Warum schwört man sich erst die Liebe und trennt sich danach?

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17 Antworten

Meiner Meinung nach spielen viele Aspekte da rein

Sehnsucht nach Beständigkeit

Ich denke, ein Gelübde abzulegen, kann die Entschlusskraft stärken. In einer Zeit großer Beliebigkeit bieten Gelübde zudem eine Verbindlichkeit.

Gerade jetzt, da die Unverbindlichkeit so deutlich ist - schneller Sex, schnelle Beziehungen - besteht vielleicht ein Bedürfnis nach Beständigkeit.

Dieses Bedürfnis kann dann sogar so groß sein, dass man beispielsweise mit dem Ehegelübde der ewigen Treue etwas auf sich nimmt, dem man gar nicht gewachsen ist.

Selbstbetrug und Illusion

Die berühmte "rosa Brille" ist vermutlich eine der Hauptgründe, weshalb Partnerschaften vergleichsweise schnell wieder scheitern.

Nicht zuletzt hormonell bedingt, ist das Glücksgefühl der Verliebten sehr groß und man nimmt die Defizite des vermeintlichen "Traumpartners" gar nicht wahr.

Erst wenn die emotionalen Flitterwochen vorbei sind und etwas Routine einkehrt, blättert der rosarote Lack der Brillengläser langsam ab und man entdeckt jene Eigenschaften, die bislang ausgeblendet wurden.

Deshalb halte ich persönlich auch nichts davon, rein aufgrund körperlicher Attraktivität, oder ähnlicher Vorstellungen vom Leben, gleich eine Beziehung eingehen zu müssen.

Gesellschaftlicher Druck

Nicht nur bei jungen Menschen ist es so, dass sie von ihrem Freundes- und Bekanntenkreis teils stark beeinflusst werden.

Wenn dort scheinbar jeder einen Partner zu haben scheint, kann das dazu führen, dass man sich selbst in Frage stellt.

Ist man als Single noch "normal" ? Oder "verpasst" man möglicherweise etwas, wenn man keine Partnerschaft eingeht?

Auch die Medien suggerieren mit romantischen Geschichten, dass das Glück immer in der Zweisamkeit zu finden sei.

Zudem kann ein Partner ein gesellschaftliches Statussymbol sein - nicht umsonst gibt es "Begleitagenturen" bei denen man sich für den passenden Anlass eine Person "buchen" kann, um nicht als Single aufzufallen.

Es gibt also viele Gründe um vorschnell "ewige Liebe" zu schwören - von pubertärer Unreife, über Erwartungshaltung, bis hin zum Wunsch nach Beständigkeit.

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Heute so, morgen so. Liebe ist nur ein Wort, von allen, die Sehnsüchte für gute Geschäfte nutzen, reichlich ausgeschlachtet. Worte bedeuten nur das, was man ihnen als reale Erfahrung zuordnen kann. Genau so schnell wie tiefe Erfahrung lernen Menschen auch, sich zu verstellen und mit Worten und Gaukelei zu lügen. "Lass Dich nicht verarschen" hieß mal ein gesellschaftsfähiger Werbeslogan. Auf gut Deutsch: Verarsche Du lieber andere, um Deine Ziele zu erreichen. Wer dem widersprochen hat, war nicht modern. Mit nichts kann man besser lügen als mit aufgeblasenen Begriffen und hochgespielten Emotionen. Erst recht, wenn auf der anderen Seite die blinde Sehnsucht steht. Das gilt im Privaten wie im Gesellschaftlichen. Falsche Sehnsüchte lassen sich immer gut ausbeuten und das böse Erwachen ist programmiert. Dass Frauen anders fühlen als Männer und eher die negativ betroffenen sind, darf man nach neugesellschaftlicher Genderübereinkunft nicht mehr sagen, weil es da ja keine Unterschiede mehr gibt. Auch gut. Dann kommt zur falschen Sehnsucht noch die Selbsttäuschung dazu.

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Vielleicht scheitert es WEIL man alles tun will, damit es nicht scheitert.

Denn wenn man das möchte, werden immer mehr Möglichkeiten offenbart, in denen dies möglich ist.

Wenn du einen Computer perfekt aufrüsten willst, werden dir dabei auch seine Macken auffallen und möglicherweise hast du dann gar keine Lust mehr darauf, weil du denkst, es lohnt sich nicht.

Wichtig: Theorie, keine Praxis.

Lg

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Zunächst einmal halte ich den Schwur der ewigen Liebe für völlig blödsinnig. Liebe ist eine Emotion, die niemand steuern kann. Insofern kann auch niemand ernsthaft versprechen, eine bestimmte Emotion für immer zu haben.
Sinnvollerweise kann man nur das versprechen, was man mit dem Verstand bzw. dem Willen beeinflussen kann. Das wäre z.B. der Schwur, bei jemand zu bleiben, auch wenn die Liebe schwindet.

Am Anfang steht das Verliebtsein. Das wird ausschließlich durch sexuelle Anziehung erzeugt und ist ein überaus heftiges Gefühl. In dieser Situation sieht man alles nur gut und rosarot und die dann gemachten Versprechungen sind im Moment durchaus ernst gemeint. Man vergisst bloß leicht das, was ich oben geschrieben habe. Dieser Zustand dauert meistens um die 6 Wochen. Daher gehen viele Beziehungen, die nur aufs Verknalltsein aufbauen, schon nach 6 - 8 Wochen in die Brüche. Alle Versprechen in dieser Zeit darf man nicht wirklich ernst nehmen. In dieser Zeit geht es auch nur darum, möglichst immer nahe beim anderen zu sein. Nachwuchs zeugen spielt hier noch keine Rolle.

Nach dem Verknalltsein schließt sich im idealen Fall die Phase der Liebe an. Liebe ensteht aus der Kombination von sexueller Anziehung und wachsendem Vertrauen in den gemeinsamen Alltag. Dann entsteht auch ein Kinderwunsch, weil man glaubt, im anderen den gefunden zu haben, mit dem man zusammen den Nachwuchs groß ziehen kann. Dieser Zustand kann ein Leben lang dauern, ist aber nicht die Regel.

Sobald die Liebe schwächer wird, was normal ist, kommt es darauf an, dennoch einen respektvollen Umgang miteinander zu finden. Häufig ist es nämlich so, dass wenn man die Phase sinkender Liebe gut übersteht, im Alter eine erneute Liebe zueinander wächst, die letztlich die festeste Liebe darstellt, die ich kenne.

Für mich wäre daher ein Schwur ewiger Liebe recht unbedeutend, aber das Versprechen ewiger Loyalität in Respekt der Haupttreffer.

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Weil man am Anfang erstmal total verliebt ist und meist durch die sogenannte rosarote Brille sieht.  Kommt dann der Alltag in die Beziehung dann merkt man oft erst wie es wirklich aussieht. 

Und bei manchen fehlt die Bereitschaft was dafür zu tun. oder nur ein Partner möchte was für die Beziehung tun, der Andere macht aber keinen Finger krumm.

Man darf nicht vergessen das Beziehung immer ein Miteinander ist, nicht ein nebeneinander.

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Man verändert sich und stellt fest es passt doch nicht. Kommt häufig bei Paaren vor die sich oft recht jung die ewige Liebe schwören. Kehrt der Alltag ein kommt das böse erwachen

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Das Ganze ist auf Defizite in unserer modernen Gesellschaft zurückzuführen, so sehe ich das. Schulen bereiten einen lediglich auf die Arbeitswelt vor, wobei dies natürlich auch gewisse Fähigkeiten bei gesellschaftlichen Interaktionen einschließt, dabei ist es dem Bildungssystem bisher egal ob der einzelne Mensch glücklich ist/wird. Unseiner kann sich folglich nur selbst retten, indem er sich auf die Suche nach selbsterfüllung macht und das heisst Denken Denken Denken, u.a. über gesellschaftliche und zwischenmenschliche Probleme. 

Deine Frage erinnert mich an das Buch Erich Fromms "die Kunst des Liebens" Kapitel erotische Liebe. Denke es würde dir helfen, da mal reinzuschauen. 

Wir wagen es nicht die Liebe rational zubetrachten, weil wir der Annahme sind, dass dies uns zu gefühlslosen Maschinen macht. WobeI meiner Meinung insbesondere die Thematik um die Liebe mit Verstand betrachtet werden müsste. 

Auf die Gefühle kann sich der Mensch langfristig nicht verlassen und wir sollten endlich davon Abstand nehmen und beginnen greifbare Dinge wertzuschätzen. z.B Zeit, Interessen etc. Beziehungen sollten dem Einzelnen zu einem besseren Menschen machen. 

Die Liebe gilt es nicht überzubewerten, wobei sie näturlich ein relevanter Faktor ist.

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Grundsätzlich geht ein Schwur oder ein Versprechen oder auch eine ganz normale verbale Erklärung immer erheblich einfacher von den Lippen, als wenn es dann in der Praxis sprich im Alltag darum geht diese Statements welcher Art auch immer einzuhalten. Ergo tauchen dann wie auch zu erwarten die ersten Alltagsprobleme auf, dann ist es vorbei mit den schönen Worten, sie müssen im Alltag sozusagen täglich ihrer Prüfung standhalten und das ist letztendlich für manch einen dann doch zu viel des Guten und so sucht er halt das Weite und das Spiel beginnt möglicherweise von vorne.


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Eine wissenschaftliche Studie hat bestätigt das "echte" liebe erst nach circa 4 monaten Beziehung entsteht, vorher kann man eigentlich nur von verknallt sein sprechen. Wie die moderne Gesellschaft es erwartet haben sich auch frisch gebackene Paare am besten sofort bedingungslos zu lieben und um dieses Bild nicht zu stören posaunen sie eben überall heraus wie tief sie einander doch lieben würden. Nunja, jemanden in den Wind zu schießen in den man nur verknallt ist, fällt wesentlich leichter als sich von jemandem zu trennen den man (wissenschaftlich betrachtet) ernsthaft liebt.

Liebe grüße

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Hallo,
Meistens scheitert die Liebe eben grad daran, dass man alles dafür tun will das das eben nicht passiert..✌️

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weil es biologisch von der Evolution so festgelegt ist, dass Menschen(!) und Tiere(!) bei der Partnerwahl am Anfang die Realität "vergessen" dürfen"/müssen, um emotional die angelegte  grundsätzliche  Paarungsbereitschaft nicht aufs Spiel zu setzen .

Das hört sich sehr nüchtern an, ist aber in unserer  Genstruktur angelegt, um das Überlebne der Spezies zu gewährleisten.

Es ist also meistens gar kein Vorwand sondern hormonal so gewollt.

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Ich habe im moment auch so eine Situation. 2 Jahre Beziehung wir haben uns die ewige liebe geschworen und dann hat sie Schluss gemacht. ich hätte sie für immer geliebt, nur kann ich ja nicht ihre Gefühle bestimmen. ob ein Mensch das nur sagt um seinen Partner glücklich zu machen oder ob er es auch so meint das hängt vom Menschen selbst ab.

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Die waren halt nur verknallt. Das wird immer mit Liebe verwechselt. Mit Liebe hat das nichts zu tun.

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um es kurz zu machen.. heutzutage sind die meisten Wörter nur Luft

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In dünnen Zeiten weiss man nicht was dicke Zeiten sind.

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Hallo!

 Oder wird die Liebe einfach als Vorwand genutzt um eventuell Sex zu haben?

Es gibt viele mögliche Gründe und der gehört sicher dazu. Sehr oft entwickeln sich aber Menschen unterschiedlich und es passt nicht mehr.

Alles Gute.

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Man sollte generell nichts schwören oder versprechen. Was sich heute gut anfühlt kann sich sehr schnell ändern! Wenn man etwas geschworen oder versprochen hat, ist es sehr schwer sich zu trennen.

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