Wie Schwerbehindertenausweis verlängern?

Hallo,

aufgrund einer Autoimmunerkrankung (Kleingefäßvaskulitis) und einen Herzschrittmacher (AV-Block III. Grad) habe ich Anfang 2015 einen Schwerbehindertenausweis (GdB 50) ausgestellt bekommen - befristet bis 01/2019. Meine Autoimmunerkrankung war damals sehr aktiv und ich hatte damals noch keine Diagnose.

Ich habe folgende hauptsächliche Einschränkung: Durch die Autoimmunerkrankung habe ich eine subglottische Schwellung unterhalb der Stimmbänder, die je nach Krankheitsaktivität mal mehr mal weniger ausgeprägt ist. Wenn sie stärker ausgeprägt ist, bekomme ich weniger Luft und meine Stimme klingt kratzig. Grundsätzlich klingt meine Stimme ohnehin schon heißer durch eine Stimmband OP 2009. Beruflich hat sich das immer so ausgewirkt, dass ich immer nach Jobs gesucht habe, wo man nicht so viel reden muss. Glücklicherweise habe ich jetzt auch einen Job, der meiner Stimme gerecht wird.

Meine Autoimmunkrankheit habe ich jetzt in sofern im Griff, als dass ich alle 9 Monate eine Infusion mit einem Medikament (Immunsuppresivum) bekomme und die Schwellung im Hals (im übrigen auch die Rundherde auf meiner Lunge, die ich ja auch noch habe) zurückgeht. Mein Zustand ist also derzeit stabil, aber die Krankheit ist noch aktiv.

Das Versorgungsamt hat letztens meinen Krankheitsstatus überprüft und möchte mir einen GdB 30 zuweisen. Ich habe noch keinen endgültigen Bescheid bekommen, denn ich kann mich noch innerhalb eines Monats (bis Anfang August) dazu äußern.

Gerne möchte ich meinen GdB 50 behalten in Hinblick darauf, dass die Krankheit ja noch nicht geheilt ist. Mir hat einmal ein Reha-Berater empfohlen, dass man am besten zum Arzt geht, der einem bescheinigt, dass die Krankheit noch aktiv ist.

Oder soll ich die Entscheidung zunächst hinnehmen und wenn ich voraussichtlich im Herbst/Winter wieder eine Infusion bekomme (weil es sich wieder verschlechtert hat), einen Änderungsantrag stellen?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Autoimmunerkrankung, Gesundheit und Medizin, Grad der Behinderung, Schwerbehindertenausweis, Versorgungsamt
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GdB 40 Widerspruch?

Hi, habe heute meinen Bescheid erhalten über den GdB. meine diganosen sind. Rezidivierende depressive Störung mit Schweren Episoden,´. Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung mit überwiegend impulsiven Aspekten Zwangshandlungen Somatisierungsstörung Alpträume V.auf schwere generalisierte Agoraphobie. Habe heute auch nochmal mit meiner Therapeutin drüber gesprochen (bevor ich den bescheid hatte). Weil ich mir Sorgen deswegen gemacht hatte weil da so Sätze wie. Schwere Soziale Anpassungsstörung nicht drinstehen, Meine Zwangsstörung nur als Diagnose aufgeführt ist. Sie meinte da sie rein geschrieben hat in ihren Befund (ist der neueste) Das ich so gut wie nie das Haus alleine verlasse, Termine nur in Begleitung wahrnehmen kann. Mich auf einem sehr geringen Funktionsniveau bewege. (kann keinen Haushalt machen, Gehe netmal duschen wenn mein LG mich net drängt). Ich keinerlei schwere Antriebsstörung mit sehr geringer Belastbarkeit. Ich zeige mich in der Öffentlichkeit unruhig und Unangemessenheiten.(und das extrem meist wie ein unerzogenes kleinkind ) das ich über 60 kriegen müsste mit mindestens B. Sie meinte heute auch das ich eigentlich nur noch stationär behandelt werden kann. (kann aber nicht stationär gehen bin laut ihren Befund nicht mal rehafähig). So leider mehrere Fragen. 1) Hab ich Chancen auf eine Erhöhung 2) kann sie reinschreiben das die ein beschleunigtes verfahren machen. (deswegen haben wir drüber gesprochen weil ich den Antrag zurückziehen wollte hab die warte zeit Net mehr ausgehalten sie hat mir erklärt wegen meiner Zwangsstörung das hat sich in meinem Kopf fest gebissen) noch mal 3 Monate schaffe ich net weil sich dadurch mein allgemein zustand schwer verschlechtert hat. 3) bringt es was wenn ich meinen selbsteinschätzungsbogen mitschicke (wollte die rentenversicherung haben.) über antworten wäre ich sehr dankbar.

Behinderung, Gdb., Grad der Behinderung, Versorgungsamt
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Wie bekomme ich Merkmal "G" vom Versorgungsamt?

Liebe Leser, ich habe 2011 aufgrund von Rheuma einen Schwerbehindertenausweis mit 50% bekommen, leider ohne Merkmal "G".

Jetzt habe ich im Web gefunden, dass:

*"Wenn diese Behinderungen der unteren Gliedmaßen sich auf die Gehfähigkeit besonders auswirken, z. B. bei Versteifung des Hüft-, Knie oder Fußgelenks in ungünstiger Stellung oder arteriellen Verschlusskrankheiten, kann eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr ab einem GdB von 40 angenommen werden. (In diesem Fall wird ein Ausweis mit dem Merkzeichen "G" selbstverständlich nur dann ausgestellt, wenn der Gesamt-GdB aufgrund zusätzlicher Behinderungen mindestens 50 beträgt.)".

*ich verstehe dass so, dass wenn ich eine Versteifung im Fußgelenk habe in ungünstiger Stellung, dass ich auch das Merkzeich "G" bekommen würde. Das Versorgungsamt hat aber diesen Passus bei der Ablehung weggelassen. Leider sind die 4 Wochen für einen Wiederspruch bereits vorbei. Ich habe von meinem Rheuma-Doc eine neue Bescheinigung, dass ich nur 3-6 Stunden arbeiten darf sowie eine EM-Rente beantragt, muss vielleicht noch zum Amtsarzt. Meine Frage: Reicht das aus, um einen Verschlimmerungsantrag zu stellen? Sonst kann ich den Fall nicht wieder aufrollen, um z.B. einen Anwalt einzuschalten? Was würdet Ihr mir raten? PS: Sind die 50% nicht zu niedrig angesetzt, habe viele Versteifungen, Rheuma seit 33 Jahren!

Gruß Euer Goldfisch

Grad der Behinderung, Versorgungsamt
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