Warum vergeht die Zeit als Kind so langsam?

10 Antworten

Es ist tatsächlich so. Die Hinfahrt ist ja auch immer länger als die Rückfahrt. Ich denke - bei mir ist es jedenfalls so - es ist die abnehmende Energie. Wenn ich mich zurückerinnere, was ich früher alles in einem Tag erledigt habe! Und heute? Man denkt auch mehr nach, liest mehr, und vieles geht einfach auch langsamer. Wenn dann die Freunde um einen vor einem ins Loch gehen! Man will dann jeden Moment besser auskosten, wer weiß, wann sich bei mir der Deckel schließt. Ich liebe den Herbst. Und wie schnell war er 2015 vorbei aber ich war nochmal an der Saarschleife - gut essen und die prachtvoll bunte Natur bewundern. Ein Wochenende kann dann reichen, eine ganze Jahreszeit zu komprimieren. Es ist viel Wiederholung - wirklich Neues? Für ein Kind ist alles noch neu, aufregend, sodass es die Zeit vergisst. Für uns alte Dackel ist das meiste schon mal dagewesen und man versucht die schönen Dinge herauszuziehen, und schon ist es wieder vorbei.

Wir haben eigentlich gar keinen Sinn um Zeit wahrzunehmen, d.h. alles ist hier relativ (und damit meine ich nicht das physikalische relativ ;=) )

Wenn man klein ist, sind alle Erfahrungen neu und daher entsprechend intensiv, d.h. sie nehmen auch einen entsprechend intensiven und augeprägten Platz ein.

Daher ist es nur logisch, dass sie uns im Rückblick als relativ lange erscheinen.

Weil Kinder noch den Blick fürs Detail haben.

Alles was sie erleben ist neu und aufregend. Sie wollen alles erfassen und erkennen, vom kleinsten Schmetterling bis zum Riesenrummelplatz.

Je mehr wir aber entdecken, desto mehr gewöhnen wir uns an das Entdeckte. Wir beginnen auszublenden, weil wir das ja schon kennen und so schreiten wir durchs Leben ohne zu entdecken und zu erforschen.

Die Zeit vergeht immer gleich schnell, nur kommt sie uns so viel kurzlebiger vor, weil wir immer mehr ausblenden und immer weniger sehen.

Weil das Zeitempfinden ein anderes ist. Ein 6 Jähriger kennt nur einen Zeitraum von 6 Jahren und da kommt ein Monat länger vor als bei einem 70 Jährigen.

Würde mal so in einer Zeitschrift erklärt.

Wahrscheinlich weil man weniger Neues erlebt und die Eindrücke nicht mehr so intensiv sind.

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