Die Erde ist nur 6000 Jahre alt?

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18 Antworten

Das mit den 6000-10.000 Jahren ist etwas, was man Kurzzeit-Kreationismus nennt (junge-Erde-Kreationisten). Das geht auf den Bischof Ussher (17. Jhdt.) zurück, der meint über bestimmte Passagen in der Bibel das Alter der Erde bestimmen zu können (konkret auf den 23. 10. 4004 v. Chr.)

Alternativ gibt es noch die sog. "alte-Erde-Kreationisten", die davon ausgehen, dass die Erde zwar alt sein kann, aber der Mensch halt erst seit ca. 6000 Jahren existiert.

Beides kann man aber angesichts der Fülle von Informationen und Fakten als völlig haltlos und widerlegt ansehen, auch wenn man teils im Netz immer wieder (meist die gleichen zig-mal widerlegten) "Argumente" findet, die versuchen die Zuverlässigkeit verschiedener Datierungsmethoden anzuzweifeln, mit dem Ziel die Bibel bzw. den Kreationismus/ID als echte "Alternative" anzupreisen.

Hier kannst du dich mal übersichtsweise damit beschäftigen (auch die folgenden Kapitel sind lesenswert):

http://www.waschke.de/twaschke/artikel/alter/alter\_2.htm

Ansonsten gibt es auch auf den Seiten der geophysikalischen Institute jede Menge Material, wo man sich informieren kann. 

z.B.:

http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/chemgeo/geow/forschungsgruppen/isogeochem/isogeo.html

oder

https://lp.uni-goettingen.de/get/text/7289

suche einfach mal nach "Isotopengeochemie". Interessant sind auch nicht radiometrische Datierungsmethoden, wie z.B. Magnetostratigraphie.

Also kurz:

Nein, die Erde ist nicht erst 6000 Jahre alt, das kann als gesichert angenommen werden. 

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Kommentar von CalicoSkies
18.06.2016, 06:24

DH!

Obwohl du annehmen kannst, dass die meisten Kreationisten davon keine Ahnung haben und sich auch nie informieren würden - schließlich geht das ja gegen ihre Meinung :D

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Es wurde schon mal eine ähnliche Frage gestellt
https://www.gutefrage.net/frage/wann-wurden-adam-und-eva-laut-der-bibel-geschaffen?foundIn=list-answers-by-user#answer-207568394

Gemäß James Ussher wurde sie am 23. Oktober 4004 v.Chr. von Gott erschaffen. Das Buch heißt "Annales Veteris et Novi Testmenti". Doch sind seine Berechnungen fehlerhaft und enthalten willkürliche Annahmen. Allerdings ist die Zeitspanne nicht ganz aus der Luft gegriffen, denn die Evangelien von Matthäus und Lukas enthalten Stammbäume von Jesus, die bis Adam und Eva zurückgehen ( doch nicht übereinstimmen), so dass die 6000 Jahre schon etwa hinhauen können. Für die Vorarbeit zu Adam und Eva brauchte Gott nur 5 Tage.

Das älteste bekannte Gestein der Erde ist ein in Australien gefundener Zirkon-Kristall, der nach der Uranzerfallsreihe auf 4,4 Milliarden Jahre datiert wurde.

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Kommentar von Garfield0001
22.06.2016, 08:25

nur weil das Erz das Alter anzeigt heißt es nicht dass Gott ihn nicht so geschaffen haben kann.

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Mag sein dass es in religiöse Bücher steht.

Wenn die entstanden sind, nahmen die Menschen Mathematik nicht so genau. Und Zeitrechnung auch nicht.

In Gegensatz zu Religion oder Glaube, musst Wissenschaft immer Beweisen was sie behauptet.

Wenn die Menschen damit im Alltag klar kommen, dann auch gut so.

Jeder ist frei zu glauben was er möchte.

Das Christentum ist höchstens 2000 Jahre alt. Ist ja noch viel Spielraum für Neues. ;-).

Selbstverständlich gibt es Strömungen innerhalb des Christentum (Kreationisten) die dies behauptet haben. Inzwischen ist das Alter Etwas angehoben worden. Auf 10.000.

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Ein Buch der erfundenen Spekulationen und Ideen aus moderner Wissenschaft, die leider keinen wirklich wissenschaftlichen Hintergrund haben, sind heute Renner. Wissenschaft heißt Wissen, aber man weiß so wenig, das Wissen durch Axiome ersetzt wird. Ich war kürzlich in der Südsee. Schon allein dort werden alle Annahmen ohne auch nur ein einziges Wort zu sagen und einen Text zu lesen, allein durch die Natur selbst infrage gestellt. Genau in der Gegend der Welt, wo Darwin seine Lehren erkannt haben will, sind mannigfach Fakten zu erkennen, dass er auch nur phantasiert hat. Es ist nicht so, dass ich meine, es gäbe keine Entwicklung.

Aber wie ist es denn mit der Zurückentwicklung. Mit dem geistigen Einschmelzen von Potenzialen. Das ist natürlich auch keine wirkliche Wissenschaft, dennoch in einigen Bereiten mehr als real.

Nur jemand, der wirklich dabei war, kann die Wahrheit voll umfänglich wissen. Und wer sollte das sein? Für mich ist es Gott, der im Himmel wohnt und den man nicht so einfach befragen kann. Was er offenbart hat 100-%-ige Richtigkeit. Das zu erkennen ist schon ein großer Vorteil. Jesus hat zu Petrus gesagt, als er ihn als Sohn Gottes erkannt hat: Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Und die anderen voll weisen Männer, woher beziehen die ihre Weisheit und Erkenntnis. Aus der Natur? Die hat nach der Bibel Gott geschaffen. Also dann bezieht er sie auf eine Gabe Gottes, wenn er sie denn begreift und erkennt. Wissenschaftlichkeit gepaart mit Gottlosigkeit führt gelinde gesagt zu keinen glaubhaften Ergebnis. Wenn das Gebäude der unbeweisbaren Wissenschaftsfakten zusammenstürzt, wer wird dann etwas sinnvolles aufbauen. Niemand.

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Es gab und gibt immer wieder Christen, die die Bibel mit einem Biologiebuch verwechseln. Nur die Heilsbotschaft der Bibel ist irrtumslos.

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in der Bibel steht das nicht so. Da die auch frei verfügbar ist: ließ es doch selbst mal :-)

Frage: wenn ich Töpfer bin und eine Tasse herstelle, dann gehört ein gewisser Herstellungsprozess dazu. und wenn man die Tasse dann hinterher wissenschaftlich untersucht, wird man feststellen, wie lange die Tasse im Ofen war etc.
Wenn ich jetzt eine Tasse "aus dem nichts" hervor bringen könnte ... und dann würde diese Tasse hinterher wissenschaftlich untersucht: du würdest zum selben Ergebnis kommen. Denn ohne all die Faktoren die wichtig sind (und wissenschaftlich erfasst werden können) wär meine Tasse keine Tasse so wie wir die kennen. Damit also meine Tasse als Tasse erkannt und benutzt werden kann MUSS ich sie so erschaffen, als WENN ich sie tatsächlich geformt und gebrannt (etc.) hätte.

und warum sollte es bei der Erde anders sein?

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Kommentar von CalicoSkies
17.06.2016, 18:38

Weil wir mit Astrophysik zweifelsfrei erklären können, wie sie entstanden ist - und zwar ohne Eingriff eines Schöpfergottes "von außen"

Das kannst du mit deiner Tasse nicht - dass eine Tasse sich von selbst auf der ERde herstellt ist etwas völlig anderes.

Deine (völlig fehlgeschlagene) Analogie zeigt nur, dass du keine Ahnung von Astrophysik zu haben scheinst. :D

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Kommentar von Garfield0001
20.06.2016, 22:39

was ist mit der "schwarzen Materie"? ist auch nicht wirklich geklärt was es ist. auch ne Lücke. für mich ist Gott kein "Gott der Lücke" sondern der "Beginner und Vollender"

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Also ich könnte persönlich jetzt nicht sagen ob das wahr oder falsch ist.

Alles andere wäre Glauben... allerdings vermute ich hier eher dass die Wissenschaft Recht hat^^

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Ich wundere mich immer wieder, wie viele es gibt, die mit großer Sicherheit ihre These dazu vertreten, obwohl ein echter wissenschaftlicher Nachweis nicht geführt worden ist und zur Zeit nicht geführt werden kann, weil einfach die Mittel dazu fehlen. Analysieren kann man nur auf einer konkreten Basis. Fehlt die, dann wird das ganze Konstrukt zu einer Farce. Deshalb ist die Evolutionstheorie auch eine Farce. Es gibt einige Fakten, die man in einen Gesamtzusammenhang stellt. Dieser aber ist erfunden nach der Logik von Menschen und nicht beweisfähig.

Tatsächlich ist es so, dass man aus den Geschlechtsregistern und den Altersangaben der Bibel eine Menschheitsgeschichte in ungefährer Größe ableiten kann. Allerdings ist das wenig sinnvoll, weil keine klare Rechnung möglich ist.

Allerdings wenn Gott sagt, dass er die Schöpfung in 7 Tagen vollendet hat, dann ist das keine Phantasie.

Man sollte, ehe man darüber lacht, doch bitte mal darüber nachdenken, wie weit in der Schöpfung wohl ein Mensch gekommen wäre, wollte er die Schöpfung auf dieser Erde vornehmen? Ein lächerlicher Gedanke ?

Natürlich: Ich kann sogar sagen, wie weit er gekommen ist! Kein Mensch konnte mit noch so viel Wissenschaft und Intelligenz auch nur ein lebendes Wesen schaffen. Noch kann jemand erklären, wie Leben entsteht!

Und es ist deshalb für mich naiv, wenn so ein eingeschränktes Menschlein mit seinem Wissen, behauptet, dass seine Thesen wahr sind. Es sit sogar eine besondere Form der Überheblichkeit, die man zu dieser Frage ja immer wieder antrifft. Das macht die Sache aber nicht besser. Im Gegenteil, es zeigt, wie weit weg man von Gott inzwischen gekommen ist und man sich selbst zum Gott macht. Und genau das ist bereits vor mindestens 2000 Jahre vorhergesagt worden. Woher sollte das Gott wohl wissen? Er kennt den Charakter von Menschen und kennt ihre Überheblichkeit.

Wenn ein Mensch nicht einmal in den vielen Jahren der Forschung das Grundproblem des Lebens finden geschweige denn realisieren konnte, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1. Es gibt einen Gott, der auch in kurzer Zeit (eine Woche) alles schaffen kann oder 2. Es gibt uns gar nicht und wir bilden uns nur ein, zu sein und lassen unsere Ideen in immer neuen Varianten über eine unwissende Menschheit hereinbrechen, um am Ende sagen zu müssen: Wir wissen eigentlich nichts.

Würde man das sagen, dann wäre es wenigstens ehrlich. Aber diese Ehrlichkeit fehlt den meisten. Statt dessen verharren sie auf ihrem Standpunkt und untermauern damit eine gottlose Grundhaltung: Weil es in ihrem Sinne richtig und gut ist. Dann können wir verantwortungslos leben, was ja viele auch tun. Und je mehr die Lehre von der Entwicklung nach menschlicher These fortgreift, um so mehr greift auch die Morallosigkeit und Ungerechtigkeit um sich.

Dass wird dann die Zukunft der Menschheit sein.

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Kommentar von CalicoSkies
18.06.2016, 06:01

Deshalb ist die Evolutionstheorie auch eine Farce.

Du hast auf zweierlei Arten völlig Unrecht.

Einerseits ist Evolution ausreichend belegt und eine der am Besten belegten naturwissenschaftlichen Theorien überhaupt (Fossilienfunde tun ihr Übriges)...

... Andererseits hat die Entstehung der Erde rein gar nichts mit Evolution zu tun.

Allerdings wenn Gott sagt, dass er die Schöpfung in 7 Tagen vollendet hat, dann ist das keine Phantasie.

Ahja.

Du lehnst also eine naturwissenschaftliche Theorie mit zahlreichen Belegen und Modellen, die du allesamt in der Natur nachprüfen kannst ab - glaubst aber an sowas? xD

Man sollte, ehe man darüber lacht, doch bitte mal darüber nachdenken, wie weit in der Schöpfung wohl ein Mensch gekommen wäre, wollte er die Schöpfung auf dieser Erde vornehmen? Ein lächerlicher Gedanke ?

Was soll das denn bitte für ein Argument sein?

Die Entstehung der Milchstraße, des Sonnensystems, unserer Sonne an sich und auch unseres Planeten ist ohne Probleme durch Astrophysik erklärbar.

Wieso soll ein Argument ala "es ist von Menschen nicht reproduzierbar" / "liegt über den Möglichkeit von Menschen" irgendwas beweisen?

Es ist Menschen auch nicht möglich eine Galaxie zu erschaffen - aber wir können beobachten, wie es passiert... und glaub mir, dazu ist kein Gott nötig. :D

Es gibt keine "Schöpfung" - Astrophysik, Abiogenese, Evolutionstheorie.

Kein Mensch konnte mit noch so viel Wissenschaft und Intelligenz auch nur ein lebendes Wesen schaffen. Noch kann jemand erklären, wie Leben entsteht!

Auch das ist kein Argument für einen Gott oder für die Schöpfung.

Nur weil die Wissenschaft den Verlauf von Abiogenese [noch] nicht zweifelsfrei belegt und/oder erforscht hat, heißt das nicht, dass Kreationismus wahr ist.

Auch hier gilt: Das hat mit Evolutionstheorie rein gar nichts zu tun, sondern mit Abiogenese!

Und es ist deshalb für mich naiv, wenn so ein eingeschränktes Menschlein mit seinem Wissen, behauptet, dass seine Thesen wahr sind

Ich finde es naiv, wenn jemand mit seinem Nichtwissen (Glauben!) behauptet, seine Thesen wären wahr.

Bei Evolutionstheorie und Astrophysik handelt es sich nämlich nicht um Thesen - die Evolutionstheorie ist eine anerkannte wissenschaftliche Theorie; das ist der höchste Stand, den eine Vermutung in der Wissenschaft erreichen kann :D

Oder lehnst du die Gravitationstheorie auch ab?

Ich finde daher das was du machst äußerst naiv - du kansnt rein gar nichts erklären, du glaubst nur; und deswegen nimmst du an, du kennst die alleinige Wahrheit.

Die Evolutionstheorie ist belegt, ebenso wie die physikalischen Vorgänge bei der Entstehung einer Galaxie, einer Sonne, eines Sonnensystems, eines Planeten, einer Atmosphäre, ...

Im Gegenteil, es zeigt, wie weit weg man von Gott inzwischen gekommen ist

Meiner Meinung nach sind wir immer noch nicht weit genug weg.

Leute meinen immer noch, sie müssten sich mit ihrem religiösen Glauben in seriöse Wissenschaft einmischen... sieht man ja perfekt an deinem Beispiel.

Naturwissenschaft hat mit Religion nichts am Hut, sondern sucht nach tatsächlichen Erklärungen und nach Wissen, nicht nach Glauben :3

Und genau das ist bereits vor mindestens 2000 Jahre vorhergesagt worden. Woher sollte das Gott wohl wissen? Er kennt den Charakter von Menschen und kennt ihre Überheblichkeit.

Es war nichts weiter als eine schwammige Aussage irgendeines Bibelschreibers.

Die Christen waren es damals auch schon gewohnt, für ihren Glauben verspottet zu werden - also ist es naheliegend anzunehmen, dass das auch in Zukunft so sein wird. :D

Daran ist nichts "prophetisches", sondern nur eine der schwammigen Aussagen der Bibel, die man jetzt so deutet, dass sie auf die heutige Zeit passen.

Wenn ein Mensch nicht einmal in den vielen Jahren der Forschung das Grundproblem des Lebens finden geschweige denn realisieren konnte

Was für ein Grundproblem denn? xD

Dieses "Grundproblem" scheint mir eher eine religiöse Erfindung zu sein.

Wenn du damit von Abiogenese sprichst: Daran wird geforscht - aber nur weil es noch keine belegte Theorie gibt, heißt das nicht, dass man Gott in die Lücke stopfen kann..

dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Diese zwei genannten Möglichkeiten sind eine falsche Dichotomie aufgrund eines falschen Fehlschlusses.

Viel wahrscheinlicher ist: Die Bibel hat Unrecht, es gibt keinen Gott, gab noch nie einen und in der Zukunft wird irgendwann herausgefunden, wie die Abiogenese abgelaufen ist...

Würde man das sagen, dann wäre es wenigstens ehrlich. Aber diese Ehrlichkeit fehlt den meisten.

Das ist Schwachsinn.

Ein theoretischer Physiker gibt zu, dass er wenig weiß - ein Kreationist gibt sich eben damit nicht zufrieden und versucht sein Gottesbild in Lücken zu stopfen.

Also ist der theoretische Physiker hier ehrlich, der Kreationist nicht.

Statt dessen verharren sie auf ihrem Standpunkt und untermauern damit eine gottlose Grundhaltung

Ich wiederhole es nochmal: Naturwissenschaft ist atheistisch und muss auch atheistisch bleiben.

Dieses Argument ist lächerlich...

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Kommentar von stine2412
03.02.2017, 11:45

wilfri, ich gehe mit Vielem in deiner Antwort einig - nur eine Sache würde ich doch anders erklären: die 7 Schöpfungstage!

Es waren nur 6 Schöpfungstage und dabei sollte man ruhig lesen, was die Bibel dazu schreibt. Die "Tage" überschneiden sich, man kann durchaus statt "Tage" auch unbestimmt lange Zeit-Abschnitte sagen, denn die gesamte Schöpfung wird dort auch als ein Tag bezeichnet. Die Bibel spricht auch von "an diesem Tag" = "in dieser Zeit".

Ich denke nicht, dass die Bibel den heutigen Erkenntnissen über das Alter der Welt widerspricht  - es mögen sich vielleicht noch wieder neuere Erkenntnisse durchsetzen -  jedoch die Aussage der Bibel bleibt.

Was die ganze Sache auch noch etwas entspannen kann: bevor diese Schöpfungs"tage" begannen, wurde die Erde erschaffen, schau in 1.Mose 1:1,2. Was spricht dagegen, dass das ca. 3,5 Milliarden Jahre gedauert haben kann?

Was aber in der Tat für uns heute viel wichtiger ist, ist die Zeit, in der wir leben, denn sie wurde von Jesus Christus prophezeit; auch Daniel schrieb für unser heutiges politisches Leben genaue Detaills auf, ohne sie zu verstehen.

Daniel 12:9 Doch er sagte: "Geh jetzt, Daniel! Denn die Worte sollen bis zum Ende aufbewahrt und versiegelt bleiben.10 Viele Menschen werden geprüft, gereinigt und geläutert werden. Die Gottlosen werden weiter gottlos handeln, aber von ihnen wird es niemand verstehen. Doch die Verständigen werden es begreifen.

Das ist heute in der Welt ganz deutlich zu sehen, denn was Daniel vor diesen Versen (Traum Nebukadnezars= das Standbild) schrieb, dazu braucht man wirklich Gottes Kraft, um es zu verstehen.


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Was in der Bibel steht, stammt natürlich aus einer Zeit, als die Menschen keinen Schimmer vom tatsächlichen Alter der Erde und auch so Dingen wie der Evolution und der Atomlehre. Die Wissenschaft HAT nunmal jetzt Kenntnisse über solche Dinge. 

Wenn jemand heutzutage trotzdem noch glaubt, dass die Dinge, dir in der Bibel stehen oder Koran) stehen, wortwörtlich die Wahrheit sind, der ist ein Fundamentalist und braucht nicht ernstgenommen zu werden. Ein Fundamentalist hat es nötig, Menschen, die die Wahrheit sagen und lehren, anzugreifen und zu verteufeln, weil es ja in seinem Weltbild keinen Platz für eine andere Auffassung gibt als die seine. Ich halte so eine Sichtweise für egoistisch, einfältig und weltfremd. 

Das bedeutet aber nicht, dass man sich nicht Christ (oder Moslem) nennen kann, wenn man eben nicht alles wörtlich nimmt, was in der Bibel (oder dem Koran) steht. Dann ist man eben ein aufgeklärter oder moderner Christ. Es gibt schließlich auch heute noch viele Dinge, die der Mensch nicht weiß, und vielleicht auch niemals wissen wird, und dann brauchen viele von uns nunmal den Glauben. Aber das funktioniert ganz prima auch ohne die Schöpfungsgeschichte.

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Kommentar von JTKirk2000
16.06.2016, 15:53

Wenn jemand heutzutage trotzdem noch glaubt, dass die Dinge, dir in der Bibel stehen oder Koran) stehen, wortwörtlich die Wahrheit sind, der ist ein Fundamentalist und braucht nicht ernstgenommen zu werden.

Nicht ernstzunehmen ist, wer tatsächlich meint, dass mit den Schöpfungstagen tatsächlich irdische Tage gemeint sind und daher die Welt erst etwa 6000 Jahre alt sein kann. Außerdem steht nirgends wie lange Adam und Eva im Garten von Eden gewesen sein sollen, bis sie schließlich von der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen haben und aus dem Garten von Eden verbannt worden sein sollen.

Was die Schöpfungstage angeht, so werden diese bekanntermaßen vom ersten an gezählt, aber die Sonne soll erst am vierten erschaffen worden sein. Ist es dann nicht logisch, anzunehmen, dass gar keine irdischen, sondern eher himmlische bzw. göttlich Tage gemeint sind, die laut der Bibel 1000 Jahren für den Menschen entsprechen können, was damals für einen unermesslich langen Zeitraum galt? 

Dass die Reihenfolge der Entstehung Welt und der Pflanzen vor der Sonne wissenschaftlich gesehen absoluter Unsinn ist, ist klar, aber das kann auch auf ein geozentrisches Weltbild begründet sein, der die Offenbarung von der Genesis erfahren, überliefert und/oder niedergeschrieben hat. Am ersten Schöpfungstag heißt es, dass Licht und Dunkelheit erschaffen worden sind - bedenkt man, dass laut dem Johannesevangelium alles durch das Wort geworden und nichts ohne das Wort geworden ist, so kann man das mit Licht und Dunkelheit sogar bis zum Urknall zurück betrachten, denn die Länge der Schöpfungstage auf irdische Tage zu begrenzen, ist ähnlich abwegig, wie die Annahme, dass das Licht am ersten Schöpfungstag von der Sonne stammen könnte, die doch erst am vierten erschaffen worden sein soll. 

Ich behaupte nicht, dass man die Genesis als wissenschaftliche Buch zur Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens auf ihr betrachten sollte, denn dazu fehlt es an der richtigen Reihenfolge zwischen letzteren beiden und der Sonne und andererseits sind auch die Schöpfungstage viel zu irreführend, weil der Mensch gern von bekanntem auf vermeintlich ähnliches überträgt.

Wenn Du deshalb meinst, ich sei ein Fundamentalist (wobei dies nicht einmal in Hinsicht auf den Begriff des Kreationisten wirklich angemessen wäre), ist das Deine Sache. Ich weiß nur, dass ich weder Scheuklappen trage, noch an wissenschaftlichen Erkenntnissen desinteressiert wäre. Im Gegenteil interessiere ich mich sehr für Physik und habe auch immer gute Noten in Naturwissenschaften gehabt, aber ich suche auch nicht nach vermeintlichen Widersprüchen, nur um dann etwas zum Widerlegen zu haben, was sich nach besserer Hinterfragung (wie beispielsweise göttliche Tage als Schöpfungstage), als gegenstandslos in (Bezug auf irdische Tage als Schöpfungstage) herausstellt.

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Kommentar von Waldfrosch10
17.06.2016, 18:13
  • Sogar wenn du den Koran nur auch infrage stellst ,oder auch nur die  grausame Scharia bist du laut islamischer Doktrin kein Muslim mehr ...

http://islamfatwa.de/aqidah-tauhid/16-unglaube-kufr-polytheismus-schirk/1792-muendliche-praktische-u-doktrinelle-formen-der-apostasie-riddah

  • Im Christlichen Glauben hat der Kreationismus keinen Platz .Und ausserdem was verstehst du  so konkret unter einem Fundamentalist ? 
  • Ein Christ muss ein Fundament haben, und das ist Jesus Christus ! Der christliche glaube ist  zudem kein Buchglaube 
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Ich als Christ sage mittlerweile, dass es total unwichtig ist, darüber zu diskutieren. Vermutlich lacht sich Jesus kaputt über uns Kleingeister.

Jeder will Recht haben. 6.000 Jahre, nein 6 Milliarden Jahre.

So what? Für 99% der Forschung ist es heute absolut irrelevant, wie alt die Erde wirklich ist. Die Mikrowelle, das MRT, autonome E-Autos, Smartphones und das Mikroskop funktionieren auch ohne einen klaren Standpunkt zu dieser Frage.

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Kommentar von CalicoSkies
18.06.2016, 05:41

Selbst wenn du Recht haben solltest: So what?

Es ist spannend und interessant - so wie das komplette Gebiet der Astrophysik, inklusive Erkenntnisse und Theorien der theoretischen Physik ;)

Das gleiche Argument ("ist doch eh irrelevant") könnte man bei allem bringen, was die Historik angeht - da finde ich auch Bibel und Glaube deutlich irrelevanter als Astrophysik :D

Astrophysik klärt, wie das Universum, Galaxien, Sonnensysteme, Sonnen, Planeten und noch viel mehr entstanden ist  und immer noch entstehen - und liefert uns ein fundamentales Verständnis unseres Universums.

Nur weil es für dein tägliches Leben nicht relevant ist, macht Forschung auf diesem Gebiet nicht irrelevant :3

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Anhand der Geschlechtsregister, die allerdings nicht vollständig sind, kommt man auf einige tausend Jahre. Ungefähr 6000.

Aber die Zahl 6000 steht so nicht in der Bibel.

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Laut Biblischer Offenbarung ist die Welt durch den Schöpfer aus dem nichts erschaffen worden . ( Creatio ex nihilo )
Eine Jahreszahl  von 6000 habe ich dort nicht gelesen .

Es gibt nur sehr wenige Christen ,die tatsächlich solches wie du  sagst Glauben, es sind die so genannten Kreationisten aus Amerika kommend welche die Bibel 1: 1 nehmen. Aus frei kirchlichen Kreisen.

Das ist aber nicht das übliche christliche Schriftverständnis sondern ein eher islamisches Schriftverständnis .Wofür ich persönlich keine Verständnis finde, wenn das Anwendung auf die Bibel findet .Sosehr ich diese Christen in anderen Dingen auch schätzen gelernt habe,tun sie hier dem Glauben keinen Dienst .

Wer das Buch Genesis als Naturwissenschaftlicher Entstehungsrapport der Erde nimmt der hat nicht begriffen dass es hier um Transzendente Dinge und nicht um Naturwissenschaftliche Aussagen geht .

Auch hat das Buch ja keinen historischen Anspruch wie andere Bücher der Bibel .Hier wird einfach klar gestellt dass es einen Schöpfer und eine Schöpfung gibt  und dass das eine  nicht identisch mit dem anderen ist .Wie es im Pantheistische Weltbild der Esoterik oder  in den östlichen Religionen dargestellt wird .

Oder es wird bei Adam und Eva etwas über die Beziehung zwischen Gott und Mensch ausgesagt ,etwa dass der Mensch nicht rütteln soll an dem was GUT UND BÖSE ist ,da es bereits festgelegt ist .

Die Bibel ist ein Buch des Glaubens und so soll sie gelesen werden .

Wie die Erde nun konkret im Detail entstanden ist können wir  doch getrost den Naturwissenschaftlern (den seriösen ) überlassen ...

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Die Berechnung von Bischof Usher geht von einigen Voraussetzungen aus, die nicht erfüllt sein müssen. Aber er hat es nicht besser gewusst und heute wird das von manchen Gruppen sakrosankt gehalten.

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davon steht nichts in der bibel

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Sie können ja mal im Internet gucken, was die Kirche zur Evolutionstheorie sagt.

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Für bibeltreue Christen sind wissenschaftliche Lehrbücher 'Lügenpresse'.

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Kommentar von catweasel66
16.06.2016, 03:08

nicht nur für die bibeltreuen christen ist das so.... da gibts noch mehr von der sorte

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Kommentar von JTKirk2000
16.06.2016, 15:54

Wie ich gerade in meinem Kommentar zur Antwort von MarkusKapunkt geschrieben habe, hängt es wohl sehr davon ab, wie konsequent man in seiner Bibeltreue als Christ ist.

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Kommentar von danhof
17.06.2016, 08:59

Das ist leider Unsinn.

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Selbst der Vatikan ist inzwischen von dieser absurden Idee abgekommen.

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Kommentar von KaeteK
16.06.2016, 11:35

Quelle bitte :-)

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Kommentar von Waldfrosch10
17.06.2016, 18:25

Das ist eine willkürliche  Verdrehung des Vatikanischen Standpunktes zum Thema .Deshalb gibst du keine Quelle an 

:http://www.horeb.org/xyz/podcast/credo/20150723cr.mp3


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Nee haste nicht, wenn die das glauben wollen dann sollen sie das machen.

Ich glaub an Godzilla, egal was andere sagen.

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Kommentar von Silkbrother
16.06.2016, 03:38

Und ich dachte schon ich wäre der einzige xD

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