Nein und Nein.

Eine Zwangseinweisung ist nur durch einen richterlichen Beschluss möglich und das auch nur bei akutem Selbst- oder Fremdgefährndem Verhalten (ausgelöst eben durch eine psychische Störung).

Suizidgedanken oder chronische Situationen fallen da nicht darunter - und das ist auch gut so, denn eine solche Zwangsunterbringung ist ein massivster Eingriff in die Grundrechte

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Selbst bei einem stationären Aufenthalt (außerhalb von einer Akutversorgung) gibt es Wartelisten.

Überbrückend kann z.b. eine medikamentöse Therapie Linderung verschaffen. Auch Gespräche z.b. im Rahmen einer Beratung- oder Selbsthilfegruppe können hilfreich sein. Diese stellen zwar (alleine) keine Therapie da, geben aber zumindest das Gefühl, nicht alleine mit dem Problem zu sein.

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Das ist erst einmal eine zivilrechtliche Sache.

Ob das auch eine strafrechtliche Komponente hat lässt sich aus diesen Angaben nicht herleiten

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Nein, Selbstmord sollte man keineswegs verteufeln.

Sicher löst dieser keine Probleme, aber beendet sie. Zumindest für den Betroffenen. Für Angehörige entstehen mitunter weitere Probleme.

Man muss das daher sehr genau abwägen: Wenn für die Person selber, z.b. in einer Krankheit, kein lebenswertes Leben mehr möglich ist, finde ich Suizid durchaus akzeptabel.

Entscheidend ist natürlich, dass man diese Entscheidung ruhig abwägt und nicht in einer emotionalen Lage oder in einer Situation mit veränderter Wahrnehmung (z.b. bei psychischen Störungen) handelt und natürlich auch sonstige (Behandlung) Optionen abgeklärt hat.

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Zum einem erst einmal alle Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt schlechte Chancen haben, d.h. eingeschränkte oder erkrankte Personen, Alleinerziehende, Menschen ohne Schulabschluss, Migranten, die der Sprache nicht mächtig sind und/oder keine ausreichenden Qualifikationen haben.

Daneben ist Armut durchaus auch vererbbar, d.h. Kinder von Eltern aus armen Verhältnissen sind mit höherer Wahrscheinlichkeit auch arm (sei es aufgrund der erlebten Perspektivlosigkeit, mangelnden Bildungs- und Förderungsmöglichkeiten und auch dem fehlenden Vitamin B)

Auch berücksichtigen muss man natürlich geographische Gefälle, sei es bzgl der Arbeitslosigkeit oder Gebiete in denen das Verhältnis zwischen Durchschnittseinkommen und Lebenskosten ungünstig sind.

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Wir werden immer und überall manipiuliert - durch die Werbung im Fernsehe, durch Meinungen von Freunden, durch das Auftreten und die verbale Kommunikation usw.

Da muss keine gezielte Handlung dahinterstecken.

Die Gruppe Menschen, auf die du vermutlich ansprichst, sind psychisch gestörte, instabile, unsichere oder Menschen, mit Schicksalsschlägen, Zweifeln usw.

Diese versuchen mitunter im Glauben einen Halt zu finden. Das ist prinzipiell nicht schlecht und kann im Einzelfall sogar förderlich sein - gerade bei psychischen Störungen o.ä. kann das aber zu einer recht radikalen Form führen und damit sehr gefährlich werden.

Hier gibt es sicherlich einige Sekten oder sektenähnliche Gemeinschaften, die gezielt solche Menschen anwerben und bewusst manipulieren.

Die Mittel sind dieselben wie überall anders auch: Den Menschen vorgaugeln man sei das, was sie brauchen und man kenne die Antwort auf ihre Fragen und Probleme.

Gerade bei psychisch instabilen Menschen braucht man da kaum ein Mehr an Aufwand, wenn man die richtigen Punkte "trifft"

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", wie ein Mensch wird. "

Nein, das geht nicht.

Im Nachhinein kann man Handlungen mitunter gut erklären oder einzelne Faktoren (z.b. Populismus, Wahrnehmungsfehler usw) auf den Menschen an sich bezogen bzw evoltuionpsychologische Muster.

Bei einem Menschen kann man maximal in Bezug auf einen scharf abgegrenzten Bereich (Arbeitspsychologie, klinische Psychologie), dort auf einen konkreten Bezug (ist der Bewerber geeignet?) und mit nur einer gewissen Wahrscheinlichkeit Vorhersagen treffen.

Was für eine Gruppe von Menschen noch recht gut funktioniert, funktioniert bei einem einzelnen Menschen kaum noch.

Dafür ist der Mensch und seine Entwicklung viel zu komplex, zumal man gar nicht jeden noch so kleinen Faktor berücksichtigen kann.

Niemand kann also sagen, wie sich z.b. ein Baby entwickelt, auch wenn man noch so einen genauen Lebenslauf hat.

Zum Thema Daten: Datenanalyse wird eigentlich in vielen Themenfeldern (vorranging sicherlich in der Informatik) angewandt. Das Google und co eine Menge Infos bereit stellen und es weniger noch darum geht Infos zu erzeugen, als vielmehr die relevanten zu filtern, ist sicher allseits bekannt.

Vorhersagen werden in jeder psychologischen Disziplin gemacht .

Natürlich kann (und das passiert auch) man Annahmen oder gar ganze Theorien (bzw deren Aussagen) gegen solche Datenmengen laufen lassen und damit falsifizieren oder optimieren.

Wenn dich das interessiert würde ich dir erst einmal empfehlen, dich mit den Grundlagen der Psychologie, Statisitk und dem wissenschaftlichen Arbeiten zu beschäftigen.

Darauf aufbauend kannst du dann sicher konkrete Fachbereiche betrachten und Datenanalyse betreiben

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Sieht, auch wenn die Bildqualität natürlich nicht so toll ist, nach einem normalen Fibrinbelag aus, also ein ganz normaler Wundheilungsprozess.

AB sind bei einem unkomplizierten Eingriff ohne Risikofaktoren eigentlich unnötig. Das lässt sich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, zumal eine begonnene Behandlung hier auch beendet werden sollte.

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Ganz so stimmt das auch nicht.

Der Mensch ist biologisch betrachtet ein Allesfresser. Die "typisch menschliche" Ernährung, wie manche Ernährungsformen suggerieren, gibt und gab es nie.

Der Mensch hat sich je nach Region schon immer sehr unterschiedlich ernährt, auch in Bezug auf den Fleischgehalt.

"Dazu geboren" ist er ohnehin nicht, denn die Nahrungsaufnahme dient nur der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen und ist kein Selbstzweck.

Warum es aber Menschen gibt, die z.b. ablehnen, dass der Mensch ein Allesfresser ist(und das ganz ohne Belege)? Meist dürfte da die persönliche Einstellung eine Rolle spielen, die man versucht damit auf ein objektives Level zu tragen, vllt auch um sich selber darin zu bestärken

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"einem Hartz 4 oder Sozialhilempfänger geht es heute noch genauso schlecht wie vor vor 10 Jahren oder ?"

Unter Umständen sogar schlechter, wobei man hierfür einerseits die Ausagaben und andererseits die sonstigen Umstände (die sich ja ggf auch bei Nicht Hartz 4 Empfängern widerspiegeln) zur Rate ziehen muss.

Die Armut nimmt, laut Statistiken, durchaus zu, vor allen Dingen hier natürlich der Unterschied zwischen arm und reich.

Bei den Straftaten gilt: manche nehmen ab, manche nehmen zu. Nähere Infos findet man in den jeweiligen Statistiken, die sich sogar regional (z.b. auf der Internetseite des jeweiligen Polizeipräsidiums) ansehen lassen.

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Direkt glauben das sicher nicht alle.

Indirekt unterliegen wir gewissen Wahrnehmungsmustern:

So halten wir ein positives Resultat in Bezug auf uns primär für unser Verdienst, wohingegen wir negative Resultate gerne auf die Umwelt abschieben.

Bei anderen Menschen ist es genau umgekehrt.

Prinzipiell ist unser Gehirn darauf geschult nach Kausalitäten zu suchen. "Es ist halt so" oder "manche haben Pech" ist für uns keine zufriedenstellende Erklärung und daher suchen wir zumindest unbewusst eine Erklärung, deren Wirkungsweise wir besser kontrollieren können.

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Manche haben sicherlich eine gewisse Mitschuld, z.b. schlechter Umgang mit Geld, Abhängigkeiten usw wobei man natürlich für z.b.psychische Krankheiten niemand schuld ist, aber man verantwortlich dafür, wie man damit umgeht.

Viele haben auch einfach nur das Pech in einem vllt ärmeren Land oder einer ärmeren Familie geboren zu sein und haben damit von vorneherein deutlich schlechtere Voraussetzungen.

" Ist es wirklich nur Faulheit"

Keineswegs, nicht jeder der fleißig ist, ist reich und viele Reiche auch nicht fleißig.

Grund für solche Gedankengänge ist, das wir die Kontrolle über die Situation haben wollen, Gerechtigkeit wollen.

Das das Leben unfair ist und manche einfach, ohne Grund, mehr Glück haben als andere, ist für uns eine unbefriedigende Erklärung, auch wenn diese oft der Realität entspricht.

"dass jemand wirklich arm sein will"

Manche schon, z.t. sogar aus Protest gegenüber der Gesellschaft. Wobei man natürlich arm definieren muss: Kaum jemand dürfte gerne unter Hunger und Krankheit leiden. Ein Leben ohne oder mit wenig Luxusgüter ist hingegen sicher möglich, je nach sozialem Umfeld.

Wiederum andere entscheiden sich für einen Wunschberuf oder mehr Freizeit oder Familie und geben dafür ein höheres Einkommen auf.

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Ob Tarnanzug oder nicht spielt dabei kaum eine Rolle :=)

Wenn körperliche Mittel alleine nicht ausreichen, so gibt es auch hier entsprechende Hilfsmittel, d.h. Pfefferspray, Schlagstock und in letzter Instanz auch die Schusswaffe.

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Ganz einfach: es ist das, was man glauben möchte. Eine Bestätigung des eigenen Weltbildes, eine Legitimation, eine Vereinfachung mit der man gut leben kann.

Niemand kann wirklich so dumm sein, so etwas zu glauben (was sich alleine durch 10 Sekunden googlen widerlegen lässt). Wohl aber kann man so etwas glauben wollen

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Niemand muss ins Gefängnis, wenn er nicht zahlen kann. (Eine Strafe wg Betrugs wäre ggf möglich, wenn es sich um einen ebensolchen handelt).

Ob du zahlen möchtest ist irrelevant, im Zweifelsfall kann gepfändet werden, dafür bedarf es deiner Zustimmung nicht.

Wenn du eine eine Vermögensauskunft ablehnst, kann diese mit Beugehaft erzwungen werden. Diese beträgt maximal 6 Monate.

Durch diese Beugehaft erlöschen natürlich nicht die zivilrechtlichen Forderungen gegen dich

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Gewissermaßen als Identifikation.

Dabei gilt zu berücksichtigen, das nicht wenige Attentäter keineswegs im klassischen Sinne islamistische Radikalisten sind, sondern mitunter das klassische Bild eines Amokläufers vertreten.

Hier dient eine solche Floskel oder Identifkation dazu, um sich mächtig und groß zu fühlen, Aufmerksamkeit und Macht zu erhalten, um die mitunter zuvor erlebte Kontrollosigkeit zu kompensieren. Hass und Angst zu erzeugen, um seinen Gefühlen eine Form zu geben.

Bei radikalen Islamisten (die im Einzelfall sicher auch aus obiger Gruppe hervorgehen kann) ist das halt gewissermaßen ein anerzogenes Verhalten, das natürlich auch der Identifikation und dem Demonstrieren der Gruppenstärke dient.

Die Beweggründe können also fließend sein und sind es gerade in umserem Raum auch meist

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Nein. Einer rein polizeilichen Ladung musst du nicht einmal Folge leisten und dürftest sogar nicht erscheinen.

Im Rahmen der Höflichkeit ist ein kurzes Bescheid geben, falls möglich, aber sicher empfehlenswert

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Wäre natürlich möglich, dass man dir das unterstellt

Generell müssen solche Szenarien immer rekonstruiert werden und gerade bei Notwehr ist das mitunter "riskant" und niemand kann das Ergebnis im Vorfeld vorhersagen

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Nein, da Religionen auch als Erklärungsmodelle für z.t. beobachtete Phänomene eingesetzt wurden (siehe Naturreligionen) und sicher auch Teil unseres komplexen, abstrakten Verstandes sind.

So scheinen z.b. auch artverwandte Primaten ritualähnliche Handlungen durchzuführen.

Abschließend ist es natürlich schwierig zu beantworten, wie das alles ohne "Leid" aussehen würde, da solch eine Welt noch nicht einmal vorstellbar ist.

Religion als Institution dient und diente neben einer kontrollierten Aufbewahrund und Verbreitung natürlich auch dem Machterhalt und dem Ausüben politischer Tätigkeiten.

Daher ist es denke ich wichtig, Religion als Glaube oder Ritualform von einer politisch tätigen Institution zu unterscheiden

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Die Kultur und Erziehung und auch der Wunsch nach einem Sündenbock.

Gerade früher wurde alles was Konkurrenz war von der Kirche, als massiv politische Institution, verteufelt.

Widersprüche wurden nicht geduldet und selber nachdenken auch kaum - etwas, das leider die Kirche bis heute noch negativ beeinflusst.

Das typische Teufelsbild ist im Übrigen an den griechischen Hirtengott Pan angelehnt, den man, genauso wie Hexer und Magie als Konkurrenz betrachtet hat.

Gerade in früheren christlichen Traditionen gab es den Teufel so überhaupt nicht und in diversen abrahamitischen Strömungen wurde und wird Magie u.ä. praktiziert.

Interessant ist, das z.b. die katholische Kirche in ihren Ritualen und Praktiken viele Elemente "heidnischer" Religion verwendet, also genau die, die angeblich ja falsch und verwerflich sind/waren.

Um das zu verstehen muss man das ganze aus historisch politischer Sicht betrachten.

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