Feuchtigkeit sinkt sehr schnell

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Deine Angaben kann ich nicht recht nachvollziehen, die Frage auch nicht. Was heißt hier "Heizung aus", wenn es innen 30° C wärmer ist als draußen? Irgendwie muss die Luft ja gewaltig aufgewärmt werden. Da komme ich bei 30°C auf eine rein rechnerische Absenkung der relativen Luftfeuchtigkeit von 84% (z.B. von 96% auf 10%). Zum Glück kommt es praktisch nicht ganz so schlimm, weil sich immer etwas Wasser zur Aufnahme findet. Ich z.B. verbringe mit meiner extrem empfindlichen (schmerzhaften) Reiznase während der Frostperiode schon fast den ganzen Tag mit der kosten- und bauverträglichen Verteilung von Wasser in der Raumluft (Handelsübliche Luftbefeuchter sind bei hohen Räumen völlig nutzlos!). Wenn ich damit einige Stunden aussetze (ohne Lüftung!), fällt bei mir auch die rel. Feuchte etwa von 60% auf 30%, manchmal auch darunter. Nach dem (seltenen) Lüften wird es noch viel schlimmer.

Warum soll nun im beheizten Bad die Feuchtigkeit nicht konstant sein, auf welcher Höhe auch immer? Wo Wasser kocht, steigt natürlich die Luftfeuchtigkeit. Und bei Temperaturabfall steigt bekanntlich die Luftfeuchtigkeit, warum auch nicht? Ich finde da keine Frage. Ja, und wo zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von 30°C herrscht, da finden sich auch immer Schlupflöcher, wo aufgewärmte feuchte Luft entweicht. Die nachströmende kalte Luft wird dann immer wieder aufgeheizt und damit ausgetrocknet.

Ich heize immer nur 2mal ne halbe stunde am Tag, das reicht. Immer nach dem Stoßlüften. Die Temperatur bleibt bei 21°C konstant. Nur die sinkende Feuchtigkeit, macht Probleme.

Jetzt beschlagen auch noch die Fenster, kein Wunder. Draußen hat es -9°C und 15% Luftfeuchtigkeit. Innen 21,3°C und 53% Feuchtigkeit.

Ich hab das Beispiel mit dem Bad nur aufgeführt um zu sagen, dass das Hygrometer noch funktioniert.

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@KappaAlphaPhi

Also, wenn Du jeden Tag auch nur eine Stunde (vermutlich kräftig) heizt, dann führst Du der Raumluft genau so viel Wärme zu, wie durch Lüften, Wände, Fugen, Fensterscheiben u.s.w. verloren geht. Dabei sinkt erfahrungsgemäß dramatisch die Luftfeuchtigkeit. Da stellt sich für mich die Frage, auf welche Weise das ganze Wasser aus den befeuchteten Räumen auch dann entflieht, wenn ich den ganzen Tag nicht lüfte (In meinem Falle für ca. 160 qm befeuchtete Luft bis zu 40 Liter Wasser pro Tag!). Das ist nicht mit benachbarten, unbefeuchteten, unbeheizten, geschlossenen Räumen zu erklären, mit Fugen an Doppelfenstern und Türen oder dem Schlüsselloch zum Treppenhaus. Dafür habe ich nur eine Lösung: Die Luftfeuchte wird von der Bausubstanz (in meinem Falle Holzbohlen-Zwischenwände) aufgenommen und zum Heizungskeller (in meinem Falle Wärmetauscher für Fernwärme) hin abgeleitet. Dort und im Erdgeschoss stehen auch bei strengem Frost wegen der Hitzeentwicklung alle Fenster Tag und nach offen. Durch die ständige Lüftung rund um die Uhr werden in Keller und EG Räume und Wände extrem ausgetrocknet. Das Wasser wird aus der Luft von höheren Etagen von den Wänden aufgenommen, nach unten geleitet und dort durch die offenen Fenster exportiert.

Schließlich geht es noch um die Frage, weshalb die Anzeige des Thermometers während der täglichen kurzen Heizperioden nicht variiert. Das erkläre ich einfach damit, dass sich die Wärme über die Räume eben langsam verbreitet, und das Thermometer wahrscheinlich auch etwas außerhalb des Lüftungs-Durchzuges hängt. Und schließlich ist ja auch Dein Reiskocher (gem. Kommentar bei findesciecle) selbst bei "leichter Hitze" noch ein ständiger Heizkörper von vermutlich einigen hundert Watt.

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@dompfeifer

Mittlerweile kann ich Deine Erfahrung rundum bestätigen. Die Luftfeuchtigkeit entflieht bei der Lüftung wesentlich schneller als die Raumwärme. Wenn ich kurz lüfte, geht bei mir die Luftfeuchtigkeit schon um 15% zurück, bevor an der gleichen Stelle ein Thermometer reagiert.

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Hast du das Hygrometer in der Küche? Im Winter ist 25-35% Luftfeuchte normal und wenn sie hochschnellt wird das Messgerät wohl im Dampf-/Luftstrom hängen. Die relative Feuchte geht mit steigender Temperatur runter.

Nein, ich habe es am Schreibtisch, ca. 5meter von der Küche entfernt. Es ist eine 1-Zimmer-Wohnung + Bad.

Also komisch ist das schon. Denn wenn es zieht, also ein starker Luftaustausch stattfinden würde, müsste aufgrund der niedrigen Außentemperatur auch die Innentemperatur sinken.

Und dein letzter Satz steht genauso in meiner Frage, aber egal.

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@Hilfemolsch

Es ist richtig, das kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann, da die Hygrometer aber nur den Wasserdampf messen, und damit den Gehalt an Wasser in der Luft, Damit ist er folgende Satz nicht richtig, Es kann die Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen, somit zeigt das Hygrometer auch weniger an. , da die kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann, also in Relation mehr Feuchtigkeit hat..

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@KappaAlphaPhi

Nein, ich meinte, dass der Dampf vom Kochen durch Luftströmung innerhalb der Wohnung direkt zum Hygrometer gelangt. Steigt auf, an der Decke entlang, kühlt ab und fällt auf das Hygrometer.

Wegen dem letzten Satz - sorry für's doppelt-moppeln... .

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@Hilfemolsch

@ Hilfemosch "Es kann die Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen, somit zeigt das Hygrometer auch weniger an. "

FALSCH, solange ich kein 1000€ Profigerät habe, zeigt es die relative Feuchtigkeit an, also stimmt deine Aussage nicht.

Je kälter bei gleichbleibender Wassermenge in der Luft, des höher die relative Feuchte.

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@railan

ja, das kann möglich sein. Also werde ich mit einem Ventilator versuchen die Luft bzw. den Dampf umzuwälzen.

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Was du beschreibt geht eigentlich gar nicht - ist ein großes Phänomen - außer Du hast das Hygrometer:

1) über einem Heizkörper

2) an einer Wand die zum wärmsten Zimmer der Wohnung liegt (denn in diesen Fällen ist die tatsache dass kalte Kuft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann , egal - grundsätzlich ist die Regel irrelevant bei der Erklärung deines Phänomens) ich vermute aber

3) das Hygrometer ist kaputt

Nee pardon stimmt ja nicht - warme Luft kann mehr aufnehmen - ist trotzdem für das PRoblem irrelevant!

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@findesciecle

nein, das hygro funktioniert, es zeigt bei meinen Eltern alles einwandfrei an, im Bad geht es auch auf 80% hoch und wenn ich Lüfte (Winter) auch auf 20% runter.

Nur ist es komisch, dass es von 50-60% ohne lüftung/heizung bei gleichbleibender Temperatur auf 25% innert 2 Stunden fällt. Man merkt es auch. Die Nase trocknet aus, der Hals auch etwas. Das Hygro ist am Schreibtisch weit entfernt von Wärme- bzw. Feuchtequellen

Zum Glück zahl ich für Stromkosten eine Pauschale, da lasse ich den Reiskocher mit Wasser gefüllt bei leichter Hitze, so bleibt die Feuchte relativ gleich.

Danke für die Hinweise, scheint aber irgendwo bauliche Mängel zu geben, Durchzug, Isolierung usw....

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@KappaAlphaPhi

Dann kann ich mir das auch nicht erklären - jetzt fällt gerade mein Blick auf den Bücherschrank - könnte eine Erklärung sein - falls eine ganze Wand mit Büchern vollsteht. ODer der Innenausbau mit Gipsplatten erfolgte.

Auch wenn du sicher bist, dass das Hygrometer geht - falls es ein mechanisches ist (mit Rosshaar) dann hat man einfach etliche Minuten Phasenverschiebung in der Anzeige.

Aber du sagst ja_ du merkst es auch an den Schleimhäuten: Eine Empfehlung: Da du den Reiskocher sowieso anschaltest - probiere doch mal Salz einzurühren bis zum Sättigungspunkt. Soleinhalation ist probates Mittel bei Menschen, deren Schleimhäute empfindlich reagieren auf zu geringe Luftfeuchte!

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