Hallo zusammen,
ich bin 15 Jahre alt und stecke in einer Situation, die ich selbst nicht ganz verstehe und die mich sehr belastet. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, meine Gefühle zu sortieren.
Es geht um ein Gefühl, das ich für eine Freundin empfinde. Immer wenn ich sie nicht sehe, denke ich fast nur an sie. Ich idealisiere sie, bewundere sie und fühle mich einfach wunderbar. Aber sobald ich mit ihr zusammen bin, verschwindet dieses Gefühl fast komplett. Ich fühle mich stattdessen eher unsicher und weiß oft nicht, was ich sagen soll.
Mein Problem mit JohannaMeine Freundin Johanna ist sehr beliebt, selbstbewusst und extrovertiert – sie gehört zu diesen "coolen Mädchen", mit denen jeder gerne redet. Ich bin quasi das Gegenteil: eher introvertiert und in der Klasse eher bei den Außenseitern. Ich bewundere sie dafür, dass sie so offen ist. Ich fühle mich geehrt, dass sie überhaupt Zeit mit mir verbringt und ihre Freundschaft bedeutet mir sehr viel.
Wenn ich allein bin, ist dieses intensive Gefühl der Bewunderung da. Doch wenn wir uns treffen, ist es fast wie weggeblasen. Ich bin dann so mit meiner eigenen Unsicherheit beschäftigt, dass ich mich frage, was sie von mir erwartet und warum sie eigentlich mit mir befreundet ist. Ich habe zwar schon gemerkt, dass sie nicht perfekt ist und auch kleine Makel hat (z. B. schaut sie oft aufs Handy oder hält sich beim Gähnen nicht die Hand vor), aber das ändert nichts daran, dass ich sie wirklich mag.
Meine Fragen an euchIch bin total verwirrt und weiß nicht, was das ist.
- Ist das einfach nur Freundschaft, die sich anders anfühlt als die zu anderen?
- Oder ist sie nur mein Idol, das ich bewundere?
- Warum verschwindet dieses intensive Gefühl, wenn wir zusammen sind? Ist es nur meine eigene Unsicherheit?
Ich möchte einfach nur eine echte, tiefe Freundschaft zu ihr aufbauen, aber ich weiß nicht, wie ich mit diesen widersprüchlichen Gefühlen umgehen soll. Hat jemand von euch so etwas schon einmal erlebt und kann mir vielleicht einen Rat geben?