Was denkt ihr über Nahtoderfahrungen und das Leben nach dem Tod ?

19 Antworten

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Hallo Asklepios11, 

sogenannte Nahtoderfahrungen sind mit Sicherheit für den, der sie erlebt, sehr beeindruckend. Allerdings bedeuten sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, was von diesen Menschen, die zurückkommen, in sie hineininterpretiert wird. 

Im Falle von Dr. Alexander ist bekannt, dass ein paar Details seiner Story so, wie er sie wiedergibt, einfach nicht stimmen. 

Zum einen war sein Koma keineswegs durch die bakterielle Erkrankung verursacht, sondern künstlich eingeleitet und kontrolliert. Entsprechend war Alexander niemals wirklich "gehirntod", wie es in einigen Quellen dargestellt wird. 

Zudem widerspricht ihm die damals behandelnde Ärztin bzgl. seines Zustandes:

He notes that by conventional scientific understanding, "if you don't have a working brain, you can't be conscious," and a key point of his argument for the reality of the realms he claims to have visited is that his memories could not have been hallucinations, since he didn't possess a brain capable of creating even a hallucinatory conscious experience.

I ask Potter whether the manic, agitated state that Alexander exhibited whenever they weaned him off his anesthetics during his first days of coma would meet her definition of conscious.

"Yes," she says. "Conscious but delirious."

Hier ist das Zitat nachzulesen: 

http://www.esquire.com/entertainment/interviews/a23248/the-prophet/

Tatsächlich passen typische Beschreibungen von Nahtoderfahrungen stets genau zu dem, was Neurobiologen erwarten würden, was wir wahrnehmen, wenn nach und nach einzelne Sinne und Areale des Gehirns ihren Dienst nicht mehr tun. In Studien konnte zum Beispiel nachgewiesen werden, dass künstlich herbeigeführter Sauerstoffmangel zu Ohnmachtsanfällen führt, nach denen einige Teilnehmer typische Nahtoderfahrungen schilderten. (Siehe Kapitel "Experimental Brain Hypoxia in Healthy Subjects" hier http://scitechconnect.elsevier.com/wp-content/uploads/2016/04/3-s2.0-B9780128009482000200-main.pdf )

Andere Arbeiten (siehe https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40757/Herzstillstand_Hyperkapnie_erklaert_Nahtod-Erfahrungen.htm ) legen Zusammenhänge mit einem erhöhten CO₂ oder einem veränderten Säure-Basen-Verhältnis nahe. Wobei Neurobiologen davon ausgehen, dass Nahtoderfahrungen ganz verschiedene Ursachen haben können, je nachdem, in welcher Phase das Gehirn genau ist. 

Allgemein gilt, dass es keinerlei wissenschaftliche Daten gibt, die die Mystifizierung derartiger Schilderungen in religiöse Deutungen rechtfertigen. Nah-Tod ist nicht "tot". Diese Erlebnisse sind nach allem, was wir wissen, keineswegs ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod, sondern darauf, dass ein komplexes Organ wie unser Gehirn eben beim "Herunterfahren" noch gewisse Impulse/Eindrücke verarbeitet. 

Grüße


Wann kann eine Nahtoderfahrung vorkommen?

    A. Gehirnfunktionen sind schwerwiegend in Mitleidenschaft gezogen 
    1. Herzstillstand bei Patienten mit einem Herzinfarkt oder bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen
    2. Koma durch Gehirnschädigung bei einem Verkehrsunfall oder einer Gehirnblutung
    3. Koma durch Beinahe-Ertrinken, vor allem bei KindernZuckerkoma, 
    4. Ersticken oder Atemstillstand (Apnoe)Koma durch eine misslungene Selbsttötung oder IntoxikationBewusstlosigkeit durch niedrigen Blutdruck bei Schock als Folge 
    • eines gravierenden Blutverlustes während oder nach einer Geburt oder während einer Operation 
    • einer allergischen Reaktion 
    • einer schwerwiegenden Infektion (Sepsis)
    5. Während einer Narkose, meist bei Komplikationen während einer Operation
    6. Bei einem lebensgefährlichen Stromschlag

    B. Gehirnfunktionen sind nicht in Mitleidenschaft gezogen

    7. Ernste, aber nicht unmittelbar lebensbedrohliche Erkrankungen die mit hohem Fieber einhergehen
    8. In Isolation (zum Beispiel bei Schiffbrüchigen), bei extremer Austrocknung oder Unterkühlung
    9. Bei Depressionen oder in einer existentiellen Krise
    10. Während einer Meditation
    11. Ohne klar identifizierbare medizinische Ursache, etwa bei einem Spaziergang in der Natur
    12. Vergleichbare Erfahrungen, sogenannte Todesangst-Erfahrungen kommen auch bei drohenden Verkehrsunfällen und beim Bergsport vor, wenn der Tod unvermeidlich scheint.

Keinen Einfluss hat die Glaube oder keine Glaube (also auch Atheismus), Geschlecht, Bildung.

Je jünger der Betroffene ist, desto wahrscheinlicher gibt es eine Nahtoderfahrung. Warum das aber so ist, lässt sich bisher nicht erklären.

Leben nach dem Tod:

Es ist umstritten.

Mit wissenschaftlichen Methoden kann man die ,, Seele'' sowieso nicht nachweisen. 

Was mich aber am meisten erstaunt ist, dass das Leben nach der Nahtoderfahrung völlig verändert. Wo früher Materialismus, Geld und Karriere an erster Stelle stand, steht nachher Bildung, bedingungslose Liebe, Freundschaft und Familie an erster Stelle. 

Bei Drogen, Halluzinationen (auch unter Laborbedingungen) oder Fantasien treten hingegen kaum oder gar keine ,,positive'' Veränderung ein.

Zudem treten nach Nahtoderfahrungen teilweise elektrische Störungen auf.

Immer wieder wird von elektrischen Phänomenen berichtet: Vor allem in emotionalen Momenten kann von einem Körper ein störendes elektromagnetisches Feld ausgehen, das auf elektrische Geräte einwirkt: Lampen verlöschen, der Computer fällt aus, die Autozündung versagt, plötzlich streikt die Supermarktkasse.

Ein Betroffener: ,,Es war wirklich sehr eigenartig, jedes Gerät, das ich nach meiner Nahtoderfahrung anfasste, ging kaputt. Lampen, Geschirrspüler, Wasserkocher, die Leuchte über der Kochplatte, ich gab an alles Energie ab.''

Einige tragen keine Uhren, weil die Uhren stehen bleiben, sobald sie sie anlegen. Sie hatten sich zunächst immer wieder eine neue Uhr gekauft, weil sie dachten, die alte Uhr sei defekt.

Und außerdem ist das Wort Nahtoderfahrung nicht richtig, denn solche Phänomene treten auch unter Depression, Meditation oder sogar beim Spazieren gehen auf. Das Gehirn ist nicht in Mitleidenschaft gezogen. 

Zudem gibt es noch eine sogenannte emphatische Sterbeerlebnisse auf, dass heißt das die Angehörigen den Sterbenden ein Stück ins Jenseits begleiten und es gibt Fälle wo sogar Fremde, die vor dem Haus gehen, ohne es zu wissen, das da gerade jemand stirbt, das gleiche Erlebnise erlebt.

Und außerdem kannst du den Nahtoderfahrenden  sowieso oft nicht überzeugen, dass das alles nur Einbildung ist, zu tief hat sich das Erlebnis eingeprägt. Und an erster Stelle geht es sowieso nicht um Beweise, wir müssen schließlich sowieso alle einmal sterben, sondern das Erlebnis in sein/ihr Leben integrieren. Denn das Wohl der Betroffenen steht als erster Stelle und nicht die Wissenschaft.

Natürlich ist es nicht bewiesen aber wer das interessiert kann sich mit der Literatur auseinandersetzen. Schließlich ist Nahtoderfahrung keine Krankheit, sondern einfach ein unerklärliches Phänomen.

Offene Fragen, die unbedingt erklärt werden müssen:

Warum treten bei Halluzinationen meistens lebende Menschen und bei Nahtoderfahrungen überwiegend Verstorbene ein ? 

Wie kann man unter Überdosis Vollnarkose ein erhöhtes und klares Bewusstsein haben?

Warum sind die Beobachtungen während einer außerkörperliche Erfahrungen im Gegensatz zur Halluzinationen realistisch. (wird von Zeugen bestätigt)

Wie können von Geburt an blinden Menschen und Gehörlose eine stark visuelle und auditive Erfahrung haben?

Warum können die Betroffenen manchmal während einer Nahtoderfahrungen Gedanken und Gefühle lesen? (die Zeugen sind oft sehr überrascht und ratlos)

Warum Nahtoderfahrungen sind in allen Ländern und unabhängig vom Alter sehr ähnlich?

Warum hat nicht jeder Nahtoderfahrungen?

Warum treten manchmal während der Nahtoderfahrungen unerklärliche Heilungen ein?

Es gibt noch unzählige offene Fragen.

Es gibt bisher keine Beweise, dass es eine Seele gibt, allerdings auch keine Beweise, dass es keine Seele gibt. Es gibt bisher nur Erklärungsansätze und da sind die Forscher darüber einig.    

Jetzt solltest Du nur noch die Quelle Deines Textes angeben und Dich hier nicht mit fremden Federn schmücken. 

Das Ganze stammt aus dem Buch

Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung

von Pim Van Lommel

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@uteausmuenchen

Der Titel an sich ist schon Quatsch, da es keine "Nahtoderfahrungen" gibt. Der Begriff ist religiöser Natur und soll nur als Beweis für eine unsterbliche Seele dienen. 

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Hallo Asklepios11,

in den meisten Religionen gibt es die Vorstellung von einem Jenseits, d.h. ein Leben nach dem Tod in irgendeiner Form. Oft wird in dieser Verbindung von einer unsterblichen Seele gesprochen, die den Tod des Körpers überdauert und an irgendeinem Ort weiterlebt. Ist diese Vorstellung jedoch zutreffend? Wie kann man sich Klarheit verschaffen?

Nun, die Bibel nimmt sehr ausführlich auf das Thema "Tod" Bezug. Sie erklärt, dass der Tod nicht der Übergang zu einem anderen Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. So kann man z.B. folgendes lesen:

"Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10). Der Begriff "Scheol" (aus dem Hebräischen), der hier erscheint, bedeutet nichts weiter als der symbolische Aufenthaltsort der Toten, also ihr Zustand.

Nach dieser Erklärung ist also der Tod ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit, wie gesagt, ein Zustand der Nichtexistenz. Das bedeutet allerdings nicht, dass jemand, der verstorben ist, keine Hoffnung auf eine Wiederkehr zum Leben hätte. Gott kann sich an alle Menschen erinnern, die jemals gelebt haben und sie wieder zum Leben bringen. Die Bibel spricht von einer Auferstehung der Toten.

Jesus Christus verglich deswegen den Tod mit einem Schlaf, aus dem es durch die Auferstehung ein Erwachen gibt. Die Bibel beschreibt diese Auferstehung als ein in der Zukunft liegendes Ereignis, für das Gott einen Zeitpunkt festgelegt hat. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden" (Johannes 5:29,29). Ja, es wird einen "Tag" der Auferstehung geben!

Wo werden denn dann die Auferstandenen leben, könnte man fragen? Auch hierzu möchte ich noch einmal die Bibel sprechen lassen: "Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hạdes gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten" (Offenbarung 20:13). Das hier erwähnte Meer und der Hades (Grab) sind Orte hier auf der Erde, die die Toten freigeben. Für die allermeisten gibt es nach der Auferstehung ein Leben hier auf der Erde, wie es beispielsweise in den Psalmen zu lesen ist: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Zu den hier erwähnten "Gerechten" gehören auch die Personen, die zwar in ihrem früheren Leben schlecht gehandelt, sich aber nach ihrer Auferstehung um richtiges Handeln gemäß den Richtlinien Gottes bemüht haben.

Das Leben, das die Auferstandenen dann erwartet, ist jedoch nicht das gleiche, das sie in ihrem früheren Leben gekannt haben, ein Leben in Leid und Mühsal. Gott wird dafür sorgen, dass dann ein Leben in dauerhaftem Frieden und Glück hier auf Erden möglich ist, genau so, wie es im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4).

Sind das nicht sehr hoffnungsvolle Aussichten? Ich denke schon und ich freue mich schon auf die besagte Zeit. Vor allem wird durch die Hoffnung, die die Bibel vermittelt, dem Tod der Schreck genommen, den er leider auf die Menschen bis heute ausübt.

Die Bibel zeigt allerdings auch, dass es für einige treue Christen eine Auferstehung zu himmlischem Leben geben wird. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:1,2). Kommen denn nicht alle Christen in den Himmel? Nein, die Bibel zeigt sehr deutlich, dass die eigentliche Bestimmung für den Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde ist. So kann man beispielsweise in den Psalmen folgendes lesen: " Die Gerechten selbst werden **die Erde besitzen**, und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29).

Dass Gott dennoch Menschen zu himmlischem Leben auferweckt hat seinen Grund darin, dass er Menschen in eine künftige Regierung, in der Bibel das "Reich Gottes" oder "Königreich Gottes" genannt, einbinden möchte, die einmal über Menschen hier auf der Erde herrschen wird. Dieses "Königreich Gottes" wird dafür sorgen, dass auf der Erde endlich Gottes Wille geschieht und paradiesähnliche Zustände hergestellt werden.

In dem "Königreich Gottes", seiner göttlichen Regierung also, können logischerweise nicht alle Menschen, die Gott dienen, vertreten sein. Somit ist die Zahl derer, die Gott für ein himmlisches Leben vorsieht, begrenzt. Jesus sagte einmal mit Blick auf seine Jünger: "Fürchte dich nicht, du **kleine Herde**, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). Im Verhältnis zu der unbegrenzten Zahl von Menschen, denen Gott ewiges Leben hier auf Erden geben wird, sind diejenigen, die Gott in sein Königreich beruft, eben nur eine **kleine Herde**.

Ich kann mir gut vorstellen, dass meine Darlegungen einige weitere Fragen aufwerfen, da ich mich in meiner Antwort nur auf das Wesentliche beschränkt habe. Sollte das bei Dir der Fall sein, kannst Du mich gern anschreiben.

LG Philipp

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