Ist die christliche Dreifaltigkeit( Vater, Sohn, Heiliger Geist) ein Gott oder sind Christen eigentlich Polytheisten?

19 Antworten

Hallo PodimHa,

die Dreieinigkeitslehre ist zwar in weiten Teilen der Christenheit verbreitet, doch ist sie nicht biblisch zu begründen, ganz im Gegenteil. Von Verfechtern der Dreieinigkeitslehre werden zwar einige biblische "Beweistexte" angeführt, doch im Licht der gesamten Bibel besitzen diese keine Aussagekraft im Hinblick auf diese Lehre.

Jesus z.B. hat niemals behauptet, er sei wesensgleich mit dem Vater. Das geht aus folgender Aussage hervor, die Jesus mit Blick auf seinen himmlischen Vater macht: "Der Vater ist größer als ich“ (Johannes 14:28). Bei einer anderen Gelegenheit sagte er: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott“ (Johannes 20:17). Hätte Jesus wohl seinen Vater im Himmel als "seinen Gott" Gott bezeichnet, wenn er doch selbst Gott wäre? Außerdem gibt es nirgendwo in der Bibel die Aussage, dass Gott seinen Sohn als "meinen Gott" bezeichnet.

Außerdem: Welchen Sinn würde es machen, wenn Jesus seine Beziehung zu Gott mit dem Verwandtschaftsverhältnis eines Sohnes zu seinem Vater beschreibt, wenn sie beide doch auf der gleichen Stufe ständen, wie es die Dreieinigkeitslehre beschreibt?

Des weiteren sagt die Bibel nicht, der heilige Geist sei eine Person. Die ersten Christen „wurden mit heiligem Geist erfüllt“, und Gott sagte: „Ich [werde] etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen“ (Apostelgeschichte 2:1-4, 17). Das, was hier vom heiligen Geist gesagt wird, kann man ja wohl kaum mit einer Person tun. Der heilige Geist ist somit kein Teil einer Dreieinigkeit, sondern Gottes wirksame Kraft.

Es gibt Bibeltexte, die erwecken den Anschein, als sei der heilige Geist eine Person. Zum Beispiel sagte einmal Jesus Christus folgendes über den heiligen Geist: "Der Helfer aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, dieser wird euch alle Dinge lehren und euch an alle Dinge erinnern, die ich euch gesagt habe" (Johannes 14:26). Da es in diesem Text ja heißt, der heilige Geist sei ein "Helfer", haben manche daraus geschlossen, dass es sich demnach um eine Person handeln müsse.

Dass Jesus hier jedoch ein Wortbild gebraucht hat, zeigt folgender Textvergleich. Jesus sagte einmal im Hinblick auf die Weisheit: "Dennoch erweist sich die Weisheit durch alle ihre Kinder als gerecht" (Lukas 7:35). Würde jemand aus dieser Aussage schließen, die Weisheit sei ein Person, die Kinder hervorbringt? Wohl kaum! Jesus gebrauchte auch hier ein Wortbild, das zum Ausdruck bringen sollte, dass man wahre Weisheit an dem erkennen kann, was sie bewirkt. In der Bibel kommen viele bildhaften Ausdrücke vor und manches wird personifiziert oder vermenschlicht.

Wenn die Trinitätslehre nicht aus der Bibel stammt, wo hat sie dann ihren Ursprung? Darüber wird in zwei bedeutenden Enzyklopädien folgendes gesagt:

„Es könnte der Eindruck entstehen, das Dreieinigkeitsdogma sei im Endeffekt eine Erfindung des späten 4.  Jahrhunderts. In gewissem Sinne ist das auch wahr .  .  . Der Begriff ‚ein Gott in drei Personen‘ hatte sich vor dem Ende des 4.  Jahrhunderts noch nicht durchgesetzt; auf keinen Fall war er schon völlig in das christliche Leben und in das christliche Glaubensbekenntnis integriert worden“ (New Catholic Encyclopedia, 1967, Band  14, Seite  299).


„Am 20.  Mai 325 trat das Konzil von Nizäa zusammen. Konstantin führte persönlich den Vorsitz, steuerte die Verhandlungen und schlug selbst .  .  . die entscheidende Formel vor, die das Verhältnis Christi zu Gott im Nizäischen Glaubensbekenntnis ausdrückt, nämlich ‚wesenseins mit dem Vater‘ .  .  . Vom Kaiser eingeschüchtert unterschrieben alle Bischöfe außer zweien das Bekenntnis  — viele von ihnen entgegen ihrer eigenen Überzeugung“ (Encyclopædia Britannica, 1970, Band  6, Seite  386).

Daher ist die Dreieinigkeit eher ein Mythos, als eine biblische Lehre und sollte von denen, für die die Bibel die Quelle jeglicher Glaubenslehre ist, auch nicht geglaubt werden.

LG Philipp

Christen glauben an einen einzigen Gott (Monotheismus), dem es gefallen hat, sich uns als dreieiniger Gott (Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist) zu offenbaren.

Die Trinität Gottes wird in der Bibel beschrieben. Bereits im ersten Vers steht: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mose 1,1). Das Wort für "Gott" ist hebräisch Elohim, das ist die Mehrzahlform von Eloah und wird von nicht wenigen Auslegern als erster Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes gedeutet bzw. darauf, dass Gott aus mehreren Personen besteht.

Wichtig ist dabei das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott).

Man kann das vielleicht mit drei Kreisen vergleichen, die sich in der Mitte überschneiden. Es sind drei Kreise, sie gehören aber zu einem Gesamtbild. Oder mit Wasser in seinen Aggregatszuständen: Wasser flüssig, als Eis oder als Dampf und trotzdem eben Wasser. Diese Beispiele erklären durchaus nur unzureichend und mit unserem begrenzten menschlichen Verstand, was Dreieinigkeit (Trinität) bedeutet. Aber vielleicht hilft dir das, dir vorzustellen, dass Gott gleich: Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist, also drei Personen und doch eins (also ein Gott) ist!

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Joh. 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Ein schöner Bibelvers über die Trinität ist z. B. 1. Johannes 5,7: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins." (Übersetzung Schlachter 2000)

Sehr interessant und empfehlenswert dazu sind auch folgende Seite:

Es ist ein Gott, ein einziger.

So wie Du aus Deinem Körper, Deinen Gefühlen und Gedanken und Deiner Ausstrahlung bestehst, so hat auch Gott einen Körper in Jesus Christus, Gefühle und Gedanken in Gott dem Vater und eine Ausstrahlung im Heiligen Geist.

Du sagst vielleicht "Ich habe Hunger.", wenn Du hungrig bist. Es ist aber genau genommen Dein Körper, der Hunger hat. Du sagst vielleicht "Ich bin traurig.", wenn Du einen Kummer hast. Genau genommen sind Deine Gefühle und Gedanken traurig. Du sagst vielleicht "Ich wirke anziehend auf andere Menschen.", wenn Du diese Wirkung beobachtest. Genau genommen ist Deine Ausstrahlung anziehend.

Du sagst normalerweise nicht: "Mein Körper hat Hunger." oder "Meine Gefühle und Gedanken sind traurig." oder "Meine Ausstrahlung wirkt anziehend auf andere Menschen." Du sagst einfach "Ich".

Genauso sagen wir Christen einfach "Gott". Manchmal meinen wir mehr Jesus Christus, manchmal meinen wir Gott als Vater und Schöpfer, manchmal meinen wir den Heiligen Geist. Aber eigentlich meinen wir immer Gott in Seiner Gesamtheit, Seiner Ewigkeit, Seiner Unendlichkeit.

Wir richten unsere Gebete an alle drei "Erscheinungsformen" Gottes. In Kirchenliedern mit Gebetstexten gibt es alle drei Anreden, z.B. "Liebster Jesu, wir sind hier", "Komm, Herr, segne uns" und "Komm, Heilger Geist".

Es ist etwa so, wie wenn Du verschiedene Anreden für Deinen Vater benutzen würdest: manchmal seinen Vornamen, manchmal seine Stellung zu Dir und in der Familie ("Vater" oder "Papa" oder "gutes Familienoberhaupt") und manchmal seine Person in ihrer Wirkung (etwa "treuer Versorger" oder "fleißiger Alleinverdiener").

Bis heute beten einige Christen allerdings auch zur Mutter Maria oder irgendwelchen Heiligen. Das entspricht nicht der biblischen Lehre, sondern entstand später, wahrscheinlich im Eifer der Missionierung von ursprünglich polytheistisch glaubenden Heiden, um ihnen den Wechsel von ihrer gewohnten Religion leichter zu machen.

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http://www.evangelische.at/index.php/das-apostolische-glaubensbekenntnis

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liebe Grüße

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