Eine sog. „Kosmische Jahreszeit“ kann immer nur ein Gedankenkonstrukt des Menschen sein, weil Jahreszeiten ja sehr subjektiv gesetzte statistische Naturwechselphänomene darstellen, denen der definierende Zusatz „kosmisch“, also aus einem notwendigen kosmischen Geschehen heraus abgeleitet, nicht zukommt.
Bedingt durch die Bahnbewegungen und die verschiedenen Umkreisungszeiten in Kombination mit Eigenrotationen, ergibt sich für die Erde je nach Positionierung des beobachtenden Menschen auf ihrer Oberfläche ein stetiger Wechsel von Tag und Nacht, von der Höhe des Sonnenstandes, von mittleren Temperaturen und auch von anderen mehr oder weniger festgelegten meteorologischen Kenngrößen. Daraus haben menschliche Gemeinschaften dann die sog. Jahreszeiten zur Strukturierung ihrer eigenen Aktivitäten (speziell im landwirtschaftlichen Bereich) abgeleitet und Kalendern festgelegt.
Bilanz: Es gibt sicher kosmische Phänomene, die ganz bestimmten Regelmäßigkeiten unterworfen sind, und es gibt Zeitspannen, die den verschiedenen meteorologischen Parametern zugeordnet werden. Doch in diesen Zuordnungsprozessen finden sich etliche sehr subjektive Entscheidungen, die damit als rein anthropologisch zu deuten sind.