Wie kann ich herausfinden ob ich wirklich an Gott glaube?

35 Antworten

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Du musst dich selber erforschen, was du mehr liebst: den Glauben oder die Wahrheit? Wenn es der Glaube ist, musst du Bücher von gläubigen Menschen über den Glauben lesen, und dein Glaube wird sich stärken. Es ist wie das paddeln in einem Fluss zu dessen Mündung. Wenn du aber die Wahrheit leibst, hast du einen langen, anstrengenden Weg vor dir. Dann musst du die Bücher von ungläubigen wie von gläubigen Menschen lesen, die Argumente prüfen und mit dem was du selbst erlebt hast abgleichen. Du musst bereit sein, ständig neues zu lernen und ständig vermeintliches Wissen, was sich aber als falsch erwiesen hat, aus deinem Weltbild zu streichen.

Wenn es Gott nicht gibt, dann bist du als wahrheitsliebender Mensch auf dem richtigen Weg.

Wenn es Gott doch gibt, dann können zwei Fälle eintreten: Erstens, Gott liebt die wahrheitsliebenden Menschen. Dann bist du wiederum auf dem richtigen Weg.

Oder zweitens, Gott liebt die wahrheitsliebenden Menschen NICHT, sondern nur diejenigen, die den RICHTIGEN Glauben haben, also z.B. Juden, oder Animisten, oder Islamisten, oder Christen, oder Buddhisten, oder Pantheisten, oder Panentheisten, oder Shintoisten, oder Schamanisten, oder Wotanisten, oder Asatrus, oder Wiccas, oder Hinduisten, oder ..., und macht natürlich auch eine Unterscheidung, ob nun evangelisch oder katholisch oder orthodox oder evangelikal, Wotanist oder Odinist ... Wenn es so wäre, dann bist du mit deiner Wahrheitsliebe trotzdem auf dem richtigen Weg, denn dieser Gott wäre es nicht wert, verehrt zu werden.

Sehr gute Antwort. Unterschreibe ich voll und ganz.

Dreimal DH :)

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Nun schlägt es 13, ich habe das 13 te DH gegeben :-)

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@Silmoo

O.k. dann bekommst du jetzt von mir 13 DHs zurück :-)

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den Glauben oder die Wahrheit?

Sorry, aber darin sehe ich eine Wertung, die vollkommen unangemessen ist. Ich beispielsweise sehe keinen Widerspruch zwischen Glauben und Wahrheit und das Gegenteil zu behaupten stellt in meinen Augen eine Bevormundung gegenüber allen Gläubigen dar, zu welcher niemand qualifiziert ist.

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@JTKirk2000

@JTKirk2000: Dein Kommentar erinnert mich ganz spontan an einen Ausspruch des französischen Schriftstellers Nicolas Chamfort (1741 – 1794)

Der wahrhaft Gläubige untersucht keinen Glaubenssatz. Es verhält sich damit wie mit einer bitteren Pille: Wenn man sie kaut, ist man nicht mehr in der Lage sie herunterzuschlucken.

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@JTKirk2000

@JTKirk2000

"...den Glauben oder die Wahrheit?" Sorry, aber darin sehe ich eine Wertung,

Das siehst du falsch. Theoretisch braucht tatsächlich zwischen den beiden kein Widerspruch zu bestehen, und ein solcher wurde auch nicht behauptet. Aber die Frage was man MEHR LIEBT, verlangt eine Entscheidung unabhängig davon, ob der Glaube der Wahrheit entspricht oder nicht.

Nehmen wir einmal an, die Darulisten hätten den richtigen Glauben. Egal wie groß oder wie klein die Anhängerschar der in der Wahrheit stehenden Gläubigen ist, es wäre auf jeden Fall eine Minderheit, weil keiner Religion mehr als 50% der Menschheit angehören. Dann wäre es doch sinnvoll und auch aus der Sicht des wahren Gottes lobenswert, wenn jeder Nicht-Darulist sich um Wahrheit und nicht um Glauben bemühte. Und dann wäre es ebenfalls sinnvoll und auch aus der Sicht des wahren Gottes lobenswert, wenn auch jeder Darulist sich um Wahrheit bemühte, denn wie könnte er anders erkennen, dass sein Glaube mit der Wahrheit übereinstimmt?

Es gäbe tatsächlich einen anderen Weg: nämlich dann wenn die Gläubigen EINER Religion einen Gebetserfolg (oder Erfolg in einem anderen magischen Ritual) hätten, der sich signifikant vom Gebetserfolg der anderen Religionen und vom Placeboeffekt unterscheiden würde. Aber so etwas gibt es nicht. Offensichtlich gibt es keinen Gott, oder es gibt zumindest keinen Gott, der Menschen mag, die den Glauben höher schätzen als die Wahrheit. Ich hoffe, die Schlussfolgerung ist nun verständlich geworden, dass ein jeder Mensch sich ständig um Erkenntnis der Wahrheit bemühen sollte - und zwar unabhängig was er selbst nun glaubt oder als Glauben seiner Eltern mitbekommen hat.

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Du scheinst auf der Suche nach Gott zu sein. Nach der Lehre der Bibel hat uns Gott genau diese Suche nach der Wahrheit (und damit nach Gott selbst) ins "Herz" gelegt hat. Für Christen besteht ein wesentlicher Sinn bzw. der Hauptsinn des Lebens darin, Gott zu suchen und zu finden (vgl. Jeremia 29,13) und an ihn zu glauben.

Ein wichtiger Punkt, der für die Bibel spricht, ist z.B. der Bereich "erfüllte Prophetie". Hunderte von Prophezeiungen haben sich im Laufe der Zeit erfüllt, kein anderes Budh der Welt kann auch nur annähernd mithalten. Das zeitg u.a., dass die Bibel mehr als nur ein Buch ist. Weitere Infos darüber und warum die Bibel Gottes wahres Wort ist z.B. auf der Seite: http://www.gottesbotschaft.de/?pg=3048

Dazu kommt, dass die Bibel mir das Leben und und Welt einfach am besten erklärt. Die Bibel beschreibt z.B. im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Wenn du wirklich wissen willst, ob es Gott gibt oder nicht, lies doch mal in der Bibel (zu Beginn eines der 4 Evangelien und danach den Römer-Brief) und bete einfach mal, dass Gott dir die Möglichkeit schenkt, ihn zu finden. Wie schon angesprochen, verheißt die Bibel, dass der, der Gott (ernsthaft) sucht, ihn auch finden wird...

ICh (ungläubig) glaube, dass du mittlerweile von alleine (!!) erkannt hast wie es um den Glauben steht. Du zeigst dabei aber typische Züge von jemandem der von klein auf mit den christlichen Traditionen aufgewachsen ist. Daher kannst du es nicht direkt verantworten deinen Glauben an den Nagel zu hängen. Aber du musst dir selber klar werden was deine eigenen Zweifel bedeuten. Ich will dich zu keiner Entscheidung drängen oder Ähnliches, aber du musst dir überlegen woran deine Zweifel anknüpfen. Ich könnte hier jetzt Romane füllen warum ich eben nicht an eine übergeordnete Schöpfung etc. glaube. Aber das wäre nicht im Sinne deiner Frage. Daher rate ich dir nur für dich klar zu bekommen was Gott für dich ist und ob du anhand deiner Ansichten zur Welt überhaupt diese Vorstellungen mit deinem Gottesglauben in Einklang bringen kannst. Alleine das du mit der Zeit und dem Älter werden mehr Zweifel bekommen hast, sollte dir doch zeigen wie du denkst und das du die Antworten auf Fragen die die schlausten Köpfe unserer Zeit nicht beantworten können, nicht durch eine vorgefasste Jahrhunderte alte Ansicht erklären lassen willst. Aber am Ende ist meiner Meinung der Schritt aus seiner Unmündigkeit zur Selbstverantwortung zu allem was du tust ein Weg zum freien Denken. Lass dir ruhig Zeit, da du mit der Entscheidung die du triffst im reinen sein solltest. LG Raza97 :)

Es ist ein Weg zu Gott-die wenigsten wissen auf den Punkt genau,so jetzt glaube ich ganz an Gott oder ab jetzt glaube ich gar nicht mehr.Es ist wie in einer beziehung.Man muß sich kennenlernen und versuchen zu verstehen.Gott gibt ja Hilfe durch Gebet-innere Sicherheit,Glauben,Liebe. Mir ging es genauso wie dir-ich bin katholisch erzogen worden,fing an zu denken,Wissenschaftliche Zeitschriften zu lesen und durch hinterfragen zweifelt man erstmal.Ich glaube es ist wichtig,sich erstmal von dem übergestülpten Glauben der Eltern zu befreien,um eine eigene Beziehung zu Gott aufbauen zu können-einen gefühlten Glauben. Dabei ist eben wichtig Gottes Liebe und Führung zu verstehen und zu akzeptieren.Lies die richtigen Bücher (die Bibel ist ohne Hilfe schwer zu verstehen) z.B. aus dem Parvis Verlag "Der Gottmensch" oder "Mein Leben in Nazareth".Dann verstehst du Jesus viel besser.Lern den Inhalt deines Glaubens kennen!Höre Vorträge von Pater Karl Wallner auf Youtube. ...und noch ein Rat-hinterfrage deinen Glauben,genauso aber auch die Wissenschaftlichen Thesen,die dir als Fakten hingestellt werden.Ich fragte mich zum Beispiel immer,wieso haben sich aus den Vorfahren der Affen Menschen entwickelt,andere aber "blieben" Affen,obwohl sie doch nun schon Millionen Jahre Zeit hatten,sich zu höherentwickelten Wesen zu entwickeln.Und so gibt es einige Ungereimtheiten der Wissenschaften,die die Vergangenheit (Entstehung der Welt,des Menschen,des Lebens) behandeln.

Um mehr an Gott zu glauben und ihn zu erkennen, musst du dein Schicksal in seine Haende legen, anstatt zu glauben, dass du der Macher deines Lebens bist, d.h. du vertraust der Absolutheit total, ohne Wenn und Aber! Wenn du denkst, ich lenke doch alles, was so geschieht in deinem Leben, dann erliegst du dem Glauben, es gibt etwas anderes ausser der Totalitaet. aber es gibt nichts ausser ihm (Es)! Also, schon morgen vertraue deiner inneren Stimme mehr als deinen Gedanken, denn die Gedanken sind es, die dich wegbringen von der Absolutheit. Das ist das Geheimnis. Versuche die leise innere Stimme wahrzunehmen, die uns alle leitet. Sie ist subtil und wird meistens durch die Gedanken uebertoent, aber unter den Gedanken ist sie praesent, immer und fuer alle Ewigkeit! Also lasse dich nicht durch deine Gedanken leiten, denn sie wollen nie etwas gutes und vertraue deiner inneren Stimme vollends. Viel Erfolg!

Hi.Du hast zwar Recht,denn Gott spricht durch unsere Innere Stimme und die kann man nur hören wenn man still ist.Aber der Glaube ist auch logisch und man kann durchaus mit dem verstand,wenn er mit der Weisheit Gottes gemischt ist,zum Glauben kommen.Siehe die Philosophen vergangener Zeiten,die schon ganz nah am christlichen Glauben mit Seele,Jenseits und einer höheren,allmächtigen Macht waren.

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