Wie sage ich meinen Eltern, dass ich schwanger bin. Ist eine Abtreibung möglich?

19 Antworten

Hey,

Ich würde dir vorschlagen, dass du auf jeden Fall eine Beratungsstelle aufsuchst - d.h. am Besten Pro Familia.

Ein Arzt kann in deinem Alter einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ohne die Eltern zu informieren - aber nur unter der Voraussetzung, dass du die notwendige Entscheidungsfähigkeit hast (was im Ermessen des Arztes liegt).

Es kann daher gut sein, dass du tatsächlich einen Schwangerschaftsabbruch ohne deine Eltern vornehmen kannst - und deswegen würde ich zuerst ein Beratungsgespräch führen und die Eltern nur dann informieren, wenn  du ihre Zustimmung wirklich benötigst :)

Dich rechtfertigen dafür musst du nicht - wenn du einen Schwangerschaftsabbruch möchtest, ist das deine eigene Entscheidung.

Ich wünsch dir viel Kraft!

Lg

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 2011 Ratgeber auf Gutefrage, eigene Homosexualität

PS: Bei einem Einkommen unter 1000€ Netto (bzw. 1075€ Netto?) übernimmt das Land die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch - du musst also gar nichts bezahlen. :)

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Ist zwar etwas her, aber habe das gleiche Problem wie die Frage oben, wie kann man das mit einem Arzt klären oder wo soll man da hingehen damit es die Eltern nicht erfahren? Meine Eltern würden mich töten, habe aber schon bei Frauenärzten aus der Umgebung angerufen und die wollen alle dass ich meine Eltern mitbringe...

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Ich verstehe wie du dich fühlst, ich war auch mit 16 schwanger und ich muss dir leider sagen, dass an einem Gespräch mit deinen Eltern nichts vorbeiführt. Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern. Aber rede mit Ihnen ganz offen darüber und Versuch auch ihre Gefühle zu berücksichtigen. Meine Eltern sind auch immer übel streng gewesen aber haben sich im Endeffekt drüber gefreut, dass ich so offen damit zu Ihnen gegangen bin und sie um Hilfe gefragt hab.

Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern.

Er darf, wenn er bei einer 14-16jährigen die nötige Refie dafür sieht.

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Der Arzt darf nicht abtreiben ohne Einverständnis deiner Eltern.

Falsch. Da wurdest du falsch informiert. Nur das Mädchen allein entscheidet.

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Nein. Du bist minderjährig und für diesen nicht unerheblichen Eingriff benötigen die Ärzte eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten.

Sprich mit ihnen, möglichst bald. Du benötigst auch vor der Abtreibung ein Beratungsgespräch (z.B. Caritas Pro familia) und auch einen Arzttermin. Ein Beratungsgespräch ist zwingend notwendig, du erhältst die Bescheinigung, die der Arzt dann für den Eingriff benötigt.

Rede mit deinen Eltern. Es wird nicht einfach sein, aber da musst du eben durch.

Alles Gute und ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung findest.


Falsch. Nur das Mädchen allein entscheidet.

Bei Jugendlichen, seien sie zwischen 14–16 oder 16–18, kann im Normalfall davon ausgegangen werden, daß sie die Bedeutung einer Schwangerschaft und die auf sie zukommenden Belastungen einschätzen und bewerten können. Fixe Altersgrenzen sind vom Gesetzgeber bewußt nicht vorgesehen. Die genannten Altersgrenzen sind nur Anhaltspunkte, es kann im Einzelfall begründete Ausnahmen geben. http://www.profamilia.de/fileadmin/info/1953.pdf.
Nicht das Alter, sondern die Urteils- bzw. Entscheidungsfähigkeit ist massgebend, und die wird vom Arzt beurteilt.

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Mit 15 werden deine Eltern davon erfahren müssen, da da das Sorgerecht vor dem Persönlichkeitsrecht gilt. Aber 16 ist es wahrscheinlicher, das alleine entscheiden zu können.
Zum Ablauf: 1. dringend einen Termin beim Frauenarzt machen. 2. einem Termin in einer Beratungsstelle machen und dich dort beraten lassen (es werden alle Pro und Contra Punkte besprochen, dir wird viel Hilfe angeboten, auch Hilfe es deinen Eltern zu sagen und sie werden dir gut zur Seite stehen)
3. dir Adressen geben lassen von Ärzten in deiner Nähe, die das überhaupt machen (trotz dass es in d legal ist abzutreiben, gibt es viele Kommunen, die es komplett ablehnen)
4. mit deinen Eltern zu einer letzten Untersuchung und dem Narkose Vorgespräch.
5. zeitnaher Termin für den Eingriff.
6. zur Krankenkasse und eine kostenübernahme beantragen. Wenn man eine Kasse vor Ort hat, dauert das nur wenige Minuten und kann kurz vor dem Eingriff gemacht werden. (Als Jugendliche wirst du da keine Probleme haben, da du ja kein Einkommen hast)

Wichtig: so ein Eingriff darf nur bis zur 14 ssw (also ab erster Tag der letzten Periode) oder bis zur 12 Woche (ab Befruchtung) stattfinden so lange keine medizinische Indikation vorliegt.
Nach der Beratung müssen mindestens 3 Tage vergehen bevor du den Eingriff vornehmen lässt.
Du solltest voll hinter der Entscheidung stehen und sie auch vertreten können.

Mit 15 werden deine Eltern davon erfahren müssen, da da das Sorgerecht vor dem Persönlichkeitsrecht gilt.

Nein, nicht beim Schwangerschaftsabbruch. Das ist eine derart persönliche Frage, dass da das Persönlichkeitsrecht vorgeht.

Wenn sie einsichtsfähig ist und gute Gründe hat, weshalb die Eltern nichts erfahren sollen, brauchen die nichts mitzubekommen. Aber natürlich wäre es besser, wenn sie sich den Eltern/der Mutter anvertrauen könnte.

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Falsch!
In einem Urteil von Hamm steht das Sorgerecht bei unter 16 jährigen über dem Persönlichkeitsrecht, München betont das Persönlichkeitsrecht, aber erst bei über 16 unter 16 müssen die Eltern entscheiden!

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@GroupieNo1

Das Urteil von Hamm ist nicht sakrosankt. Es ist ausserdem bereits sehr alt (1998).

INSTITUT FÜR SANKTIONENRECHTUND KRIMINOLOGIE
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Direktorin: Prof. Dr. Monika Frommel, 24.06.02

[...] Die angesprochenen Verbände stufen die Entscheidung des OLG Hamm und anderer (ebenfalls vereinzelt gebliebener) Vormundschaftsgerichte als „nicht unumstritten“ ein und weisen Beratungsstellen darauf hin, generell eine vormundschaftsgerichtliche Ersetzung der fehlenden Zustimmung der Eltern einzuholen. Dies ist hochproblematisch und basiert auf einem Mißverständnis, das der Tenor dieser Entscheidung freilich
nahe legt. Er lautet nämlich: „Eine Minderjährige bedarf zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs in jedem Fall der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters". Nicht angemessen erörtert wird in den angesprochenen Verbänden die Reichweite dieser Entscheidung: Sie betrifft nur zivilrechtliche Fragen (etwa Fragen der Haftung bei Arztfehlern und ist auch unter Zivilrechtlern nicht unumstritten).

Für die Frage der Straflosigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs ist sie hingegen gegenstandslos. Darüber entscheiden nämlich Strafgerichte und nicht Vormundschaftsgerichte. Im Strafrecht gilt der Grundsatz, daß die strafrechtliche Einwilligungsfähigkeit nicht zu verwechseln ist mit der zivilrechtlichen Frage der Geschäftsfähigkeit. Die strafrechtliche Einwilligung ist wirksam, wenn die Schwangere die Bedeutung ihrer Entscheidung verstehen kann, wenn sie also tatsächlich einsichtsfähig ist. Ob dies der Fall ist, entscheidet der oder die abbrechende Ärztin nach ihrer ärztlichen Erkenntnis. Im Strafrecht tritt nämlich das Elternrecht völlig hinter das Entscheidungsrecht der minderjährigen Schwangeren zurück. [...]

Eine Entscheidung des AG Schlüchtern 1998 lautet:
Eine Minderjährige bedarf zur Einwilligung in den mit einem Schwangerschaftsabbruch verbundenen ärztlichen Eingriff nicht der Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten, wenn sie nach ihrem Reifegrad in der Lage ist, die Bedeutung eines Schwangerschaftsabbruches und dessen Tragweite für ihr Leben zu erkennen.

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Und die Narkose darf das Kind natürlich auch selber unterschreiben!
Ja ne ist klar!
Bei uns (FS, ED, LA) wird kein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen. In München nur unter Narkose und da geht schon die zweite Sache los, das ein minderjähriges Kind nicht die Befugnis hat, die Narkoseaufklärung selbst zu unterschreiben. Um in Narkose versetzt zu werden bedarf es immer der Unterschrift eines Erziehungsberechtigten.
Und du sagst das Urteil von Hamm sei veraltet (1998) und legst einen Artikel vor der aus dem selben Jahre ist?
Ich arbeite in der Familienhilfe und wir sind eine eingetragene Beratungsstelle und wir haben die Auflage unter 16 nur mit Zustimmung der Eltern und ab 16 prüfen wir (gemeinsam mit dem Arzt) ob die Jugendliche bereit ist diese Entscheidung selbst zu treffen. Und das ist keine Einschätzung die in 1 Stunde Gespräch statt finden kann sondern länger dauert.
Ausnahme Fälle von u16 sind Vergewaltigungen aus dem Verwandtenkreis oder Familienkreis, da hier andere Voraussetzungen gelten.

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@GroupieNo1

In München nur unter Narkose

Meinst du im Spital? Ich hoffe doch sehr, dass es auch in der Region München Möglichkeiten gibt, einen Abbruch medikamentös oder mit Lokalanästhesie durchzuführen. Oder jedenfalls mit einer intravenösen Kurznarkose. Würde sogar dafür die Unterschrift der Eltern verlangt? Da müsste das Mädchen, wenn es in dieser Region wohnt, halt anderswo hinreisen. 

Was ist denn das für eine Familienhilfe, wo du arbeitest? Stellt ihr auch den Beratungsschein aus? Und wer macht euch diese Auflage betr. Zustimmung der Eltern bei unter 16-Jährigen?

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@GroupieNo1

Und die Narkose darf das Kind natürlich auch selber unterschreiben!

Heutzutage beendet man die Schwangerschaft medikamentös. Nur auf Verlangen der Frau (oder vielleicht zurückgebliebenen Krankenhäusern im bayerischen Wald ^^) erfolgt noch der altmodische chirurgische Eingriff.

Die eigentliche RU 486 ist sogar frei von Nebenwirkungen. "Nur" die ebenfalls verabreichten Nebenmedikamente können Nebenwirkungen haben - mit Folgen, die in etwa einem feucht-fröhlichen Abend entsprechen.

Sprich: Frau nimmt ein paar Pillen, bleibt zur Beobachtung ein paar Stunden im Krankenhaus, und das war es dann.

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Wie gesagt in den anderen kreisen gibt es keine Möglichkeit für einen Abbruch ohne medizinische Indikation. Es gäbe zwar Ärzte aber diese bekommen keinen op. Hatte erst vor zwei Wochen mit einem Arzt der selber in zwei Kliniken belegarzt ist ein Gespräch darüber und über die Möglichkeiten bei uns in der Umgebung.
In München machen es 2 Kliniken. Beide mit kurznarkose für die eine Einwilligung der Eltern benötigt wird! Eine medikamentöse Abtreibung wird in beiden Kliniken nicht vorgenommen.
Wir sind der öffentlichen Jugendhilfe unterstellt, also dem Jugendamt und der entsprechenden Regelung der Regierung.
Such dir mal n kreisplan aus, und mach mal Kreuze wo keine Abtreibungen stattfinden dürfen. Das ist für eine Jugendliche recht schwer wenn sie nicht gerade im Nachbarkreis eine Klinik hat. Erding, Freising, ebersberg, Landshut, kehlheim keine Möglichkeit. München Mühldorf (bzw Wasserburg) und dingolfing möglich.
Hatte mal eine Liste von der aok. Wir wohnen nunmal im konservativen Oberbayern und auch wenn es legal ist, wird es hier nicht gerne gesehen und selten gemacht.

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@GroupieNo1

Eine medikamentöse Abtreibung wird in beiden Kliniken nicht vorgenommen.

Dann sollte man diese rückständigen Kliniken einfach meiden (konfessionelle Krankenhäuser? Heißt eines davon "Klinik zur Heiligen Unzucht"? Und das andere "Klinik zum notgeilen Bischof"? ^^), und geht in eine andere Klinik, die bereits im 21.Jhdt. angekommen ist.

Selbst München wird ja sicher über mehr als nur 2 Krankenhäuser verfügen, oder? Und bestimmt sind davon nicht alle in kirchlicher, sondern das eine oder andere auch in kommunaler Hand (Städtisches Klinikum? Uni-Klinikum?) ...

... oder ist in Bayern die Kirche immer noch so mit dem Staat verwoben wie im Mittelalter? Wäre möglich, dass man dann z.B. nach BW ausweichen muss. ^^

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Ja und selbst die Unikliniken stellen ihren OP dafür nicht zur Verfügung! Mit mir brauchst du deswegen nicht diskutieren!
Es gibt zwei die das durch führen. Nur weil es in Deutschland erlaubt ist heißt es nicht das man in jedes x-beliebige Krankenhaus  spazieren kann.
Legal heißt nicht, das jeder das macht!
Ich kann nichts dafür das es so ist! Ich kann nur sagen wie derzeitig die Lage ist. Einen Abbruch der medizinische Gründe hat macht jede Klinik.
Einen Abbruch weil es die Mutter will, nun mal nicht. Und da gehen auch hier im Internet die Meinungen weit auseinander und man wird wohl auf mehr Leute treffen, die gegen eine Abtreibung sind, wenn sie nicht durch eine Vergewaltigung entstanden ist oder eine medizinische Indikation hat.
Und es gibt nunmal auch sehr viel Ärzte die das nicht mit ihrem aid verbinden können, nämlich leben zu retten und zu erhalten und nicht zu töten.
Und es ist auch die Entscheidung jedes Krankenhauses, ob es so einen Abbruch genehmigen möchte oder eben nicht.

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Und wenn du München als bayerischen Wald bezeichnest, kann es ja mit andern Dingen nicht weit her sein!
Ruf doch einfach morgen mal die Kliniken in München durch! Oder nach es einfach und lass dir bei deiner Krankenkasse die Adressen geben und rufe bei den Kliniken an, die es anbieten, und frag wie sie es machen.
Egal wie lang die Narkose ist, schlafen ist schlafen! Und das darf KEIN KIND unterschreiben!!! Jeder Arzt der das zulässt kann seine Approbation verlieren.

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9 von den Ärzten sind mir bekannt die alle in der Iatros-Klinik am stieglmaierplatz operieren! Und 6 davon in der Frauenklinik in der maistrasse. Wo wir wieder beim Thema sind das es dort nur Kliniken machen!

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Hallo

Lass die Schwangerschaft mal durch einen Frauenarzt bestätigen. Danach machst Du einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Du bist 15 Jahre alt. Der Arzt muss somit Deine Reife und Einsichtsfähigkeit beurteilen. Ist diese gegeben, was normalerweise der Fall ist, kannst Du ohne Eltern abtreiben. Mit der Beratungsstelle kannst Du auch alles besprechen, dass die Eltern nichts erfahren.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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