Wieso sind Arme Leute in Reichen Länder oft Übergewichtig?

20 Antworten

Ich war gestern unter einer großen Menge Menschen, über 30.000, dick sind da eher die älteren und wenige junge. Da hat es vielleicht mit Bewegungsmangel zu tun und teils auch noch der Erziehung der Nachkriegszeit (man isst was auf den Tisch kommt und immer den Teller leer, egal wie satt man ist!). Ein paar Übergewichtige gab es immer aber wenn man wenig tun muss für viel Essen kann das natürlich auch mehr werden.

Schlechtes Essen ist dazu billig, Fertigfraß kostet teilweise echt nicht viel und das durchwachsene Schweinefleisch ist das Billigste, was die Theke zu bieten hat. Noch gut Zucker und Salz drüber , läuft.

er Erziehung der Nachkriegszeit

Ja, einge weilen noch unter uns. Das man vom Essen dick wird, haben aber auch viele verstanden.

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 dick sind da eher die älteren und wenige junge.

das kann auch an Erkrankungen und entsprechenden Medikamenten liegen

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@Liebello

Auch das. Wie meine ma, die mit der Schilddrüse zu tun hat und vom Anblick eines salatblatts schon zunimmt

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@Liebello

Oder Antidepressiva oder was um die (extrem schmerzhaften) Tage zu unterbinden... bin in 2 Jahren von 59 auf 82 kg "angeschwollen" obwohl ich mich in den letzten Monaten nach jeder Mahlzeit übergeben hatte bis die Spirale wieder raus war, hab dann 6 Jahre gebraucht um auf akzeptable 69kg zu kommen.

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Weil sie es sich trotzdem leisten können. Essen ist hier verdammt billig. Als Armer in Deutschland könnte man in einem armen Land überdurchschnittlich gut leben. Man würde sogar zur Mittel - bis Oberschicht gehören.

Der Dickste in meinem Bekanntenkreis ist auch der einzige Hartz-4-ler und passt genau in dieses Schema. Der war schon immer ziemlich übergewichtig. Dann ging es los mit den Knien, Rücken, dauernd Krankenschein und irgendwann keinen Job mehr, dann langzeitarbeitslos. Um sich dann noch ewas aufzumuntern, soll wenigstens was auf dem Teller sein, was halbwegs schmeckt. Und so sind dann fetter Billigfraß und Süßgetränke die täglichen Begleiter. In armen Ländern haben die dann gar nix zu futtern. Ein Grundeinkommen wie ALG 2 gitb's dort meist nicht. Dort kauf man sich nicht für ein paar Kröten ein Kilo Fleischkäse zum selbst backen.

Die Produktion von ein paar Glückshormonen wird so mit noch mehr Übergewicht erworben und man steckt innerhalb kürzester Zeit in einem Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt, zumindest nicht ohne fremde Hilfe. Jobaussichten sind praktisch nicht vorhanden und mittlerweile kommt auch noch Diabetes und irgendwas mit den Beinen hinzu. Krankheitsbedingter Bewegungsmangel rundet das Bild ab, und der Sensemann programmiert schon mal sein Navi.

Das ist traurig. Wir versuchen ihm zwar zu helfen, aber erstens braucht es dazu Profis und zweitens muss er die Hilfe auch annehmen und nicht für jede Kalorie, die verbraucht wird drei in sich hinein futtern.

Da kommen ein paar Dinge zusammen:

  1. Gesunde Ernährung kostet mehr Geld
  2. Mangelnde Disziplin kommt oft nicht nur in einem Lebensbereich daher
  3. Frust für dazu, dass als Ersatzbefriedigung zuviel gegessen wird

Punkt 1 stimmt kurioserweise nicht. Fleisch, Wurst und Convenience Produkte sind teuer. Günstig sind dagegen saisonales Gemüse und weitgehend naturbelassene Milchprodukte.

Das ist auch mit die Ursache dafür, daß Harzer nicht mit den Regelsätzen nicht klar kommen

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@jgobond

Mehl, Nudeln und Zucker sind die billigsten Kalorienbringer und das ist das, wovon arme Leute im Zweifel leben.

Frisches Gemüse ist da nur selten drin.

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Viele lassen sich einfach gehen, essen zu viel Fast Food und Pizza, trinken zu viel Bier und Limonade, bewegen sich zu wenig (Couchpotatoes).

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