht auf Rassismus beschränkt.

...zur Antwort

Die isländische Band Hatari hatte bereits vor dem Konzert angekündigt, die öffentliche Bühne für eine politische Äußerung zu nutzen und hatte sich schon zuvor provokativ israelkritisch geäußert.

Dagegen kann man das gleichberechtigte nebeneinander der israelischen und der palästinensischen Flagge in Madonnas Bühnenshow deutlich positiver als Geste der Versöhnung sehen.

Bei der Aktion von Hatari handelt es sich also um eine Geste, die Israel provozieren sollte, während diese Absicht bei Madonna nicht ersichtlich ist.

Nach den Regeln des ESC sind vermutlich beides Regelverstöße, ungeachtet der damit beabsichtigten politischen Intention.

...zur Antwort
Linke

Für mich persönlich die einzige Partei, die noch an den "kleinen Mann" denkt - und das sage ich als gut verdienender Mittelständler (bevor hier jemand behauptet, nur sozial schwache würden diese Partei wählen).

...zur Antwort

Nachdem die Band sich bereits vor dem ESC antijüdisch äußerte und Nazivergleiche angestellt hatte, hätte ich sie gar nicht erst einreisen lassen.

...zur Antwort

Meiner Meinung nach ist es sehr makaber, die Zahlen der Todesopfer von Regimen gegeneinander aufzurechnen, um festzustellen, welche Ideologie "schlimmer" ist.

Denn tatsächlich muss man zwischen Ideologie und politischem Regime trennen.

Der Nationalsozialismus ist eine destruktive, menschenfeindliche Ideologie, bei der rassische "Übermenschen" die degenerierten "Sklavenvölker" beherrschen sollen.

Der utopische Gedanke des Kommunismus, von der Herrschaft des Proletariats, und der weltweiten internationalen Arbeiterbewegung ist deutlich positiver.

Dass beide Ideologien zu totalitären Staaten mit Führerkult, Gewalt und Massenmord in diktatorischen Systemen führten, ist dabei selbstverständlich absolut unstrittig.

...zur Antwort

Der Buddha lehrte, dass man keine Lehre ungeprüft übernehmen solle, sondern selbst entscheiden, was nach eigener Erkenntnis "wahr" und "richtig" ist.

Von dieser Kritik nahm er auch seine eigene Lehre nicht aus.

Somit sind auch Buddhisten dazu angehalten, die alten Schriften zu hinterfragen und sie durchaus auch einer wissenschaftlichen Textkritik zu unterziehen.

Tatsächlich zeigte sich der japanische Priester Fumon Nakagawa, der in Deutschland lebt, entgeistert, wie unkritisch man hier dem Buddhismus begegnet.

So hatte hierzulande eine buddhistische Zeitschrift Textzitate mit frauenfeindlichem Inhalt gepostet und darüber "Worte Buddhas" getitelt - ohne echten Kontext.

Nakagawa Roshi meinte, dies sei ihm unverständlich, da doch gerade die "Westler" die Textkritik entwickelt hätten und mit der eigenen, christlichen Tradition hart ins Gericht gingen.

So ist etwa von einigen wichtigen, Vegetarismus propagierenden Texten bekannt, dass sie erst in China niedergeschrieben wurden und auch keine ältere Vorlage haben.

Wer jetzt also einfach sagt "Buddha lehrte Vegetarismus" greift damit zu kurz.

Der Buddhismus sieht sich nicht als alleiniger "Erlösungsgarant" sondern es wird im Allgemeinen akzeptiert, dass auch andere Wege den Menschen helfen können.

...zur Antwort
Bei mir nicht

In meinem Umfeld - Familie, Beruf, Verein, Freundeskreis, Kiez - ist Grüßen und Gegrüßtwerden absolut normal und auch allgemein üblich.

Ich lebe in einer Millionenstadt und natürlich grüßt man nicht jeden Menschen, den man auf der Straße trifft, dazu fehlt einfach der persönliche Bezug.

Aber ein Lächeln oder Nicken, wenn man überraschenderweise zum gleichen Bäcker geht, also etwas gemeinsam hat, ist auch hier durchaus üblich.

(auch wenn wir Hauptstädter häufig als unhöflich und barsch gelten...)

...zur Antwort

Ich besuchte freiwillig den evangelischen Religionsunterricht und fand ihn sehr interessant. Dort ging es nicht um religiöse Indoktrination.

Stattdessen wurden die Weltreligionen sachlich thematisiert, die Grundzüge der Lehren und bekannte Gebräuche vorgestellt, verbunden mit schulischen Exkursionen.

Ich habe diesen Unterricht als sehr bereichernd empfunden und ich denke, dass er meine Neugierde und Toleranz auf gesunde Weise gefördert hat.

Wer nichts über andere Konfessionen weiß, fällt leichter auf Hasspropaganda herein - ob das die "Kinder schächtenden Juden" oder der angebliche "Fäkalien-Jihad" ist.

Daher fand ich diesen Aspekt sehr sinnvoll.

Auch ging es um Themen von Ethik und Moral - Todesstrafe, Tierversuche, Gentechnik, Sterbehilfe, Krieg...alles ohne dogmatischen Überbau.

Den späteren "Ethik"-Unterricht fand ich dagegen enttäuschend und langweilig, da eher Themen wie Drogensucht und Diskriminierung fokussiert wurden.

Insgesamt war das Fach Ethik weit weniger inspirierend und lehrreich, als der Religionsunterricht, den ich erleben durfte.

...zur Antwort
Hat seine Berechtigung

Ein politischer Islam, der die Autorität des Staates in Frage stellt, indem religiöses Recht über weltliches gestellt wird, ist mit einer Demokratie unvereinbar.

Auch ein Islam der gegen offene Sexualität oder andere gesetzlich zugesicherte Grundrechte ist, muss sehr kritisch gesehen und in seine Schranken verwiesen werden.

Aber ein moderner, zeitgemäßer Islam, der nicht an autoritäre Strukturen haftet, ist mir überall auf der Welt willkommen - auch in Deutschland.

So lange Menschen aller Konfessionen friedlich miteinander leben können, sehe ich keinen Grund, irgendein Bekenntnis pauschal zu verdammen.

Ich verfolge natürlich medial den Terror muslimischer Extremisten und kenne aber auch meine muslimischen Nachbarn - und ich kann unterscheiden.

Letztlich sind es immer die Menschen, die Religionen ihr Antlitz geben und selbst die friedlichste Lehre kann hasserfüllt und intolerant interpretiert werden.

Dort wo Muslime leben, existiert eben auch der Islam - und den Glauben kann man Menschen ebensowenig verbieten, wie seine Gedanken.

...zur Antwort