Ersthund und Zweithund?

6 Antworten

Stell Dir mal folgende Frage: Was würde seine Mutter tun, wenn der Kleine derartig aufdreht und ständig nervt ? :-)

Ich denke es ist manchmal besser klare Ansagen zu machen als ewig "rumzueiern"..

Damit meine ich jetzt nicht daß man grob oder böse werden muss. Bitte nicht falsch verstehen. Aber eine klare Körpersprache und ein unmissverständliches "lass das jetzt sein" wirkt oft Wunder.

Schau mal genau hin bei ca. Sekunde 20 - zum Ende des ersten Clips. Das geht blitzschnell - die Hündin sagt dem Welpen deutlich "es ist genug" :-)

https://www.youtube.com/watch?v=rzXkuh8LJWw

Schön, dass die Hündin das da macht. Nur sieht das bei uns anders aus und unsere Große sagt eben nicht Stopp... auch wenn es ihr mal wehtut macht sie weiter. Oder versucht aufzustehen und n Meter weiter zu gehen aber das klappt nicht...

meine Frage ist: was kann ICH machen?

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@Mina7000

Die Hündin sein... :-) Du mußt das regeln wenn es der ältere Hund nicht tut. Dann mußt Du eben für Ruhe sorgen und sagen wann es genug ist. Nicht nur dem Welpen sondern auch dem älteren Hund.

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@William1307

Kennst du Maike Maja Nowak? Das ist eine Hundeflüsterin die genau das was die Hündin macht auch tut. Sie warnt und lässt ggf ne Aktion folgen. (so lautet die Kurzform)

ich hab diese Methode (ich gebe zu ohne professionelle Anleitung) bei meine Großen probiert und es funktioniert gut. Ich kann sie von essen auf der Straße mit einem mittlerweile sanften ssst oder etwas ernergischer hey abhalten. Ohne Körper oder Leine einzusetzen.

Mein Versuch das beim Welpen zu machen ist gescheitert. Wenn ich sie leicht attackiere (wie n Warnschnapper unter Hunden) ist sie unbeeindruckt und macht weiter. Genauso reagiert sie auch wenn ich sie wegschiebe. (Oder über den glatten Boden mal n Meter weit schubse. (Sie liegt dann. Ich will ihr ja nicht tatsächlich wehtun))

auch die Methode ‚über den hund stellen Bzw bei nem Kleinen den Wauz auf die Seite legen und ne sanft halten‘ regt die Kleine nur immer mehr auf.

Und da die Kleine meine Autorität bei sowas stark untergräbt kann ich in dem Moment die Große auch nicht mehr rein verbal kontrollieren. Die denkt sich auch „der Welpe muss nix dann muss ich auch nix“ (und damit hat sie aus Hundesicht auch absolut recht)

außerdem: ich kann der Kleinen was verbieten, wenn sie bei mir zu grob wird. aber bei anderen hab ich keinen großen (verbalen) Einfluss.

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@Mina7000

Klar kenne ich Maja Nowak :-) Aber Du scheinst da ja ein ziemlich hartnäckiges Exemplar zu haben .. :-) Ich denke Du mußt einfach dranbleiben. Sonst hast Du für immer "verloren". Ich weiß das ist schwierig - aber Du mußt schneller und hartnäckiger sein als der Hund. Solange bis er nachgibt. Wenn der Kleine wirklich so wild ist dann mußt Du ihn "verblüffen". Vor allen Dingen Deine Einstellung ist wichtig. Hunde merken es sofort wenn etwas nicht ernst gemeint ist. Klar ist das bei einem Welpen schwierig. Man will ja immer freundlich sein und dem Zwerg natürlich "nichts tun".

Ich hatte mal einen ziemlich durchgeknallten Schäferhund. Der hat sich von nix und niemanden etwas sagen lassen. Der war total wild, Ignorierte alles, rannte einen einfach um usw. usw. Der Hund gehörte eigentlich meinem Lebensgefährten. Und als ich da eingezogen bin mit meinem Hund und vor allen Dingen 3 Katzen - da war die Hölle los.. Der Schäferhund hatte es auf die Katzen abgesehen - aber richtig. Ich habe 3 Monate mit Geduld und "Wattebausch werfen" und Leckerlis usw versucht , ihm die Katzen "schön zu füttern". Auch Verbote oder "Nein, Pfui, Laß das" hatten keinerlei Wirkung.

Irgendwann saß die Katze unter dem Tisch, meine Regenjacke hing über dem Stuhl. Hund kommt, sieht die Katze und geht blitzschnell drauf los. Ich stand gerade daneben. Da ist bei mir dann die Sicherung durchgeknallt. Hab mir die Jacke geschnapppt, dem Hund um die Ohren geknallt und ihn angebrüllt und dann hab ich ihn verfolgt und gejagt - durch das ganze Haus - egal wohin er "geflüchtet" ist. ich habe ihn mit den Augen fixiert und bin ihm in drohender Haltung hinterher. In jedes Zimmer - ich hab ihm keine Ruhe gelassen - bis er irgendwann hinter dem Sofa auf dem Rücken lag.

Da habe ich ihn noch 1 Minute nur mit meinem Blick "festgenagelt". Dann hab ich ihn freigegeben. Er ist aufgestanden, hat sich geschüttelt und von dem Tag an waren wir die besten Freunde und die Katzen waren tabu.

Hört sich jetzt brutal an - war aber für den Hund halb so wild. Es gibt solche Exemplare die begreifen es erst wenn man es wirklich ernst meint und das auch deutlich rüberbringt..

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@William1307

Ich werde es mal versuchen. Nur bin ich im Moment noch vorsichtig. Ich muss ja selbst quasi testen wie weit ich gehen darf. Also ohne der Kleinen weh zu tun.

Und für mich hört sich das nicht brutal an. Grade bei großen Hunden reicht ein Pieks mit dem Finger nicht. Man muss auch mal n bisschen Schwung einsetzen. Ich rede hier nicht vor Treten oder Schlagen wie das teilweise leider noch eingesetzt wird um einen Hund zu erziehen. Bei sowas bekommen Hunde angst vor dem Halter. (sind aber leider trotzdem noch loyal. Rudeltiere eben) aber auch ich werde manchmal etwas grob und da rutscht auch die 50 kg Hündin mal etwas über die Flur. Oder muss sich kurz setzten. Oder auf den Hinterbeinen rückwärts stolpern, weil sie hochgesprungen ist und ich sie zurück dränge) Aber ich weiß wie weit ich gehen kann ohne das sie sich verletzt oder auch nur jault. Die ‚Dosis‘ weiß ich bei der Kleinen aber noch nicht. Und zu weit gehen ist keine Option... Man muss einfach die richtige Mischung zwischen keiner Gewalt und keinen Samthandschuhen finden. Beides allein ist nicht gut.

Ich hab es heute mal probiert. Lauter als vorher werden (so auch deutlich ernergiereicher) und ich muss gestehen mit imitierten bellen und Knurren. Nowak schreibt in ihren Büchern zwar, dass ein Mensch das eher nicht tun sollte, aber wenn die Kleine zu fest beißt kapiert sie kein „Aua“ sondern nur ein (hundeähnliches) quitschen. Solange es funktioniert bleibe ich dabei und wenn ich ne andre Möglichkeit finde... ich bin offen. Aber erst mal „Never change the winning team“

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Hallo,
den großen Hund von nervendenken Fellbündel schützen.
Ich habe mir die Welpen im Knien zwischen die Oberschenkel gesetzt und vor der Brust fixiert. Ruhig reden, sanftes, langsames streicheln und das Haifischgebiss von den Händen fernhalten. Der Hund lernt Recht schnell, dass dann Ruhe ist. Wenn die Große abgefackelt kommt - schick sie auf ihren Platz, provozieren ist nicht!
Als andere Möglichkeit bliebe, dass ihr den Welpen in einen hohen Karton oder eine Box setzt. Nicht reinsetzen und Klappe zu, sondern reinsetzen und beim Welpen bleiben. Parallel kannst du die Box so aufbauen, dass sie dort gerne reingeht und dort Ruhe findet.

Ermahnungen bringen sich in diesem Alter noch nicht sehr viel. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Körpersprache viel ausmacht. Unsere Hündin hat in dem Alter auch viel spielerisch gezwickt (nicht gebissen) mein Vater hat ihr dann immer ganz leicht ins Ohrläppchen gebissen, gerade soviel das sie es gespürt hat und mit der Zeit hat sie es dann verstanden, he das tut mir ja weh, wenn es mir weh tut, tut es meinem Rudel auch weh. Einen Welpen zu beruhigen ist nicht einfach, unsere Hündin konnte immer beruhigt werden, in dem wir sie behutsam auf die Seite gelegt haben und viel Geduld. Gerade wenn zwei Hunde im Spiel sind, ist viel Geduld erforderlich, und eine dominierende Körpersprache, das heißt aber nicht den Hund zu sehr zu dominieren, sondern dem Welpen mit Körpersprache zu zeigen was man von ihm will. Will man Ruhe fordert man sich diese ein, in dem man ihn auf die Seite legt, um ihn zu beruhigen kann man ihn auch während des Liegens leicht nach unten drücken, nicht fest nur ganz sachte und sein Verhalten mit Streicheln bestätigen. Wenn das klappt, kann man es nach einigen Anläufen auch ohne hinunter drücken versuchen und sich immer weiter entfernen. Bis alles gut und ruhig abläuft kann es durch aus noch einige Wochen dauern. Viel Glück mit der kleinen Rabaukin. Damit die große nicht dazwischen funkt, am Besten vom Rudel kurzzeitig trennen und in einen anderen Raum geben. Sie wird dann mit der Zeit lernen, dass sie euch während dessen in Ruhe lassen soll :D

Auf Spaziergängen oder wenn sie was anknabbert was sie nicht soll klappt es mit einem ernergischen (nicht unbedingt lauten) nein oder aus ganz gut...

zu dem auf die Seite legen.. hab ich auch schon versucht. Aber sie strampelt dann und quitscht als würde ich sie abschlachten. Von beruhigen kann man da leider überhaupt nicht reden...

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@Mina7000

Dauert leider bei unserer hat es 8 Wochen gedauert

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Eure Hündin müsste sich mal ordentlich durchsetzen. Dann würde der Welpe sie auch nicht ignorieren. Sie ist zu weich.

Ansonsten klingt das für mich nach einem überdrehten Welpen der nicht weiß wann Schluss ist. Ich bin zwar eigentlich nicht so der Fan davon, aber in eurem Falle würde zu einer Box raten. Die ist dann, zumindest in nächster Zeit, sein Schlafplatz (also soll positiv belegt werden) aber er kommt da eben auch rein wenn er eine Auszeit benötigt.

Danke für deine Antwort aber eine Box kommt für mich nicht in Frage...

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Hallo Mina,

lass die beiden machen es regelt sich am schnellsten. Die Grosse macht dem kleinen nichts, er geniest den so genanten Welpen schutz. Aber die Grosse wird ihn immer mehr masregeln. Die läst sich nicht alles gefallen, keine Angst. Bei Hunden sieht es auch sehr schnel heftig aus. Was uns schmerzen bereitet ist für die beiden noch lange Spiel. Viel spass mit den beiden Martin

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