14 jährige cousine vielleicht schwanger!:)

14 Antworten

  • Absolut unabdingbar und wichtig ist, dass sie jetzt sofort zu einem Frauenarzt geht und sich untersuchen lässt. Nur ein Frauenarzt kann eine Schwangerschaft mit Sicherheit feststellen.
  • Wenn sie wirklich schwanger ist, sollte sie sich unverzüglich an ProFamilia wenden und sich ausführlich zum Schwangerschaftskonflikt beraten lassen. Diese Beratung ist auch Voraussetzung für einen eventuellen Schwangerschaftsabbruch. Auf profamilia.de gibt es rechts oben die Option "Angebote vor Ort" und dort kann man sich eine nahegelegende Beratungsstelle suchen und Kontakt aufnehmen. Hilf Deiner Cousine bei der Vereinbarung eines dringenden, so früh wie möglichen Termins.
  • Mit Abstand am besten wäre es, wenn sich Deine Cousine dann auch ihren Eltern anvertraut und sich berät. Bei 14-jährigen Mädchen verlangen die meisten Ärzte die Einwilligung der Eltern, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch durchführen sollen. Nur wenn die Cousine besonders reif und einwilligungsfähig erscheint, wird ein Arzt auch ohne elterliche Zustimmung einen Abbruch durchführen.
  • Ein Abbruch ist nur bis zur 12ten Woche möglich. Es ist also grundsätzlich große Eile geboten. Die Cousine muss jetzt sehr schnell handeln: Sofort zum Frauenarzt (keine Termin ausmachen, sondern hingehen und sagen, sie wäre schwanger, dann kommt sie auf jeden Fall am selben Tag noch dran!) und auch sofort einen ProFamilia-Termin vereinbaren. Ihr habt keine Zeit zu verlieren. Unterstütze sie dabei.
  • Persönlich rate ich unbedingt dazu, einen Abbruch vornehmen zu lassen, weil sie sich sonst das gesamte Leben verpfuscht.

Das ist ja eine tolle Antwort, aber du kannst nicht sagen, dass ein Abbruch das beste ist. Heutzutage gibt es viele andere Möglichkeiten auch noch und mit der richtigen Unterstützung ist das Leben auch nicht verpfuscht. ;-)

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@Joylina16

@joylina: Welche andere Möglichkeiten gibt es denn "heutzutage'"? Man mann die Schwangerschaft austragen oder abbrechen -- und wenn sie sie auströgt, dann wird das gesamte Umfeld wissen, dass sie schwanger ist und sie wird alle negativen Konsequenzen (Schulausfall, soziales Stigma) tragen müssen. Adoption ist doch so gut wie nie eine Alternative, einerseits weil kaum eine Mutter das fertig bringt, andererseits weil doch die wesentlichen Nachteile der Schwangerschaft und Geburt bereits eingetreten sind. Andere Möglichkeiten als das Kind aufzuziehen fallen mir dann auch nicht ein.

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@Kajjo

soziales Stigma

Also eine Schwangerschaft als "soziales Stigma" anzusehen ist, egal in welchem Alter oder Familenstand dann doch arg daneben.

Zum einen, weil man mit 14 das Recht auf Sex hat, zum anderen weil ein Baby nun wirklich etwas schönes ist - auch wenn es, insbesondere in dem Alter, mit Schwierigkeiten verbunden ist.

Ich unterstelle nicht, dass Du stigmatisieren würdest, sondern dass Du "nur" befürchtest, das Umfeld könnte sie stigmatisieren (auch wenn Du das natürlich nicht kennst).

Aber über manche Idioten muss man einfach erhaben sein ...

Davon abgesehen: Entweder ist die Belastung wirklich zu groß, dann kann man, unter Eindruck dieser Belastung, auch das Thema Adoption neu aufwerfen, oder man nimmt die Belastungen in Kauf. Das ist natürlich auch abhängig von der Unterstützung seitens der Familie ...

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@cybaer

Dir ist schon klar, dass es hier um ein junges Mädel geht, das fast noch ein Kind ist. Und du glaubst wirklich, dass das Umfeld mit einer Schwangerschaft toll umgeht. Ich denke da bloß mal an die Schule! Da kannst du gar nicht vermeiden, dass sie in eine Schublade gesteckt wird. Genauso wenig in der Nachbarschaft. Die Geburt eines Kindes lässt sich im Normalfall nun mal nicht verheimlichen und eine Schwangerschaft mit 14 ist in unseren Breitengraden weder normal noch wird es als normal behandelt. Das steht so fest wie das Amen in der Kirche!

Menschen sind nun mal soziale Wesen und die Meinung Anderer ist in unserem Leben von großer Bedeutung. Alleine, wie man dann angesehen wird, bedeutet schon eine Belastung.

Egal wie du es drehst, sie wird in ihrer Umgebung immer schief angesehen werden, wenn es bekannt wird. Entweder, weil sie so jung ein Kind bekommen hat, oder weil sie - oh Schande - ihr Kind zur Adoption freigegeben hat und deswegen eine schlechte Frau/Mutter ist...

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@Peachman

Dir ist schon klar, dass es hier um ein junges Mädel geht

Ja.

das fast noch ein Kind ist.

Jugendliche. Rechtlich ist sie kein Kind mehr, biologisch ohnehin nicht (s. "schwanger").

und eine Schwangerschaft mit 14 ist in unseren Breitengraden weder normal noch wird es als normal behandelt.

Na ja, ich lebe vielleicht in einem anderen Umfeld, als Du ...

... bzw. "normal" ist das eine "stigmatisierend" etwas anderes.

Menschen sind nun mal soziale Wesen

Bei manchen schießt mir eher die Wertung "asoziale Wesen" in den Kopf.

die Meinung Anderer ist in unserem Leben von großer Bedeutung.

Also ich unterscheide, wessen Meinung für mich Relevanz hat, und wessen nicht. die Meinung irgendwelcher Idioten hat für mich keinerlei Relevanz. Und das sollte man seinem Kind auch beizeiten beibringen ...

sie wird in ihrer Umgebung immer schief angesehen werden

Tja, das kommt, s.o., wohl auf die Umgebung an. Ich kenne ihre Umgebung nicht (du schon?). Aber ich kenne Menschen, die einen deswegen nicht "schief" ansehen würden. Ich zähle mich selbst übrigens auch dazu - egal, wie ihre Entscheidung letztlich aussehen würde.

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sie könnte das kind zur adoption frei geben. dann tötet sie kein kind und ein kinderloses reiches paar freut sich! und das kind muss nicht mit harz 4 und einer 14 jährigen als mutter aufwachsen^^

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@ulfxxx

Nur weil man jung Mutter wird, heißt es nicht dass das Kind mit Hartz - 4 aufwächst ;-)

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@Joylina16

eh nicht, aber ich denke du bist 16 und wolltest das kind, und das ist schon was ganz andres als grad mal 14 und -evtl- total panisch deswegen. denke du bist um einiges reifer ;) -vor allem wenns bei dir einfach ein 'unfall' war und sie scheinbar keine lust hatte zu verhüten ^^

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@ulfxxx

Auch wenn sie die Schwangerschaft abbricht, "tötet" sie kein "Kind"! Hört endlich auf mit diesen Killerantworten. Sie bricht eine Schwangerschaft ab, damit eben gerade KEIN Kind draus wird.

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@ulfxxx

Ulf wenn du wüsstest wie unglücklich ein Großteil der Adoptivkinder und Adoptivfamilien ist... Das ist bei weitem nicht so easy peasy wie du dir das offenbar vorstellst.

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Tolle, umfassende Antwort Kajjo

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Auf jeden Fall soll sie mit ihren Eltern reden. Das wird erst mal ne Moralpredigt ohne Gleichen geben, aber die Eltern werden das früher oder später sowieso heraus finden. Aber später wäre für ne Abtreibung zu spät. Also bitte: noch morgen! Ich würde meiner Tochter, oder meiner Schwiegertochter auf jeden Fall von einer Abtreibung abraten. Na gut. Mit 14 vielleicht schon. Das Mädel ist noch nicht reif genug, um ein Kind gescheit erziehen zu können, wo sie doch mit sich selbst noch genug zu tun hat und ob die Eltern die Mittel und die Kraft haben, noch ein Kind groß zu ziehen, ist fraglich. Aber man hört immer wieder von Kindern, die Kinder bekommen haben, wie gut die Ihr Leben in den Griff gekriegt haben... trotz Baby.

Es kommt auch auf das Mädel an, ob sie eine Abtreibung seelisch verkraften könnte. Das ist nämich gar nicht so einfach. Ich war 22 als ich ein Kind verloren habe und hab das auch nicht so einfach weggesteckt. Sehr hilfreich waren die Schwestern in der Klinik auch nicht. Und dann der Gedanke im Hinterkopf: ich hab mein Kind vielleicht getötet... Nee, das würd ich keiner Anderen antun wollen.

Es gibt ja auch mehrere Wege als nur diese zwei, z.B. Adoption oder Pflegefamilie... Und heutzutage bekommt man ja genügend Hilfen von Staat.

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erstmals sie beruhigen, vllt kriegt die Arme doch Panik. Vllt mit ihr zum Artz oder Klinik ..Ich finde in solche Situation aufregung , Beschimpfen, sie fertig machen bringt nicht. Muss zuerst ihren Zustand durchschauen, wie es weiter gehen soll. Abtreibung kann auch ihre Gesundheit und psychologisch beschädigen.

Am Besten sofort einen Frauenarzt aufsuchen, das ist nämlich sicherer als ein Test.

Sie sollte jetzt erst mal zum Frauenartz gehen und es von ihr behandeln lassen

Wenn dann kann sie sich ja immer wieder für eine Abtreibung entscheiden.

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