Muss ich ins mutter kind heim?

10 Antworten

Suche bald das Jugendamt auf und schildere die Problematik, vor allem dass deine Mutter dich nicht mehr bei sich zu Hause wohnen lassen will, dass du aber vermutlich beim Vater des Kindes wohnen könntest.

Es besteht Chance, dass das JA da darauf eingeht; aber keine Garantie; du musst leider damit rechnen, dass die vom JA eben auch Mutter-Kind-Heim in Betracht ziehen; auf was es hinausläuft, kann hier niemand sagen, weil das von vielen Umständen abhängt.

Aber wenn du zuerst zum JA gehst, sind deine Chancen besser als wenn du es aufschiebst und dann deine Mutter beim JA vorstellig wird und denen sonstwas erzählst, warum du ins Mutter-Kind-Heim musst.

edit:

Noch ziemlich wichtig:

Kümmert euch bald um die Anerkennung der Vaterschaft, also möglichst vor Geburt. Denn es ist für das JA was ganz anderes, wenn dein Freund eben rechtlich als Vater gilt.

Ansprechpartner hierfür aber auch das JA, also dahin gehen, möglichst in den nächsten paar Wochen, um eine erste Abklärung anzufangen.

Ums JA kommst du nicht rum, da du minderjährig bist und deine Mutter dich zu Hause rausschmeißen will.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

die hören sich so oder so die sache der mutter an. die vaterschaft kann bei einer minderjährigen nicht ohne unterschrift des sorgeberechtigten erledigt werden. also nix vor der geburt.

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@markusher

"die hören sich so oder so die sache der mutter an."

Klar. Nur zählt oft der erste Eindruck. Und ein "Meine Mutter will mich weil ich schwanger bin nicht mehr zu Hause wohnen lassen" macht halt einen anderen Eindruck als "Meine Tochter ist total verantwortungslos und schwanger, die muss unbedingt ins Heim und die spinnerte Idee, sie könne bei ihrem Freund einziehen, muss man ihr ausreden".

"die vaterschaft kann bei einer minderjährigen nicht ohne unterschrift des sorgeberechtigten erledigt werden."

Aber sicher ist das möglich:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__42.html

"Das Jugendamt ist während der Inobhutnahme berechtigt, alle Rechtshandlungen vorzunehmen, die zum Wohl des Kindes oder Jugendlichen notwendig sind"

Eine Inobhutnahme ist eher naheliegend, wenn ihr tatsächlich der Rauswurf zu Hause droht und eine Klärung scheitert.

Sie kann die Inobhutnahme sogar erzwingen:

"Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn

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das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet oder"

Folglich geht die Vaterschaftsanerkennung sehr wohl ohne die Mutter der Fragestellerin, wenns hart auf hart kommt. Abgesehen davon wäre ja nicht mal gewiß, ob ihre Mutter die Zustimmung verweigert.

Aber das ist alles erstmal theoretisieren; sie soll - zusammen mit dem Kindsvater - erstmal auf jeden Fall selbst zum JA gehen und das klappt am ehesten, wenn sie nicht von vorneherein hier durch falsche Informationen abgeschreckt wird, dass absolut 100% ohne geringste Chance auf Alternative sie in ein Heim kommt.

Denn das ist - wie ich gerade nachgewiesen habe - falsch.

Du könntest also deine fehlerhafte Aussage, Heim wäre garantiert alternativlos, korrigieren.

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@markusher

Hallo,

Du kannst das durch das Anrufen des Familiengerichts mit Hilfe des Vorlage eines freiwilligen Vorgeburtlichen Bluttest durch dich und deinen Freund erledigen.

Test machen, Gericht anrufen.

Ende.

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Du bist noch minderjährig, Deine Mutter kann Dich nicht einfach mit dem Kind aus dem Haus jagen und in einem Heim unterbringen.

Geht mal beide zum Jugendamt und lasst Euch beraten.

Da wird sich hoffentlich für alle Beteiligten eine Lösung finden.

Alles Gute. lg Lilo

P.S. Wie sind denn die Eltern Deines Freundes so drauf? Bei denen könntet Ihr nicht vorübergehend wohnen?

die mutter kann dafür sorgen, dass kind samt enkel noch vor der geburt aus dem haushalt ins heim kommen - mutter-kind-heim. die mutter ist nicht verpflichtet tochter plus enkel in der wohnung zu haben.

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@markusher

Du hast da ziemlich seltsame Vorstellungen.

Die Entscheidung, ob und wo die zu Hause rausgeschmissene minderjährige Schwangere untergebracht wird, liegt mitnichten bei der rausschmeisßnden Mutter.

Sondern beim JA. Ggf. hat die rausschmeißende Mutter Einfluss, da das JA bei ihr ggf. natürlich auch nachfragen wird, warum denn die minderjährige Tochter zu Hause ausziehen muss.

Denn üblicherweise dürfen und sollen minderjährige - ob schwanger oder nicht ist egal - bei den Sorgeberechtigten wohnen.

"nicht verpflichtet"

Selbstverständlich darf die Mutter auch die Unterbringung der Tochter im Hotel bezahlen; sie hat aber für Unterbringung und Unterhalt zu sorgen und zu Hause ist meist billiger als Hotel.

Seit wann entbindet eine Schwangerschaft oder ein Enkelkind von Unterhaltspflichten?

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@carn122004

doch die entscheidung liegt allein bei der rauswerfenden mutter. sie muss ihr kind zu hasue nicht dulden mit enkel. sie wendet sich ans jugendamt und die kümmern sich um weiteres. kind geht dann in mutter-kind-heim, wenn es das kind behalten will oder in ein heim ohne kind.

für den unterhalt des enkels ist der werdende vater zuständig, als auch für die erstausstattung und den unterhalt der kindesmutter. - letzteres nennt sich betreuungsunterhalt. wer kinder in die welt setzt, sollte sich über dessen kosten informieren.

die mutter der km muss also keine unterkunft, kein hotel oder sonstiges bezahlen. zu dem auch hier erstmal leistungsfähigkeit vorhanden sein müsste und auch beide eltern zum unterhalt rangezogen würden.

dann wird die möchtegern-mutti bald 18, somit würde die unterhaltspflicht dann eh enden, weil keine ausbildung, keine schule. also völlig egal - mutti darf ihre tochter an die luft setzen und ihr die varianten zur wahl geben: heim ohne kind oder mutter-kind-heim mit kind...das jugendamt wirds dann vertiefen.

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@markusher

Wenn der Kindsvater nicht leisten kann, dann sind Großeltern beiderseits dran.

Und soweit die gegenüber der Tochter unterhaltsverpflichtete Mutter Unterhalt nur leisten kann, indem sie die Tochter nicht rausschmeißt, darf sie nicht rausschmeißen.

Das JA ist ferner keine "Hier-gebe-ich-mein-Kind-ab-wenn-ich-kein-Bock-auf-den-Stress-habe"-Einrichtung; sondern eine anderweitige Unterbringung als bei der sorgeberechtigten Mutter/Großmutter kommt eigentlich nur dann in Frage, wenn die Tochter eben hinsichtlich IHRES Wohlergehens bei der Mutter nicht bleiben sollte. Dementsprechend kann die Mutter eigentlich nur entscheiden, dass sie eine Rabenmutter ist und es für ihre Tochter und ihre Enkelin deshalb besser ist, woanders unterzukommen.

Es gibt also kein Recht sowas zu entscheiden, sondern nur im ethischen Sinne Versagen bei der Fürsorgepflicht, was bei "kein-Bock-auf-Babygeschrei" dann ethisch sehr wohl der rausschmeißenden Mutter zuzurechnen ist.

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@carn122004

doch das kann die mutter entscheiden. das kind kann dort leben, enkel muss sie nicht aufnehmen. das hat nichts mit rabenmutter zu tun, sondern mit normalem menschenverstand. wenn sie zwei kinder wollte, hätte sie sich diese angenommen. warum soll sie das unterstützen? wenn das kind so erwachsen sein will, soll es sich kümmern. es gibt also die möglichkeit mutter-kind-heim. dazu wendet sie sich ans jugendamt und lässt sich vermitteln oder sie lebt allein im heim bis sie 18 ist.

großelternunterhalt kommt dann in frage, wenn kv nicht leisten kann. dazu werden alle großeltern rangezogen und müssen erst einmal über genügend einkommen verfügen. die freibeträge des selbstbehaltes sind hier viel höher angesetzt als dem eigenen kind gegenüber. und wird runter gerechnet auf alle 4 großeltern.

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@markusher

Warum sollte ich mit dir diskutieren, wenn du keine Ahnung hast?

https://www.gesetz-dem-fall.de/2017/09/14/unterhaltspflicht-der-grosseltern-fuer-ihre-enkelkinder/

"Nach § 1607 Abs. 1 BGB sind Großeltern zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, wenn ein Elternteil wegen Leistungsunfähigkeit nicht unterhaltspflichtig ist."

Die Fragestellerin ist wohl zur Leistung für ihr Kind nicht in der Lage.

Folglich MUSS ihre Mutter leisten.

Wenn sie nicht ausreichend bares leisten kann, dann MUSS sie in Naturalien leisten, sprich Tochter und/oder Enkelkind bei sich wohnen lassen.

"großelternunterhalt kommt dann in frage, wenn kv nicht leisten kann."

Falsch.

Wie oben ersichtlich, langt es wenn ein Elternteil nicht leisten kann. Was hier der Fall ist, da die Fragestellerin ja noch minderjährig ist.

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Deine Mutter kann Dich nicht einfach mit dem Kind aus dem Haus jagen und in einem Heim unterbringen.

Nicht?

Aber man kann sie zwingen, nachdem sie 16 Jahre lang ihre Kinder großgezogen hat, wieder mit Babygeschrei und Windelwäsche etc. zu leben?

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@latricolore, UserMod Light

Der Gesetzgeber versucht dieses mithilfe der Androhung von Haftstrafen z.b. § 170 Abs. 1 StGB zu erzwingen, wenigstens dass die Mutter die Tochter nur aus dem Haus in eine andere Unterkunft "jagen" darf, für die die Mutter natürlich ebenfalls aufkommt.

Der Versuch des Gesetzgeber misslingt in der Praxis natürlich immer wieder.

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es geht mir nicht darum das ich unbedingt zuhause bleibe ich wollte nur nicht ins mutter kind heim

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@sonnenschein313

Mit 16 hast du aber kein Geld für eine eigene Wohnung.

Sowas überlegt man sich halt vorher und verhütet entsprechend.
Gibt ja nun echt genügend Mittel und Wege, um nicht ungewollt schwanger zu werden.

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@sonnenschein313

eine andere alternative hast du aber nicht. mutti will dich nicht zu hause, eine wohnung zahlt sie dir womöglich nicht und somit bleibt nur ein mutter -kind-heim. dort lernst du wie erwachsene sich verhalten, wirst zur mutter erzogen und lernst wie man mit einem kind umgeht, es pflegt und erzieht.

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@markusher

Das stimmt nicht. Das Jugendamt gibt noch andere Möglichkeiten auf: z.B. ein betreutes Wohnen oder eine eigene Wohnung mit Betreuung einer Sozialpädagogin. Und jetzt sag nicht, das geht nicht, schon mehrfach erlebt.

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@Laury95

das geht bei jugendlichen die reife zeigen. tut sonnenschein hier aber nicht und unterm strich muss sie trotzdem dazu erstmal mit dem jugendamt in kontakt treten u. sich beraten lassen.

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@markusher

Und woraus schließt du, dass die Fragestellerin keine Reife zeigt?

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Sie ist 16 Jahre alt und dass sie bei der Geburt 17 1/2 Jahre alt ist, ist mit Sicherheit ein Tippfehler, sie ist ja kein Elefant von der Tragzeit her.

Bis zum 25. Lebensjahr sind Eltern verpflichtet, ihre Kinder bis zur Beendigung einer Ausbildung in der gemeinsamen Wohnung wohnen zu lassen oder ihnen eine Wohnung anzumieten, was natürlich teurer kommt. Auch für den Unterhalt müssen sie zahlen. Das sagt der Gesetzgeber, unabhängig, ob die Jugendliche schwanger ist oder schon entbunden hat.

Nie im Leben würde ich es fertigbringen, meine Tochter mit Baby einfach in ein Heim abschieben zu wollen.

Babygeschrei? Wenn ich das schon höre. Das könnte die lieblose Mutter gesagt haben.

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Wenn ich mir Deine Fragen so angucke, dann war diese Schwangerschaft von langer Hand geplant. Und dann macht sich nicht auch über solch wesentliche Dinge Gedanken?

Welche Möglichkeiten ihr habt, müsst ihr mit dem Jugendamt besprechen. Bei solch unreifem Verhalten läuft es aber auf Mutter-Kind-Heim hinaus.

Du must must immer Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht auseinander halten.

Deine Mutter hat das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht über dich.

Wenn das Kind geboren ist braucht es einen Vormund, der das Sorgerecht über das Kind hat bis du 18 wirst. Das kann entweder deine Mutter sein oder dein Freund, wenn ihr euch um die Anerkennung der Vaterschaft bemüht.

Wenn deine Mutter die Vormund wird hat sie das Sorgerecht für das Kind und du hast das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind. Wenn dein Freund Vormund wird, hat er das Sorgerecht für das Kind und ihr habt gemeinsam das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Deine Mutter kann dich bis du 18 bist im Prinzip immer in jedes beliebige Heim stecken, solang sie das selbst zählt😉

Wenn das Jugendamt das aber zahlen soll, brauchen die einen guten Grund dazu.

Will sagen:

Dein Freund soll die Vaterschaft anerkennen. Wenn du das Jugendamt nicht überzeugen kannst dich nicht ins MuKi-Heim zu tun, kann sich dein Freund dann immer noch einen Anwalt holen.

Eine Schwangerschaft dauert keine 1,5 Jahre. Oder verstehe ich was falsch? Wirst Du bald 17 und Dein Freund bald 19?

Ihr könnt Euch ans Jugendamt wenden. Vlt. käme betreutes Wohnen in Betracht. Bei den Eltern Deines Freundes könnt Ihr wohl nicht wohnen?

Oder Dein Freund nimmt sich eine Wohnung und Du ziehst zu ihm.

Schade, dass Deine Mutter so reagiert.

leider habe ich das falsch ausgedrückt ja ich werde bald 17 und er bald 18 bei den Eltern von meinem Freund könnten wir theoretisch wohnen doch leider bezweifle ich das meine Mutter das erlauben wird

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@sonnenschein313

Genau deswegen sollt Ihr doch ins Jugendamt gehen.

Wohnen bei den anderen Großeltern ist wesentlich besser als das Mutter - Kind - Heim.

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@sonnenschein313

Wenn dein Freund das gemeinsame Sorgerecht übernimmt, ist die Einwilligung deiner Mutter für dein Kind übrigens völlig egal, nur du dürftest nicht ohne Erlaubnis zu ihm ziehen. Jede freie Minute bei ihm verbringen allerding schon.😉

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