Heizkörper Heizungen abdrehen um Gas zu sparen, doch spart man wirklich? Heizung Energie etc

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Gas abdrehen bzw. Heizung reduzieren führt genauso wie Licht abschalten immer zur Energie-Ersparnis.

Bei Leuchtstofflampen ist zu beachten, dass die Lebenszeit der Lampe hauptsächlich von der Schalthäufigkeit bestimmt ist. Deshalb ist es gewöhnlich kostengünstiger, bei fünf Minuten Abwesenheit etwas Strom für die Lampe zu verschwenden, anstatt nach fünf Minuten durch erneutes Einschalten die Lampe zu schädigen und somit die Kosten für die Wiederbeschaffung zu erhöhen. Das Schalten selbst kostet keine Energie.

Bei Wohnraumheizungen wird die Temperatur gewöhnlich über Thermostate geregelt. Wenn ich wegen 10 Minuten Abwesenheit die Heizung abschalte oder die Temperatur vorübergehend herunter regle, um sie gleich wieder nach oben zu regeln, lohnt sich schlicht die Mühe nicht. Es wird doch dabei in der Zwischenzeit gar nicht spürbar kälter. Wenn bei längerer Abwesenheit die Raumtemperatur spürbar unter die erwünschte "Wohlfühltemperatur" geregelt wird, dann werden immer Energiekosten gespart. Das erneute Aufwärmen kostet in jedem Falle weniger, als durch die Temperaturabsenkung eingespart wurde. Das ändert auch diese obskure Sekte von Energie-Esoterikern nicht, die sich auf GF in den letzten Jahren ausgebreitet hat. Die predigen mit Inbrunst Energiesparen durch Energieverschwendung. Denen empfehle ich die Kennntnisnahme des Energieerhaltungssatzes.

Eine Heizkostenersparnis durch die Senkung der Raumtemperatur in einem fensterlosen Raum stellt sich erst ein, wenn die Temperaturabsenkung an der Fassadenoberfläche angekommen ist. Je nach Wärmespeicherfähigkeit des Wandaufbaus kann das einige Stunden oder auch bei dicken, massiven Wänden ein bis zwei Tage dauern. Die Heizenergieeinsparung wird bei der Nachtabsenkung daher im großen Maße von der Größe der Fensterfläche bestimmt, da hier eine Raumtemperaturabsenkung sehr schnell zur Absenkung der äußeren Oberflächentemperatur an der Fensterscheibe führt.

Daher ist die Nachtabsenkung im Altbau, der in der Regel relativ kleine Fensterflächen besitzt, wenig sinnvoll.

Durch die nächtliche Auskühlung der Räume über die Fensterflächen kann es höchstens zur erhöhten Raumluftfeuchte kommen. Trifft die feuchtere Raumluft nun auf die durch die Temperaturabsenkung kühle innere Oberfläche der Außenwand, so kann es hier zu Auffeuchtungen der Wand kommen, was zu einem Dämmwertverlust und höheren Heizkosten führt. Daher ist beim Altbau das stetige Durchheizen, um die Wände trocken zu halten, die sinnvollste Energieeinsparmaßnahme.

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Das Abstellen der Heizkörper spart Gas, sofern die Räume dabei nicht auskühlen, sonst wird wieder Einiges an Energie zum Wieder- Aufheizen verbraucht.

Im Moment des Einschaltens eines Lichtschalters wird mit herkömmlichen Glühlampen kein Mehr- "Strom" verbraucht. Ältere Energiesparlampen (Leuchtstofflampen) verbrauchen beim Starten etwas mehr Strom, sie haben dann eine höhere Leistungsaufnahme als die angegebene.

Schaltvorgänge mit einfachen Schaltern benötigen keinen Strom. Licht kostet Strom in jeder Sekunde, die es leuchtet und spart sofort, wenn es aus ist. (Außer Energiesparlampen, die brauchen einen winzigen Startstrom) Heizungsschalten spart bei 10 Minuten nichts, da der Heizkörper sich in dieser Zeit nicht abkühlen kann. Dort spart man erst, wenn das Heizwasser im Heizkörper kalt ist und eine Weile kalt bleibt. Denn das Aufheizen des Wassers benötigt ja wieder mehr Energie, als das heiße Wasser wieder auf ganz heiß zu bringen. Allerdings kühlt dann auch der Raum aus.

Also ist es sogar eher schlecht, wenn das Wasser im Heizkörper wieder und wieder neu aufgeheizt werden muss, anstatt es immer normal an (also warm) zu lassen?

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@Debeka2013

Es ist dann schlecht, wenn die Heizkörper zu lange abgestellt sind, so dass auch die Wände schon auskühlen.

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@Debeka2013

Es mag mancherlei Gründe geben für das Durchheizen, das ist hier nicht das Thema, aber: Unnötiges Durchheizen verursacht immer auch unnötige Energiekosten!

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@dompfeifer

Und unnötiges Temperaturgeschwanke kann zu Auffeuchtungen der Außenwände durch Raumluftkondensat mit der Folge des massiven Dämmwertverlustes führen. Daher gleichmäßiges Durchheizen im Altbau. Beim Heizenergiesparen darf die Wärme nicht seperat betrachtet werden. Auch die Feuchte spielt hier immer eine entscheidene Rolle!

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Die Energieersparnis beim Heizen entstammt einer Milchmädchenrechnung. Am wenigsten Energie wird verbraucht, wenn ein Raum auf einer konstante Temperatur gehalten wird. Sehr kurzes abstellen der Heizkörper bringt NICHTS. Anders ist es mit der Nachtabsenkung, wo über die Nachtstunden die Temperatur um drei Grad reduziert wird.

wie viel verbraucht das anschalten eines Schalters für licht an Strom, im Verhältnis zum normalen an sein?

Das kommt auf das Leuchtmittel an.

Ja, es stimmt - man kann aber auch alles übertreiben.

Wenn ein Raum längere Zeit nicht genutzt wird, dann macht es Sinn die Temperatur auf ein vernünftiges Maß abzusenken.

Eine allgemein bekannte "Formel" lautet: pro Grad Raumtemperatur senken, erspart etwa 6% an Energiekosten.

Es macht aber wenig Sinn die Temperatur abzusenken, wenn man im nächsten Moment gleich wieder hochheizen muss. Ein vernünftiges Maß bedeutet hier, dass man nicht wieder Unmengen an Energie reinstecken muss, den Raum wieder Warm zu bekommen.

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