Warum verstoßen so viele Christen gegen ihr erstes Gebot?

35 Antworten

Kein mir bekannter Christ glaubt an 3 Götter. Die Bibel beschreibt aber einen dreieinigen Gott (Dreieinigkeit, Trinität). Das ist ein großer Unterschied!

Es stimmt also, dass Jesus Gott ist. Dies belegen z. B. folgende Bibelstellen und Gedanken:

In Titus 2,13 steht: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

2. Petrus 1,1: "Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus."

Jesus sagte: "Ich und der Vater sind eins" (Johannes 10,30).

"Aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!« Und: »Du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände." (Hebräer 1,18-10).

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Johannes 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

*"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offenbarung 19,13).

In Johannes 1,34 schreibt Johannes: "Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Gottes ist."

Wenn man die Bibel aufmerksam liest, wird man in vielen Versen feststellen, dass Jesus Gott ist. Drei weitere Beispiele dafür:

- Im Buch Jesaja wird Gott mit Alpha und Omega bezeichnet. Diese Bezeichnung verwendet auch Jesus für sich.

- Der Jünger Thomas sagt zu Jesus: "Mein Herr und mein Gott!" Und Jesus widerspricht ihm nicht.

- In der Bibel darf nur Gott selbst angebetet werden. In mehreren Stellen verweigern die Engel und Apostel, dass sie Menschen sie anbeten und verweisen darauf, dass nur Gott allein angebetet werden darf. In der Apostelgeschichte, der Offenbarung und anderen biblischen Büchern empfängt Jesus an vielen Stellen Anbetung. 

An diesen und vielen anderen Beispielen sieht man, dass die Bibel lehrt, dass Jesus Christus Gott ist. Das ist auch der Kern der christlichen Botschaft, dass Gott selbst Mensch wurde, ein völlig sündloses Leben führte und deshalb als ein reines makelloses Opferlamm (wie Paulus formulierte) stellvertretend für unsere Sünden sterben konnte. Wir brauchen nur daran glauben und Jesu Opfer am Kreuz für uns in Anspruch nehmen, indem wir um Vergebung unserer Sünden bitten. Da Jesus Gott ist, ist der Weg zu ihm (und damit zum ewigen Leben bei Gott) so einfach und offen geworden.

Jesus starb zwar für die Sünden aller Menschen, die die Vergebung ihrer Sünden haben möchten, besiegte aber den Tod durch seine Auferstehung und gibt allen, die das möchten, die Möglichkeit, ewiges Leben bei Gott zu erhalten. Jesus war der einzige Mensch, der jemals ohne Sünde gelebt hat. Deshalb konnte nur er für die Sünden aller Menschen als Opferlamm dienen, wie es der Apostel Paulus formuliert.

Jesus Christus ist Gott aber auch Mensch zugleich. Gott ist in der Person Jesus Christus Mensch geworden. Wichtig ist dabei das eben das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott). Jesus Christus kam zwar als Mensch in die Welt, er ist zugleich aber auch Gottes Sohn und damit Gott selbst (ein Teil von Gott, Gott in einer seiner 3 Personen). Man kann das vielleicht mit drei Kreisen vergleichen, die sich in der Mitte überschneiden. Es sind drei Kreise, sie gehören aber zu einem Gesamtbild. Oder mit Wasser in seinen Aggregatszuständen: Wasser flüssig, als Eis oder als Dampf und trotzdem eben Wasser. Diese Beispiele erklären durchaus nur unzureichend und mit unserem begrenzten menschlichen Verstand, was Dreieinigkeit (Trinität) bedeutet. Aber wie könnten wir Menschen uns den allmächtigen Gott auch nur annähernd vorstellen?

Die Trinität wird beispielsweise in 1. Johannes 5,7  beschrieben: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins." Mit dem Wort (logos) ist wieder Jesus gemeint (siehe oben).

Tut mir leid aber für mich ergibt das keinen Sinn. Warum sollte GOTT sich so von seinen eigenen Geschöpfen erniedrigen lassen? Von einer Frau geboren werden, ganz normal essen und auf Toilette gehen?
Das sind nicht die Eigenschaften eines Gottes.
Und warum sollte Gott für uns sterben wenn er selbst es war der uns erschaffen hat? Dann macht die ganze Schöpfung keinen Sinn und wo bleibt da der Sinn des Lebens?
Wo bleibt denn der Test des Lebens ob man ein guter Mensch oder ein schlechter Mensch war und nachdem entschieden wird ob man ins Paradies oder in die Hölle kommt wenn Gott eh für die Sünden der Menschen stirbt.
Lange bevor Jesus gelebt hat gab es auch Menschen was ist mit ihren Sünden?

Wie gesagt du hast alles gut erklärt aber es macht einfach keinen Sinn das der allmächtige Gott kommt und sich von seiner eigene Schöpfung töten lässt um für ihre Sünden zu sterben. Gott war es doch der das Konzept mit Sünden, Himmel und Hölle erschuf, warum sollte er diese Konzept auf so eine erniedrigende und sinnlose weiße kaputt machen?

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@kilincme

Du denkst menschlich, was man dir nicht verübeln kann.

Was oder welches Geschöpf ist in der Lage, den unendlichen, allmächtigen Gott zu erniedrigen? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. (Natürlich kann man Gott beschimpfen, aber damit schadet man sich nur selbst, weil man sich innerlich von Ihm abwendet.) Und da Gott es sehr wohl weiß, ist es für ihn auch kein Problem und keine Erniedrigung, wenn er sich den Menschen zuwendet.

Glaubst du, dass Gott sich vor seiner eigenen Schöpfung ekelt und sich niemals dieser (menschlicher Körper) bedienen würde, um "nach dem Rechten zu sehen"?

Für jemanden sterben ist der Ausdruck höchster Liebe. Danach kannst du Gottes Liebe zu den Menschen beurteilen. Und diese Liebe soll man nachahmen.

Warum die Erlösung gerade so funktioniert, warum dieser Weg der optimale ist, vermag ich nicht zu sagen. Meines Wissens ist dies nicht offenbart worden. Dass es aber der richtige, notwendige, einzige (gesicherte) Weg für die Erlösung ist, wissen wir von Jesus Christus selbst.

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@kilincme

„Tut mir leid aber für mich ergibt das keinen Sinn. Warum sollte GOTT sich so von seinen eigenen Geschöpfen erniedrigen lassen? Von einer Frau geboren werden, ganz normal essen und auf Toilette gehen?
Das sind nicht die Eigenschaften eines Gottes.“

Aber eines Gottes, der die Menschen liebt, Gemeinschaft mit ihnen haben will und darum sich mit den Menschen so solidarisiert.

„Und warum sollte Gott für uns sterben wenn er selbst es war der uns erschaffen hat? Dann macht die ganze Schöpfung keinen Sinn und wo bleibt da der Sinn des Lebens?“

Weil Gott treu ist, auch seinen eigenen Prinzipien. So zahlte er selber die Schuld.

„Wo bleibt denn der Test des Lebens ob man ein guter Mensch oder ein schlechter Mensch war und nachdem entschieden wird ob man ins Paradies oder in die Hölle kommt wenn Gott eh für die Sünden der Menschen stirbt.“

Da, wo er hingehört, denn die Menschen können Gottes Maßstäben nicht genügen.

„Lange bevor Jesus gelebt hat gab es auch Menschen was ist mit ihren Sünden?“

Gott ist fair mit diesen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass es Dir gar nicht so sehr um diese Menschen geht.

„aber es macht einfach keinen Sinn das der allmächtige Gott kommt und sich von seiner eigene Schöpfung töten lässt um für ihre Sünden zu sterben.“

Es macht schon Sinn, denn es gab nach Karfreitag Ostern und nach „Es ist vollbracht“ gab es auch „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“

„Gott war es doch der das Konzept mit Sünden, Himmel und Hölle erschuf, warum sollte er diese Konzept auf so eine erniedrigende und sinnlose weiße kaputt machen?“

Aus Liebe…

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@kilincme

Tut mir leid aber für mich ergibt das keinen Sinn.

Verständlich, wenn Du davon ausgehst, dass islamisches und christliches Gottesbild identisch sind. Das sind aber zwei verschiedene Götter.

Warum sollte GOTT sich so von seinen eigenen Geschöpfen erniedrigen lassen?

Weil er es kann und will.

Von einer Frau geboren werden, ganz normal essen und auf Toilette gehen?
Das sind nicht die Eigenschaften eines Gottes.

Genau. Der Sohn ist Mensch geworden. Das sind die Eigenschaften eines Menschen:

5 Habt im Umgang miteinander stets vor Augen, was für einen Maßstab Jesus Christus gesetzt hat:3  6 Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein.  7 Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. 8 Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz.  9 Darum hat Gott ihn auch erhöht und ihm den Rang und Namen verliehen, der ihn hoch über alle stellt.4  10 Vor Jesus müssen alle auf die Knie fallen – alle, die im Himmel sind, auf der Erde und unter der Erde;  11 alle müssen feierlich bekennen: »Jesus Christus ist der Herr!« Und so wird Gott, der Vater, geehrt. (GNB - Philipper 2)

Wo bleibt denn der Test des Lebens ob man ein guter Mensch oder ein schlechter Mensch war und nachdem entschieden wird ob man ins Paradies oder in die Hölle kommt

Die Bibel ist da ganz klar. Es gibt den Test und alle Menschen fallen durch. Alle Menschen sind schlecht (im Vergleich zu Gott).

Das finale Ziel laut Neuem Testament ist nicht Hölle oder Paradies (im Sinne eines Schlaraffenlandes wo Gott immer noch abwesend ist), sondern Hölle oder ewige Gemeinschaft mit Gott (wie in Eden nach der Erschaffung von Adam). Deshalb müsste der Mensch so heilig wie Gott sein, was er nicht ist. Deshalb ist er schlecht bzw. nicht gut genug im Sinne Deiner Frage. (Römer 3:23) 

Es gibt hier keinen Unterschied:  23 Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte.

Dein Problem damit ist Dein Gottesbild. Das ist eine philosophische Überlegung, dass ein Gott keinen Kontakt mit seiner Schöpfung haben möchte und sich niemals erniedrigt. Aber was, wenn er sich doch dazu entschieden hat - aus Liebe zu einer verlorenen Schöpfung - darf er sich über Dein Bild von ihm hinwegsetzen und tun, was ihm beliebt?

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Man kann allgemein "Gott" wie es Mosleme verstehen, und wie es Christen verstehen, nicht direkt miteinander vergleichen

" Jeder glaubt das... und jedem erscheint das logisch... so wie er/sie aufgewachsen ist und erzogen wurde...."

( ... sagte mal der zweite Imam der hiesigen Moschee in einer ähnlichen Diskussion im Rahmen eines Gesprächskreises.... das wird wohl dasselbe sein, was auch der erste Imam gesagt hätte, aber der kann kein deutsch...)

btw.:

...manchmal kommt es mir so vor, als würden Mosleme danach suchen, zu beweisen, dass Christen vorsätzlich mehrere Götter anbeten, aber dem ist NICHT so...

1.) vorsätzlich macht es eh keiner

2.) die Christen der Dreieinigkeitslehre, tun es auch nicht.. da ja keine alternative Anbetung stattfindet... denn es ist eine Drei-Einigkeit... 

....man betet ja nicht zum Vater, und wenns nicht klappt dann halt mal zum Sohn..oder hlg.Geist....DAS wären dann  evtl. "mehrere Götter"

3.) Die Christen, die die Dreieinigkeit NICHT sehen.. tun es natürlich auch nicht....sie beten zum Vater im Namen ( unter Bezugnahme auf ) Jesus.. und betrachten den "Geist" als die wirksame Kraft Gottes... und weil Gott heilig ist, ist sein Geist eben auch heilig....

[.. frag bloss nicht, was ich für nen Geist habe....bzw. was ich in meinem Geist alles so habe....  :-) "heilig" ist das jedenfalls nicht....:-)))) ]

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Vielleicht findet sich im Koran eine Erklärung dazu ?

Es wird ja einen Grund haben, weshalb den Moslemen geboten ist, die Christen dabei zu unterstützen, ihren Glauben frei leben zu dürfen... ( auch in einem islamischen Land...)

UND:

Es wäre sicher moslemischen Männern NICHT erlaubt, auch Christinnen heiraten zu dürfen, und ihnen die freie Religionsausübung  gewähren zu müssen.......wenn daran etwas "Anstößiges" wäre....oder ?

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Aber zurück zu: 

"Du sollst keine anderen Götter neben mir haben"

Sinngemäß gilt das ja auch für Mosleme....

Welche Rückschlüsse lässt das zu ?

--> 1.) "Gott" wusste genau, dass es außer ihm auch noch andere Götter gibt...???

--sonst hätte das Gebot ja keinerlei Sinn....

vermutlich wußte "Gott".. dass der Satan den größten Triumph darin hat... wenn er Menschen glauben machen kann, dass er Gott sei....

ODER

-->2.) "Gott" wusste genau, dass Menschen dazu neigen, anstatt seiner... sich "Götzen" ( selbst erschaffene "Götter" ) zu machen

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P.S.:

Rätselhaft bleibt mir in jedem Falle, wie eine moslemisch-christliche vom Islam überhaupt gefördert werden KANN

...die christliche Frau muss ihren Mann ja für einen Antichristen halten

 „Dieser ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet" (1. Joh 2,18.22

.. und der moslemische Mann muss seine Frau für eine "Ungläubige"halten, mit der er NIE zusammen im Paradies sein wird....

... aber er fördert und unterstützt, dass sie (angeblich) "Götzendienerin" ist...und evtl. an die Trinität glaubt....

Schon alles seltsam ....vor allem dann die moslemischen Männer..., oder ?

meinte natürlich : moslemische-christliche Ehe 

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Das Alte Testament redet ganz klar über die Tatsache, dass es viel Götter gibt. So werden an vielen Stellen ganze Szenarien ausgebreitet, in denen die Anhänger Jahwes und Baals in Wettstreit geraten, wessen Gott die größere Wirkmächtigkeit bereit hält. Das Erste Gebot ist im Grunde ein Beleg für die Vorstellungen des Polytheismus, dass es viel Götter gibt. Allerdings wird der Gläubige im ersten Gebot aufgefordert nur seinem Gott, nämlich Jahwe zu huldigen, zu vertrauen und auf ihn zu bauen, weil dieser Gott ihn gut zu behandeln verspricht. Dafür will Jahwe auch verehrt und angebetet werden. Zudem sollen die Gläubigen nach seinen Gesetzen (mosaischer Gesetzescodex) ihr Leben ausrichten. 

Es ist folglich schwierig festzulegen, ob das Juden- und das Christentum wirklich eine monotheistische Religion in dem Sinne sind, dass sie fundamental von nur einem existierenden Gott ausgehen. Es ist viel einleuchtender, hier von einem Monotheismus bezüglich der Zuständigkeit für den gläubigen Juden oder Christen auszugehen. Hier gibt es für diese Religionsgemeinschaften tatsächlich nur einen Gott, nämlich Jahwe. Das Problem der Trinität wurde ja von anderen Kommentatoren im Forum bereits ausführlich bearbeitet. 

Als Bilanz kann man sagen, dass die Christen damit keineswegs gegen ihr erstes Gebot verstoßen, da sie nur Jahwe als den für sie zuständigen Gott anerkennen. Dass damit die Götter anderer Kulturen abgewertet werden, gehört bei vielen Religionen zum festen Bestandteil ihrer Überzeugungen.

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