Warum denken soviele das Vegetarier Fisch essen?

19 Antworten

Das kommt aus dem Christentum. Als die Kirche noch was zu sagen hatte, durften Gläubige in der Fastenzeit kein Fleisch, aber Fisch essen. Das führte zu einer Menge Unfug, z.B. wurden verschiedenste Tiere ins Wasser geworfen und als "Fisch" wieder heraus geangelt.

So hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass Fisch kein Tierfleisch sei. Solch eine kulturelle Schieflage auszubügeln, kann mehrere Generationen dauern.

Hallo,

Zitat: "Ich meine, wenn man sich mit dem Thema überhaupt nicht auskennt wieso behauptet man dann sowas?"

Kennst Du Dich denn mit dem Thema aus? :-)

Zitat: "Fische sind doch genauso Lebewesen wie Schweine, Kühe und co?"

Was ist denn das "und co" bei Dir???  Ich hoffe doch, Du siehst auch die Pflanzen als Lebewesen an und erhebst dich nicht wie so viele andere - fast gottgleich - über die verschiedenen Arten von Leben und entscheidest, was Lebewesen ist und was nicht. Also was letztendlich "leben" darf und was nicht.

Genau an diesem Punkt entlarvt sich so manche schräge Ideologie ad absurdum. Sie ist nicht zuende gedacht. Pflanzen sind Lebewesen, sie haben Gefühle (siehe Nobelpreis..) und sie werden seit jeher von den Naturvölkern als Teil von allem wie Bruder und Schwester verehrt und mit Respekt vor ihnen gegessen - wie eben andere Lebewesen auch.

Geht es nicht letztlich um den Respekt gegenüber Tieren und Pflanzen, der uns etwas abhanden gekommen ist (Tiermastbetriebe, Pflanzenanbau..)? Von was leben müssen wir ja. Weder Tiere noch Pflanzen sollen leiden und wir müssen uns eher Gedanken machen, wie wir achtsam mit unserer Nahrung umgehen und wie rücksichtsvoll (gegenüber den Individuen und der Umwelt) diese produziert wird.

LG  Jürgen

Ja. Ich hab mich mit den "Lebewesen" etwas falsch ausgedrückt und meinte eher Tiere. Pflanzen haben ja (soweit ich weiß) keine richtigen Gefühle wie Tiere.

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@papagei2002

Was sind denn "richtige Gefühle"? Haben Pflanzen nur "falsche Gefühle"?

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@papagei2002

Man hat vor langer Zeit schon auf wissenschaftlicher Basis gemessen, dass Pflanzen heftige Reaktionen zeigen, z.B. wenn jemand ihnen (negativ) gegenüber tritt, etwa in der Absicht, die Pflanze zu zerstören oder abzuschneiden. Man kann das sicher nennen wie man es will, aber man könnte das auch "Gefühle" nennen. Ein großer Teil der Menschen erhebt sich jedoch über alle Lebewesen und steckt diese in Schubladen, entscheidet, wie man mit ihnen umgehen darf. Wie das Kasten-System in Indien. Da gibt es auch minderwertige Menschen. Tiere darf man nicht essen, Pflanzen schon ( .. die gucken einen ja auch nicht mit zwei Augen an ...).

Es gibt im Anbau von Pflanzen, also der Landwirtschaft und in der Nutzung der Natur und insbesondere der Wälder mindestens genau so viel Missstände wie in der Tierhaltung und Tierzucht. Wenn man konsequent wäre, müsste man auch hier in gleicher Weise Zeichen setzen, und sagen: "Nein - so was esse ich nicht, weil ich diese Missstände nicht unterstützen will!". ...wenn man etwas verändern möchte, wie es der Tierschutz tut. Um was geht es eigentlich?

Letztendlich geht es nur um eigene persönliche Probleme und Befindlichkeiten. Im Netz wird über Tierschutz gelabert, zuhause vor dem Rechner die Stechmücke oder Spinne zerquetscht. Pflanzenschutz? Nein, von irgendwas muss ich ja leben und außerdem haben die ja keine Gefühle und schreien nicht. So einfach ist das... oder macht man es sich ;-) Im Netz werden dann aber andere Menschen belehrt, die es wagen, Fleisch zu essen und es wird der Finger erhoben. Fast wie im Mittelalter ... Aufklärung täte gut und wird sicher auch kommen  :-)

Jürgen

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@juergenkrosta

Du polemisierst und verallgemeinerst ! Lies mal auf der Seite von "Veganes Auge": "Pflanzenleid - kleine Analyse einer Idiotie..."

Zu deiner Antwort: Fleischessen ist nicht "rücksichtsvoll" den Tieren gegenüber, erst recht nicht, wenn es auch ohne geht !

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@EmptyCages

Kann sein, dass ich polemisiere. Ich möchte nur gewisse Auffälligkeiten, auf die ich immer wieder treffe, etwas "spitz" auf den Punkt bringen. Um es vielleicht mal klar zu stellen: ich bin kein Vertreter der Fleischesser oder der Fleischindustrie, ich esse an mehreren Tagen der Woche vegetarisch und auch ich verurteile die Massentierhaltung und das damit verbundene Tierleid. Dennoch lasse ich mir meine Ernährung mit den immer wieder vorgebrachten Argumenten irgendwelcher Sektierer nicht schlecht reden, weil diese für mich schlicht und einfach nicht schlüssig sind.

Ich selber habe tieferen Einblick in Tierhaltung, Tierproduktion und Lebensmittelindustrie, als so manch ein anderer, der anonym im Netz irgendwelche Phrasen herunterleiert, ohne wirklich zu wissen, über was er da redet.

Ich brauche weder den "Wachtturm" (Zeugen Jehovas), noch "Freedom" oder "Free Minds" der Scientology-Kirche und schon gar nicht das "Vegane Auge", die mir sagen, wo es lang geht im Leben .... ich bilde mir meine Meinung selber aufgrund meines Fachwissens und aufgrund meiner Lebenserfahrung.

LG Jürgen 

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@juergenkrosta

Sorry, aber allein deine Ausdrucksweise, die durch Begriffe wie z. B. "Sektierer" und Tier"produktion daherkommt, diskreditierst du dich als vorurteilsbehaftet und merkst es leider nicht mal. Hier will dich niemand von deiner Lebens- und Ernährungsweise abhalten - wenn du es nicht haben kannst, dass Vegetarier und Veganer an deiner Einstelllung rütteln, warum auch immer du das so empfinden magst, hast du alle Freiheit der Welt, dich von derartigen Fragen bzw. Themen fernzuhalten.

Was nun gerade Veganismus und "Veganes Aude = sie nennt sich übrigens im RL "Ava Odoemena" mit den von dir angeführten Sekten oder religiösen Gemeinschaften zu tun hat, konnte mir bisher noch niemand glaubhaft erklären...

Egal - ich hatte dir lediglich geraten, ihren Post über das angebliche Leid der Pflanzen zu lesen...

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@EmptyCages

Sektierer? ... möglich, so wie manche Vegan-Gläubige hier auftreten ....

Es geht hierbei immer um extreme Einstellungen und Äußerungen in Bezug auf die strikte Einhaltung von Regeln, die irgendjemand aufstellt, gepaart mit einem "Sendungsbewusstsein" , diese Regeln und Meinungen anderen permanent und penetrant vermitteln zu müssen  :-) ...  was hier im Netz und insbesondere zu den Themen Lebensmittel und Ernährung teilweise zu lesen ist, geht schon ziemlich eindeutig in diese Richtung  ;-)

.. und ich werde mich mit Sicherheit nicht "fernhalten", wenn es ganz offensichtlich um Verblendung geht  ..und das bei Themen, die mich interessieren ... :-)

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So weit ich weiß hat das was mit dem Fasten von früher zu tun. Auch wenn man kein Fleisch essen durfte, durfte man trotzdem Fisch essen. Ich denke, dass es daher kommt. Ich bin auch seit 5 Jahren Veggie und esse auch kein Fisch, weil ich es aus tierliebe mache. Ich würde sagen, dass jeder Vegetarier der Fisch isst es auf jeden Fall nicht für die Tiere tut. Denn Fische sind genauso Tiere wie ein Schwein, eine Kuh oder eine Ameise!
Aber du hast ne gute Einstellung :) ich hoffe ich konnte dir helfen
Lg

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