Der Hass und die Hetze gegen Polizisten hat durch die "Black Lives Matter"-Proteste zugenommen.. seht Ihr die Entwicklung auch kritisch (z.B Sippenhaft)?

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17 Antworten

Sippenhaft ist etwas ganz anderes, die gab es z.B. im Dritten Reich. Es ist alles andere als objektiv, das Wort in diesem Zusammenhang zu verwenden!

Natürlich gibt es auch hier racial profiling, zum Beispiel. Das wirst Du nicht merken, wenn Du kein Farbiger bist. Du bist ja nicht betroffen.

Was sehr schlimm ist in Deutschland ist, dass es in vielen Polizeiverbänden extrem rechte Tendenzen gibt. Und da schließt sich der Kreis, dass Teile der Polizei auf dem rechten Auge blind und durchaus rassistisch sind. Siehe den Fall Oury Diallo, die NSU Morde usw. Die Liste ist lang.

Weder sind das alle Engel, noch alle Teufel. Aber eine Werbeecke wie Du sie hier einstellst ist völlig unangebracht.

Die Behauptung das viele Politisten Rechtsextreme und/oder auf diesem Auge Blind sind ist mindestens genauso unangebracht wie zu behaupten das alle Polizisten Heilige sind. Zumal der Blindefleck auf Seiten der Linken mindestens die selbe Größe hat.

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@xNevan

Dann erkläre mir doch mal, warum ein Farbiger in Polizeigewahrsam einfach mal so in Flammen aufgehen kann und das nach 20 Jahren immer noch unaufgeklärt ist! Oder warum die Polizei bei den NSU Morden den Familien auch noch einredete, es handle sich um Morde im Ausländermilieu, als dieses schon lange widerlegt war?

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@musso

Es gibt genügend Fälle von Mord oder anderen Straftaten außerhalb der Wände von JVA's sie nie aufgeklärt werden. Liegt mit Sicherheit daran das es nur rechte bei der Polizei gibt stimmts? Also muss der Fall eines farbigen der nicht aufgeklärt wird auch damit zusammenhängen, dass es sich um die Verschleierung durch Nazis handelt. Gott das Leben kann so einfach sein wenn man nur in Extremen denkt.

Das bei den Untersuchungen zur NSU Fehler gemacht wurden streitet bei der Polizei absolut NIEMAND ab. Bezüglich der Geschichte, dass den Familien nach Feststellung der Täter noch gesagt wurde "ne das waren garnicht die sondern eure eigeben Leute" hätte ich gerne ne verlässliche Quellenangabe. Behaupten kann man nämlich viel.

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@xNevan

aber auf einer Polizeiwache in Brand zu geraten ist keiner Erwähnung wert? Und Polizeibeamte, die hartnäckig Hilfeschreie und den Alarm ignorieren auch? Weil es ja auch woanders Tote gibt..

Statt dessen Whataboutism.

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@musso

Wenn du mit Whataboutism anfängst: was ist bitte mit den unzähligen Straftaten die durch Linke begangen werden und die in den Medien nichtmal erwähnung finden? wenn die Politik und die Polizei auf einem Auge blind ist dsnn wohl auf dem Linken.

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@xNevan

ich will jetzt hier keinen Nebenschauplatz eröffnen, nur um vom Rassismus abzulenken. Dass es Dir gelegen käme, kann ich mir vorstellen.

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@musso

Es geht hier nicht darum das ws keine Rassisten bei der Polizei gäbe (die gibt es überall) sondern um deine Darstellung die Mehrheit aller Polizisten seien Rassisten und alles was bei der Polizei schief läuft wäre auf diese zurückzuführen.

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Ich denke nicht, dass du Polizeieinheiten aus den genannten Ländern mit denen der USA vergleichen kannst.

  1. Andere Ausbildung, welche den Polizisten schon im Voraus weit besser auf das schult, was da auf der Strasse kommt, als es in den Staaten geschieht.
  2. Praktisch kein anderes Land erlaubt das private Tragen von Schusswaffen - dieser Gefahr sind Polizisten beispielsweise in anderen Ländern kaum ausgesetzt. In den Staaten musst du damit rechnen, dass JEDER eine Waffe zieht, wenn er kontrolliert wird (der Preis der Freiheit... aber das will die NRA ja nicht hören)
  3. Amerika hat mitunter eine der höchsten Gewalt- und Verbrecherraten und unter anderem ein immenses Drogenproblem vor allem in den Grenzregionen. Was Pablo Escobar damals angefangen hat, ist heute noch deutlich spürbar.
  4. Gute Polizisten (oder solche, die ihr Hirn einschalten) gibt es auch in Amerika. Floyd's Fall mag tragisch sein, aber bei all den täglich hunderttausenden von Einsätzen im ganzen Land sind solche Vorfälle trotz allem verhältnismässig selten. Sie finden nur den Weg schneller in die Presse, weil sich damit durchaus auch Geld verdienen lässt.

Insofern: Meine Meinung über die Polizei ist nach wie vor eine sehr gute. Zumindest diejenige, die hier aggiert. Für die Einsätze "à la Floyd" habe ich kein Verständnis, stecke aber auch nicht in der Haut der dortigen Polizisten, die jeden Tag damit rechnen müssen, auf Streife einfach erschossen zu werden, weil irgend ein kleinkrimineller Vorstadtdealer meint, es jucke ihn am Abzugsfinger. Ich halte es für wichtig, hier die Relationen etwas besser im Auge zu behalten.

George Floyd war gefesselt auf dem Boden. Ihn zu töten war reiner Rassismus. Es gibt keine andere Rechfertigung. Es war keine Angst

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@Sullyhero

Da widerspreche ich nicht und habe mich in meiner Ausführung vielleicht ein wenig falsch ausgedrückt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass man "die Polizei" als Gesamtes nicht einfach so verurteilen kann. Wie ich geschrieben habe: Floyd's Fall mag tragisch sein, aber bei all den täglich hunderttausenden von Einsätzen im ganzen Land sind solche Vorfälle trotz allem verhältnismässig selten.

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@SarahSchweiz

Darum geht es. Der Punkt ist, dass in den USA, solche Fälle eben im Vergleich nicht ganz so selten sind, und dass die Polizei ein Problem mit Rassismus hat. Viele Polizisten in den Staaten sind rassistisch, viele sind schlecht ausgebildet und die Polizei hat zu viele Rechte, die von vielen der Polizisten, die durch die sehr niedrigen Einstiegshürden zur Polizei gekommen sind, ausgenutzt werden.

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@Sullyhero

Vielleicht war es Rassismus! - Auf jeden Fall war es eine extreme Überreaktion!

Ich kenne die amerikanische Polizei. Aber von vornherein im Einzelfall Rassismus zu unterstellen kann auch eine Art Rassismus sein.

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@Sullyhero
Viele Polizisten in den Staaten sind rassistisch

Stimmt absolut.

...viele sind schlecht ausgebildet

Stimmt absolut.

und die Polizei hat zu viele Rechte, die von vielen der Polizisten, die durch die sehr niedrigen Einstiegshürden zur Polizei gekommen sind, ausgenutzt werden.

Es liegt nicht an den Rechten, die man ausnutzen könnte - die Rechte und Pflichten würden dem Polizisten in den Staaten ebenfalls so einiges verbieten - es liegt eher daran, dass der Polizei- und Sicherheitsapparat schlicht und ergreifend total überfordert mit den täglichen Situationen ist und die Missstände gar nicht mehr überprüfen kann. Der Polizist macht sich mit seinem Handeln also genau so strafbar. Es bleibt lediglich frei von Folgen, weil man die Ressourcen nicht hat, sich auch noch darum zu kümmern. Das liegt aber nicht nur am "dummen Polizisten" selbst, sondern am durchschnittlich dämlichen Amerikaner (sorry, wenn ich das so schreiben muss, aber das Volk hat Trump gewählt... und in der Regel ist die Regierung ein Spiegel des Volkes, wenn sie aus diesem heraus gewählt werden kann), der in seiner Summe Amerika unter dem Strich ja genau so haben will, wie es ist. Dieser dümmliche Freiheitsgedanke in Verbindung mit den Waffengesetzen und der Todesstrafe, die schlechten Sozialleistungen, die Tatsache, dass der durchschnittliche Ami 5 Kreditkarten besitzt, wobei die jeweils neue immer die Schuld der letzten Karte deckt und die letzte dann mit 25% Zins zu Buche schlägt, die mangelhaften Krankenversicherungen, die Tatasche, dass man an Geld kommt, weil man einfach jemanden dafür verklagen muss... Das ganze Konstrukt ist im Kern schon faulig und so immens gross, dass man die Übersicht gar nicht mehr behalten kann.

Kann es sein, dass man meine allgemeine Antipathie für Amerika da rauslesen kann? *ggg*

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@bonamie

Im Einzelfall IST es ok, wie ich finde - hier wird es jedoch dem ganzen Polizeiapparat unterstellt. Und DAS ist eben NICHT ok.

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@SarahSchweiz
Das liegt aber nicht nur am "dummen Polizisten" selbst, sondern am durchschnittlich dämlichen Amerikaner (sorry, wenn ich das so schreiben muss, aber das Volk hat Trump gewählt... und in der Regel ist die Regierung ein Spiegel des Volkes, wenn sie aus diesem heraus gewählt werden kann),

Richtig! - Diese Erfahrung von dir, die übrigens auch schon vor Trump gegolten hat, teile ich mit dir! 

LG bonamie

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"Praktisch kein anderes Land erlaubt das private Tragen von Schusswaffen" verrate das nicht den Österreichern sonst merken die noch dass das gar nicht sein kann dass es sicherer als in Deutschland ist und gleichzeitig das Waffengesetz sehr locker ist.

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Ich finde sowohl die beiden Bilder, als auch die obenstehende Einschätzung sind sehr extreme Einzelmeinungen und Einzelsituationen.

In der breiten Masse hat der Beruf des Polizisten statistisch ein sehr hohes Ansehen, rangiert auf der Liste der angesehensten Berufe ganz oben, lediglich überholt von Feuerwehrleuten, Ärzten und Kranken- und Altenpflegern (in dieser Reihenfolge).

DAS ist eher repräsentativ, als die Songtexte irgendwelcher Bands, die sich mit 'Revolte gegen die öffentliche Ordnung' schmücken. Klar, wenn du einen hobby-anarchisten fragst was der von der Polizei hält bekommst du eine entsprechende Meinung... doch die Gesamtbevölkerung besteht nunmal nur zu einem kleinen Teil aus Hobby-Anarchisten.

Ebenso muss man aber auch sagen, dass bei weitem nicht alle Polizisten Heilige sind. Es gibt bessere und schlechtere, mehr oder weniger freundliche. Doch es sind nicht die Extreme, die ein Bild im großen und ganzen ausmachen, sondern das breite Mittelfeld.

Polizisten sind wichtig. Aber ... ein trefflicher alter Spruch, wer überwacht die Wächter? Die Selbstreinigungskraft gegen schwarze Schafe ist enden wollend.

Und ja die gibt es. Und dann sind auf einmal bei der (eigentlich friedlichen) Demo und beim Fußballspiel Polizisten im Einsatz, die provozieren und Gründe suchen, endlich den starken Mann zu spielen.

Und diese gibts auch im Alltag. Gab rund um Covid einige... interessante...Vorfälle. Es sind nicht viele, aber zu viele, weil eben intern nichts gemacht wird.

Und in Amerika gibt es handfestes Rassismusproblem in der Polizei. Das ist eine andere Hausnummer.

Und P.S.: habe Hochachtung vor jedem, der sich den Beruf antut. Von ganz realer Gefahr im Alktag (Straßenverkehr) bishin zu Verbrechen... Schicksale miterleben... sich mit sturen Deppen ärgern... und Anwesenheit von Polizei ist der beste Grund, warum kein Idiot was anstellt (Kameras hingegen wirken nicht).

Aber wenn es um den freundlichen Helfer in der Not geht... ziehe ich Feuerwehr und Rettung vor, erleben etwa denselben Mist, sind noch schlechter bezahlt, und dürfen sich vieles nicht leisten. Hier sind Idealisten.

"weil eben intern nichts gemacht wird."

Stimmt sowas wie Disziplinarverfahren oder Suspendierungen gibt es nicht, das ist eine Erfindung von Hollywood... 🤦‍♂️

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@xNevan

Richtig, die gibts (fast) nicht, meist erst dann wenn die Kacke so derart dampft...

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@Herfried1973

Ja weil sie auch garnicht notwendig sind wenn nicht jemand mist gebaut hat... mal darüber nachgedacht?

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Es geht um die USA. Ich habe sehr großen Respekt (im positiven Sinn!) vor der Polizei in Deutschland oder in europäischen Ländern, aber in den USA ist die Situation ein wenig anders. Die Cops haben mehr Rechte als in Deutschland, was ich nicht befürworte. Natürlich kann so etwas wie mit George Floyd theoretisch auch in Deutschland passieren, wird es aber nicht. In Deutschland ist die Polizei dein Freund und Helfer, in den USA kann sie dein Mörder sein.

Vor allem farbige Menschen sind sehr davon betroffen, da die Polizeigewalt sehr häufig rassistischen Hintergrundes ist.

Dass mir die Polizei nicht hilft, sondern ich Angst vor ihnen haben muss, würde mich auch beunruhigen

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