Welche Art von Mensch hört Metal?

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Also ich stufe Metaller hauptsächlich so ein:

  • offen
  • komunikativ
  • ehrlich
  • lustig
  • können sehr schnell Kontakte knüpfen

Wenn ich alleine auf ein Metalkonzert gehe, oder auf Freunde warten muss (weil ich häufig sehr früh da bin), komm ich in über 80% der Fälle früher oder später mit den Leuten in der Schlange ins Gespräch. Das geht so schnell, dass imo selbst kontaktscheue Personen eigentlich keine Probleme haben sollten, dort ins Gespräch zu kommen. Man ist halt Teil einer Szene und Bruderschaft und ist deswegen auch sehr offen untereinander.

Ok, im Alltag dürften Metaller dann wieder mehr oder weniger normale Menschen sein. Wobei meiner Erfahrung nach die Vollidiotenquote in der Metalszene recht gering ist. (Nicht bei Null, aber schon sehr gering.) Die meisten erlebe ich als aufrichtige Leute. Vor allem aber friedlich ist die Metalszene. Man kann die ganzen Presseberichte in denen die Polizei nach einem Metalfestival die Besucherschaft für ihre Friedlichkeit lobt, schon fast gar nicht mehr zählen.

Es gibt da auch eine Studio die nahe legt, dass Metal gerne von schlauen Menschen gehört werde. https://www.laut.de/News/Studie-Heavy-Metal-macht-schlau-22-03-2007-4830

Was mir an Metal nun direkt gefällt:

  • Die Kraft 
  • die Intensität
  • die Dramatik
  • die Action
  • die Härte
  • diese absolut geilen Gitarren-, Schlagzeug- und Bassläufe
  • die Leidenschaft die dahinter steckt
  • die Handgemachtheit
  • der Anspruch
  • das Fehlen von Autotune
  • das es keine große Industrie ist
  • die Szene und Leute drumherum
  • das Gleichgewicht und Gleichberechtigung der Instrumente
  • und so ein bisschen auch die Auflehnung und Rebellion

Für mich ist die Sache klar: Metal ist die beste Musik die es gibt. Nach Metal kommt nix mehr.

In der Musik steckt eine enorme Kraft und Intensität, die einfach umhaut. Metalsongs sind voll von wahnsinnig guten Melodien. Oftmals sind das auch komplexe Melodien und komplexe Rythmen. Und es ist nicht so eine Friede-Freude-Eierkuchen, oder Ich-hab-Herzschmerz Pop-Musik.

Zudem ist Metal für mich ehrlicher als viele andere Genres. Schau dir mal einen gewöhnlichen Elektro, House oder Dance Beat an. Bassdrum auf allen 4 Zählzeiten und Clapps auf 2 und 4. Das kann ich auch in 5 min im Drumcomputer programmieren. Zudem haben einprogrammierte Sounds imo wenig Anspruch. Ich will nicht behaupten, dass man kompositorisch nix drauf haben müsse, wenn man einen Pop, Dance, Hip Hop etc. Song schreiben möchte. Aber wenn man sowas mal aufführen möchte, nimmt man einen Laptop mit auf die Bühne, drückt auf Play und dann kommt da vorgenerierte Musik raus. Eine Band die auf der Bühne steht, muss ihr Handwerk bei jedem Gig live spielen können.

Und spiel mal so einen durchschnittlichen Metalsong auf der Gitarre. Bereits der Durchschnitt ist bei Metal bereits ziemlich anspruchsvoll. Für Songs wie von Slayer oder Dream Theater (schwere Songs) braucht man halt schonmal 20 Jahre Spielerfahrung und mehr, um das auf Live- und erst recht Studioniveau spielen zu können.

Und wie schon oben erwähnt, sind im Metal alle Instrumente in Sachen Vordergründigkeit gleichberechtigt. Es gibt keinen Sänger der Gott ist, und alles andere ist austauschbarer Rest. Im Metal, Rock und Co. ist das Gesamtpaket wichtig. Und mir gefällt dass, dass das Instrumentale gut hörbar ist.

Mir hat mal ein Metalhead gesagt, Metal ziehe Introvertierte an, die sich allein fühlen.

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@AnderSonne

Würde ich weder bejahen noch verneinen. Die Musik erzeugt ein starkes Wir-Gefühl. Nichtsdestotrotz gibts aber auch die musikalische Härte, die wiederum einige Leute abschrecken dürfte.

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Danke für den Stern!

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Anders als bei z. B. Deutschrappern können die Sänger von Metal Bands unglaubliches mit ihrer Stimme anstellen.

Ich mag die Energie in der Musik, so wie es hier schon andere beschrieben haben.

Außerdem drücken die Sänger in den Lieder oft ihre Gefühle aus und diese werden wie ich finde durch die "kräftige" Musik sehr schön verstärkt und können diese auch sehr gut rüber bringen.

Meine Erfahrung mit Leuten die Metal hören und wie es auch bei mir ist, ist, dass sie nicht wie man vielleicht denken könnte aggressiv sind, wie die Musik, sondern das genau Gegenteil weil sie die Musik als Ventil benutzen.

Ich würde aber nicht sagen, dass man über den Musikgeschmack unbedingt auf den Character des Menschen schließen kann. Es kann aber sein.

auf einer DVD im Abspann wurde mal gefragt. The typical Slayer Fan ? "The ugliest Kid in the block"

Ich höre Metal schon seit Ende der 70er. Das fing so an mit Black Sabbath. Damals noch Hard Rock

Nun gibt es so viele Stile bis hin zum Symphony Metal mit Haggard mit ausgebildeten Opern Sängerinnen wie Tarja Turunen bis hin zum Death Metal mit dem gutturalen Gesang

dieser Typ von dem ich sprach, hat mir tatsächlich einmal ein Lied zugeschickt mit dem Namen „Satan is real“ Da frage ich mich natürlich schon mal, ob er sowas nur aus Spaß hört oder er diese „Ideologie“ teilt.?

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@sophiaschrz

Morbid Angel hat hier auch ziemlich fiese Kommentare zu Dämonen oder Kritik an der Kirche. Bei denen aus den USA scheinen die das ziemlich ernst zu meinen.

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Metal bringt mich runter, wenn ich schlecht darauf bin.

Ich habe hier mal einen interessanten Link für dich, über den ich mal gestolpert bin. Mich hat es fasziniert, weil ich auch zu klassischen Konzerten gehe.

https://www.keyboards.de/stories/metal-und-klassik-fans-sind-im-grunde-identisch/

Wow.... siehe meine Antwort....👍🏻

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@Dorfrocker

Das mit der Toleranz kann ich zumindest mit meiner Wahrnehmung bestätigen.

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In der Musik ist Energie und Rhythmus, es steckt Power dahinter und ist abwechslungsreich. Außerdem sind die Fans toleranter als die meisten anderen.

Und wenn ich in Ruhe was hören will, dann kommt Klassik zum Zug. Jedes zu seiner Zeit...

Nebenbei gesagt: bei Konzerten hab ich des Öfteren zwischen Schlipsträgern und Punks gestanden. Und alles lief super.

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