Wo steht in der Bibel dass man kein Sex vor der Ehe haben darf?

30 Antworten

Im neuen Testament und das ist für Christen verbindlich steht davon nichts. Lediglich eine Scheidung ist nicht gern gesehen. In der Bergpredigt wird die Scheidung abgelehnt. Das lag aber damals daran, dass im Judentum eine Scheidung erlaubt war, aber dies dann eigentlich den Tod für die geschiedene Frau bedeutete. Die wurden dann von ihrem Stamm verstoßen und sozusagen in die Wüste geschickt.

Nun versuche ich es auch mal:

Eine Braut, die nicht mehr Jungfrau  

war, wurde gesteinigt (Deut. 22, 13 - 21). 

Sexuelle Beziehungen zwischen Ledigen 

werden anderenorts im AT nicht verurteilt, wenn der „Wert“ der Frau nicht 

beeinträchtigt wird (Hohelied etwa oder Rut).

Polygamie und Konkubinat (Zusammenleben 

ohne Heirat) wurde im AT regulär praktiziert und im NT nicht 

explizit verurteilt, mit den fraglichen Ausnahmen von 1. Tim. 3, 2 

und 12 sowie Tit 1, 6. Mk. 10, 6 - 8 ist keine 

Ausnahme, denn Jesus beruft sich auf Gen. 2, 24, was in Israel nicht 

ausschließlich zu verstehen war: Ein Mann kann mit mehr als einer Frau "ein Fleisch" sein.

Die Leviratsehe wurde von Jesus 

erwähnt (Mk 12, 18 - 27 und Parallelstellen). 

Prostitution ist verboten/eine Schande für Frauen, nicht für Männer.

(2. Sam. 5, 19; Ri. 19, 21 und Num. 31, 1

8) beziehen sich auf den "Gebrauch" von Sklavinnen.

Kannst Du damit was anfangen? Gruß, q.

Ganz direkt steht das tatsächlich nicht in der Bibel. Der voreheliche Sex scheint nicht verboten, der nebeneheliche ist verboten (6. Gebot).

Allerdings muss man im Hinterkopf behalten, dass wir es hier mit einer Gesellschaft zu tun haben, die sehr stark auf Erbfolgen und Familie achtet. Ein Mensch definiert sich in erster Linie über die Familie und den Stamm, dem er entstammt. Eine Frau, die nicht als Jungfrau in die Ehe ging, also bereits schwanger sein konnte, war nicht recht heiratsfähig (das ist das Problem bei Maria, der Mutter Jesu. Lassen wir mal Jungfräulichkeit dahingestellt, aber schwanger war sie, so berichtet die Bibel). Der Bräutigam konnte die Frau abweisen oder zumindest irgendwelches Geld haben, um den "Schaden" auszugleichen. Schließlich war das eventuelle Kind nicht von ihm, er musste es aber als in der Ehe geborenes Kind als seines annehmen.

Deswegen achteten Familien sehr genau auf ihre Töchter (zB im Hohelied oder bei den Sprichworten). Es gibt auch Berichte, wie man sich da sicher sein konnte, dass die "beschädigte Frau" kein Kuckuckskind mitbrachte, schließlich gab es ja auch ungünstige Umstände, wie ein sexueller Kontakt zustande gekommen sein konnte ohne das Zutun der Frau. Dafür wurden Frauen eine gewisse Zeit abseits eingesperrt und mussten nachweisen, dass sie ihre Tage bekamen oder der Bauch nicht dicker wurde. Wenn sie nicht schwanger war, war alles gut und der Mann konnte sie gegen Minderung des Brautpreises heiraten :)

Ein Mann durfte übrigens vorehelichen Sexualkontakt haben, nur nicht mit der Ehefrau eines anderen. Zumindest steht kein Verbot in der Bibel, das Verbot kam erst später durch Auslegung.

(Quelle: Dohmen/Hieke: Das Buch der Bücher. Kevelar, 2007)

Ich schließe mich anderen hier an...ein Sexverbot vor der Ehe gibt es nicht. Vielleicht deshalb, weil eine Beziehung ausserhalb der Ehe in der damaligen Zeit ohnehin undenkbar war. Insofern ist der Ehebruch das eigentliche Übel.

Das bedeutet freilich nicht, dass Sex kein Spass machen soll. Paulus gibt hier lediglich seine Meinung wieder, wenn er sagt, er wünschte, dass jeder so enthaltsam sei wie er. Aber er weiss, dass das nicht so ist. Darum gönnt er den Menschen diese schöne Sache (1. Korinther)

Hallo Mistserx1

hier ist eine Auswahl von Texten aus der Bibel, die vor sexueller Unmoral warnen.

1. Korinther 6:13 (Neue Genfer Übersetzung)

"Der Körper ist nicht für die Unmoral da, sondern für den Herrn, und der Herr ist für den Körper da und hat das Recht, über ihn zu verfügen".

1. Korinter 6:18 (Neue evangelische Übersetzung)

"Flieht vor den sexuellen Sünden! Alle anderen Sünden spielen sich außerhalb vom Körper des Menschen ab. Wer aber seine Sexualität freizügig auslebt, sündigt gegen den eigenen Körper. "

1. Thessalonicher 4:3 (Hoffnung für alle)

"Gott will, dass ihr heilig lebt, dass ihr ihm ganz gehört. Das bedeutet, dass ihr euch von allen sexuellen Sünden fernhaltet."

Es gibt noch eine Reihe weiterer ähnlich lautender Bibeltexte. Das in dem griechischen Urtext zugrunde liegende Wort für sexuelle Unmoral, das in allen drei der hier angeführten Bibeltexte vorkommt, ist das Wort "pornéia". Es bezieht sich in erster Linie auf sexuelle Handlungen zwischen Unverheirateten und außereheliche Beziehungen verheirateter Personen.

Dass die Moralgesetze der Bibel in diesem Sinn verstanden wurden, zeigt auch das Beispiel Marias, der Mutter Jesu. Nachdem ihr von dem Engel Gabriel angekündigt worden war, dass sie durch den heiligen Geist schwanger werden würde, heißt es im Bericht des Matthäusevangeliums: "Josef wollte nach Gottes Geboten handeln, aber auch Maria nicht öffentlich bloßstellen. So überlegte er, die Verlobung stillschweigend aufzulösen." (Matthäus 1:19 Hoffnung für alle) Diese Begebenheit bestätigt also, dass zu biblischer Zeit voreheliche Beziehungen nicht gestattet waren.

Viele halten die Moralgesetze der Bibel in dieser Hinsicht als zu streng oder nicht mehr zeitgemäß. Es wäre jedoch zu fragen, ob die Menschen durch die freizügige Sexualmoral wirklich glücklicher geworden sind? Es ist zwar nicht zu leugnen, dass mit dieser Freiheit auch ein gewisses Vergnügen verbunden ist, die Bibel nennt es "den zeitweiligen Genuss der Sünde" - gemäß Hebräer 11:25. Doch langfristig gesehen ergeben sich daraus oft negative emotionale Folgen. Stellvertretend für viele andere Jugendliche sagt eine Jugendliche: "Am Anfang war es die totale Freiheit und ich war froh, dass ich endlich dazu gehörte. Aber dieses Gefühl hat nicht lange angehalten. Nach einiger Zeit habe ich mich schmutzig, schuldig und leer gefühlt. Ich habe es sehr bereut, dass ich meine Jungfräulichkeit weggeworfen habe" (Fragen junger Leute Band 2, S. 284)

LG Philipp

Was möchtest Du wissen?