Sollte man für das benutzen des Internetz vorher so eine Art Führerschein machen müssen?
Moin.
Ich bin echt immer am Verzweifeln.
Ein älterer Verwandter fällt öfter auf Scams rein. Vor einer Stunde habe ich gerade so ihn aus einer Art "Scamkette" noch rausgeholfen.
Was ich mit Scamkette meine:
Scam 1: man meldet sich bei irgendwas unseriöses an und kauft was ->
Scam 2: Eine Andere Firma nutzt die Daten und bucht mehr Geld ab. ->
Scam 3: Man merkt das, bekommt Panik und auf Google, direkt die erste vorgeschlagene Seite, wird direkt angezeigt, das jemand dir helfen kann. Und diese "Problemlöser"-Seite ist der nächste Scam.
Das ist so ein Dreckssystem...
Zurück zur eigentlichen Frage. Da der Staat, Google und wer auch immer nichts gegen tun kann, könnte man doch so eine Art Internet-Führerschein einführen. Wer da durchrattert, bekommt aus Schutzgründen kein Internet.
Wie wäre das?
LG :)
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4 Antworten
Das Problem ist, du kannst ältere Menschen weder enteignen noch entsprechend beschränken.
Und wenn man das so durchzieht wie Habkenname das will, was hindert dann die Herrschaften aus dem Ausland daran, zukünftig Spoofing-Anrufe zu machen, die auf gewisse Art noch gefährlicher sein können. Also müsste man auch das Telefon verbieten. (was man in diesem Fall ohnehin auch prüfen müsste, denn das passiert leider sehr oft parallel, da die Daten vom Opfer weitergegeben wurden und er mehrfach von diversen Callcentern oder Gruppen angegangen wird.)
Wenn vorbeugende Einzelhilfen nichts nützen, dann müssen die Kinder ran, oder sie werden feststellen, dass da nichts mehr zu erben ist.
das kenn ich nur zu gut. Ich habe mehr als 1 Dutzend dieser Fälle erlebt. Das Problem ist, sie glauben noch immer, dass sie mit allem zurechtkommen und geben sich selbst kein Versagen zu. Es gibt keine absolute Lösung.
Tatsächliche Schritte wären Bestallung eines Bevollmächtigten, da er sich aber in aller Regel dagegen wehren wird, nur mit gerichtlicher Entscheidung und ärztlichem Gutachten
a) was nicht geschieht, solange er noch mit dem Leben zurecht kommt.
b) du dann der bestgehaßteste Feind in seiner Umgebung bist und er "zumacht".
Ich kenne Erben, die haben "versehentlich" den Rechner kaputtgemacht ..... hilft aber auch nicht dauerhaft.
Ein "Führerschein" auch keine Garantie dafür wäre, dass nichts passiert.
Es verhält sich ja auch nicht jeder Menschen mit Autoführerschein perfekt und weiß alles, was er eigentlich wissen müsste.
Zumal sich gerade im Netz die Dinge ständig ändern. Mal ist Masche XY beliebt und ein Jahr später versucht man es mit Masche Z.
Es steht Erwachsenen frei sich zu informieren. Institutionen wie die Volkshochschule bieten oft sogar Kurse an, die sich ganz speziell an ältere Leute richten. Aber dafur braucht es Eigeninitiative.
Und wenn man mitbekommt, wie viele immer noch auf Enkeltricks reinfallen, obwohl seit Ewigkeiten immer wieder von Polizei und co davor gewarnt wird, dann bezweifle ich, dass tatsächliche alle vor Scam schützen kann.
Denn mal ganz im Ernst. Im Gegenteil zu der Kreativität, die Betrüger im Internet walten lassen, sind die Enkeltricks eigentlich oft relativ ähnlich und dennoch fallen immer noch viele Leute rein. Zumal das ganze auch nicht zwingend vom Alter abhängig ist. Mein Vater (68) war z.B. immer schön sehr technikaffin. Der kann Sachen, da würde ich in die Röhre gucken.
Ich wäre da eher für einen freiwilligen "Internetfilter" bzw. Kinder oder "Deppensicherung" die auf jedem Betriebssystem installiert sein muss, ob er aktiviert ist oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Er würde folgendermaßen funktionieren. Nur registrierte Seiten bzw. als sicher geltende Seiten wie z.b. Wikipedia sind damit erreichbar.
Möchte eine Firma das ihre Seite über die Kindersicherung erreichbar ist, muss sie sich anmelden und diese Webseite und Firma/Betreiber wird genau überprüft, bei einer erfolgreichen Überprüfung kann diese Webseite erreicht werden und die registrierten Betreiber einer Webseite können bzw. werden bei Unstimmigkeiten zur Rechenschaft gezogen.
Tatsächlich existieren solche Kindersicherungen bereits aber man muss wissen, wo man diese Software findet und natürlich noch installieren. Deshalb wäre eine in Windows (und allen anderen Betriebssystemen) bereits integrierte einfach zu bedienende Internet-Kindersicherung die beste Lösung.
Ansonsten funktioniert das nur über Umwege und Fummelei mit einem Gastaccount für den Hauptnutzer und ein Adminaccount für den der den Rechner einrichtet. Bei Tablet-PCs mit z.b. Android als Betriebssystem wird das dann wohl noch fummeliger.
Das ist nicht realisierbar. Welche übergeordnete Instanz soll die Inhalte festlegen und prüfen? Wie soll kontrolliert werden, wer ins Internet darf? Das verstieße gegen das Grundgesetz.
Wer ernsthaftes Interesse hat, lernt schrittweise immer mehr über die Gefahren und die technischen Hintergründe und Zusammenhänge. Wer es beruflich nutzen muss, bekommt sowieso entsprechende Schulungen. Selbst völlige Laien, die es kaum nutzen, können dazulernen, denn inzwischen gibt es jede Menge Online-Hilfen, Ratgeber und auch Kurse für Ältere. Dass es trotzdem Leute gibt, die sich hereinlegen lassen, ist unvermeidlich.
Ich kann aber nicht 24/7 nicht bewachen was er macht.. es kommt immer raus, wenns zu spät ist... :(