Mein Vater ist kein guter Mensch, was soll ich tun?

11 Antworten

Zwei Dinge:

Erstens: Du musst nicht alle Entscheidungen von deiner Relgion abhängig machen; vor allem dann nicht, wenn dich das unter Druck setzt.

Zweitens: DU musst nicht und unter keinen Umständen so etwas wie "Selbstjustiz" üben! Das kann im Extrem schlimm für dich ausgehen (Eskalatoion und Verletzung oder Polizei!)

Suche dir Hilfe!

Sprich Beratungsstellen an, rufe die Telefonseelsorge an, wende dich an Lehrer oder gleich ans Jugendamt! Suche Beratungssstellen in deiner Gegend raus, gehe dort hin, frage nach Möglichkeiten in deiner Situation. Wende dich ggf. an die Erziehungsberatung. Sage auch, dass du Sorge um die Sicherheit oder psychische Gesundheit deiner Mutter hast (je nachdem, was der Vater ihr antut).

Du bist nicht alleine in dieser Situation und nicht alleine verantwortlich für die Familie oder das Verhalten deines Vaters! Es gibt Experten, die dafür geschult sind, in solchen Fällen einzugreifen, z.B. eben Mitarbeiter des Jugendamts!

Stimme Deiner Antwort voll zu, hjier muß proffessionelle Hilfe her, eh die Situatuin eskaliert...

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Zuerst einmal solltest du deinem Vater seine Schwäche(n) verzeihen.

Und dann solltest du wissen, dass du nicht gut zu ihm sein musst, wenn du es nicht vermagst.

Und was die 10 Gebote betrifft: das, was man ehren soll ist die wahre, richtige Vaterschaft, nicht den Vater als Person, dein Vater ist also derjenige, der das Vater-Sein nicht ehrt.

Wenn dein Vater die Vaterschaft ehrte, würde er sich ganz anders verhalten. Dass er dazu nicht fähig ist, solltes du ihm verzeihen.

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Hi

Du bist sehr streng religiös erzogen und beherzigst die 10 Gebote. Darunter auch das Gebot -> " Ehre Vater und Mutter auf das du lange lebest.(..)." Dass das enormen Druck auf dich ausübt ist verständlich.

Aber ich kann dich trösten. In der Bibel steht auch das Gebot (zwar nicht in den 10 Geboten, jedoch als Anweisung in Epheser 6 V.4 ) an die Eltern, besonderst an den Vater gerichtet--> "reizt eure Kinder nicht zum Zorn oder Trotz !! ".

Es ist wichtig dass du dir eine Vertrauensperson suchst mit der du offen und ehrlich reden kannst. Wenn du noch in die Schule gehst spreche mit dem Vertrauenslehrer er kann dir auch Hilfestellung geben oder dich zum JUgendamt begleiten.

Frage bei den karitativen Einrichtungen nach wie Diakonie oder Caritas , die bieten schnell und kostenfrei Gespräche und Wohngruppen an. Ich denke dass räumliche Trennung zu deinem Schutz sehr wichtig ist und es ist auch keine Sünde Hilfe zu suchen, damit verrätst du auch nicht deinen Vater oder entehrst ihn.

Auch er ist nur ein Mensch und wird irgendwann vor seinem Gott Rechenschaft ablegen müssen.

Es ist dein Recht in Frieden und in Schutz zu leben und dafür haben wir in unserer Solidargemeinschaft extra Anlaufstellen wo Fachleute dir schnell und kompetent helfen können.

Bitte sei mutig und gehe deinen Weg. Wenn du nicht mehr weiter weißt kannst du dich auch an die örtliche Polizei wenden und sie von diesem Psychoterror unterrichten, die können dir dann schnell Kontakt zu Anlaufstellen geben.

Ich wünsche dir auf deinem Weg alles Liebe und Gute

Das wird Dir hier niemand beantworten können, weil wir die Einzelheiten ja nicht kennen..., kannst du nicht ein Gespräch mit einem Seelsorger oder Jugendpsychologen führen oder dem Jugendamt...Ein schlechter Mensch bist Du aber sicherlich nicht, wenn bei Euch Dinge abgehen, die Du nicht mehr ertragen kannst oder möchtest., such Dir dringend Hilfe, ehe die Situation eskaliert...

Woher ich das weiß:Hobby – Betreibe als Hobby Theologie, bin in meiner Kirchengemeinde(

Nein, du bist kein schlechter Mensch. Du wärst auch kein schlechter Mensch, wenn du dich von deinem Vater lossagst, auch wenn das Gebot vermittelt, dass du weiterhin Vater und Mutter ehren sollst.

Letztlich impliziert das Gebot die Unfehlbarkeit der Eltern. Das heißt, sie können mit den Kindern machen, was sie wollen, die Kinder müssen sie trotzdem weiterhin "ehren". Was natürlich Mumpitz ist und sicherlich auch nicht im Sinne Gottes. Er möchte, dass wir glücklich sind und mit Eltern, die einen nicht gut behandeln, sind wir das nicht.

Gott bestraft dich sicher nicht, wenn du deine Konsequenzen aus dem Verhalten deines Vaters ziehst.

Ich bin selbst "katholisch" aufgewachsen, meine Eltern waren/sind aber alles andere als christlich. Meine jüngeren Geschwister und mich haben sie schlecht behandelt (von der jüngsten Schwester abgesehen) und Schlagen war noch mit das Harmloseste.
Wir haben keinen Kontakt mehr zu den Eltern. Und mir ist mein Seelenheil lieber, als das Gebot, das nur der Selbstaufgabe und Kleinhaltung des Gläubigen dient.
Es kann nicht sein, dass man lieber in unwürdigen Zuständen weiterlebt, nur weil ein Gebot das vermeintlich besagt, als dass man sein eigenes Glück sucht...

Wenn man jedoch an einen strafenden Gott glauben möchte, dann agiert und reagiert Gott auch so. Dann ist ein Elternteil, das seine Kinder schlecht behandelt, schlicht eine Strafe für irgendwas.

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