Soll ich lieber Jura oder Medizin studieren?

11 Antworten

Ganz klar: Medizin. In Deutschland gibt es einen großen, strukturell bedingten Mangel an Ärzten und Pflegefachkräften.  http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/617876/verbaende-aerztemangel-deutschland-spitzt.html

Mit einem abgeschlossenen Medizinstudium ist dir ein Arbeitsplatz bis zum Ruhestand sicher - viele offene Stellen in Krankenhäusern können nicht besetzt werden, viele Arztpraxen finden keinen Nachfolger. Diese Situation wird sich sogar noch in den nächsten Jahren verschärfen, da infolge der Überalterung der Gesellschaft der medizinische Betreungsbedarf weiter ansteigen wird. Entgegen der Klagen mancher Kollegen gehören Ärzte noch immer zu den Spitzenverdienern in Deutschland.

Da die Situation in vielen anderen Ländern die gleiche wie in Deutschland ist, bestehen beste Chancen für lukrative und hoch bezahlte Arbeitsangebote aus dem Ausland - deutsche Mediziner werden z. B. in der Schweiz, Skandinavien, Kanada, den USA und Australien mit offenen Armen empfangen.

Ganz anders sieht es im Fach Jura aus: Eine extreme Anwaltsschwemme überzieht das Land, nur die allerbesten haben eine Chance auf eine Anstellung beim Staat oder in einer großen Anwaltskanzlei. Viele Absolventen müssen sich auf Hartz4- und Geringerverdienerniveau durchschlagen, arbeiten fachfremd oder versuchen im Auftrag von Betrügerfirmen Geld mit dubiosen Abmahnungen zu verdienen.

Nur EINER der Gründe, warum ich mein Jurastudium abgebrochen habe: Kann man einem bewußtlosen sterbenden Menschen die Brieftasche stehlen?  Das Jurastudium "lebt" von Definitionen: Wer bewußtlos ist, der KANN keinen "Gewahrsamswillen" an seinem Eigentum haben! Der Gegensatz dazu: JEDER Landwirt WEISS dass er irgendwo auf einem seiner Äcker einen Pflug oder eine Egge stehen hat und hat somit implizit auch den "Gewahrsamswillen" am jeweiligen Gerät. Der Bewusstlose kann, wenn er stirbt, niemals mehr einen "Gewahrsamswillen" am Eigentum haben. Somit müsste man geklautes Eigentum solcher "Opfer" praktisch straflos vereinnahmen können. Anderes Beispiel bekloppter Juristerei: Es musste extra ein Gesetz geschaffen werden, um "Benzinklau" strafbar zu machen: Wer anderen etwas wegnimmt, was derjenige NICHT weggenommen haben möchte, der ist ein Dieb! Bisher eben NICHT: Der Tankstelleninhaber WILL ja seinen Sprit "loswerden". Insofern hat er KEINEN GEWAHRSAMSWILLEN an der Flüssigkeit, womit man ihm das Zeug aus (damals)juristischer Sicht auch nicht "stehlen" kann. SOLCHE Leute, die sich auf diese Art mit Gerechtigkeit beschäftigen, finde ICH schon etwas merkwürdig!


Mal ganz ehrlich wenn du was mit viel Kohle machen willst dann nimm nicht Medizin, Medizin sollte man aus Leidenschaft machen.

Außerdem solltest du dich von dem Mythos reicher chefarzt verabschieden sowas ist sehr selten geworden in Deutschland & wenn es reiche chefärzte gibt dann arbeiten sie soviel dass die keine zeit haben den Reichtum zu genießen.

Ich bin grad im PJ des Medizinstudiums und weiß wovon ich rede, aber ich mache es echt gerne weil es (zumindest meistens) mein Traumberuf ist.

Aber Medizin und Jura sind zwei völlig verschiedene Dinge. Medizin musst du blut sehen können, sehr gutes Abitur haben, 6 Jahre lang erfolgreich studieren, gut in den Naturwissenschaften sein, unglaublich viel einfach ohne sinn auswendig lernen usw.

und Jura ist ja ehr wirtschaftlich und nicht sozial wie Medizin du musst überlegen was dir mehr spass macht und wo du bessere noten hast.

Viel Glück :)

jura ist also nicht sozial. soso. deswegen ist auch der sinn des rechtssystem den rechtsfrieden herzustellen, der natürlich für eine gesellschaft mehr als irrelevant ist. dazu die befriedungsfunktion die der rechtsanwalt/richter erfüllt, wenn er die streitenden parteien zu einer einvernehmlichen lösung führt. oder die familienrechtler oder auch sozialrechtler.

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@marcopolo79

Sozial ist hier wohl mehr im Sinne von "man macht was mit Menschen" zu sehen. Daher ist die Aussage durchaus richtig. Als Artzt geht es nur um den Patienten, welcher ein Mensch ist. Als Anwalt hat man da wohl mehr mit Papierkram und so zu tun. Selbst nach deiner Definition von sozial wage ich zu behaupten, dass Menschen ihr Leben retten sozialer ist, als bei Verbrechern Strafe zu sprechen (mir ist bewusst, dass das auch umfangreicher ist).

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Also ganz allgemein würde ich jedem, der Medizin und Jura parallel studieren möchte erstmal einen Vogel zeigen und sagen, er solle sich lieber ordentlich auf ein Fach konzentrieren, zumal es sich bei den beiden Studiengängen ja schon um relativ zeitaufwändige Studiengänge handelt. Daher habe ich auch sehr lange nachgedacht, aber ich komme immer zu dem selben Ergebnis: ich möchte unbedingt noch (zusätzlich! Medizin ist ja auch superinteressant) Jura studieren, um entweder danach als Anwalt spezialisiert auf Medizinrecht (mit schön viel Grundwissen ;)) oder doch als Arzt (mit schön viel "Rechtswissen) zu arbeiten, mit dieser Entscheidung würde ich mir noch etwas Zeit lassen. Aber so oder so wäre es nie ein Verlust. Ich selber kenne zwei Medizinrechtler, die auch tatsächlich Medizin studiert haben (allerdings vor dem Jurastudium).

Ist es denn theoretisch möglich/erlaubt, diese beiden Studiengänge zu kombinieren? Ich habe da schon viele kontroverse Aussagen gehört, und wenn ja, wo ist es erlaubt? Da ich zurzeit noch im Ausland studiere und spätestens zum 5. Semester wieder in Deutschland bin, würde ich nach dem Physikum mit dem Jurastudium beginnen wollen, dann hätte ich diese Hürde schonmal hinter mir. Ist das denn zeitlich möglich? Ein Jurastudium während dem klinischen Teil? Dass das ganze Vorhaben viel Disziplin meinerseits bräuchte und es sehr zeitintensiv wäre ist mir natürlich klar, mir geht es in der Frage allein darum, ob es rechtlich gesehen möglich ist. Vielleicht kennt ihr ja auch Leute, die diese beiden Studiengänge kombiniert haben?

Bevor meine Frage jetzt noch länger wird...: ich würde mich sehr über viele hilfreiche Antworten freuen, vielen Dank Euch im Voraus :)

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