Um so mehr Masse ein Objekt hat desto langsamer altert es?

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4 Antworten

Wird - relativ zum Beobachter - ein Objekt immer schneller (aus seiner Sicht also beschleunigt), so gewinnt es - nur aus Sicht des Beobachters - ständig auch an Energie. Zudem hat der Beobachter den Eindruck, die Zeit des Objekts würde zunehmend langsamer verstreichen.

Vorsicht aber: Die Geschwindigkeit des Objekts relativ zum Beobachter wird auch dann ständig größer, wenn der Beobachter sich in Gegenrichtung beschleunigt, das Objekt aber unbeschleunigt bleibt. 

Im Vergleich zueinander - aus Sicht eines Dritten, wenn der sich von beiden stets gleich weit entfernt hält - wird derjenige von beiden langsamer altern, der tatsächlich mehr Beschleunigung erfährt (Beobachter oder Objekt).

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Kommentar von grtgrt
13.02.2016, 01:42

Nebenbei noch:

Einstein hat dafür plädiert, unter Masse stets nur Ruhemasse zu verstehen. Dieser Sprachgebrauch hat sich leider noch nicht ganz durchgesetzt. Ruhemasse jedenfalls ist nicht relativ.

Wer die relative Masse meint (im Sinne des alten Sprachgebrauchs), der sollte von Energie sprechen.

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Also bei mir ist das definitiv nicht so. Ich lege immer mehr an Masse zu, aber die Zeit vergeht von Jahr zu Jahr schneller, nicht langsamer.

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Du vermischst das zwei Prinzipien der speziellen Relativitätstheorie ;)

Grundsatz ist ja, dass die Person oder der Gegenstand, je mehr er sich in Bewegung versetzt und sich an die Lichtgeschwindigkeit annähert 1. immer schwerer wird (Lichtgeschwindigkeit = unendliche Masse) und 2. die Zeit im eigenen Bezugssystem immer langsamer vergeht (Lichtgeschwindigkeit = Zeitstillstand).

Insbesondere zum zweiten sollte man noch das »eigene Bezugssystem« betonen. Für Dich, der sich sehr schnell bewegt, vergeht die Zeit langsamer. Für den Außenstehenden aber nicht. Deshalb wird auch davon ausgegangen, dass wenn man sich in Überlichtgeschwindigkeit bewegt, gleichzeitig in der Zeit rückwärts bewegen würde.

Es wird aber auch vermutet, dass die Reise über der Lichtgeschwindigkeit gar nicht funktionieren würde, denn beispielsweise würde ja dann Deine Masse größer als unendlich sein (was ja nach unserer Logik nicht möglich ist).

Eine Theorie bleibt aber auch - egal wie ausgefuchst sie ist - solange eine Theorie, bis sie bewiesen wurde. Wir haben uns ja noch nicht mal annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, geschweige denn, darüber ;)

Die Verbindung beider Elemente - also die Auswirkung auf die Masse und die Zeitdilatation - ist aber meiner Meinung nach eher ein Trugschluss. Beides funktioniert in Bewegung. Aber die Zeit vergeht ja nicht langsamer, weil man schwerer ist, sondern weil man sich schnell bewegt, vergeht die Zeit langsamer und man wird schwerer.

Du kannst also nicht sagen: Der Typ da bringt 120 kg auf die Waage, für den vergeht die Zeit langsamer :D Und ich, der nur die Hälfte wiegt, rase förmlich durch die Zeit. Das wäre maximal Zeitempfinden - und selbst das ist nicht abhängig vom Gewicht.

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Kommentar von Astroknoedel
13.02.2016, 16:00

So, dann nehmen wir das mal auseinander:

Du schreibst:

"Grundsatz ist ja, dass die Person oder der Gegenstand, je mehr er sich
in Bewegung versetzt und sich an die Lichtgeschwindigkeit annähert 1.
immer schwerer wird (Lichtgeschwindigkeit = unendliche Masse) und 2. die
Zeit im eigenen Bezugssystem immer langsamer vergeht
(Lichtgeschwindigkeit = Zeitstillstand)
."

Erstmal gibt es keine absolute "Bewegung", da Bewegung immer relativ ist. Man kann Bewegung nur in Bezug auf andere Objekte definieren, nicht zum absoluten Raum.

Dein erster Punkt ist gleich dreifach falsch, denn

1. ist die relativistische Masse (sowie Zeitdilatation und Längenkontraktion) messtechnisch bedingt. Die relativistische Masse ist aber keine Ruhemasse, die tatsächlich "schwer ist", sondern rein rechnerisch bedingt, um die klassische Impulserhaltung beizubehalten.

2. kann man diese relativistische Masse auch nur in Bezug auf verschiedene Inertialsysteme formulieren.  Drei unterschiedlich relativ zueinander bewegte Inertialsysteme werden bei den jeweils anderen beiden unterscheidliche relativistische Massen messen.

3. merkt man im eigenen Bezugssystem (da man ja sich selbst in seinem eigenen Inertialsystem immer als ruhend definieren kann) davon nichts, denn wie gesagt, ist relativistische Masse abhängig vom Inertialsystem.

Dein zweiter Punkt ist ebenfalls falsch, denn

kann man diese (scheinbare) Zeitdilatation wieder nur in Bezug auf andere Zeivintervalle bestimmen, man kann nicht verallgemeinert sagen, dass die Zeit "langsamer vergeht". Man müsste eher sagen, dass Zeitintervalle in relativ zueinander bewegten Bezugssystemen unterschiedlich gemessen werden, das heißt, sie geht nur scheinbar langsamer.

Du scheribst noch:

Insbesondere zum zweiten sollte man noch das »eigene Bezugssystem«
betonen. Für Dich, der sich sehr schnell bewegt, vergeht die Zeit
langsamer. Für den Außenstehenden aber nicht. Deshalb wird auch davon
ausgegangen, dass wenn man sich in Überlichtgeschwindigkeit bewegt,
gleichzeitig in der Zeit rückwärts bewegen würde.

Auch hier gilt wieder die "relative Bewegung". Du wirst deine Eigenzeit ganz normal wahrnehmen, aber die Zeit des Außenraums verlangsamt wahrnehmen. Jemand, der sich im Außenraum befindet, wird seine Eigenzeit ebenfalls als normal empfinden, dafür aber bei dir die Zeitdilatation messen. Man kann nicht sagen, wer von den beiden sich in Bewegung befindet, da die beiden Inertialsysteme nach dem Relativitävsprinzip gleichbeechtigt sind.

Allerdings ist der letzte Satz insofern richtig, dass die Spezielle Relativitätstheorie Lösungen enthält, die Weltlinien beschreiben, welche sich zeitlich rückwärts ausbreiten. Ein entsprechendes Elementarteilchen würde tachyon heißen.

Du schreibst noch:

Eine Theorie bleibt aber auch - egal wie ausgefuchst sie ist - solange
eine Theorie, bis sie bewiesen wurde. Wir haben uns ja noch nicht mal
annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, geschweige denn, darüber ;)

Die Spezielle Relativitätstheorie wurde schon in den verschiedensten Experimenten (siehe Maryland-Experiment) nachgewiesen.

Außerdem werden in teilchenbeschleunigern teilchen auf bis zu 0,99c beschleunigt, sodass man dort auch die Auswirkungen der Speziellen Relativitätstheorie erkennen kann.

Aber die Zeit vergeht ja nicht langsamer, weil man schwerer ist, sondern
weil man sich schnell bewegt, vergeht die Zeit langsamer und man wird schwerer.

Siehe obige Erklärung. Genau das gleiche.

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Wenn du die Zeitdilatation versetehst würde es dir das einfacher machen^^aber ja wenn man sich an einem sehr Masse reichem Objekt befindet vergeht die für einen selbst langsamer im vergleich zu Objekten außerhalb des Bereiches , wenn man jetzt von gewaltigen massen spricht würde einem sie zeit selbst normal vorkommen aber alles um einen herum schneller , wie im Zeitraffer ablaufen . Hoffe das hilft dir weiter ;-)

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Kommentar von Paulpaulchen
12.02.2016, 22:59

zu deutsch: Objekt a ist sehr Massereich. Objekt b ist der Betrachter. würde die Zeit bei Objekt a dann langsamer vergehen aus der Sicht von Betrachter b?

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Kommentar von kinglion6200
12.02.2016, 23:11

Ja auf deutsch gesagt ;p

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