Hat ein Lockführer technisch die Möglichkeit mit einem Zug Amok zu fahren?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, ich könnte alle Überwachungs Einrichtungen ausschalten und den Gotthard runter rasen irgend wann gibt es einen Unglück.

Aber keine Angst, kein Lokführer macht sowas auch ich nicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

So sollte es auch bleiben. Ich denke gerade an den German Air Flug, der sein vorzeitiges Ende in den französischen Alpen fand. Während der Pilot mal für "kleine Piloten" musste, hat der Copilot den Autopiloten verstellt, so dass die Maschine in den fatalen Sinkflug überging. Gleichzeitig hatte er sich im Cockpit so eingesperrt, dass niemand mehr rein konnte um den Crashdown zu verhindern.

Die Pilotenverbände sagen auch, dass weder Pilot noch Co.. irgendwelche Vorschriften absichtlich missachten würden.

Bei der Lok werden bereits beim Aufrüsten die Sicherheitseinrichtungen scharf geschaltet. Während die Kol fährt, gibt es im Fahrstand keine Möglichkeit, da etwas zu umgehen. Ich stelle es mir also recht schwierig vor, spontan einen Amok zu starten.

Alles was heute "am Draht" fährt kann man von Außen nur beeinflussen, in dem man den Strom im Fahrdraht abstellt. Es würde aber mehrere Kilometer brauchen, bis der Zug ausgerollt ist.

Ich glaube, die Berliner S-Bahnen, die den Strom aus einer Stromschiene entnehmen, werden an Halt- zeigenden Signalen zwangsgestoppt, wenn die Haltesignale nicht beachtet werden. Ein Hebel "reisst" den Stromabnehmer von der Stromschiene und das löst die automatische Bremse aus. Das ist dann nur zum Abschleppen auszuhebeln. Jedoch können die Fahrzeuge dann nur mit geringem Tempo weiterfahren oder gezogen werden.

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Auf bestimmten Strecken uneingeschränkt, soweit die noch nicht mit technischen Sicherungssystemen ausgestattet sind, auf den meisten Strecken beschränkt, weil er die zulässige Geschwindigkeit überschreiten und damit womöglich eine Entgleisung herbeiführen kann, bevor das Sicherungssystem ihn bremst, manchmal sind auch die Sicherheitsabstände nach Signalen zu gering bemessen, so dass der zwangsgebremste Zug durchrutschen und in das eigentlich gesperrte Gleis noch einfahren kann.

Dazu müssten die Streckenabschnitte freigegeben sein, damit das automatische Notbremsen System nicht reagiert.

Nein es gibt automatische Bremssysteme die der Lokführer nicht überschreiten kann. Das geht auch bei Dieselloks

Es gibt bei der Bahn eine Menge Sicherheitssysteme, die Unfälle verhindern sollen. Viele davon kann der Lokführer außer Kraft setzen. Diese Möglichkeit muss es geben, damit man auch bei einem Defekt noch wenigstens bis zum nächsten Bahnhof weiterfahren kann.

Aber es gibt auch Möglichkeiten, von außen einzugreifen, zum Beispiel den Fahrstrom abzuschalten. Auch das Ziehen der Notbremse durch einen Insassen des Zuges kann eine Möglichkeit sein.

Jedenfalls ist diese Möglichkeit sehr theoretisch. Ich wüsste nicht, dass jemals ein Lokführer Amok gefahren wäre.

Wenn es einer drauf anlegt, geht alles.

"zum Beispiel den Fahrstrom abzuschalten"
Bringt nicht viel, ein Zug rollt ohne Probleme 30-40-50 Kilometer, je nach Geschwindigkeit, Neigung und sonstigen einflüssen.

"Auch das Ziehen der Notbremse durch einen Insassen des Zuges kann eine Möglichkeit sein"
Kann ganz Simpel überbrückt werden. Dauert keine 2 Sekunden und schon ist diese Wirkungslos

Es gibt Möglichkeiten, bei bestimmten Fahrzeugen, die werde ich hier aber nicht nennen.

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@Elli3712

Wenn ein Zug nur ausrollt, ist das Gefahrenpotenzial aber schon mal beschränkt. Man kann dann dafür sorgen, dass der Zug nur auf freie Gleise geleitet wird, und andere Züge auf Seitengleisen warten lassen.

Notbremsüberbrückung gibt es nicht bei allen Zügen.

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@RobertWeemeyer

Was bringt dir die Notbremsüberbrückung, wenn du einfach die Schleifen zu machen kannst? Zack bringt die Notbremse auch nichts in Zügen, die keine Notbremsüberbrückung haben.

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