Welpe dreht durch. Was tun?

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10 Antworten

Ja die verrückten 5 Minuten , dazu hat meine Tierärztin einen tollen Beitrag auf ihrer HP geschrieben

"Hilfe, mein Welpe dreht durch! Oder: Die wilden fünf Minuten

Eben noch ist alles ruhig und dann geht´s los.
Meist abends oder am Nachmittag sieht der Besitzer eines Welpen seinen kleinen Vierbeiner mit „irrem“ Blick und rundem Rücken durch die Bude fetzen. Beim Schlittern um die Kurve macht er „Tom und Jerry“ echte Konkurrenz. Schnelles Reinbeißen in alles, was sich ihm bietet und dann schnell wieder abhauen.
Manche Welpen stürzen sich bei solchen Anfällen auf die Besitzer; deren Beine, Füße oder Hosenbeine werden dann wie schlimmste Feinde mit wildem Knurren und manchmal auch Gebell „bekämpft“.

Unerfahrenen Besitzer kommen dann nicht selten Zweifel an dem Geisteszustand des Tieres und sensible Menschen können dabei sogar regelrecht Angst vor ihrem neuen Familienmitglied bekommen.

Schlimm wird´s wenn das Tier auch nach 5 Minuten nicht zu stoppen ist. Oder wenn die eigenen Kinder weinend und in Panik vor dem Hund flüchten, der scheinbar die Tollwut hat oder zu einer gefährlichen Bestie mutiert.

Woher kommt dieses Verhalten?

Kleine Hunde sind verspielt und üben alle angeborenen Verhaltensweisen im Spiel mit Ihren Geschwistern. Dazu gehört auch das Jagdverhalten, das Sexualverhalten (Aufreiten) und das spielerische Rangeln, damit man später im Ernstfall weiß, wie man einen Konflikt oder lebensgefährliche Verletzungen klärt.
Die Beißhemmung ist übrigens nicht angeboren. Diese wird im Spiel mit den gleichaltrigen (!) Artgenossen gelernt.

Diese Instinkt-gesteuerten Handlungen unterliegen also sogenannten Trieben und entladen sich je nach Reizlage sinnvoll in einer entsprechenden Situation (dem gegenseitigen Jagen auf der Hundewiese) oder scheinbar sinnlos im Wohnzimmer oder im Garten, und auch dann wenn kein anderer Hund da ist, der die Rolle des Hasen übernimmt.

Grundsätzlich ist dieses Verhalten normal und in der Regel haben die meisten Besitzer auch keine Angst vor Ihrem Wildfang, wenn er in Kreisen über Sofa und Tische flizt und scheinbar nicht mehr ansprechbar ist.
Unerfahrene Besitzer und sensible Menschen macht das Verhalten aber Angst. Und wenn Kinder dabei zum Beispiel schreien und wegrennen dann ziehen sie die Aufmerksamkeit des Hundes erst recht auf sich: Nichts Schöner als ein quietschendes, sich schnell bewegendes Kind, daß dann sogar noch mehr quietscht, wenn man es anspringt oder in die Beine zwickt!

Die Lösung des Geheimnisses ist: Ruhe und Auslastung

Ganz ohne diese Tobeanfälle geht eine Welpenphase nie an uns vorbei. Es wäre auch schade, denn in dem Wissen, daß diese „Crazy-5-Minutes“ ganz normal sind und im Alter auch wieder verschwinden, kann man sich in Ruhe zurücklehnen, Tränen lachen und diese Zeiten einfach nur genießen.
Dauern die „Fünf Minuten“ länger als 15 Minuten oder wird dabei immer gleich zum Angriff auf den Besitzer geblasen ist Hilfe von Nöten.

Zunächst einmal sollte man die Auslastung des Welpen unter die Lupe nehmen.
Meist sind die gelenkschonenden und gut gemeinten Ratschläge des Züchters verantwortlich für mangelnde Auslastung.

Welchem Hund mit 15 Wochen sind 3 Mal 20 Minuten Spaziergang denn wirklich genug Bewegung? Und wenn man nur mal seinen gesunden Menschenverstand benutzt wird einem schnell klar: Wenn wir die Welpen nicht von der Mutter und den Wurfgeschwistern trennen würden. Wenn sie also weiterhin zusammen blieben. Würde dann mit 15 Wochen wirklich ein Aufpasser mit Stoppuhr daneben stehen und nach 30 Minuten das Stoppschild heben? „Halt, jetzt ist Eure Spielzeit vorbei! Alle sofort in die Ecke legen und jetzt bitte für 4 Stunden nicht mehr Toben! Rennen, Spielen, über Steine und Baumstämme hüpfen strengstens verboten!“
Mal ehrlich – die Natur hält sich nicht an diese menschengemachten Regeln. Ganz im Gegenteil: Diese Regeln sind un-natürlich und führen oft zu Verhaltensauffälligkeiten, weil die unausgelasteten Welpen sich mit Ideen , wie Dinge zerkauen oder Kinder jagen ein Ventil verschaffen.

Natürlich dürfen Sie einen Welpen nicht überfordern. Eine halbe Stunde Dauerlauf ist zu viel. Eine Bergtour über eine Stunde und mehr auch. Auch ein langer Stadtbummel ist nichts für die Kleinen. Mit Vernunft und Hinschauen / Beobachten weiß man schnell, wenn´s zu viel wird. Und auch wenn´s zu wenig war."

Quelle:www.tgz-muenchen.de

Schau Dir mal die Wesensmerkmale der Elterntiere an. Ihr habt Euch einen sehr, sehr anspruchsvollen  Mix ins Haus geholt. Das wird beileibe nie ein ruhiges Kuscheltier werden. Wenn Ihr Pech habt, werden die für nicht Spezialisten "unbequemen" Eigenschaften potenziert. Dann gute Nacht Marie! Ein außerordentlich begabter quicklebendiger Hütehund, gepaart mit einem agilen Jagdhund - eine sehr brisante Mischung. Kein Wunder, dass bereits ein Welpe in dieser frühen Lebenphase schon am Sender dreht.

Die berühmten "5 Minuten" sind nicht welpenspezifisch. Welpen in diesem Alter schlafen ca. 20 Stunden am Tag, fressen, spielen etwas, gehen alle 2 Stunden für paar Minuten raus zum Geschäft. Bissel kniepen gehört bei allen Welpen dazu, doch wie Du es beschreibst, eher nicht in diesem Alter. Bereits jetzt kannst Du absehen was Dich erwartet.

Ich habe keine Vorurteile Mixen gegenüber, kenne mich jedoch bezüglich Vererbung ein wenig aus und wünsche dem Kleinen und Dir ausreichend Kenntnis und Durchhaltevermögen um diesem Energiebündel ein gutes Leben zu ermöglichen.

Setze liebevoll Grenzen. Entziehe Dich seinen (noch) kleinen Attacken. Biete Alternativen statt Deinen Gliedmaßen (Dummies, Plüschtiere) und suche Dir rechtzeitig Unterstützung bei einem fähigen zur gewaltfreien Erziehung geschulten Hundetrainer.

Das ist vollkommen normal und nennt sich die verrückten 5 Minuten.

Alle Hunde haben das - lehnt euch zurück und lacht darüber, sowie es vorbei ist ist ja alles wieder beim alten.

Unser Wauwau hatte das auch. Wir haben es immer seine "verrückten 5 Minuten" genannt. Das vergeht wenn er älter wird. Mach dir keine Sorgen.

Das mit dem "Beissen" passiert, weil er das in dem Alter noch nicht so richtig kontrollieren kann. Hab Geduld.

Diese "Anfälle" sind bei Welpen und Junghunden völlig normal. Sperr ihn einfach aus, wenn es Dir zuviel wird. Er beruhigt sich in kürzester Zeit wieder.

Das ist normal das nennt man " die 5 minuten".. hat mein Hund auch. Außerdem sind Welpen sowieso noch viel verspielter und  ausgeflippter.

Dieses gelegentliche Aufdrehen ist völlig normal. So lange er sich und euch nichts tut, laßt ihn sich austoben. Wenn er aber schnappt und beißt, beendet das Spiel von eurer Seite, laßt die Luft raus aus der Aktion und laßt ihn zur Ruhe kommen.

Na... Du hast ja einen hochtriebigen turbomix gekauft...musst du mit allem rechnen!

Das ist komplett normal. :D

Ich nenn das bei meiner immer "Terroralarm" (weil verrückter Terrorländer, ääähm kleiner Münsterländer! :D ) - hat jeder Hund, nimmt mit dem Alter aber ab.

Meine hat das oft Abends, manchmal aber auch, wenn sie vom Gassi im Regen nach Haus kommt. Da bellt sie und rast 2min vom wohnzimmer um die sessel ins esszimmer um den tisch, zurück und das 20000000 Mal. :D

Manchmal bleibt sie abrupt stehen, "WUFF!!" - rennt weiter. :D

Ich finds klasse. Zeigt einem doch irgendwie auch, dass es dem Wauwau gut geht. Einsperren würde ich sie dafür nie - nur schnappen soll sie nicht. Sie hat doch ihren Spaß.


Hi! Wie schon geschrieben; die 5 Minuten...

vielleicht sind es auch würmer... Oder ist er entwurmt?

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