Warum beten katholiken die Mutter Maria an?

13 Antworten

Auch der katholische Christ betet nur Gott an. Davon zu unterscheiden ist nach katholischem Verständnis unser Gebet zu den Heiligen, die nach irdischem Leben nun in der Gegenwart des dreifaltigen Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist) leben.

Nach katholischem Verständnis sind jene, die das Leben bei Gott haben, dennoch in einer Verbindung zu uns Menschen hier auf Erden stehen. Dies feiern wir z.B. auch am 1.11. am Fest Allerheiligen.

Dies gilt nicht nur für die selig- und heiliggesprochenen Menschen, sondern dies gilt für alle Verstorbenen.

Insofern ist es auch für den Katholiken eine Selbstverständlichkeit, dass wir im Gebet eine Verbindung zu unseren Verstorbenen, also auch zu unseren Verstorbenen Ahnen (Großeltern, Eltern) oder Geschwistern oder anderen uns nahestehenden Menschen aufnehmen können.

So, wie wir hier auf Erden für ihr Seelenheil beten, so können auch sie im Himmel für uns Fürsprecher und Bittsteller bei Gott sein und "für uns auf Erden hier ein gutes Wort" einlegen.

Allerding gestehe ich ein, dass beim aussenstehenden Unwissenden durchaus - auch durch eine sehr entfaltete Marienfrömmigkeit - der Eindruck entstehen kann, dass Maria 'angebetet' werden würde.

Dies widerspricht aber, wie schon ein weiterer Beitrag hier deutlich gemacht hat, völlig der katholischen Lehre.

Danke fuer Deine Antwort. Laesst mich bischen Verstaendniss zu dieser schwierigen Frage zu Katholiken aufbauen. Aber ich versteh nicht so ganz, warum Gott es Koenig Saul dann uebel genommen hat, dass er ueber eine Wahrsagerin Kontakt zu dem Propheten Samuel aufgenommen hat, da dieser nach diesem Verstaendniss doch wie Maria bei Gott sein muesste? Wenn Gott das wirklich in Ordnung faende, haette er es doch eigentlich bei Saul nicht als "Verwerflich" beanstanden koennen?

0

Die Frage ist aber ob die heiligen entrückt worden ist denn es steht nirgendwo in der bibel

0

Das ist ein pures Ablenkungsmanöver aus einem reinen Schuldgefühl.

Die katholische Kirche hat aus der Tempeljungfrau Maria eine Mutter Jungfrau gemacht und damit Fakten verdreht. Um von dieser Geschichtsfälschung abzulenken, betet sie nun unablässig die Mutter von Jesus an, bis alle so besoffen sind, dass sie alles glauben, was die katholische Kirche erzählt.

Klasse Frage - würde ich gern mehr dazu sagen, aber ich denke die Tendenz genügt, um mal wieder richtig Spass zu haben.

Raimund, ich hatte auch mal von falscher Übersetzung gehört, in der Form, dass Maria urspr. "junge Frau" bedeuten soll...ein kleiner, feiner Unterschied ...;-)

0
@Highlight

Hilft diese Antwort weiter bei der notwendigen und wichtigen Zusammenarbeit der Religionen angesichts unserer Zukunftsprobleme?

0

Das Dogma von der Jungfräulichkeit Mariens ist offensichtlich hier falsch verstanden. Wer gegen die Jungfräulichkeit Mariens wettert, sollte sich zuerst einmal mit den kirchlichen Dokumenten beschäftigen. Dann wird er erkennen, dass "Jungfräulichkeit" hier ein theologischer Begriff und kein biologischer Begrifft ist. Im Übrigen ist es nicht nur katholische Glaubensauffassung, dass Maria Jungfrau war. Dies wird von allen christlichen Kirchen weltweit vertreten und geglaubt. Nein, und es ist keine falsche Übersetzung zwischen "junge Frau" und "Jungfrau", weil beide Übersetzungen vom ursprünglichen Wort her richtig sind. Doch das Thema "Jungfräulichkeit Mariens" kann hier nicht weiter entfaltet werden. Dazu empfehle ich entsprechende theologische Lektüre.

0
@gerwitt

Ich respektiere ganz deine Meinung , aber du benutzt hier grad die Mutter Maria als "Werkzeug" das jeder dem glaubt was man von der katholischen kirche erzählt bekommt ! Und das sich alle besaufen ? Wenn du deine Meinung sinnvoll einbringen willst , dann bitte so das man einen hintergrund darin sieht ! Denn wer kann was mit deiner aussage anfangen ? Ich nicht ! Danke

0

Weil sie es nicht besser wissen, ihnen ihre Kirche ohnehin nie die Wahrheit sagt, siehe was sie ueber den Papst zu glauben haben : "unfehlbar"...

Ich finde es unredlich, Vorurteile zu äußern über Dinge, von denen man keine oder wenig Ahnung hat. Ich habe von Computern null Ahnung, darum schweige ich bei solchen Fragen. Aber: Über kirchliche Dinge (und nebenbei: über die Lehrer und die Schule!), da hat Jede(r) die größte Ahnung. Tut mir Leid, das schreiben zu müssen.

0

Zumindest sollte man, wenn man sich schon äußert und keine Ahnung hat, sich um sachgerechte Information zu bemühen. Die Unfehlbarkeit kommt dem Papst nicht unumschränkt zu, aber das ist ein anderes Thema, mit dem Bruno sich gerne mal beschäftigen sollte, wenn er die Wahrheit liebt, wie er vorgibt.

0

Die Schwierigkeit liegt im Gegensatz von theologischer Lehre und praktiziertem Glauben. Natürlich lehrt die katholische Kirche die Verehrung und nicht die Anbetung Mariens.

De facto aber - religionswissenschaftlich vergleichend - wird in der katholischen Volksfrömmigkeit Maria weltweit angebetet. Einem großen Teil der Katholiken in der ganzen Welt ist die Marienverehrung so zentral, dass man nicht drumherum kommt, es Anbetung zu nennen.

Ähnliches lässt sich auch in der Verehrung Buddhas in der Volksfrömmigkeit des Ostens nachweisen. In einer Religion ohne Götter hat der Religionsstifter göttlich Züge angenommen und wird umfangreich verehrt.

Dein "de facto"-Satz ist absolut falsch. Jeder Katholik, auch in Peru z. B., weiß, dass er zu Gott betet und Maria um Hilfe dabei bittet. Die "gängigen" Mariengebete, vom "Ave Maria" bis "Sub tuum praesidium" sprechen eine deutliche, verständliche Sprache.

1
@oldpaed

Das mag man zur Ehrenrettung behaupten wollen. Jeder vergleichende Religionswissenschaftler wird das Dogma links liegen lassen und beschreiben, was beobachtbar ist. Was jeder Katholik weiß, entzieht sich unser aller Wissen. Man kann nur beschreiben, was man sieht. Die zahlreichen Marienwallfahrten, die Dogmen, das Schwergewicht, das Johannes Paul II. auf die Figur der Maria legte, all das spricht eine eindeutige Sprache. Aus meiner Sicht ist es auch bedeutsam, dass die Gewichtung des durchweg männlichen Priestertums durch die Frauengestalt Mariens so einen Ausgleich findet.

0
@minister
  1. Ich habe hier nicht die Aufgabe, "Ehren" zu "retten"; das will ich gar nicht. Es geht mir um die Realität, die Wahrheit (ja, ja, auch das kann man hinterfragen...)!
  2. Dann sollte die vergleichende Religionswissenschaft sich auch dem Phänomen der "Anbetung" von Stars und Idolen zuwenden, wo ist da der Unterschied?
  3. Ich meine, ohne eine Religion genau zu kennen, kann man sie mit einer anderen nicht vergleichen. Da bleibt man nur an der Oberfläche und beurteilt Phänomene, ohne deren tiefere Bedeutung ermessen zu können.
  4. Ich meine, dass eine für eine Grundsatzdiskussion hier wohl nicht der Platz ist. - Danke für Deine Antwort. -
0
@minister
  1. Ich habe hier nicht die Aufgabe, "Ehren" zu "retten"; das will ich gar nicht. Es geht mir um die Realität, die Wahrheit (ja, ja, auch das kann man hinterfragen...)!
  2. Dann sollte die vergleichende Religionswissenschaft sich auch dem Phänomen der "Anbetung" von Stars und Idolen zuwenden, wo ist da der Unterschied?
  3. Ich meine, ohne eine Religion genau zu kennen, kann man sie mit einer anderen nicht vergleichen. Da bleibt man nur an der Oberfläche und beurteilt Phänomene, ohne deren tiefere Bedeutung ermessen zu können.
  4. Ich meine, dass eine für eine Grundsatzdiskussion hier wohl nicht der Platz ist. - Danke für Deine Antwort. -
0
@oldpaed

Tatsächlich sind solche Sachverhalte wie Starkult und auch der Führerkult im Dritten Reich längst religionswissenschaftlich beschrieben.

Insgesamt halte ich solche reilgionswissenschaftlichen Beobachtungen aber auch für die praktizierte Religion für hilfreich, denn es hilft zu erkennen, wenn man die selbstgesetzten Grenzen überschreitet und sich die Praxis fehlentwickelt.

0

Hebräer 4:16 NGU2011

Wir wollen also voll Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten, damit er uns sein Erbarmen schenkt und uns seine Gnade erfahren lässt und wir zur rechten Zeit die Hilfe bekommen, die wir brauchen.

Heb 2,17 © ELB-CSV

  Websuche Kontext

Daher musste er in allem den Brüdern gleich werden, damit er in den Sachen mit Gott ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen;

Heb 7,25-27 © ELB-CSV

  Websuche Kontext

25 Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden.

26 Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns auch: heilig, unschuldig, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden, 27 der nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen, dann für die des Volkes; denn dies hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst geopfert hat.

Was möchtest Du wissen?