Woran haben Christen geglaubt bevor die Trinität auf kam?

18 Antworten

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Die Trinitätslehre wurde erst ca. 4 Jahrhunderte nach Fertigstellung des Bibelkanons von abgefallenen „Christen“ entwickelt.

Wahre Christen glauben nach wie vor das, was auch die Christen im 1. Jh. glaubten: dass Jesus der Sohn Gottes ist. Das geht auch aus der gesamten Bibel hervor.

Trinitarier reissen leider Bibeltexte aus dem Zusammenhang, um damit ihre Lehre zu beweisen. Aber die GESAMTE Bibel im Zusammenhang beweist eindeutig, dass Gott (JHWH / JAHWE / JEHOVA) nicht Jesus ist. Hier ein Beispiel:

“Als Nächstes kommt das Ende, wenn er [Jesus] seinem Gott und Vater [JHWH] das Königreich übergibt, wenn er jede Art Regierung und alle Autorität und Macht beseitigt hat. 

25 Denn er [Jesus] muss als König regieren, bis Gott [JHWH] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 

26 Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. 

27 Denn Gott [JHWH] „hat alles unter seine [Christi] Füße gelegt“. Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen worden ist, dann ist offensichtlich der ausgenommen, der ihm alles unterworfen hat. 

28 Wenn dem Sohn [Jesus] jedoch alles unterworfen sein wird, dann wird er sich auch selbst dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott [JHWH] für jeden alles ist.“ (1. Kor. 15:24-28)

LG ...

Das ist einleuchtend - wobei ich jetzt die Bibelstellen noch nicht überprüft habe. Kannst du sie mir exakt mal nennen?

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@Aurina

Danke ... die Bibelstelle ist ausgeschrieben.

LG ...

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@Aurina

Was ist daran bitte einleuchtend?

  1. Christen, welche die Dreieinigkeit für richtig halten glauben zu 100% daran, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Und zwar der EINZIG Gezeugte Sohn. Nobody tut so, also wäre das anders und nur Zeugen Jehovas glauben das bzw. nur wahre Christen. Dabei verschweigt er, dass Zeugen Jehovas dass nicht glauben. Sie glauben, Jesus ist EIN Sohn Gottes von Milliarden. Nämlich der Engel mit Namen Michael. Komischerweise gibt es nicht eine Bibelstelle wo das steht.
  2. Trinitarier reissen überhaupt keine Bibelstellen aus dem Zusammenhang, ganz im Gegenteil. Zeugen Jehovas machen dass. Man sieht dass ja den Bibelstellen, die Nobody hier postet. Vor allem interessant ist, wie ZJ durch Einschübe Bibelverse manipulieren.

Die Elberfelder schreibt

22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Jeder aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling, Christus; sodann die, welche Christus gehören bei seiner Ankunft;
24 dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt; wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggetan hat.
25 Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
26 Als letzter Feind wird der Tod weggetan.
27 "Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen." Wenn es aber heißt, dass alles unterworfen sei, so ist klar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
28 Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.

Widerlegen diese Verse in irgendeiner Weise die Dreieinigkeit? Keinesfalls. Denn laut Dreieinigkeit ist Gott ALLES IN ALLEM. Gott ist Vater, ist Sohn und ist Geist.

Drei Personen mit unterschiedlichen Aufgaben aber EIN GOTT. Wenn also am Ende diese unterschiedlichen Aufgaben erfüllt sind, ist es nicht mehr notwendig, dass sich Gott in diesen drei Personen offenbart, denn dann wird "Gott alles in allem sein".

Zeugen Jehovas behaupten immer etwas was nicht stimmt um dass dann scheinbar zu widerlegen. Sie behaupten, der Vater und der Sohn sind laut Dreieinigkeit eine Person und bringen dann Verse, die zeigen, dass stimmt nicht. Natürlich stimmt das nicht, denn das behauptet die Dreieinigkeit auch gar nicht.

Wer die Bibel als ganzes liest, der sollte vielleicht zuerst folgendes lesen wenn er verstehen will wer Jesus ist:

a) Johannes 1. Hier wird gesagt, Im Anfang war das Wort (Jesus) und das Wort war bei Gott (dem Vater) und dass Wort war Gott.

und später, und das Wort (welches Gott war) wurde Fleisch (Mensch) und wir sahen in ihm, also Jesus die Herrlichkeit des Vaters.

(14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.)

dann

b) Philipper 2
5 Habt im Umgang miteinander stets vor Augen, was für einen Maßstab Jesus Christus gesetzt hat:3

6 Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein.

Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen.

8 Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz.

9 Darum hat Gott ihn auch erhöht und ihm den Rang und Namen verliehen, der ihn hoch über alle stellt.

Dann verstehen wir, dieser Jesus, der Gott IN ALLEM GLEICH WAR, (gleich ewig, gleich mächtig, gleich gut usw) hat all das aufgeben um GANZ MENSCH zu werden.

Alle Bibelstellen, wo Jesus nun zum Vater betet, weint, leidet usw. sind im Blick auf Philipper 2 verständlich. Sie bestätigen die Dreieinigkeit komplett. Zeugen Jehovas ignorieren Philipper 2 und argumentieren, wenn Jesus Gott ist wieso betete er zu sich selbst. Tat er ja nicht, er betete zum Vater und er war zu der Zeit Mensch, erniedrigt.

Wer das verstanden hat durchschaut oft die Taktik der Zeugen Jehovas. Bibelverse aus dem Zusammenhang zu reissen und Lügen über die Dreieinigkeit zu streuen, die man dann scheinbar widerlegt.

Und die Alternative, die sie anbieten: Jesus ist ein Engel die findet sich komischerweise GAR NICHT in der Bibel. Kein ZJ konnte bisher einen Bibelvers vorlegen wo steht, Jesus ist der Erzengel Michael.

Also ich glaube lieber der Bibel anstatt Irrlehren der Zeugen Jehovas

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@ManfredFS

 Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein.

Genau , da steht nicht , dass er Gott ist , sondern Gott gleich ist .., so wie Gott zu sein das ist ein Unterschied.

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@OhNobody

Da hatte ich wohl einen Sehfehler :)

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@ManfredFS
dabei verschweigt er, dass Zeugen Jehovas dass nicht glauben. Sie glauben, Jesus ist EIN Sohn Gottes von Milliarden. Nämlich der Engel mit Namen Michael. Komischerweise gibt es nicht eine Bibelstelle wo das steht.

Hier ist es völlig unerheblich was die Zeugen sonst glauben. In seiner Antwort spricht Nobody gar nicht darüber. Demzufolge sollte man doch beim eigentlichen Text bleiben, anstatt immer alles in einen Topf zu werfen.

Trinitarier reissen überhaupt keine Bibelstellen aus dem Zusammenhang, ganz im Gegenteil. 

Doch das passiert meiner Ansicht nach. Mir ist es schon aufgefallen. Ich bin Christin und glaube an den einzig wahren Gott Israels und seinen Sohn Jesus Christus. Für mich selbst ist die Trinität nach wie vor ein Rätsel. Ich frage mich, was sich Katholiken dabei erdacht haben?

Widerlegen diese Verse in irgendeiner Weise die Dreieinigkeit? Keinesfalls. Denn laut Dreieinigkeit ist Gott ALLES IN ALLEM. Gott ist Vater, ist Sohn und ist Geist.

Genau genommen nicht, wenn man das aus tridentinischer Sicht betrachtet. Nichtsdestotrotz kann man die Trinität nur mit Mutwillen in der Bibel finden bzw. sich ausmalen. Also mit Willen, kann man sich das zusammen reimen, was nicht wirklich ausgesagt und deutlich nachlesbar ist.

Drei Personen mit unterschiedlichen Aufgaben aber EIN GOTT. Wenn also am Ende diese unterschiedlichen Aufgaben erfüllt sind, ist es nicht mehr notwendig, dass sich Gott in diesen drei Personen offenbart

Du meinst wir müssen uns dann von Jesus Christus und dem heiligen Geist (Gottes Geist) verabschieden? Dann wird Gott nicht mehr aus drei Wesenseinheiten bestehen, statt dessen nur noch er selbst sein? Seinen Sohn Jesus Christus schickt er dann wieder in die Wüste? Unglaublich! Meinst du nicht, Gott hätte das nicht auch anders bewerkstelligen können, anstatt uns einen Sohn vorzutäuschen, den es so gesehen gar nicht gibt? Bedarf es da nicht zu viel Fantasie? Warum hat Gott dann sein zweites Ich "Sohn" genannt anstatt Gott oder Gott in zweiter Person? Das wäre für die Menschheit plausibler und nachvollziehbarer. Wollte Gott uns verwirren? Da jedoch Gott weder lügt noch Lügengeschichten erzählt, kann das wohl nicht sein. Also muss die Trinität eine Erfindung des Menschen sein. Doch selbst wenn Gott sein zweites Ich als Sohn benannte, bleibt immer noch die Frage, wieso er seinen eigenen Geist (Heiliger Geist) eine eigenständige Persönlichkeit zuspricht? Also spätestens da wird es ominös.

..., denn dann wird "Gott alles in allem sein".

Welche Bibelstelle belegt das?

Zeugen Jehovas behaupten immer etwas was nicht stimmt um dass dann scheinbar zu widerlegen. 

Wie schon gesagt, bleibe doch einfach mal beim Thema. Es geht hier nicht um die Zeugen Jehovas, egal was auch immer sie denken und glauben mögen. In der aktuellen Antwort von Nobody kann ich nichts finden, was gerade unrichtig wäre oder nicht auch dem Christentum entspricht.

a) Johannes 1. Hier wird gesagt, Im Anfang war das Wort (Jesus) und das Wort war bei Gott (dem Vater) und dass Wort war Gott.

Und: 2 Dasselbe war im Anfang bei Gott - das fehlt leider bei dir. Wenn das Wort im Anfang doch bei Gott war, muss Gott doch schon vor dem Wort gewesen sein, nicht wahr? Wie sonst hätte das Wort bei Gott sein können? Also geht da meiner Ansicht nach irgendwas nicht auf.

Ich will nicht sagen, dass ich der Weisheit Schluss kenne ...

und später, und das Wort (welches Gott war) wurde Fleisch (Mensch) und wir sahen in ihm, also Jesus die Herrlichkeit des Vaters.

Momentan kann ich mir das nur so vorstellen, da Gott ja selbst das Wort war, er sich selbst verdoppelt hat. Und damit - da der Doppelgänger nicht das Original ist - seinen Doppelgänger zu seinem Sohn Jesus Christus machte. Das wäre zumindest für mich schlüssig und würde so einige Aussagen in der Bibel erklären. Jesus ist somit Gottes Sohn als auch Gott in gewisser Weise, jedoch nicht Gott selbst.

"Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt". Würde demnach Sinn machen. Der Eingeborene ist somit in gewisser Weise sowohl Gott als auch Gottes Sohn. Demzufolge bleibt es bei einem einzig wahren Gott. Und da der heilige Geist, Gottes Geist ist und keine weitere Person/Wesen, stimmt die Trinität nicht. Und auch die Aussage "Der Vater und ich sind eins" würde zum tragen kommen. "Niemand hat Gott je gesehen" - stimmt dann wohl zudem, denn wir haben seinen Sohn gesehen, aber nicht Gott selbst als Original.

Meine Theorie würde dann auch diese Aussage unterstützen:  Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein.

Das Wort "gleich" sagt doch schon aus, das es sich nicht um den selben handelt. Denn "gleich" ist nicht der oder das selbe.

Doch soweit ich das jetzt sehe, geht es dir ja in erster Linie um die Trinität. Die ist mir nicht schlüssig, da ich Gottes Geist - somit den heiligen Geist - nicht als eigenständiges Wesen betrachte.

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28 Wenn dem Sohn [Jesus] jedoch alles unterworfen sein wird, dann wird er sich auch selbst dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott [JHWH] für jeden alles ist.“ (1. Kor. 15:24-28)

Deutlicher geht es nicht. Wieso wollen so viele Christen das nicht begreifen?

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Danke für das Sternchen ...

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Die Trinität ist keine Lehre, die erst Jahrhunderte nach Jesu Geburt entwickelt wurde. Ganz im Gegenteil handelt es sich dabei um eine biblische Lehre, die auch die ersten Christen glaubten.

Wichtig ist dabei das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott).

Die Trinität wird in der Bibel beschrieben. Bereits im ersten Vers steht: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mose 1,1). Das Wort für "Gott" ist hebräisch Elohim, das ist die Mehrzahlform von Eloah und wird von nicht wenigen Auslegern als erster Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes gedeutet bzw. darauf, dass Gott aus mehreren Personen besteht.

Sehr deutlich wird die Trinität (Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist) in Römer 8,8-9 beschrieben, wo der Geist Gottes mit dem Geist Jesu gleichgesetzt wird: "Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein."

Sehr interessant und empfehlenswert dazu sind auch folgende Seiten, in denen viele Bibelstellen aufgeführt und erklärt werden, die die Dreieinigkeit Gottes belegen:

Auch im Urchristentum gab es schon eine große Anzahl von Leuten, die von der Trinität überzeugt waren. Es gab aber daneben eine ähnlich große Anzahl von Arianern, die nicht an die Trinität glaubten. Da führte letztendlich zum Streit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arianismus

Heute gibt es auch noch christliche Unitarier (und einige andere Glaubensrichtungen) die nicht an die Trinität glauben.

Da führte letztendlich zum Streit.

Das führte..........

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Im Urchristentum (48–110) wartete man auf das Ende der Welt und auf die Wiederkunft Jesu, von dem man glaubte, dass er gelebt habe und gekreuzigt worden sei.

Die Trinität wurde von Konzilien der Bischöfe im 4. Jahrhundert eingeführt, eine typisch hellenistische Lehre von griechischen Theologen.

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@Tutor1940
Die Trinität wurde von Konzilien der Bischöfe im 4. Jahrhundert eingeführt

Das würde ich unterschreiben. Nur anstatt von eingeführt würde ich eher von festgesetzt sprechen.

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