Warum sind Freikirchler und Zeugen Jehovas so extrem (unangenehm) mitteilungsbedürftig?

8 Antworten

Es tut mir sehr leid, falls ich dir mit meiner Antwort zum Rosenkranzgebet zu Nahe getreten sein sollte. Es war nicht meine Absicht, jemanden anzugreifen oder zu verletzten.

Mir ging es lediglich darum, etwaige Irrlehren aufzugreifen und davor zu warnen. Dazu habe ich einen Artikel verlinkt, den ehemalige Katholiken bestätigt haben und den jeder auf der Grundlage des Inhalts des Rosenkranzgebets im Vergleich mit der Bibel nachvollziehen kann.

Danach kann jeder selbst entscheiden, ob dieses Gebet sinnvoll erscheint oder doch nicht.

Für mich stand diese Antwort in direktem Zusammenhang mit der Fragestellung.

Es ging mir nur darum, eine Hilfestellung zu geben. Keinesfalls wollte ich mich unangemessen einmischen.

Der Sektenvorwurf passt überhaupt nicht, da ich nie für eine bestimmte Gemeinde oder Kirche Werbung gemacht habe. Denn das ist überhaupt nicht meine Absicht!

Mir geht es nur um den christlichen Glauben auf der Grundlage der Bibel (vgl. 2. Timotheus 3,16-17) und das Vorbild der Beröer (vgl. Apostelgeschichte 17,11).

Ich glaube dir, dass du nichts Böses wolltest. Aber bedenke bitte: die von dir verlinkte Seite (gotquestions) ist im deutschen Raum quasi die Nummer eins im Verbreiten von Lügen und falschen Behauptungen über den Katholizismus. Deshalb ärgert es einen, wenn jemand ohne die Frage wirklich zu beantworten mit dieser Seite kommt.
Diese „ehemaligen Katholiken“ welche die Inhalte bestätigen sind meist solche, die sich mit der Katholischen Glaubenslehre nie auseinander gesetzt haben, sondern einfach nur von Kind auf in der katholischen Kirche waren, ohne tu glauben, und dann ihren eigenen Glauben woanders entdeckten. Ich denke wir können uns einigen, dass die keine gute Repräsentation der katholischen Lehre in solcher Beurteilung geben.

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kannst du den Link noch mal hier verlinken - finde ihn nicht

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Zeugen Jehovas werden ständig von ihrer Leitung aufgefordert, Propaganda für die Sekte zu machen. Denn jede typische Sekte spült Geld von unten nach oben und dazu braucht man eine möglichst breite (dumme) Basis. Wie die Arbeiterinnen im Ameisenhaufen. Es wird innerhalb der Sekte sogar gefeiert und belohnt, wer viele Neumitglieder geworben hat.

Weiterhin glauben Freikirchler und Zeugen Jehovas, dass sie große Belohnungen vom Himmel erhalten, wenn sie andere mit hineinziehen.

Ein Forum wie gutefrage.net eignet sich auch ideal zur Sektenpropaganda. Denn alle Postings sind kostenlos und man erreicht viele damit. Weiterhin sind viele Sektenmitglieder gescheiterte Existenzen, d.h. sie können die Propaganda den ganzen Tag aus von zuhause aus machen - parallel zu ihren Hartz-4-Bezügen.

Hinzu kommt noch ein großer Psycho-Effekt: Die Propagandaschreiber können sich einbilden, etwas sehr wichtiges zu tun und schließen so jeden Tag befriedigt ab. Und vor lauter Beschäftigtsein können sie sich einbilden, nicht dazu zu kommen, an ihrem eigenen Schicksal zu arbeiten. Z.B. Fortbildung, Bewerbungen usw. Denn das wäre ja echte Arbeit...

an ihrem eigenen Schicksal zu arbeiten. Z.B. Fortbildung, Bewerbungen usw.

Wie kommst du darauf das wir Zeugen Jehovas es nicht tun?

Nach unserer Regulären Arbeit gehen wir ehrenamtlich zu den Menschen. Zudem, was für ein schlimmes Schicksal habe ich denn, dass ich daran arbeiten muss? Ich habe ein gut bezahlten Job, eine liebevolle Familie, ein schönes Haus was ich mein Eigentum nennen darf.

Weiterhin sind viele Sektenmitglieder gescheiterte Existenzen, d.h. sie können die Propaganda den ganzen Tag aus von zuhause aus machen - parallel zu ihren Hartz-4-Bezügen.

Deine Aussage belegst du mit welchen Quellen?

Ich kenne keinen der Hartz 4 bezieht. Die Bibel warnt vor Faulheit und denjenigen, der nicht für seine Familie sorgt.

Es wird innerhalb der Sekte sogar gefeiert und belohnt, wer viele Neumitglieder geworben hat.

Es gibt ein Belohnungs Ritual? Wo war ich nur die ganz Zeit? Also irgendwie scheint dann bei uns Zeugen Jehovas was falsch zu laufen.

Zeugen Jehovas werden ständig von ihrer Leitung aufgefordert, Propaganda für die Sekte zu machen.

Nein die Bibel fordert dazu auf

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@Mpischi

Ich sehe ALLE Glaubensrichtungen, für die bei gutefrage.net getrommelt wird, als SEKTE. D.h. meine Antwort ist auch gültig für die zahlreichen Christen-Fundis, Islam-Fundis, Mormonen, Adventisten usw. Ich habe nicht gesagt, das J E D E R "Zeuge Jehova" daheim den ganzen Tag in den Computer trommelt. Aber ein TEIL tut es.

Ich schrieb:

Viele Sektenmitglieder

und da waren natürlich Werber für ALLE Glauben mit gemeint.. Ich habe auch Screenshots von Leuten, die das zugeben: "Propaganda bis zum äußersten und bis "der Himmel" die "Guten" abhholt.

E N D E

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Im Falle es dir noch nicht aufgefallen ist, es ist ganz normal. Atheisten schreiben ihre Meinung zu Christlichen Themen und umgekehrt, Christen schreiben ihre Meinung zum Islam aus ihrer Sicht und umgekehrt und und und.

Es ist also ganz normal. Im alltäglichen Leben ist es nicht anders. Schneide ein Thema an und du hörst sofort viele verschiedene Meinungen.

Man könnte auch sagen: "Es ist langweilig ständig die Meinung von Gleichgesinnten zu hören."

Woher ich das weiß:Hobby – Ich interessiere mich für alles rund um die Bibel.

Ja, aber gerade diese Personenkreise können offenbar nichts respektvoll stehen lassen. Viel eher kommen sie mit einem völlig falschen Absolutheitsanspruch daher.

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@amdg7

und die gibt es in jeder Weltsicht - oder glaubst du das Katholiken allesamt sich perfekt verhalten. Bei über 1 Milliarde Katholiken sollte man schon realistisch sein.

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@amdg7

Ist dein chat respektvoller in dem du alle Personen einer Freikirche über einen kamm scherst?

Ich finde ihn ehrlich gesagt als Christ sehr verstörend.

Heißt es nicht in der Bibel man soll keine Zwietracht sähen?

Aber das machst du gerade.

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Wir klingeln aber nicht bei Leuten an die Tür um mit ihnen über den Atheismus zu sprechen

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Zunächst einmal zu Jehovas Zeugen:

In deren Glaubenssystem geht es grob um zwei Dinge. Es ist für sie wichtig, ein gottgefälliges Leben zu führen nach der Bibel im Verständnis der Wachtturmgesellschaft (WTG) und den Willen Jehovas zu erfüllen. Dazu gehört auch die Zugehörigkeit zur richtigen Gemeinschaft nach dem Willen Jehovas.

Damit kommen wir zum zweiten Punkt. Sie erwarten die Schlacht von Harmageddon. Das ist der Moment, wo Jehova dafür sorgt, dass das System dieser Welt mit all ihren Anhängern und Unterstützern vernichtet wird und anschließend ein irdisches, paradiesisches und ewiges Reich des Friedens aufrichtet. Diese Schlacht überlebt nur (= wird verschont), wer zur Gemeinschaft der Zeugen Jehovas gehört und sich als guter und treuer Zeuge erwiesen hat.

Natürlich möchte man gerne zu dieser Schar der Überlebenden gehören und strengt sich dafür an. Das ist jetzt die sozialpsychologische Erklärung. Dazu kommt, dass sie davon religiös überzeugt sind bzw. sein "müssen". Letzteres deshalb, weil Zweifel an diesem System ggf. zum Ausschluss aus der Gemeinschaft führen können. Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem Zeugen Jehovas passieren kann, sofern der Zweifel noch nicht groß genug ist bzw. zur sicheren Überzeugung geworden ist. Als Weiteres kommt dazu, dass sie bei einem Ausschluss häufig ohne sonstige soziale Kontakte und Freundschaften dastehen, da bisher ihr ganzen Leben auf die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausgerichtet und darauf beschränkt war; soziale Einsamkeit garantiert (obwohl denen das meistens zum Zeitpunkt des Verlassens oder des Ausschlusses aus der Gemeinschaft nicht bewusst ist).

Vielleicht kannst du dir vorstellen, was das für ein Druck ist bzw. sein kann. Solange Zeugen Jehovas nicht die Zweifel zulassen, empfinden sie vermutlich dieses Druck gar nicht.

(Sollte ich mit meiner Darstellung tatsächlich sehr daneben liegen, mögen mich Zeugen Jehovas hier gerne korrigieren)

Bei Freikirchen ist das etwas anders gelagert, aber vom System her nicht einmal ganz so weit weg. Etwas verkürzt kann man das auf die Formel bringen: Wer sich in diesem Leben nicht bekehrt, wird nicht gerettet und hat das ewige Leben im Himmel nicht. Für die einzelnen Elemente in diesem Satz gilt, dass sie jeweils der einzelnen Freikirche etwas anders gewichtet und gefüllt wird, aber der Kern der Aussage bleibt. Nun haben Christen, die in dieser Weise den Missionsauftrag Jesu verstehen, das große Anliegen, dass möglichst viele in diesem Sinne auf den richtigen Weg kommen und gerettet werden bzw. Jesus kennenlernen und ihr Leben ihm übergeben. Das kann je nach Freikirche ein einfaches Lebensübergabegebet sein oder (erst) bei der Taufe, die aber als sogenannte "Glaubenstaufe" verstanden wird, praktisch als "Gehorsamsschritt" nach einer bewussten Entscheidung. Da auch diejenigen ewig verloren gehen, die Jesus nicht als ihren Erlöser bewusst angenommen haben, ist auch hier die Motivation sehr hoch, zur richtigen "Gemeinschaft" zu gehören. Es ist zwar in der Regel damit nicht eine bestimmte Freikirche gemeint, aber gewöhnlich die "Gemeinschaft der Bekehrten". Auch hier ist es so, dass diese Glaubensinhalte aus einem bestimmten Bibelverständnis und einer bestimmten Lesart der Bibel verstanden werden.

Im Unterschied zu den Zeugen Jehovas ist der "Druck" weniger, dass man selber dadurch "vor Gott gerecht wird" bzw "in der neuen Welt" leben darf, sondern das Anliegen, möglichst viele vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Wenn dann hier in diesem Forum — und natürlich auch anderswo — Leute sich äußern, die dem allem entgegen zu wirken scheinen, ist das Engagement besonders groß, diese aus ihrer Sicht vermeintlichen Irrtümer richtig zu stellen.

Ich hoffe, dass du das jetzt etwas besser verstehst. Es sind keine bösen Absichten, sondern eher Angst und Sorge um die "Wahrheit" (nach ihrem Verständnis natürlich).

Weil sie den Auftrag Jesu zur Weltmission mit größerem Nachdruck Aufmerksamkeit schenken, als die große Masse der weichgespülten Christen, denen der nominelle christliche Weg ausreicht ohne aktiv werden zu müssen.

Wenn jemand eine Frage des christlichen Themenkreises aufwirft, wie du, dann hat er auch ein Recht auf eine fundierte Antwort. Das ist das Wesen der Mission ... und letztlich geht es noch weit darüber hinaus, denn das Beachten und Ausleben der christlichen Wahrheit ist wesentlich für das Geschenk des ewigen Lebens, für das Jesus stellvertretend für alle Sünder gestorben ist. Mit anderen Worten: es geht nicht nur um ein Sendungsbewusstsein, weil man was zu gackern haben will, sondern es geht um dein ewiges Leben oder deine Nichtexistenz in naher Zukunft. Die Mission ist also trotz allem Hass, die einem dafür entgegenschlägt ein Akt der Nächstenliebe.

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