Warum nennt Jesus seine Jünger erst Freunde und dann Brüder?
Warum nennt Jesus seine Jünger zuerst „Freunde“ (Johannes 15,14–15) und nach seiner Auferstehung „Brüder“ (Johannes 20,17; Römer 8,29)?
6 Antworten
Das hat sogar grosse Bedeutung .
Zuerst nennt er sie "Freunde" (vor der Auferstehung)
Kurz davor bevor Jesus stirbt, sagt er beim letzten Abendmahl zu ihnen:
"Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage." Joh 15,14
➡️ Ein Freund ist jemand, dem man Geheimnisse anvertraut. Jesus behandelt seine Jünger nicht mehr wie Diener, die nur Befehle befolgen, sondern wie Vertraute, denen er den Plan des Vaters erklärt hat.
Aber die Freundschaft ist an eine Bedingung geknüpft:
➡️die Nachfolge und das Halten seiner Gebote, vor allem des Gebotes der Liebe. Es ist eine tätige, gehorsame Liebe.
Zu diesem Zeitpunkt ist das Werk Jesu Christi aber noch nicht vollendet.
Der Tod am Kreuz und die Auferstehung stehen noch aus. Die Beziehung ist schon innig, aber noch nicht in ihrer endgültigen, vollkommenen Form.➡️Dannach nach der Aufersteheung, nennt er sie "Brüder" (erst nach der Auferstehung)
Als Jesus auferstanden ist und Maria Magdalena am Grab begegnet, sagt er zu ihr: "Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott." (Johannes 20,17).
Das ist der große Wendepunkt:
Die Wirkung der Auferstehung:Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus die Sünde und den Tod besiegt.
Er hat die Menschheit sozusagen neu geschaffen und uns die Tür zu einem ganz neuen Leben geöffnet.
Die Gotteskindschaft: (Taufe)
"zu meinem Vater und zu eurem Vater".
Vorher konnten die Jünger Gott zwar "Vater" nennen (Jesus hatte sie ja das Vater unser gelehrt), aber jetzt geschieht mehr :
Durch die Vereinigung mit dem auferstandenen Jesus werden sie wahrhaft zu Kindern Gottes.
(die ja erst durch die Neugeburt der Taufe erfolgt ..)
Sie teilen jetzt ,durch die Taufe (durch die Gnade ) dasselbe Leben, das Jesus von Natur aus hat.
Die Taufe gibt uns ja erst diese Familienzugehörigkeit:
Wenn wir denselben Vater haben, dann sind wir Geschwister. Diese "Bruderschaft" ist eine viel tiefere, existenziellere Verbindung als die Freundschaft.
Es ist eine echtw Familienzugehörigkeit in der Familie Gottes.
Der Apostel Paulus bringt es später auf den Punkt, wenn er Jesus den "Erstgeborenen unter vielen Brüdern" (Römer 8,29) nennt.
FAZIT:
Auch hier läuft alles auf einen Sich erfüllenden Punkt hinaus .Die Biblische Selbstoffenbarung Gottes,wir ja immer weiter ausgefaltet ..
- Die Freundschaft war der Weg der Nachfolge
- der zur Bruderschaft führt.
Durch das Werk Jesu am Kreuz wurden die Jünger nicht mehr nur als vertraute Freunde, sondern als vollwertige Kinder Gottes angenommen ....und sind somit seine Brüder und Schwestern geworden.
1. Timotheus 3:15 SCH2000
[15] damit du aber, falls sich mein Kommen verzögern sollte, weißt, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.
Da wir einen hauskreis haben
Römerbrief 12:4-5 SCH2000
[4] Denn gleichwie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, [5] so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, und als einzelne untereinander Glieder,
Du zitierst 1 Tim 3,15 aber lies, was da wirklich steht:
„… die Gemeinde des lebendigen Gottes, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.“
➡️ Ein Hauskreis von Privatleuten kann niemals „die Grundfeste der Wahrheit“ sein. Paulus spricht hier von der apostolischen Kirche, die von Christus selbst gegründet und durch die Apostel geleitet wird (vgl. Mt 16,18; Eph 2,20).
Genau deshalb schreibt Paulus auch:
„So steht nun fest, Brüder, und haltet euch an die Überlieferungen, die ihr durch uns gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder Brief.“ (2 Thess 2,15)
Das bedeutet: Kirche ist nicht „da, wo wir uns im Wohnzimmer versammeln“, sondern da, wo die apostolische Lehre und Sukzession ununterbrochen bewahrt wird.
Auch Römer-Zitat (Röm 12,4–5) bestätigt nur das:
- wir sind ein Leib , aber nur, wenn wir in der einen Kirche bleiben, die Christus eingesetzt hat. Sonst spaltet man den Leib und macht sich selbstständig.
Ein Hauskreis kann wertvoll sein , aber er ist nicht die Kirche, sondern höchstens ein Teil von ihr.
Weil die Kirche ist der „Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) und bleibt an die apostolische Überlieferung gebunden (2 Thess 2,15)
nicht an private Deutungen im Wohnzimmer.
Oder meinst du im ernst es gibt Millionen von "Kirchen" die Jesus Christus gegründet hat ??
und nach seiner Auferstehung „Brüder“
Hat er auch schon vorher gemacht:
"Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter." (Mk 3,34f)
Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter." (Mk 3,34f)
Er sprach sie aber nicht als Brüder an. Erst nach der auferstehung. Sie Taten den Willen Gottes. ausser iskariot
ja zu Maria seiner Mutter und seinen Brüdern. Jesus hatte halb Brüder
ja.
Vor der Auferstehung:
Jesus nennt die, die Gottes Willen tun, „Brüder und Schwestern“ – aber in einem bildhaften, geistlichen Sinn.
Er grenzt seine wahre Familie (die Glaubenden) von der rein biologischen Familie ab.
Nach der Auferstehung:
Erst ab Johannes 20,17 spricht er die Jünger direkt und persönlich mit „meine Brüder“ an.
Das ist neu, weil sie durch seinen Tod und seine Auferstehung tatsächlich in die Kindschaft Gottes hineingebracht sind (Röm 8,29; Hebr 2,11).
Nop. Schau dir den Text an:
"Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder!"
Er sagt das über und zu den bei ihm Sitzenden und erklärt dann:
"Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter" - womit ebenfalls die dort bei ihm Sitzenden gemeint sind, gleich ganz am Anfan in Kap. 3.
Das ist neu, weil sie durch seinen Tod und seine Auferstehung tatsächlich in die Kindschaft Gottes hineingebracht sind (Röm 8,29; Hebr 2,11).
Nette Idee, haut aber nicht hin.
Nachtrag:
Er sprach sie aber nicht als Brüder an. Erst nach der auferstehung.
Auch dort spricht er sie nicht als Brüder an, sondern er weist Maria aus Magdala an "Geh aber hin zu meinen Brüdern..", mehr nicht.
Wenn Du jetzt noch in den Logoshymnus schaust, denn man könnte vllt argumentieren dass ein Wechsel Freund -> Bruder wenigstens vom EvJoh beabsichtigt gewesen wäre, dann finden wir ab Vers 11 jedoch diese Zeilen:
"Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben"
Das meint dann durchaus eine Kindschaft Gottes bereits während seiner Anwesenheit.
(Auch wenn es durchaus richtig und enorm wichtig ist bei Jesus zwischen vor und nach Ostern zu unterscheiden, im EvJoh verschimmen diese Grenzen noch mehr als bei den Synoptikern. Ganz prominent in Joh 3, wo er von Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt als zurückliegende Ereignisse spricht)
Freunde und Brüder können beides sein. Alles klar, Bro?
Gruß Fantho
Jesus hat sie als das gesehen was sie waren Freunde und Brüder. Die haben gesehen was er gemacht hat und haben auf ihn vertraut. Sie haben für Jesus alles aufgegeben um ihm folgen zu können. Das macht nur Liebe unter den Jüngern und zu Jesus.
Weil Er viele Brüder haben wird (Phil.1,14).
Diese Bezeichnung ist intimer (1.Joh.3,14).
Weil er wahrscheinlich mit der Zeit mit ihnen freundschaftlich zusammengewachsen ist und sie dann den Status "Bruder" erreicht haben.
richtig, meine katholische Schwester. Wobei ich kein Katholik bin.