Warum wurden Weihnachten und Neujahr erfunden?

10 Antworten

Geschenke sind an sich nichts schlechtes, sie sind Teil der Geschichte von Jesus Geburt und ein wichtiger Teil der Kultur damals in Israel (und teilweise noch heute, zusammen mit der beruehmten Gastfreundschaft in orientalischen Laendern).

Ueberall wo Menschen zusammen leben, wollen sie nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch feiern, das ist Teil von menschlicher Kultur ueberall. Welche Geschichte dahintersteht ist eigentlich egal - wichtig ist, dass diese Geschichten die Menschen vereinen und soziale Bande verstaerken.

Und Winter, die Zeit in der Landwirte die meiste Zeit haben, nach Ernte und vor Saat, und in einer dunklen kuehlen Zeit wo man auch mal einsam werden kann, bietet sich besonders fuer ein grosses Fest an.

Früher galt das Johannifest am 24. Juni zur Sommersonnenwende, die eigentlich am 21. Juni ist, wo die Sonne im absoluten Zenit steht und das Licht abnimmt bis zur Wintersonnenwende. Die Heidenvölker, bzw. Naturvölker entzündeten ein Feuer meist durch einen Fackeltanz am 21. Juni und sie tanzten alle darum in hellen Gewändern und Kränzen im Haar. Man warf selbtgebastelte Puppen ins Feuer mit der Absicht, eine ungute Sache los zu lassen. Und man sprang übers Feuer um seine eigenen Grenzen, Möglichkeiten und seinen Mut aus zu testen. Aus diesem Fest hat die christliche Kirche das Johannisfest gemacht.

Beider Wintersonnenwende verhält es sich fast genauso - nur seitenverkehrt: Der 24.Dezember, gilt heute als die Heilige Nacht und die Entstehung von Weihnachten, wo damals die heidnischen Völker das Lichterfest am 21. Dezember gefeiert haben um die Wiederkunft des (Sonnen-)Lichtes zu begrüßen. Der Christbaum war bei den alten Germanen, die ihre Wälder über alles liebten, ein großes und besonderes Fest, an dem man Lichter an die Bäume tat und auch ein Winterfeuer entzündete, um das getanzt, gesungen, getrommelt und Krach gemacht wurde, um die bösen Geister für das kommende, werdende Jahr zu vertreiben und um das kommende Licht der Sonne zu begrüßen, wo die Nacht am dunkelsten und tiefsten ist. Daraus hat die Kirche das Kommen Christi gemacht und auf Jesu Geburt umbenannt. Jesus Christus wurde im Übrigen nicht wiedergeboren, wie Du schreibst, sondern die Geburt des Christuskindes am 24. Dezember, der Heiligen Nacht, gefeiert. So entstand eine Spaltung des heidnischen Lichterfestes, bei welchem damals auch das Jahr abgeschlossen worden ist, in Weihnachten und Silvester!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Der Komerz macht eher die Leute krank als glücklich. Denn was die Werbung einen durch den Kauf bestimmter Dinge suggeriert, dass man solche Sachen wie z.B. Liebe, Geborgenheit, Seligkeit und Zusammenhalt in der Familie zum Weihnachtsfest kaufen und tatsächlich schenken könne, ist reine Manipulation zum Kauf und hat nicht wirklich was mit dem Ursprung des christlichen Weihnachtsfestes zu tun, wo man sich die Wohnung mit "ewigen" Tannengrün schmückt und 'Kerzen anzündet, miteinander kocht, bäckt, isst und singt und Liebe miteinander teilt.

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wo damals die heidnischen Völker das Lichterfest am 21. Dezember gefeiert haben um die Wiederkunft des (Sonnen-)Lichtes zu begrüßen.

Dazu eine Ergänzung:

Die Heiden kannten natürlich noch nicht den römischen Kalender, nach dem dieses Datum festgelgt wurde. Die richteten sich nach der messbaren Wintersonnenwende. Im römischen Reich wurde die Wintersonnenwende als Sol invictus gefeiert.

Im ursprünglichen Julianischen Kalender fiel der Tag der Wintersonnenwende auf den 24. Dezember. Deshalb übernahm die katholische Kirche dieses Datum, als sie das Weihnachtsfest einführte. Die Begründung und der genaue Zeitpunkt sind unter den Historikern jedoch umstritten.

Dass Weihnachten aber direkt mit der Feier der Wintersonnenwned ezu tunhatte, schrieb ein unbekannter christlicher Autor des 12. Jahrhunderts:
"Die Heiden pflegen nämlich am 25. Dezember das Fest des Geburtstages der Sonne zu feiern und zu ihren Ehren Lichter zu entzünden. Zu diesen Riten luden sie oft auch Christen ein. Da nun die Lehrer der Kirche sahen, dass sich viele Christen zur Teilnahme an diesen Festen verleiten ließen, beschlossen sie, fortan am selben Tag das Fest der wahren Geburt zu begehen."

Durch spätere Kalenderreformen, insbesondere die gregorianische, verschob sich dann die Wintersonnenwende auf den 21. Dezember. Das urspüngliche Datum 25. Dezember wurde aber beibehalten, denn da hatte dann Weihnachten bereits über das Fest zur Wintersonnenwende "gesiegt" und es bestand kein Bedarf mehr, das Datum entsprechend nachzuziehen.

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@Hamburger02

toller, großartiger und erhänzender Beitrag von Ihnen.

Manche Fakten hierzu warfen auch bei mir Fragen auf. Deswegen bin ich Ihnen wirklich ausgesprochen dankbar für Ihre sehr guten Informationen, die uns hier im Netz mit großer Sicherheit eine große Hilfe und Aufklärung in dieser Angelegenheit sind.

So fügt sich ein Puzzleteil dem anderen.

Deshalb noch einmal vielen, lieben Dank :)

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Diese aus dem Heidentum entnommenen Feste wurden im Jahre 354 n. Chr. beim Konzil zu Nicea von der "Weltkirche" (2.Kor.11,14; Offb.12,9) als "christlich" übernommen.

Jesu wird das in Bälde korrigieren (Offb.20,2-4).

Jesu wurde übrigens im Herbst geboren, als der Kaiser Augustus seine Volkszählung machte (Lk.2,1)

Woher ich das weiß:Recherche

ein sehr interessanter und wertvoller Beitrag!

Vielen lieben Dank.

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Solche unbiblischen Feste lenken vom wahren Glauben ab:

“Ich hasse eure Neumondstage und eure Feste. Sie sind für mich zu einer Last geworden. Ich bin es leid, sie zu tragen.“ (Jesaja 1:14)

Beschäftigt man sich mit den Ursprüngen dieser Feste, versteht man diese Aussage.

Langeweile hatten die ganz bestimmt nicht, außer sie waren selbständig, dann konnten sie frei machen, wie sie wollten. Ansonsten hatten die manchmal 18 Stunden am Tag zu arbeiten, keinen einzigen freien Tag, Was denkst du denn wie froh die waren wenn ein Feiertag und Sonntage angesagt waren. Wer sich Streß machen will ist selbst schuld, das muß ja keiner.

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