Gute Bücher über Nahtod-/ Jenseits "Erfahrungen"?

6 Antworten

Ich habe zum Thema Nahtoderfahrungen, Rückführungen (Reinkarnationsregressionen) und dergleichen von Raymond Moody interessante Bücher gekauft und gelesen. Inwiefern diese empfehlenswert sind, ist natürlich vom entsprechend persönlichen Standpunkt abhängig. Die drei Bücher, die ich von diesem Autor habe, heißen "Leben nach dem Tod", "Das Licht von drüben" und "Leben vor dem Leben".

Allerdings kann ich mich nicht entsinnen, dass darin auch Geister- und Geistererscheinungen erwähnt werden, aber mein Gedächtnis ist ohnehin nicht das beste. 

Hei

spontan fällt mir das Buch von Eben Alexander ein. Ein Neurochirurg, der Nahtoderlebnisse hatte und darüber das Buch "Blick in die Ewigkeit" geschrieben hat.

LG

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – zu viele Todesfälle in meinem Umkreis

Unverzichtbares Standardwerk zum Thema Nahtoderfahrung ist noch immer das Buch von Pim van Lommel "Endloses Bewusstsein".     

Vom wissenschaftlichen Standpunkt her interessant ist das Buch von Dr. Julie Beischel "Among Mediums. A Scientist's Quest for Answers". Beischel hat die Frage untersucht, ob sog. Jenseitsmedien in der Lage sind, Informationen über Verstorbene zu geben, die sie auf "normalem" Wege nicht erhalten haben können.

Ein schöner Artikel zur Frage, inwieweit NTE & Co. unser bisheriges Verständnis vom Gehirn ganz auf den Kopf stellen, stammt von Felix Hasler, Forschungsassistent an der Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität in Berlin und Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig

http://www.beobachter.ch/gesellschaft/artikel/forschung_es-geht-auch-fast-ohne-hirn/

Danke! Das ist genial. Ich möchte für mich beide Ansichten beleuchten und das ergänzt den wissenschaftlichen Part von Moody in die andere Richtung. Ich bin gespannt. 👍

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@KikiChan22

Es lohnt sich nicht, das Buch ´Endloses Bewusstsein´ zu lesen. Weil sehr intensive NTEs von Leuten nach nachgewiesenem Herz-/bzw. Hirntod berichtet werden - geht der Inhalt davon aus, dass das Bewusstsein unabhängig vom biologischen Gehirn existiert.

Der biologische Tod ist nicht reversibel. Wer einen diagnostizierten Herz-/Hirntod überlebte - hat lediglich eine Fehldiagnose überlebt. Mehr nicht! Wenn die Unfähigkeit, eine Fehldiagnose zu erkennen, deutlich erkennbar ist - lohnt es sich nicht, Zeit für dieses Buch zu verschwenden

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@MaxiHer

Es lohnt sich nicht, das Buch ´Endloses Bewusstsein´ zu lesen.


Das sehe ich völlig anders. Denn in diesem Buch wird deutlich, weshalb gerade in Anbetracht der umfassend bekannten medizinischen Fakten bei Herzstillstand das Phänomen Nahtoderfahrung eine echte wissenschaftliche Herausforderung ist.

Wir haben vergleichsweise präzise Vorstellungen davon, welche z.T. weit auseinanderliegenden Areale des Neocortex im Gehirn zusammenarbeiten müssen, allein um nur das Bild einer Wiese in unserer Vorstellung zu erzeugen.

Diese Areale sind bei Herzstillstand nach max. 20 Sekunden nicht nur voneinander getrennt, sondern überdies per se ohne Funktion. Das Gehirn hat auf Notversorgung umgestellt und einfach nicht genügend "Saft", um hochkomplexe Visionen zu erzeugen. Noch nicht einmal für zusammenhangslose Halluzinationen reicht die Energie noch aus, denn diese wird vollständig aufgebraucht zum Erhalt der absolut notwendigsten Funktionen.   


Weil sehr intensive NTEs von Leuten nach nachgewiesenem Herz-/bzw. Hirntod berichtet werden - geht der Inhalt davon aus, dass das Bewusstsein unabhängig vom biologischen Gehirn existiert.  

Nun. Wenn das Gehirn unserem gegenwärtigen Kenntnisstand zufolge am Zustandekommen einer NTE Erfahrung nicht beteiligt sein kann, weil es schlicht Offline ist, was ist es dann? Überlegungen zu einem außerkörperlichen Bewusstsein anzustellen ist in diesem Fall absolut naheliegend und berechtigt. Das Buch stellt drei Modelle vor, die derzeit in der Forschungsgemeinde diskutiert werden. Die Modelle stammen keineswegs von Außenseitern oder Laien wie diesem Herrn Kinseher, den du uns hier als der Weisheit letzten Schluss zu verkaufen versuchst, sondern u.a. von solch namhaften Quantenphysikern wie Henry Stapp.    


Wer einen diagnostizierten Herz-/Hirntod überlebte - hat lediglich eine Fehldiagnose überlebt.

Das kann nur jemand schreiben, dem das Unterscheidungsvermögen zwischen Klinischer Tod und Hirntod fehlt. Kurzum jemand, der keine Ahnung hat.  

Das Personal sämtlicher Notfallambulanzen in den Niederlanden, welche an der Studie, welche Grundlage des Buches ist, teilnahmen, als auch der Herzspezialist van Lommel kennen natürlich diesen Unterschied und sind deshalb weit von angedichteten Fehldiagnosen entfernt.

Bei Herzstillstand wird von Klinischem Tod gesprochen. Nicht von Hirntod. Um das paradoxe Erleben während des Klinischen Todes geht es in dem Buch.



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@holodeck

Dass der biologische Tod nicht reversibel ist und daher nicht überlebt werden kann, ist Allgemeinwissen. Dies bedeutet deshalb auch, dass bei diagnostiziertem Herz-/Hirntod diese Diagnose falsch sein muss - wenn sie überlebt wird.

Die Diagnose ´klinischer Tod´ bedeutet nur, dass wichtige Körperfunktionen ausgefallen sind (z.B: Herzstillstand) - und dass ein Mensch sterben kann/wird; wenn diese Funktion nicht wieder reaktiviert oder ersetzt wird. Kurz gesagt: ´klinisch Tod´ bedeutet, dass ein Mensch eindeutig noch lebendig ist. (Im Gegensatz dazu beschreiben ´Herz-/Hirntod´ den irreversiblen Ausfall dieser Organe.) Wenn behauptet wird, dass man den klinischen Tod überleben kann, dann ist diese Aussage sehr fragwürdig, da die betreffende Person doch sowieso noch lebendig ist.

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@MaxiHer


Kurz gesagt: ´klinisch Tod´ bedeutet, dass ein Mensch eindeutig noch lebendig ist.

Und? Dennoch ist er dem Tode nahe. 
Wird nichts unternommen, stirbt der Mensch. Das ist eine andere Form von "Lebendigkeit" als jene, während welcher der Mensch sich bester Gesundheit erfreut. Diesen Zustand des "Fast-tot-seins" also kann ein Mensch überleben.  


Die Diagnose ´klinischer Tod´ bedeutet nur, dass wichtige Körperfunktionen ausgefallen sind (z.B: Herzstillstand)

Jetzt hast du den Ausfall des Gehirns doch glatt in deiner Aufzählung vergessen. Klinisch tot bedeutet: nach max 2o Sekunden setzen  diejenigen Hirnfunktionen aus, die nach gegenwärtigem Kenntnisstand zwingende Voraussetzung sind für das Zustandekommen einer komplexer Erfahrungen wie eine NTE sie darstellt.      

Mit anderen Worten: dein "Erklärungsmodell" ist bereits an diesem Punkt so tot wie ein toter Toter!  

Wo ist dein Problem beim Nachvollzug dieser Logik, an der kein Weg vorbei führt?

Etwas anderes wird von van Lommel und anderen nicht behauptet. Wo genau nimmst du jetzt die Verschwörung wahr bzw. worin besteht deine Motivation, einen weißen Schimmel richtig stellen zu müssen.  

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@holodeck

Herr van Lommel spielt auch sonst geschickt mit der Dummheit seiner Leser: zu behaupten, dass es ein Bewusstsein unabhängig vom biologisch aktiven Gehirn geben kann - ist völliger Quatsch.

Denn der Begriff ´Bewusstsein´ ist eindeutig definiert als ein Ergebnis des funktionierenden biologischen Gehirns. Diesen Begriff absichtlich in falschem Zusammenhang zu benutzen - ist eine arglistige Täuschung.

Wenn einige Zeit nach dem Herzstillstand die Bewusstlosigkeit einsetzt, dann ist der Mensch trotzdem noch lebendig. Dr. Moody schrieb in seinem Buch ´Life after Life/Leben nach dem Tod´, dass ein Mensch solange lebendig ist, wie Körperzellen mit soviel Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden, dass sie zumindest minimal biologisch aktiv bleiben. Sogar wenn mit klinischen Methoden keinerlei Anzeichen für Leben mehr erkennbar sind! (Kapitel 4 Fragen). Zitat: "Man ist in keinem der Fälle zu der Annahme gezwungen, da sei ein biologisches oder physiologisches Naturgesetz durchbrochen worden."

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@MaxiHer


Herr van Lommel spielt auch sonst geschickt mit der Dummheit seiner Leser

So, so.
Wie war das gerade mit dem "Beleidigen"?

Fassen wir mal zusammen: du unterstellst einem international anerkannten Wissenschaftler und Herzspezialisten, Betrug, Lüge und Leserverarsche. Seinen Lesern hingegen Dummheit.

Oijoijoi.


zu behaupten, dass es ein Bewusstsein unabhängig vom biologisch aktiven Gehirn geben kann - ist völliger Quatsch

Aaah ja.  
Gibt es dafür auch Argumente? Stichhaltige?

Ansonsten belassen wir es dabei, dass bis heute völlig unklar bleibt, woher das Bewusstsein stammt. Dass es aus dem Gehirn käme ist eine unbelegte Annahme unter vielen.


Denn der Begriff ´Bewusstsein´ ist eindeutig definiert als ein Ergebnis des funktionierenden biologischen Gehirns.

Nö. Das ist er in der ganzen weiten Welt nicht.

Es existieren im Gegenteil rund 10 verschiedene Auffassungen darüber, was Bewusstsein sein soll und bis heute kann sich die Fachwelt nicht auf eine verbindliche Definition einigen.

Zudem gibt es sog. harte und weiche Probleme des Bewusstseins. Die harten bekommt man nicht reduziert auf physikalische Erklärungen. Und genau deshalb wird ernsthaft diskutiert, ob es sich beim Bewusstsein vielleicht sogar um eine Naturkonstante handelt. Das läuft auf nichts weniger als Panpsychismus hinaus, wird aber gerade sogar von einem der führenden Neurowissenschaftler weltweit, Christof Koch, für gar nicht mal so schlecht befunden.

https://www.scientificamerican.com/article/is-consciousness-universal/


Wenn einige Zeit nach dem Herzstillstand die Bewusstlosigkeit einsetzt, dann ist der Mensch trotzdem noch lebendig.

Uninteressant, weil niemand behauptet, die NTE seien Erfahrungen eines Todeszustandes.

Dieses Argument führt geradewegs auf den Kuschelfriedhof der weißen Schimmel.  

Interessant ist nur: bei einem Herzstillstand setzen nach max. 20 Sekunden all jene Funktionen aus, welche nach gegenwärtigem Kenntnisstand zwingend notwendig sind, eine Bewusstseinserfahrung "herzustellen".

Woher also kommen sie, wenn nicht aus einem Gehirn, das bei Herzstillstand definitiv offline ist?


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Du kannst im Internet nach "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen).

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