Trocken- oder Nassfutter?

16 Antworten

BARF

Mir wurde damals vom TA empfohlen Essensreste und Fleischknochen zu füttern, gegen andauernde Sodbrennen Probleme.

Ich kannte BARF und die Argumente dafür und dagegen und ich dachte mir, dass ich das was der TA sagt auch einfach darauf erweitern kann.

Und mittlerweile bin ich extrem überzeugter BARFer.

TroFu gibts bei uns nur auf im Urlaub oder auf Trekkingtouren, NaFu garnicht.

Ich füttere Rohfutter (Fleisch, Innereien und Knochen) weil ich das selber zusammenstellen kann, genau weiss was im Futter ist und was sie daraus mögen und was nicht, weil es für meine Tiere gesund ist und ich alle möglichen nahrungsbedingten Probleme gar nicht haben kann.

Wenn ich Fertigfutter verfüttere, dann sehr selten und dann nur Reinfleischdosen. Wenn ich mal vergessen hab aufzutauen, was ich mir mit meiner neuen Katze aber nicht mehr erlauben darf, da die gar nichts anderes frisst als nur Rohfleisch.

Warum ich so denke ist einfach, es ist die natürlichste Ernährung von Hund und Katze ist und man sie so viel leichter gesunderhalten kann als wenn man die Industriepampe verfüttert.

Natürlich Barfen alle im Internet. Sonst werden sie mental erschlagen.

Der Hund meiner Nachbarn wäre bald daran verendet. Seine Säurewerte waren enorm, immer nur rohes Fleisch , Öle und Pflanzen. Dafür muß er jetzt täglich 800g gekochte Kartoffeln fressen. Sagt der Prof. aus München, Ernährngsspezi für sensible Hunde.

Finde ich genau so irrsinnig.

Meiner durfte alles fressen. Naß und trocken zusammen, büschen Wasser drüber und gut. Dazu Möhren, Äpfel, Melone, Menschenessen außer Knochen, Kernobst, Weintrauben, Zwiebeln, Kohl und Tomaten.

Da es bei mir vor allem aus Platzgründen nicht möglich ist zu barfen, füttere ich meinen beiden Hunden das Trockenfutter von Wolfsblut ohne Getreide (zusätzlich mit Wasser etwas eingeweicht) und ausserdem noch vermischt mit dosenfutter von wolfsblut oder reinfleischdosen Futter.

Meine Althündin ist sehr sensibel was Futter angeht und reagiert auf so einiges allergisch. Mit dieser Mischung fahren wir seit Jahren gut. Sie hat wieder ein Top glänzendes und vor allem vollständiges Haar ohne irgendwelche Quaddeln, ausschläge, durchfälle oder Erbrechen.

Als ich sie damals bekommen habe wüsste ich nicht von ihrer unverträglichkeit und Allergien. Wie hatten viel ausprobieren müssen in der Zusammenarbeit unserer Tierarztes. Aber wir könnten ihr durch diese Futter Umstellung endlich helfen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 2005 Hundehalterin. Habe 2 Deutsche Schäferhunde

Meine Hunde werden roh gefüttert = neu deutsch: BARF.

Im Urlaub bekommen sie, wenn es kein entsprechendes Fleisch gibt, auch mal Dosenfutter und eine Hündin habe ich zur Zeit, die frisst rohes Fleisch nur, wenn es ca. zur Hälfte mit Dosenfutter vermischt ist.

Trockenfutter gibt es gar nicht und das hat folgende Gründe:

  • Trockenfutter ist nur dann gut verdaulich, wenn der Hund nach der Ration die ca. 4 – 5fache Menge an Wasser trinkt. Das ist aber schon alleine durch seine Anatomie (möglicher Mageninhalt) gar nicht möglich.
  • Dadurch trocknet ein Hund ständig aus, weil dieses Futter alle Flüssigkeit aufsaugt. So kommt es insbesondere zu Störungen der Nieren.
  • Die Trockenheit des Futters saugt die Flüssigkeit der Magensäure sofort auf, so wird diese noch konzentrierter. Diese Säure gelangt auch in den Speichel und führt zur starken Bildung von Zahnstein. Also nix mit den Aussagen: Trockenfutter ist gut für die Zähne!
  • 60 – 70 % des TroFu sind für einen Hund NICHT verwertbar (man sieht dies auch an den sehr großen Haufen), sind also nur belastende Füllstoffe
  • Trockenfutter wird meist auf der Basis von Getreide hergestellt. Der enorm hohe Getreideanteil dient zugleich als billiger „Füllstoff“, um den geringen Fleischanteil zu kompensieren. Aber auch nach Jahrtausenden der Domestizierung bleibt das Verdauungssystem eines Hundes, so, wie es immer war - das kann man nicht "umzüchten" oder "wegzüchten". Und daher braucht Hund Fleisch.
  • Und wer es nicht weiß: Im Getreide befinden sich IMMER Milben – nicht umsonst steigt die Futterallergie unserer Hunde so drastisch an.
  • Und neben den Milben sind auch jede Menge Konservierungsstoffe vorhanden, auch, wenn auf den Packungen „ohne Konserverierungsstoffe“ draufsteht. Warum? Das EU-Getreide wird oft jahrelang gespeichert vor Verwendung. Das aber geht nur, wenn Konservierungsstoffe wie BHA, BHT, Formaldehyd etc. eingesetzt werden – und die sind lange haltbar. Bei der Futtermittelherstellung muss aber nur deklariert werden, was BEIM Herstellungsprozess zugesetzt wird – Gifte und Stoffe, die in den Grundprodukten enthalten sind, fallen bei der Deklaration raus.
  • Dass an einem solchen Futter nichts, aber auch gar nicht „natürliches“ mehr ist, ergibt sich von selbst. Ohne die beigemischen Lockstoffe würden unsere Hunde dieses Futter sicher nicht anrühren.
  • Zu guter Letzt braucht Trofu sehr lange, bis es verdaut wird – es liegt also wie der sprichwörtliche Stein im Magen – die Gefahr von Magendrehungen (vor allem bei größeren und großen Hunden) steigt.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Unser Hund trinkt generell sehr wenig...da währe Trockenfutter dann wohl nicht geeignet?

0
@meinefragenat

dann wird es Brei - denn das Futter müsste die 4- bis 5fache Menge seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen - willst du deinem Hund tatsächlich Brei zumuten? Davon abgesehen, würde er es sicher gar nicht fressen ....

Wirklich hochqualitatives Trockenfutter - das wenigstens von seinen Inhaltsstoffen her KEIN Müll ist (die anderen negativen Punkte bleiben trotzdem) ist auch nicht preiswerter als gutes Nassfutter. Das gibt es - auch wirklich qualitativ - doch schon sehr günstig ....

0

Was möchtest Du wissen?