Wieso haben die Deutschen so verbissen weitergekämpft?

17 Antworten

Sie waren verblendet, hatte eine brutale Führung, die jedes Aufmucken sofort durch Erschießungen unterband. Dann waren als Faustpfand die Familien der Soldaten zuhause usw. Wo sollten sie auch hin, einige flüchteten zum Gegner, Zahlen wurden darueber nicht bekannt. Die Mär von den Untermenschen, dazu wissend was sie selber verbrochen hatten mit dem Barbarossaplan im Gepäck, somit ist das kein normaler Krieg gewesen, er wurde bestialisch geführt und ging noch halbwegs gerade einmal unerwartet glimpflich fuer DE aus.

Der Widerstand kam dann hauptsächlich vom Militär, die Gruppe um Goerdeler spielte dabei eine Hauptrolle mit dem Attentatsversuch in der Wolfsschanze von Staufenberg. Wie das weiter gegangen waere, haette es geklappt mit der Beseitigung von Hitler, das ist auch noch nicht schlüssig geklärt. So kann gesagt werden, DE samt der Bevölkerung, haben sich den Nazis hingegeben und saßen mit ihnen dann gemeinsam in der Falle.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das stimmt so nicht ganz.

In Stalingrad wollten die DEutschen zum Beipiel durchaus aufgeben, durften es jedoch nicht.

Auf EIGENEN Grund und Boden ist die Motivation eine ganz andere!

Es macht für die Moral einen Riesenunterschied ob man einen Angriffs- oder Verteidigungskrieg führt!

Völlig anderer Kontext.

Viele Kämpfer im zweiten WK waren entweder selbst Veteranen oder aber ihre Väter, Brüder, Lehrer und Bekannten waren welche. Und viele wollten die Schmach des ersten Weltkrieges wieder gut machen. Dann ging es Deutschland kurz vorher wirtschaftlich relativ gut. Man kam also nicht aus verzweifelten Verhältnissen, sondern aus dem Gefühl heraus, dass man nach einem katastrophalen ersten WK einen starken Wiederaufbau geschafft hatte und das Land jetzt als Muskelprotz gegen eine große feindliche Übermacht kämpft.

Vergleiche Russland heute: Marode Wirtschaft ohne Innovation und Gefühl, dass es voran geht, viele junge Russen wanderten schon vor dem Krieg lieber aus, weil sie da mehr verdienen können und eine Lebensperspektive haben, und dann führt man eine "militärische Spezialoperation" gegen ein viel kleineres Land, was eine sehr ähnliche Sprache spricht und ähnliche Kultur hat, die noch dazu nicht wie gedacht nur zwei Wochen dauert, sondern ewig, obwohl das Land viel kleiner ist und längst geschlagen sein sollte.

Gerade auch junge Russen sind häufig ähnlich wie wir mit dem Internet sozialisiert worden und somit auch im direkten Kontakt mit Kulturen und Gesellschaften, in denen Meinungsfreiheit und Entfaltungsfreiheit hohe Güter sind. Und die es daher auch gehörig einschränkt, dass es das bei ihnen zuhause nicht in der Form gibt.

Darüber, dass nicht alle russischen Staatsbürger auch ethnische Russen sind und daher noch ganz andere Loyalitäten und Beziehungen zum russischen Staat da mitunter hineinspielen, haben wir an dem Punkt auch noch gar nicht geredet.

Woher ich das weiß:Recherche

Nicht nach dem Weltkrieg. Die Verhältnisse der Weimarer Republik nutzen nur einer dünnen Oberschicht von Kriegsgewinnlern. Für die großen Massen der Arbeiter und Bauern waren die 20er alles andere als "golden". Sie waren von Hunger, Massenarbeitslosigkeit und fürchterlichem Elend geprägt.

Einen Aufschwung, der auch den Massen zugute kam, gab es erst mit der Machtübernahme Hitlers. Daher haben viele Deutsche Hitler als eine Art Retter aus dem Elend empfunden und für ihn dann bis zum Ende fanatisch gekämpft.

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Im Sportpalast hat ein "ausgewähltes Publikum" gejubelt.

Das ist völlig richtig, jedoch ist der propagandistische Erfolg der NSDAP für die Moral im Volk und an der Front kaum zu leugnen und bedarf natürlich einer eingehenden Betrachtung.

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wobei auch Putin es schafft, ein Stadion zu füllen und zum Jubeln zu bringen. Allerdings sind das eben nicht die gleichen, die in der Ukraine kämpfen sollen...

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Das hing damit zusammen, dass die nationalsozialistische Propaganda die Soldaten der Roten Armee als so etwas wie "Untermenschen" präsentiert hat, die alle blind hinter ihrem Führer Stalin stünden und es darauf abgesehen hätten, jedes europäische Kind umzubringen und jede europäische Frau zu vergewaltigen. In Wehrmacht und Waffen-SS hatte man also das fürchterliche Gefühl, für das nackte Überleben der europäischen bzw. deutschen Menschheit überhaupt zu kämpfen.

Dass an der NS-Propaganda in diesem Punkt sehr viel Wahres dran war, bezeugten dann freilich die millionenfachen Vergewaltigungen und Morde an vor allem deutschen und auch viele anderen osteuropäischen Frauen, Kindern und anderen Zivilisten. Die sowjetischen Soldaten waren in der Tat auf das Fürchterlichste indoktriniert durch rassistische Hetze wie z. B. Ilja Ehrenburg, der die Ausrottung der Deutschen von Anfang an forderte.