Auch wenn man selber nicht gläubig ist, oder wie ich vom theistischen, insbesondere vom islamischen Gottesbild nichts hält, kann man es doch interessant und vielleicht sogar spannend finden, sich damit zu beschäftigen.

Ich mache das jedenfalls und dabei fallen mir dann häufiger auch Widersprüche, Ungereimtheiten oder ein besonders brutales (um nicht zu sagen perverses) Gottesbild in der Religion auf.

Da finde ich es gerechtfertigt, besonders junge, noch nicht unbedingt gefestigte Leute darauf hinzuweisen, dass man Religionen auch hinterfragen kann und sollte, bevor man sich auf sie einlässt und möglicherweise indoktriniert wird.

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Mit ausreichend Phantasie kann man in alle möglichen Bücher wissenschaftliche Aussagen hinein-doktern. An Phantasie mangelt es den Gläubigen i. d. R. nicht - sicher auch nicht manchem gläubigen Wissenschaftler.

Einem Buch, wie dem Koran, in dem steht dass Allah die Regenwolken auftürmt und herbei treibt oder in dem steht, dass Allah mit Blitz- oder Donnerschlägen trifft, wen er will, kaufe ich jedenfalls keine Wissenschaftlichkeit ab.

Naturwissenschaftler arbeiten ohne Religion (methodischer Atheismus), auch wenn sie an Gott glauben.

Ich kenne übrigens (als Beispiel) keinen einzigen aktuellen Astrophysiker von Weltgeltung, der den Koran vor sich her trägt.

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Wirklich ankreuzen kann ich da nichts, aber es wäre schön, wenn es mehr Muslime geben würde, die einen etwas zeitgemäßeren Islam vertreten würden, wie beispielsweise der bekannte Prof. Khorchide, dessen Auslegung des Korans man auch als Nicht-Muslim akzeptieren kann. 

Leider ist ein religiöser Fundamentalismus mit seinen Verhaltensvorschriften und Dogmen unter den Muslimen immer noch sehr verbreitet, und davon halte ich nichts. In keiner Religion.

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Nein

Ich kann zwar an Gott glauben, aber wissen kann ich über Gott nichts. Von den angeblichen Offenbarungen halte ich wenig bis gar nichts. Ich habe Gott bislang auch noch nicht erspürt oder gesehen oder gerochen.

Ich kann Gott bestenfalls erfühlen oder erahnen. Das geht dann schon sehr weit in Richtung "erwünschen". Eine Art von Beruhigung in Anbetracht der Endlichkeit menschlichen Daseins.

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Universalistischer Deist. Man könnte das auch umgekehrt sagen: Deistischer Universalist.

Jedenfalls bin ich weder Atheist, noch Agnostiker, da ich an Gott glaube. Ich ziehe zwar in Erwägung, dass es Gott nicht gibt, aber ich glaube es nicht. Ich bin allerdings auch nicht religiös, sondern lehne die meisten Religionen ab.

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Nach meiner Meinung ist es so, dass insbesondere streng praktizierende Muslime natürlich bemerken, dass sie durch die Vorschriften ihrer Religion (etwa 5 mal am Tag aufwendig beten) im Vergleich zu manchen anderen Religionen eingeschränkt werden. Auch wenn sie immer wieder das Gegenteil beteuern.

Fanatismus gibt es aber auch in anderen Religionen.

Muslime bekommen mit, dass es Leute gibt, die sich von den "Kaugummi-Versen" in ihrem Koran wenig beeindrucken lassen, gerade wo doch nach ihrer Auffassung jeder Mensch die Religion in sich trägt.

Fanatismus kann da vielleicht eine Ausgleich schaffen, an den sie sich klammern.

Glücklicherweise gibt es aber auch Muslime, die ihre Religion lockerer nehmen.

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Ich glaube zwar nicht an die Hölle, aber wenn ich es täte, würde ich erkennen, dass es da in den verschiedenen Religionen und auch innerhalb der verschiedenen Religionen sehr unterschiedliche Ansichten gibt. So etwa im Islam hier:

http://tavhid.de/?p=344

oder im Christentum hier:

https://www.theologe.de/theologe19.htm

Manche anderen Religionen kommen völlig ohne derartige (besser abartige) Vorstellungen aus.

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was kann man tun?

Selber auch so aufgeschlossen und gebildet werden, wie viele Aleviten, die in ihrer Weltsicht anderen Muslimen (insbesondere Sunniten) doch nach heutigen Maßstäben um einiges voraus sind.

So kommt es mir als Nicht-Muslim jedenfalls immer wieder vor.

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Ich halte grundsätzlich nichts davon, Bücher zu verbrennen. Auch wenn man den Inhalt ablehnt. Besser ist es doch, über sie zu reden.

Im übrigen würde ich mich auch hüten, meine teure Koran-Übersetzung von Muhammad Asad, mit den Erklärungen eines ansatzweise fortschrittlichen Islam-Kenners, einfach abzufackeln.

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Argumente, um andere Leute von Gott zu überzeugen, kenne ich nicht. Eher trifft da das Gegenteil zu.

Ich habe ja schon einige Probleme damit, meine Glauben vor mir selbst zu begründen.

Ein theistisches Gottesbild etwa, also ein Gott, der jederzeit von außen auf die Menschen oder das Weltall einwirken kann, und dazu als Schöpfer von Himmel und Erde gilt, wird von vielen Naturwissenschaftlern als nicht vereinbar mit den physikalischen Gesetzen und Wirkungen eingestuft.

Das sehe ich prinzipiell genau so.

Übrig bleibt für mich ein sehr emotionaler Glaube, eher eine Art von Hoffnung, oder von Ahnung, als von Wissen. Ein Glaube, der sich auch nicht an einer bestimmten Religion orientiert. Eine Art von Deismus. So einen Glauben kann ich mir selbst bewahren. Ein wirkliches Argument für Gott ist das nicht.

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Besinnlichkeit

Ich finde es schön, wenn zu Weihnachten einmal das ganze Land (fast) zur Ruhe kommt und man überall geschmückte Fenster und Gärten sieht.

Ich mag aber auch den Trubel und die Hektik in den Tagen vor Weihnachten. Ich mag sogar überfüllte Weihnachtsmärkte.

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und der (linken) Gesellschaft 

Ich rechne mich selbst ebenfalls der "linken Gesellschaft" zugehörig, aber ich habe bislang weder den Islam verherrlicht (eher kritisiert) noch das Christentum fertig gemacht (eher weitgehend in Ruhe gelassen und wenig dazu gesagt).

Ich mache in meinen Äußerungen zum Islam aber auch einen deutlichen Unterschied zwischen dem religiösem Fundamentalismus (damit meine ich nicht den Terror), den ich ablehne, und einem kritischen Islam, in dem die alten Vorschriften der Religion hinterfragt werden.

Bei den Medien sieht man nach meiner Einschätzung beide Richtungen, mal mehr- mal weniger ausgeprägt.

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Da ich zwar an Gott glaube, aber nicht religiös bin, stört es mich überhaupt nicht, was manche Religionen dazu sagen, wie ich mein Leben lebe. Ich glaube auch nicht, dass Gott (wenn es ihn denn gibt), derartige Dinge interessieren.

Mit einer Religion, die mir meine Lebensweise und mein Verhalten vorschreiben will, kann ich absolut nichts anfangen. Da ich nicht mehr verheiratet bin, habe ich ein sehr freies Sexualleben und würde mir in dieser Hinsicht sowie auch sowie auch in Bezug auf die Ernährung [ich esse gern gut und üppig (danach wird dann Sport gemacht), und habe früher Alkohol "gesoffen" (jetzt nicht mehr)], keine Vorschriften von einer Religion machen lassen.

Da ich der Auffassung bin, dass die Religionen, sowie die religiösen Vorschriften, allesamt von Menschen gemacht wurden und nicht von Gott stammen, habe ich da absolut kein Bedenken oder gar ein schlechtes Gewissen.

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Ich bin nun wirklich alles andere als ein Katholik. Aber ich denke schon, dass auch die katholische Kirche in der Vergangenheit ansatzweise ein paar Fortschritte gemacht hat, und kann sie einigermaßen akzeptieren, auch wenn ich ihre Glaubensgrundsätze nicht teile. Da finde ich manche anderen religiösen Richtungen "komischer".

Den Glauben für sich finde ich nicht komisch, nur viele der Gottesbilder, die sich die Menschheit im Verlaufe der Zeit so ausgedacht hat.

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