Maria anbeten oder zu Maria beten?

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10 Antworten

Hallo,

wenn man betetet, dann kann das nach katholischer Lehre in zwei verschiedene Bedeutungen haben:

1. Anbetung d.h. man betet etwas an. Anbetung gebührt nach katholischer Lehre allein Gott. Etwas anderes als Gott anzubeten gilt als Sünde. Anbetung ist die innständigste Form der Verehrung.

2. Anrufung - man kann ja nicht nur mit Gott reden. Es wäre ja auch völlig widersinnig, wenn eine Religion verbieten würde mit irgendjemand anderem, als Gott zu reden. Dann dürften die Anhänger dieser Religion mit gar keinem Menschen mehr reden.
Nach katholischer Lehre hat Jesus Christus den Tod besiegt. Der Tod ist also nichts letztgültiges oder unüberwindliches mehr. Daher kann man auch bereits vollendete Heilige anrufen. Das geht natürlich nur, indem man ein Gebet an sie richtet. In diesem Sinne zu jemandem zu beten, ist aber qualitativ etwas anderes, als die Anbetung, die nur Gott gebührt.

Es geht also darum den qualitativen Unterschied zwischen der Verehrung Gottes (Anbetung) und der Verehrung der Heiligen (Anrufung) auszudrücken.

Zu Maria beten (sie anzurufen) ist nach katholischer Lehre möglich. Maria anzubeten, wäre aber eine Sünde.

Gott ist das absolute Wesen, das über allen Geschöpfen steht,  das die  höchste Würde und höchste Heiligkeit und absolute Majestät besitzt. Deshalb ist die Verehrung, die ihm zu erweisen ist, unendlich höher als allem, was außer ihm ist. Und das nennt man eben Anbetung. Anbetung schließt die
Anerkennung der völligen Oberhoheit Gottes ein, seines unbedingten Herrschaftsrechts, seines Eigentumsrechts über die ganze Schöpfung und über uns selbst.

Dann liegt doch auf der Hand, dass dieses Wort Anbetung für
kein Geschöpf verwendet werden darf, auch nicht für die Muttergottes, die trotz ihrer hohen Würde und Stellung im Heilsplan Gottes  ja nur ein Mensch ist und bleibt. Deshalb wird Gott anders angerufen als Maria und Heilige. Gott nämlich bitten wir, dass er selbst uns entweder Güter verleihe oder von Übeln befreie, die Heiligen aber bitten wir, weil sie bei Gott in Gnaden stehen, dass sie mit ihrer Fürbitte uns helfen, dass sie uns von Gott das erlangen, was wir brauchen. Auf Erden bitten wir ja auch andere Menschen, für uns zu beten in bestimmten Anliegen.

Wir wenden daher zwei Formen des Gebetes an, welche in der Weise verschieden sind, dass wir zu Gott im eigentlichen Sinne sagen: "Erbarme dich unser, höre uns"; zu den Heiligen: "Bittet für uns."

In der Praxis ist kein Unterschied, vielleicht eine akademischen. Das ist aber auch vollkommen egal, da nach der Bibel nur ein Mittler existiert.

Die Marienverehrung ist aber ein Beweis dafür, dass die meisten Katholiken Jesus nicht persönlich kennen, trotz allem theologischen Geschwafel und den Kilometern an Literatur, die sie produzieren.

Wenn ich in einer Firma den Chef kenne, dann spreche ich mit ihm persönlich und nicht mit dem Lagerarbeiter oder der Putzfrau.

Anbeten ist eher sowas wie als würdest dubsie vergöttern und wenn du gläubig bist wäre das nicht optimal.

Bete zu ihr denn sie ist nur heillig und kein Gott.

Ich sehe da kein Unterschied, und biblisch ist es auch nicht und es ist nicht aus der Lehre Jesus.  

Es geht geschrieben, dass wir zum Vater  das " Vater unser " und im Namen Jesus beten  sollen. 

Wie die katholische Kirche da drauf  kommt ist mir ein Rätsel, weil die Bibel nicht einmal hergibt, dass man zu Maria betet , oder anbetet , oder einen Rosenkranz zum beten  als Hilfe braucht  . " Wahre Christen haben als Hilfe den Glauben. "

lieben Gruß

Ich bin katholisch, aber ich unterscheide strikt zwischen Kirchen-Gesetz und biblischer Lehre. - Und der Unterschied ist stellenweise gewaltig!

Die Bibel erzählt vom Anbeten Marias tatsächlich keinen Ton.

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und biblisch ist es auch nicht

Na, ja........der erste Teil des "Gegrüßet seist du Maria"-Gebets stammt aus dem Lukasevangelium (Lk 1,28ff und Lk 1,42). Außerdem ist die Aussage eindeutig: "Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter" (Lk 1,48).

Es ist schon ein Unterschied, über jemanden zu sagen, er habe seine Sache gut gemacht; oder ob man ihm direkt sagt: "Das hast du aber gut gemacht!" Letzteres wird mit Maria ganz biblisch gemacht, indem man sie nicht nur distanzert als besonderen Menschen als "selig-zu-preisen" bezeichnet, sondern ihr direkt sagt: "Selig bist du Maria, weil der Herr so wunderbar an dir gehandelt hat!". Oder etwas berechtigt provozierend formuliert: Wer Maria nie direkt anspricht, beachtet zumindest nicht die biblische Aussage in Lk 1,48.

Auch finde ich, dass man die Rolle Marias im öffentlichen Wirken Jesu nicht unter den Tsch kehren sollte oder einfach ignorieren. Schließlich war es ihr Einfluss bzw. der entscheidende Impuls für Jesus, sein erstes Zeichen in Kana zu tum, um seine Herrichkeit zu zeigen, auf das hin seine Jünger an ihn glaubten (vgl. Joh 2,1-12). Unbiblisch ist, diese klare Begegbenheiten (Joh 2) und die Aufforderung (LK 1) an uns an den Rand zu schieben oder in der eigenen (religiösen) Praxis gar nicht zu beachten.

Meine Erfahrung ist: Viele, die der Katholischen Kirche vorhalten, sie sei nicht biblisch genug, kennen oft die Bibel nur in Ausschnitten gut und noch weniger die tatsächliche Lehre der Katholischen Kirche.

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@wolfruprecht

 28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!

Hatte Noah   auch .   Betet ihr auch zu Noah`?

lieben Gruß  

Und es waren auch da  noch Abraham und weitere  betest Du zu denen auch , weil  ein Engel  sprach :gegrüßt  seist Du . ??

lieben Gruß

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Hier das "Gebet" zu Maria:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ave_Maria#Westkirchliche_Form
Der erste Teil entspricht der begrüßenden Verehrung aus dem Lukasevangelium
https://www.bibleserver.com/text/LUT/Lukas1,28-30
der zweite Teile ist eine Bitte um Bitte bei Gott (Fürbitte).
Also nicht besonderes.
Tatsache ist natürlich, daß die "Marienverehrung", nicht nur in der Volksfrömmigkeit, einen hohen Stellenwert erhalten hat, der so nicht nur Andersgläubigen "aufstößt".
Aber was soll's - es schadet nicht und entspricht eben menschlicher Befindlichkeit (wie auch die Heiligenverehrung). Gott ist da bestimmt nicht eifersüchtig wenn Menschen sich indirekt an ihn wenden , dies wollen ihm nur Menschen andichten.

Hallo Viktor,

Gott ist in der Tat nicht eifersüchtig wenn Menschen sich indirekt an ihn wenden;  allerdings hat er genau festgelegt, welcher Vermittler oder welcher Zugangsweg seine Billigung findet:

Jesus beschreibt den Weg sehr präzise:  „Ich [Jesus Christus] bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich."    Johannes 14:6 

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@Abundumzu

Richtig - hast du diesen Vers aber auch richtig verstanden ?
Jesus ist auch nicht eifersüchtig auf seine Mutter.
Außerdem wird ja nicht die Botschaft seiner Mutter mit dem "Gebet" zu Maria befolgt.
Der Vers besagt doch, daß eben die Befolgung seiner Botschaft in das Reich Gottes führt. Welcher andere Weg soll denn deiner Meinung nach "sehr präzise" beschrieben sein ?
Die Benennung eines Vermittlers oder eines Zuganges zu seinem Vater hat er nicht gemacht. Das hast du dir ausgedacht.
Warum wohl ???

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@Viktor1

Lieber Viktor,

warum liest Du  -  nicht zum ersten Mal  - aus Texten etwas heraus, was dort gar nicht geschrieben steht?

Schau bitte noch mal hin und Du wirst feststellen, dass ich nicht geschrieben habe, dass Jesus "die Benennung eines Vermittlers oder eines Zuganges zu seinem Vater gemacht hat"  sondern, dass Jesus den Weg beschrieben hat.

"Gemacht" hat ihn der, der in Johannes 3:16 das folgende hat aufschreiben lassen:

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe"

Und dieser Sohn Gottes hat einst zu der Frage, zu wem man beten sollte unmissverständlich die Gebote seines Vaters wiederholt und  geantwortet: 

»In den Heiligen Schriften heißt es: ›Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst!‹«  (Lukas 4:8  Gute Nachricht Bibel)

Also, außer dem Vater, gebührt niemand sonst Anbetung.

Und   -  zu Deiner Beruhigung:  das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern aus der Bibel zitiert und Dir die Quellen genannt.

Weiterhin alles Gute!

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@Abundumzu
allerdings hat er genau festgelegt, welcher 
Vermittler oder welcher Zugangsweg seine
Billigung findet:

Und was ist das ? Hier behautest dies sehr wohl, daß
"Die Benennung eines Vermittlers oder eines Zuganges zu seinem Vater "einer Festlegung (Benennung!) bedarf. Ich habe mich da noch etwas zuückhaltender ausgedrückt als du.

Was sollen die Bibeltexte ?
Kannst du mir sagen, was diese belegen sollen in Bezug zu Verehrung seiner Mutter ?

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@Viktor1

Dazu fällt mir spontan noch ein Bibeltext ein, den Du eventuell auch nicht verstehen wirst:

"Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘  (Matthäus 13:15)

Aber vielleicht tröstet es Dich:

Die Mehrheit aller Menschen teilt Deine Meinung!  

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@Abundumzu

Ich verstehe Bibeltexte schon aber teile nicht tendenziöse  Interpretationen, wie sie von manchen "Sekten" (auch dir ?) gebracht werden.
Nicht akzeptieren tue ich interpretative Schriftübersetzungen (z.Bsp.GNB) welche selektiv (ohne Berücksichtigung des Kontextes) präsentiert werden um irgendwas zu belegen oder zu verwerfen.
Die Mehrheit der Meinung aller Menschen interessiert mich überhaupt nicht und auch nicht die der "Minderheit" der angeblich Verstehenden.
Mich interessieren (fast) nur nachvollziehbare Beiträge.
Damit hast du nicht gedient.
Mt.13,15 richtet sich eindeutig an die jüd.Zuhörer welche sich Jesu Botschaft verschließen.
Du mißbrauchst den Text dazu, um die ins Abseits zu stellen, welche deiner unausgegornen Sicht der Schrift nicht folgen.
Laß das, du wirst unglaubwürdig.

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Hallo!

Eigentlich betet man ZU Maria - sie hat die Funktion eines Sprachrohres.

Und man verehrt sie, weil sie Jesus geboren hat.

Anbeten: Gibt wohl Leute die tun das. Allerdings ist Maria ja nur ein gewöhnlicher, aber heilig gesprochener Mensch.

Aber: Es gibt wohl nichts über das man sich so endlos streiten kann wie über Religion, Politik - und so manches mal Fußball.

Also besser man läßt das mit dem Zanken!

Eigentlich betet man ZU Maria - sie hat die Funktion eines Sprachrohres.

hat  , oder hatte ? 

lieben Gruß

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@Sternfunzel

Für die Gläubigen hat sie diese Funktion immer noch - allerdings nicht bei allen Gläubigen.

Es gibt himmelweite Unterschiede.

Glaube an Gott hat mit Glaube an die 3 Faltigkeit nicht zwangsläufig etwas zu tun.

Und Glaube an Gott muss auch nicht zwangsläufig etwas mit der Bibel oder den Kirchen-Gesetzen zu tun haben, sondern mit der Erkenntnis, dass das Universum einfach zu groß und zu ineinander passende / aufeinander abgesimmte Elemente der Materie und des Lebens enthält um einfach Zufall zu sein.

Nicht jeder, der Katholik ist, teilt die Lehren der Kirche!

Und auch nicht jeder Katholik glaubt an "nur Gott", ich zum Beispiel bin der Meinung, - auch wenn jetzt ein gewaltiges Negativ-Echo kommt, -  dass es nur einen Gott gibt, der aber durchaus auch Allah genannt wird oder in früheren Zeiten Zeus oder, oder, oder. 

Jetzt kommen mit Sicherheit wieder die Leut mit ihren diversen Schriften aus allen Winkeln dieser Welt und heben den Zeigefinger - oder melden mich.

Es ist mein Glaube. Was jemand anderes dazu denkt - sein Bier.

Beleidigend soll es jedenfalls nicht sein! Auch nicht herabsetzend oder für andere überzeugend.

Ich habe mir meine Sichtweise lange erarbeitet. Und das muss jeder für sich herausfinden, an was er glauben kann und an was nicht.

Warum man dann so einer Kirche noch angehört?

Die Gründe sind genauso vielfältig wie die Werke Gottes.

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Anbehten macht man diese Person 

Zu jemandem Betten praktisch ihm oder ihr um Rad fragen

Hallo der Unterschied ist eigentlich gar nicht groß.  Beides ist eben komplett falsch!

Aber gut:   Anbetung gebührt nur Gott!!!!!!!

zu einem Beten:  völlig sinnlos, weil

a) Person ist tot, hört und sieht nix und kann nicht helfen

b) Person noch lebendig, dann braucht man nicht beten, sondern spricht mit der Person.

Bete zu Jesus, den Jesus lebt, Jesus ist Dein Schöpfer, dein Fürsprecher beim Vater und dein Erlöser und Herr!

Warum krumme Umwege gehen?

Gottes Segen Dir!

 

 

 

Die Bibel gibt an vielen Stellen zu verstehen, dass Gott zwar Liebe als Haupteigenschaft hat und somit nicht unbarmherzig ist, aber er hat gewisse Grenzen aufgezeigt. Zum Beispiel ist er, was Anbetung angeht, sehr wohl eifersüchtig. In 2. Mo 20:5 z.B. spricht Gott zu seinem damaligen Volk und drückt aus, dass er "ausschließliche Ergebenheit fordert", was die Anbetung angeht.

Das ist keineswegs zu engstirnig. Zum Beispiel mag ein Mann auch ein gütiger und großzügiger Mensch sein, vor allem zu seinen Freunden. Was aber, wenn einer seiner Freunde der Ehefrau des Mannes eindeutige Andeutungen macht und Annährungsversuche unternimmt? Würde der Mann dann sagen: Ich bin barmherzig, sollen sie ruhig Ehebruch begehen, damit drückt er ja indirekt seine Liebe zu mir aus.....? Das ist absurd - wir sehen, es gibt einfach Grenzen. In der Bibel vergleicht Gott öfters das Anbeten oder Anrufen von jemand anderem als ihn vonseiten seiner Diener als "Ehebruch".

Ich hab einen Artikel gelesen, der verdeutlicht, dass selbst heilige Engel nichts, was auch nur nach Anbetung aussieht, haben möchten, die biblische Beweisführung ist interessant: WWW bit [PUNKT] ly/Heilige_anrufen

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