Trockenfutter oder Nassfutter für Welpen/Hund?

8 Antworten

Trockenfutter ist niemals ein gutes Futter - billiger ist es auch nicht und Zähne putzen kann man damit auch nicht. Dazu sind die meisten Trockenfutter mit mehr Füllstoff ausgestattet als Nahrungsmittel drin verabeitet sind.

Auch Marken mit einem hohen Fleischanteil haben immer noch einen riesigen Nachteil sie sind trotzdem: zu tode gekocht, zusammengeklebt, gepresst und mit künstlichen Vitaminen und Geschmacksstoffen besprüht, sonst würde kein Hund das überhaupt fressen.

Nassfutter ist nicht teurer - vor allen Dingen erspart man sich etliche Krankheiten die dur Trockenfutter entstehen. Ein gutes Nassfutter kostet die 400 g Dose zwischen 1 und 2 Euro. Bei einem Mittleren Hund ist dann die Fütterung bei 30 bis 60 Euro im Monat - und das ist wenig.

Ich selbst verfüttere Rohfutter, d.h. Rohfleisch und Fisch, Innereien, Knochen und Häute. Hie und da etwas Ei, Käse, Gemüse, Obst und ein paar Kräuter bei bedarf.

Ich zahle zwischen 60 und 80 Euro für mein Futter für einen mittelgroßen Hund. Mit meinem Futter hat man die Vorteile von: Zähne putzen, Darmgesundheit, Hautgesundheit, ausgewogene Ernährung, vollkommene Entscheidung was im Hundefutter drin ist. Bei Diätanforderungen kann ich mein Futter schnell und ohne Probleme anpassen.

Persönlich empfehle ich immer erst mal Rohfutter - und dann erst die Reinfleischdosen die es im Nassfuttersegment zu kaufen gibt. Also Rinti, Animonda, Premiere (manche Sorten), Defu, Domfleisch u.v. w. die ich jeder Futterladen in Eigenmarke führt und eben als Reinfleischdosen deklariert sind.

Für einen Welpen ist das ganz normale Adult (bei Nassfutter) zu verfüttern, bei Rohfleisch ist nix anders als beim erwachsenen Hund (nur die Menge wird weit mehr).

Grundsätzlich stimme ich den meisten hier zu, dass Trockenfutter für die Zähne nicht gut ist. Aber das ein Hund bei Trockenfutter austrocknet, sehe ich persönlich als Unsinn. Der Hund trinkt soviel er benötigt. Das ist bei Trockenfutter logischerweise bedeutend mehr. Vernünftiges Barfen halte ich in vielen Fällen für die beste Ernährung, sehe es aber auf keinen Fall als Allheilmittel. Denn wer mal einen Dalmatiner mit Uratsteinen hatte, wird sehr schnell vom vielen Fleisch füttern weg kommen. Zuviel Protein kann eben für manche genauso schädlich sein wie zu viel Getreide für einen anderen.

Meine persönliche Meinung dazu: Fütterung ist keine Religion. Es gibt nicht DAS Futter für jeden Hund. Jedes Tier ist so individuell wie wir Menschen auch. Der eine verträgt das, der andere das. Klar, Futter sollte nicht aus nem Haufen Zucker bestehen. Aber der Markt bietet viele Möglichkeiten seinen Hund vernünftig zu ernähren. Man muss sich nur ein bißchen damit befassen und vor allem sein Individuum Hund beobachten und Vitalität, Fell und Ausscheidung betrachten. Dann findet man auch bald heraus, was dem Hund bekommt.

Ich bin überhaupt kein Fan von Trockenfutter. Das ist für die Besitzer zwar praktischer, hat (für den Hund) aber fast nur Nachteile.

Es ist auch nicht besser für die Zähne, im Gegenteil! Wenn du den Zähnen deines Hundes etwas Gutes tun möchtest, kannst du ihm ein Stück Rinderkopfhaut, ein großes Stück Fleisch oder, wenn er es verträgt, einen schönen (rohen!) fleischigen Knochen geben. Da muss der Hund seine Zähne benutzen und "putzt" sie gleichzeitig.

Da Hunde einen großen Teil ihrer Flüssigkeit durch die Nahrung aufnehmen, aber bei TF meistens nicht mehr trinken, führt das oft zu Nierenerkrankungen.

Die meisten TF-Sorten haben einen hohen Getreideanteil. Getreide ist nicht nur einer der Hauptallergieauslöser bei Hunden, sondern für deren Ernährung auch wertlos.

Es gibt zwar auch getreidefreies Trockenfutter, aber das würde ich höchstens als Leckerli nutzen.

Getreidefreies Nassfutter ist auch nicht zwingend sehr teuer. Rocco z.B. kann zwar nur im Internet (z.B. bei Zooplus) bestellt werden, ist aber recht "günstig". Auch Marken wie Rinti kosten nicht übertrieben viel.

Ich persönlich barfe meine Hündin. Wenn ich vergessen habe neues Fleisch aufzutauen/zu kaufen oder wenn wir zu Freunden fahren, bekommt sie auch mal Nassfutter.

Völlig richtig, was du über den Getreideanteil im Trockenfutter geschrieben hast - ein großes Problem. Zwar hat man herausgefunden, dass Hunde es verdauen können, für sie wirklich wertvolle Stoffe können sie aber nicht daraus gewinnen.

Barfen ist eine tolle Sache, da es natürlicher und artgerechter ist, als Nass- oder Trockenfutter. Aber darüber sollte man sich genaustens informiert haben und ist nicht für Unerfahrene, wie unsere Fragestellerin hier, zu empfehlen.

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@derHundefreund

Aber auch die Fragestellerin kann lernen, so wie jeder andere Mensch auch. Viel gehört nicht dazu nur das Interesse an der richtigen Tierernährung und 2 oder 3 Bücher die man durcharbeitet.

So gut wie jeder Hundemensch der seinen Hund roh füttert macht es etwas anders als ein anderer. Du wirst nie zwei identisch gefütterte Barfhunde finden (außer sie sind beim gleichen Besitzer) aber auch da gibt es dann unterschiede.

Hunde können gerade mal 5 % Getreideanteil verdauuen aber was bei der Getreideverdauung im Hund passiert willst du nicht wirklich wissen und wie die Abfallstoffe entsorgt werden müssen und welche Organe das schädigt kann man sich selbst ausrechnen.

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Ich würde auch am liebsten Barf füttern,nur möchte ich nichts falsch machen,der Hund soll ja alles bekommen was es braucht für seine Gesundheit und sein Wohl. Ich schaue mal wo ich mich in meiner Umgebung gut informieren kann:)

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Hallo,

Ich würde niemandem Trockenfutter als Hundefutter empfehlen, das sollte höchstens als Leckerli verwendet werden. Das hat gleich mehrere Gründe, hier mal einige davon:

  1. Trockenfutter ist trocken. Hunde nehmen einen nicht zu verachtenden Teil der von ihnen benötigten Flüssigkeit über die Nahrung zu sich. Während Nassfutter zu über 70% aus Wasser besteht, sind es bei Trockenfutter gerade mal 10%, das heißt, ihnen fehlt dadurch viel Flüssigkeit. Dazu kommt noch, dass das Trockenfutter während der Verdauung mit Wasser angereichert werden muss, sodass es dem Hundekörper noch zusätzlich Wasser entzieht. Ein Hund, der mit Trockenfutter gefüttert wird, muss also zwangsläufig wesentlich mehr Wasser durch Trinken zu sich nehmen als ein Hund, der mit Nassfutter gefüttert wird. Das ist aber kaum möglich, sodass die Gefahr, dass der Hund austrocknet, sehr hoch ist. Nimmt ein Hund zu wenig Flüssigkeit zu sich, konzentriert sich sein Harn, was wiederum zu Harnwegs- und Nierenproblemen führt.
  2. Trockenfutter macht die Zähne kaputt. Es gibt zwar den Mythos, dass Trockenfutter die Zähne reinigt, aber das ist eben nicht mehr als ein Mythos. Hunde besitzen kein Mahl-, sondern ein Reißgebiss. Sie kauen also nicht, sondern reißen Stücke aus ihrer Beute und schlucken sie dann (fast) ohne Kauen hinunter. Ihr Kiefer ist auch gar nicht fürs Kauen gemacht, denn Raubtiere können ihren Kiefer nur nach oben und unten bewegen, nicht aber nach links und rechts. Das macht das Kauen nahezu unmöglich. Wenn ein Hund jetzt Trockenfutter frisst, dann kaut er es also höchstwahrscheinlich kaum bis gar nicht. Wie soll da ein Reinigungseffekt entstehen? Das Trockenfutter vermengt sich höchstens mit dem Speichel des Hundes und bildet so eine breiartige Masse, die sich zwischen die Zähne lagert - und das ist schädlich für die Zähne. Man kann das mit dem Essen eines Keks vergleichen.
  3. Trockenfutter erhöht die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht. Das liegt daran, dass Trockenfutter eine höhere Kaloriendichte hat als Nassfutter. Das heißt, Trockenfutter hat mehr Kalorien als die selbe Menge Nassfutter. Dass ein Hund bei der Fütterung mit Trockenfutter zu viele Kalorien zu sich nimmt, ist dadurch höher als bei der Fütterung mit Nassfutter.

Unter http://prosa.ag/epages/cd6fda26-a9e1-4267-9f19-93d95fbb77c5.mobile/de_DE/?ObjectPath=/Shops/cd6fda26-a9e1-4267-9f19-93d95fbb77c5/Categories/Warum_niemals_Trockenfutter&Locale=de_DE findest du noch mehr Gründe dafür.

Ich würde daher immer Nassfutter oder auch Barf empfehlen. Bei Nassfutter sollte man darauf achten, dass es zu mindestens zwei Dritteln aus Fleisch und hochwertigen tierischen Nebenerzeugnissen besteht. Außerdem sollte es frei von Zucker, Getreide und Co. sein.

Wir füttern das Nassfutter von Animonda GranCarno sowie Lukullus. Ich kann dir gerne noch mehr Marken nennen, wenn du willst.

Liebe Grüße

Woher ich das weiß:Hobby – Bin selbst Hunde- & Katzenbesitzerin & arbeite im Tierheim.

Danke für die Ausführliche Erklärung! Welches Nassfutter empfehlen Sie am meisten? Gibt es extra was für Welpen? Oder nimmt man das normale und wieviel Dosen braucht man da eigentlich von? Kaufen sie für Wochen oder Monate?Lg

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@VrSteffi

Man braucht kein Extra-Futter für Welpen. Das ist nur Marketing-Strategie, damit besonders viel Regalplatz beherrscht wird. Wichtig ist, die Portionsgröße anzupassen. Am Besten ist übrigens wirklich, den Hund zu barfen, sprich roh zu füttern. Belies dich da einfach mal im Internet und lass dich evtl. beraten. Ob man unterschiedliche Futtersorten füttern kann oder sollte hängt vor Allem vom Hund ab. Wie viele Dosen man braucht, ist von der Größe bzw dem Gewicht des Hundes abhängig und es gibt Tabellen auf den Dosen mit Empfehlungen, wie viel man je nach Größe/Gewichtsklasse füttern sollte. Findet man aber am Besten durch probieren heraus. Wie viel Vorrat man besorgt, ist jedem selbst überlassen. Kommt auch drauf an, wie viel man sich gerade leisten kann. Und zum Thema qualitatives Futter und Empfehlungen, da kann man auch hauptsächlich probieren, denn da gibt es auch viele Anbieter. Wolfsblut wird von vielen gern genommen oder Terra Canis.

Und ja, ich hab stellvertretend für BrightSunrise geantwortet, ich hoffe, das ist ok...

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@VrSteffi

fishfan90 Hat eigentlich schon alles geschrieben.

Welpenfutter ist nicht notwendig und, wie gesagt, wir füttern Animonda GranCarno und Lukullus. Lukullus finde ich etwas besser, da es hier mehr Auswahl bei den Sorten gibt. Animonda GranCarno hat eigentlich in jeder Sorte Rind enthalten, das ist doch etwas eintönig. Andere gute bis sehr gute Marken sind z.B. Rocco, Rinti, Select Gold, Premiere, Real Nature, Dogz finefood, Mac's, Boswelia... einige davon sind günstiger, andere teurer.

Wie viel du kaufst, bleibt dir überlassen. Ich kaufe häufig im Angebot bei Zooplus und dann eben auf Vorrat.

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@fishfan90

Wolfsblut und TerraCanis würde ich jetzt aber nicht unbedingt empfehlen.

Wolfsblut enthält, je nach Sorte, teilweise nicht einmal mehr als 60% Fleisch, dazu kommen noch Unmengen an Kräutern.

TerraCanis gehört zu Nestlé, das hat eher ethisch-moralische Gründe.

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@fishfan90

Ach ja, am besten füttert man immer zuerst das Futter, das der Hund vom Vorbesitzer bekommen hat, und stellt dann, falls nötig, auf ein hochwertiges Nassfutter oder Barf um

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Was ich noch wissen möchte ist,ob es egal ist welche Sorte man füttert oder muss man jeden Tag die gleiche Sorte füttern oder kann man da wechseln und muss man beim Nassfutter bei der gleichen Marke bleiben oder kann man die auch mischen bzw. Unterschiedliche geben?danke im Voraus:)

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@VrSteffi

Wenn das Futter den Nährstoffbedarf des Hundes deckt, ist es nicht unbedingt notwendig, die Sorten bzw. Marken zu wechseln.

An sich würde ich bei ein bis zwei Marken bleiben, aber bei den Sorten kannst du ruhig etwas variieren.

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@VrSteffi

Reinfleischdosen kannst du kunterbund mischen - da ist immer das gleiche drin von den Bestandteilen her - einziger Unterschied sind meist die Fleischquellen - mal ist Hase mit drin mal Huhn, Truthahn, Reh, Hirsch, Zebra, Pferd u.v.m.

Du brauchst auch nicht bei einer Marke bleiben, warum auch`?

Ich füttere meinem Hund Rohfleisch, das mach ich dann auch unterschiedliche Mengen von den verschiedenen Fleischsorten rein - manche haben Fisch mit drin aber im Großen und Ganzen sind die Gefrierdosen die ich für sie zusammenstelle mit 30 mal dem selben gefüllt - nächsten Monat ist dann was anderes der Hauptgeschmacksgeber. Z.B. letzten Monat war viel Fisch und Truthahn im Futter, weil das super günstig war vor Weihnachten.

Diesen Monat ist das Futter eher Rind und Lammlastig, weil das bei meinem Barfshop gerade im Angebot war. (1 kg Rind für unter 4 Euro ist schon sehr günstig).

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@BrightSunrise

Ich kauf das was gerade im Angbot ist - da gibt sich nicht viel in der Mischung bei den üblichen Reinfleischdosen. Ob jetzt gerade Premiere 99 C kostet oder das Animonda oder das Rinti - bleibt sich im Inhalt relativ gleich.

Ich kauf zwar immer relativ wenig Dosen, aber da geh ich auch wenn das Angebot da ist. Weil der Hund muß ja ein mal im Monat zum wiegen, das erledigt sich dann in einem Aufwasch.

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@friesennarr

Ja, stimmt schon. Wenn die Zusammensetzung ähnlich ist, stellt das wohl weniger ein Problem dar, kommt sicherlich auch darauf an, wie sensibel der Magen des Hundes ist.

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Danke für euer antworten!:) also wenn ich das richtig verstanden habe,muss ich nicht immer die gleiche Sorte geben und ich kann dem Hund auch z.B 2 verschiedene Marken verfüttern oder auch ab und an zusammen mischen? Es ist egal das es ein Welpe ist und ich kann ihm direkt das Nassfutter für ausgewachsene Hunde geben? Und kann ich da auch 1-2 mal die Woche Öl reinmischen z.B Lachsöl oder Reis,Nudeln?

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@VrSteffi

Ja, du kannst mehrere Sorten und Marken füttern, aber achte darauf, dass die Dosen eine ähnliche Zusammensetzung haben. Ob der Hund das verträgt, merkst du ja dann.

Nein, Welpenfutter ist nicht notwendig. In der Natur gibt es ja auch keine extra Beute für die Jungtiere. Welpen benötigen die selben Nährstoffe wie andere Hunde auch, nur mehr davon.

Ja, du kannst solche Dinge ab und an mal untermischen, aber nur zu einem kleinen Teil.

Und denke daran, dass du zunächst das Futter vom Vorbesitzer fütterst.

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Okey super Danke:) und ist das umstellen auf Nassfutter genauso wie auf anderes Trockenfutter? Muss man einfach etwas untermischen und jeden Tag etwas steigern?

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Wir haben die kleine noch nicht. Deshalb setzte ich mich jetzt schon mit dem Thema auseinander damit auch die richtige Entscheidung getroffen wird:)

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Das Einzige was richtig ist, von dem was du bzgl. Trockenfutter geschrieben hast, ist, dass es günstiger ist.

Es ist selbstverständlich nicht gut für die Zähne (im Gegenteil) und Trockenfutter hat auch ganz sicher keinen höheren Fleischanteil, als Nassfutter. Natürlich, wenn du sehr gutes Trockenfutter mit sehr schlechtem Nassfutter vergleichst, ist das möglich, aber bei Hundefutter von gleicher Qualität gewinnt immer(!) das Nassfutter, und zwar nicht nur, was den Fleischanteil betrifft.

Denn nicht nur der Proteingehalt ist wichtig. Auch welche Zusatzstoffe drin sind bzw. nicht drin sind, sollte beachtet und in die Kaufentscheidung mit einbezogen werden. Konservierungsmittel oder Zucker zum Beispiel, gehören garantiert nicht ins Hundefutter. Eine Faustregel ist: Je natürlicher das Futter, desto artgerechter und besser für den Hund. Barf > Nass > Trocken.

Ein Hund sollte man gesund ernähren, auch wenn er von qualitativ schlechterem Futter nicht sofort stirbt, so kann er doch nicht selbst entscheiden, was er fressen möchte und was nicht (wie wir). Er muss buchstäblich das fressen, was auf den Tisch (bzw. in den Napf) kommt. Also sich etwas besser zu informieren, und zwar nicht nur auf so einem Portal wie diesem hier, wäre wünschenswert.

Gruß

Ja mich informieren möchte ich natürlich auch. Ich werde jemanden aus meiner Umgebung suchen der sich damit zur 100% auskennt. Ich wollte jetzt nur die Meinungen von Hundebesitzern hören:)

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