Maria anbeten oder zu Maria beten?

12 Antworten

Gott ist das absolute Wesen, das über allen Geschöpfen steht,  das die  höchste Würde und höchste Heiligkeit und absolute Majestät besitzt. Deshalb ist die Verehrung, die ihm zu erweisen ist, unendlich höher als allem, was außer ihm ist. Und das nennt man eben Anbetung. Anbetung schließt die
Anerkennung der völligen Oberhoheit Gottes ein, seines unbedingten Herrschaftsrechts, seines Eigentumsrechts über die ganze Schöpfung und über uns selbst.

Dann liegt doch auf der Hand, dass dieses Wort Anbetung für
kein Geschöpf verwendet werden darf, auch nicht für die Muttergottes, die trotz ihrer hohen Würde und Stellung im Heilsplan Gottes  ja nur ein Mensch ist und bleibt. Deshalb wird Gott anders angerufen als Maria und Heilige. Gott nämlich bitten wir, dass er selbst uns entweder Güter verleihe oder von Übeln befreie, die Heiligen aber bitten wir, weil sie bei Gott in Gnaden stehen, dass sie mit ihrer Fürbitte uns helfen, dass sie uns von Gott das erlangen, was wir brauchen. Auf Erden bitten wir ja auch andere Menschen, für uns zu beten in bestimmten Anliegen.

Wir wenden daher zwei Formen des Gebetes an, welche in der Weise verschieden sind, dass wir zu Gott im eigentlichen Sinne sagen: "Erbarme dich unser, höre uns"; zu den Heiligen: "Bittet für uns."

Hallo,

wenn man betetet, dann kann das nach katholischer Lehre in zwei verschiedene Bedeutungen haben:

1. Anbetung d.h. man betet etwas an. Anbetung gebührt nach katholischer Lehre allein Gott. Etwas anderes als Gott anzubeten gilt als Sünde. Anbetung ist die innständigste Form der Verehrung.

2. Anrufung - man kann ja nicht nur mit Gott reden. Es wäre ja auch völlig widersinnig, wenn eine Religion verbieten würde mit irgendjemand anderem, als Gott zu reden. Dann dürften die Anhänger dieser Religion mit gar keinem Menschen mehr reden.
Nach katholischer Lehre hat Jesus Christus den Tod besiegt. Der Tod ist also nichts letztgültiges oder unüberwindliches mehr. Daher kann man auch bereits vollendete Heilige anrufen. Das geht natürlich nur, indem man ein Gebet an sie richtet. In diesem Sinne zu jemandem zu beten, ist aber qualitativ etwas anderes, als die Anbetung, die nur Gott gebührt.

Es geht also darum den qualitativen Unterschied zwischen der Verehrung Gottes (Anbetung) und der Verehrung der Heiligen (Anrufung) auszudrücken.

Zu Maria beten (sie anzurufen) ist nach katholischer Lehre möglich. Maria anzubeten, wäre aber eine Sünde.

Die Bibel gibt an vielen Stellen zu verstehen, dass Gott zwar Liebe als Haupteigenschaft hat und somit nicht unbarmherzig ist, aber er hat gewisse Grenzen aufgezeigt. Zum Beispiel ist er, was Anbetung angeht, sehr wohl eifersüchtig. In 2. Mo 20:5 z.B. spricht Gott zu seinem damaligen Volk und drückt aus, dass er "ausschließliche Ergebenheit fordert", was die Anbetung angeht.

Das ist keineswegs zu engstirnig. Zum Beispiel mag ein Mann auch ein gütiger und großzügiger Mensch sein, vor allem zu seinen Freunden. Was aber, wenn einer seiner Freunde der Ehefrau des Mannes eindeutige Andeutungen macht und Annährungsversuche unternimmt? Würde der Mann dann sagen: Ich bin barmherzig, sollen sie ruhig Ehebruch begehen, damit drückt er ja indirekt seine Liebe zu mir aus.....? Das ist absurd - wir sehen, es gibt einfach Grenzen. In der Bibel vergleicht Gott öfters das Anbeten oder Anrufen von jemand anderem als ihn vonseiten seiner Diener als "Ehebruch".

Ich hab einen Artikel gelesen, der verdeutlicht, dass selbst heilige Engel nichts, was auch nur nach Anbetung aussieht, haben möchten, die biblische Beweisführung ist interessant: WWW bit [PUNKT] ly/Heilige_anrufen

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