Karriere und Arbeit sind für mich nicht von großer Bedeutung. Auch die finanzielle Situation ist für mich kein besonders schwerwiegendes Thema.

Mein soziales Umfeld habe ich mir sorgfältig ausgesucht, so dass es dort ebenfalls keinen Bedarf an Nachbesserungen gibt.

Partnerschaftlich gibt es bei mir ebenfalls keine Probleme, ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben.

Die Frage nach dem Sinn stellt sich mir auch nicht mehr, für mich hat sich dieses Thema somit ebenfalls erledigt.

Natürlich achte ich auf meine Gesundheit, aber sollte sich eine schwere Krankheit einstellen, würde ich meine Prioritäten natürlich auf die Gesundung setzen.

Fazit:

Keines dieser Themen ist dominant in meinem Leben, da ich mit mir weitgehend im Reinen bin und kein Bedürfnis nach "Optimierung" habe

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Bei einer deutschen Redensart - "selbst ist der Mann" - auf ein englisches Wort zurückzugreifen, ist zumindest nicht gerade geschickt.

"Selbst ist der Mann" - diese Aussage stimmt meiner Ansicht nach insofern, dass man sich nicht darauf verlassen sollte, das andere Menschen einem immer den Weg ebnen, so dass man selbst keine Anstrengung oder Verantwortung hat.

Wer etwas erreichen will, sollte auch die Entschlossenheit aufbringen, selbst etwas zu leisten und diese Aufgabe zu meistern, anstatt immer darauf zu hoffen, dass es schon irgendjemand für einen erledigen wird.

Natürlich heißt das nicht, dass man sich das Leben unnötig schwer machen muss und neue Pfade durch den Urwald trampelt, obwohl schon befestigte Straßen bestehen, nur weil man meint, sich selbst etwas beweisen zu müssen.

Auch spricht nichts dagegen, sich von erfahrenen Menschen auf dem eigenen Weg unterstützen zu lassen, oder wenn nötig Hilfe in Anspruch zu nehmen - aber da es um das eigene Leben geht, sollte man es letztlich selbst meistern.

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Woran jemand glaubt, ist seine Privatsache, das geht niemanden etwas an.

Wenn die Religion aber Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung hat, etwa indem Straftaten religiös begründet werden, tritt sie aus dem Privaten heraus.

Wenn also die Gesellschaft bedroht ist - Verstoß gegen Menschenrechte, Verstöße gegen das Strafrecht usw. - dann muss der Staat selbstverständlich eingreifen.

Ansonsten ist der Glaube individuell verschieden.

Manchmal mag es öffentliches Thema sein - etwa wenn der Arbeitnehmer aus religiösen Gründen einen freien Tag beantragt - aber das sollte nicht die Regel sein.

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Ich mag die Schilderung von Elia aus dem dem 1. Buch der Könige 11-12

Der Herr sprach: Geh heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn!
Und siehe, der Herr wird vorübergehen.
Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem Herrn her;
der Herr aber war nicht im Winde.
Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben;
aber der Herr war nicht im Erdbeben.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer;
aber der HERR war nicht im Feuer.
Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.

oder Micha 4:3

Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

Oder Psalm 23:

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
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Ich bin minimalistisch

Ich lebe relativ minimalistisch und verzichte beispielsweise auf Mobilgeräte wie Mobiltelefon, Smartphone, oder Tablet - einfach weil ich sie nicht benötige.

Kleidung soll praktisch sein und wird so lange getragen, bis sie nicht mehr durch Näharbeit zu reparieren ist, oder ich "herausgewachsen" bin (auch in die Breite. ;-) ).

Modische Trends o.ä. interessieren mich nicht, so dass ich keiner Mode folge.

Bettwäsche habe ich ebenfalls "entmistet" - meine Garnituren sind auf drei heruntergefahren - eine aktuelle, eine zum Wechseln und eine für Gäste o.ä.

Dinge die ich nicht mehr benötige werden verschenkt, oder verkauft. Sollte ich einmal ungewöhnliche Dinge außerplanmäßig benötigen, leihe ich sie mir von Nachbarn etc.

Reine Staubfänger und Dekoration habe ich so weit wie möglich entfernt. Lediglich einige Objekte, die für mich persönlich von Bedeutung sind, habe ich behalten.

Bei Einkäufen bevorzuge ich Angebote im "Zero Waste" Bereich (unverpackt, in eigenen Behältnissen mitzunehmen) oder mit nachhaltigen Verpackungen.

Soweit von meiner Seite.

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ich bin Soto-Zen-Buddhist

Der Buddhismus vermittelt einem ein Bewusstsein für die Relativität der Dinge - man selbst hält oft Dinge für absolut unverrückbar wahr - dabei sind sie subjektiv.

Person A sagt: Dieses Essen schmeckt furchtbar, die Party ist langweilig und meine Gesprächspartnerin unattraktiv - ganz so, als wären das absolute Wahrheiten.

Aber Person B schmeckt das Essen ausgezeichnet, amüsiert sich wunderbar auf der Party und findet seine Gesprächspartnerin sehr attraktiv - und hält es für absolut wahr

Dabei ist alles wandelbar - mit Ketchup schmeckt das Essen plötzlich, mit dem richtigen Gesprächspartner macht die Party Spaß und nach ein paar starken Drinks ist die Frau gleich viel hübscher.

Weil wir aber egoistisch sind und an unserer "absoluten Wahrheit" festhalten (auch religiös, politisch usw.), schaffen wir sowohl innere, als auch äußere Konflikte.

Der Buddha lehrte dies und gab einem damit die Grundlage, um unbewusstes Handeln, das Leiden verursacht, durch Achtsamkeit zu überwinden

Der Buddhismus vermittelt einem die Praxis, um über diese begrenzten egoistischen Verhaftungen hinauszugehen und die Anhaftung zu erkennen

Durch Meditation wird das Bewusstsein für Relativität und Vergänglichkeit ausgeprägter, schon allein weil man sich im Moment zentriert.

Man entwickelt eine Geisteshaltung, die an nichts haftet, so dass man in jeder Minute ruhig in seinen Sarg steigen könnte, ohne etwas zu bedauern.

Der Buddhismus verspricht kein Glück im Jenseits, kennt kein "Seelenheil", "Sünde" und "Vergebung", sondern ist auf die Gegenwart konzentriert

Anstatt mit Versprechungen und Drohungen von Paradies und Endzeit geht es um die eigene Entwicklung und das Erkennen der eigenen Verantwortung.

Man muss sich also nicht mit dem Diktat von Geboten herumschlagen, sondern kriegt eine Anleitung zu ethischem Handeln, die hinterfragt werden darf.

Man hat also eine ethische Orientierung in seinem Leben, die man aber stets neu für sich überdenken darf und sich durch die Praxis der Meditation immer weiter entwickelt.

Achtsamkeit bereichert den Alltag - statt tägliche Aufgaben als langweilige Routine und lästige Pflicht zu empfinden, werden sie zu buddhistischer Praxis.

Statt beim Putzen gleichzeitig Fernseher und Radio laufen zu lassen, um dann vom Klingeln des Telefons gestört zu werden und gestresst über den Putzeimer zu stolpern, kann man die körperliche Arbeit als Achtsamkeitspraxis wahrnehmen

Auch ist der weggefahrene Bus kein Grund, gelangweilt rumzustehen, oder vor der Realität in sein Smartphone zu flüchten, sondern man kann ganz bewusst den Moment erfahren und so sein Bewusstsein schulen.

Der Buddhismus hat kulturelle Wurzeln, die man zwar von der Lehre unterscheiden können sollte - aber sie bereichern den eigenen geistigen Horizont.

Die "asiatische Lehre" ist natürlich von einer Mentalität geprägt, die sich sehr von unserer westlichen unterscheidet. Man muss also "umdenken" - das bietet nicht nur Anreize für neue intellektuelle Erkenntnisse, sondern öffnet uns auch für andere Denkweisen und Kulturen.

Anmerkung: Allerdings wird der Buddhismus im Westen häufig idealisiert gesehen, man beachtet nicht die kulturelle Prägung, oder man bleibt an asiatischer Exotik hängen, so dass Kritikpunkte und Schattenseiten mitunter ignoriert werden.

Der Buddhismus - insbesondere der Mahayana-Buddhismus - ist dabei nicht allein auf die "Befreiung" des Einzelnen gerichtet, sondern durch sein Handeln versucht der Buddhist, das ganze Universum voranzubringen und Leiden zu verringern.

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menschlich

Für mich sind "menschlich" und "männlich" keine Gegensätze.

Ich bin einfach ein Mensch männlichen Geschlechts.

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Ich bin seit über 30 Jahren Soto-Zen-Buddhist und wäre das sicher nicht, wenn ich der Meinung wäre, dass mir Lehre und Praxis nicht entsprechen.

Grundsätzlich gilt, dass natürlich auch der Buddhismus bzw. die buddhistischen Lehrer und Gemeinschaften sowohl Licht- als auch Schattenseiten haben.

Man sollte den Buddhismus weder einseitig idealisieren und als "einzig wahren Weg" bezeichnen, noch verdammen, denn beides ist einseitig und falsch.

Meiner Erfahrung nach wird der Buddhismus im Westen häufig mit dem Wunsch nach asiatischer Exotik und Wohlfühl-Philosophie überfrachtet und missverstanden.

Man sollte also bei allem Interesse an Buddhas Lehre nicht gänzlich unkritisch sein, gerade was die eigenen Erwartungen im Bezug auf den Buddhismus angeht.

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Darf ich als Buddhist Gv mit Einer Transfrau haben?

Wenn du Buddhist bist, dann solltest du die buddhistische Sexualethik kennen - und die besagt, dass eine Beziehung kein Leiden schaffen soll.

Wenn ihr also beide darauf achtet, dass niemand übervorteilt oder benachteiligt wird, also kein Leiden entsteht, kannst du auch eine Beziehung mit einem Bürostuhl haben

Glücklicherweise gibt es im Buddhismus keine göttlichen Gebote und der Buddha hat sich aus den Schlafzimmern seiner Anhänger herausgehalten.

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Ich bin Buddhist und ich mache mir nicht viel aus materiellem Luxus. Daher wäre so ein Angebot für mich auch nicht interessant. Außerdem mag ich es nicht, wenn Menschen heucheln und Sympathien vortäuschen, nur um einen Vorteil dadurch zu haben.

Wenn es aber beispielsweise darum ginge, jemandem der eine teure, lebensrettende Operation/Behandlung benötigt zu helfen, dann würde ich zumindest so lange von diesem Grundsatz abweichen, bis die Person genesen (oder gestorben) ist.

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