Woran erkennt man denn einen Intelligenten?
Mir ist aufgefallen, dass in meiner Akte beim Therapeuten aus dem letzten Jahr die Intelligenz grob eingeschätzt wurde. Ich zitiere: "Die Intelligenz befindet sich nach klinischem Eindruck im Durchschnittsbereich" . Naja, ein IQ Test wurde nicht angestrebt, - aber angesprochen- auch hatte ich nicht viel Zeit mit dem Therapeuten, da es eher darum ging mithilfe von Verfahren meinen inneren Zustand zu analysieren. Kurz bevor ich bei einem Therapeuten angemeldet werden sollte, empfand weder ich noch der Psychoanalytiker Notwendigkeit für Therapien, da ich die Panikattacken eigenständig innerhalb von 6 Monaten "terminieren" konnte. Wie erkennt man in so einer kurzen Zeit und wenig "Eigentherapie" die Intelligenz des Patienten?
(Habe in der Schule Psycho gewählt und mich würde sowas sehr interessieren.)
8 Antworten
Der Therapeut schreibt ja: "nach klinischem Eindruck".
D.h. er hat (stillschweigend) einen Vergleich gezogen zu den Menschen, die er sonst so kennt. Da bist du ihm weder als besonders dümmlich, noch als (verkanntes) Genie vorgekommen.
Die Sache wäre komplexer ausgefallen, wenn der Therapeut eine Begutachtung hätte durchführen sollen, bei der die genauere Einschätzung der Intelligenz auch eine Rolle spielt. - Aber hier stand ja offenbar ein psychotherapeutisches Anliegen im Vordergrund. Von daher hat sich derjenige mit einer (Grob-)Schätzung begnügt.
Die Einschätzung dürfte bei dir auch keine Relevanz haben.
Im über oder unterdurchschnittlichen bereich können einige Verhaltensstörungen häufiger oder seltener sein.
Wenn du also grob im Schnitt bist ist das nichts weiter als eine Diagnostische Einschätzung.
Und ob jemand grob im durchschnitt über dem durch oder unter ihm liegt kriegt man in normalen Gesprächen eigentlich recht gut mit.
Ich hätte meine Frage Konkretisieren sollen: Aber redet man denn nicht irgendwie absichtlich alltäglicher? Vor Allem bei der Psychoanalyse? Also ich habe absichtlich nicht so geredet wie in der Schule oder wie in mündlichen Prüfungen. Habe ich als unnötig empfunden. Wortgewandtheit heißt doch nicht, dass jemand schlau ist? Hat das dann auch Folgen insgesamt gehabt? Also ich meine anscheinend muss das ja große Auswirkungen haben, wenn man nur daran erkennt, ob jemand intelligent ist. Hab echt kein Bock nochmal dahin zu gehen, um alles zu korrigieren oder ähnliches. Wenn ich dann doch psychosomatisch belastet bin, dann brauch ich auch nicht mehr zum Kardiologen gehen, deswegen erschwert mir dieser Gedanke meine aktuelle Situation. Ich kann nicht besonders gut einschätzen, was wie Auswirkungen gehabt hat.
Also ist es eig. eine Vermutung des Therapeuten? Nur das? Hätte es mir wenigstens ein wenig komplexer vorgestellt.