Wie wird diese komische Wurst hergestellt?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Naheliegend ist, dass man zwei Sorten Brät mittels geeigneter Formen/Füllrohre lange genug in "Bärchenform" bringt, um die Wurst durch Erhitzen (Brühwurst) fest und formstabil machen zu können. Man bekommt dann eine lange "Stange" Wurst, von der die einzelnen Scheiben mit Bärchenmotiv abgeschnitten werden.

Wie genau das geht ist eine ganz schöne Kunst, weshalb die Bärchenwursthersteller das auch als Betriebsgeheimnis schützen.

http://www.fleischerforum.de/forum/fragen-und-antworten/expertenforum/2314-wie-bekommt-die-b%C3%A3%C2%A4rchenwurst-ihr-gesicht

Diese Art Wurst wird effektiv aus "Schlachtabfällen" hergestellt die eine breiartige Konsistenz haben. Dieses Zeug wird zum Teil gefärbt und über Formdüsen gemeinsam in eine Wurstpelle gepresst wo es dass diese form behält. Die Wurst wird dann gekocht wodurch es fest wird, dann in Scheiben geschnitten auf denen dann ein Gesicht, Sonstwas oder eben dieser Bär erkennbar ist.

So wird das wohl sein. Nur das mit den "Schlachtabfällen" ist unrealistisch. Da kommen nämlich nur Knochen, Häute und Borsten in Frage, aus denen kann man wohl keine Bärchenwurst machen...

http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/GlossarEntry/S/Schlachtabfall.html?nn=1401078

Speck und weniger zartes Fleisch zählt man jedenfalls nicht zu den Schlachtabfällen...

3
@ArchEnema

Deshalb war es in Anführungszeichen gesetzt, gemeint war was essbar ist aber nicht lediglich rausgeschnitten Absatz findet. Die richtige Bezeichnung wäre wohl Schlachtreste was mir nicht einfiel.

0
@machhehniker

Ich glaube "Schlachtreste" ist auch nur ein anderes Wort für Schlachtabfälle".

Grundsätzlich gibt es bei der Schlachtung keinen Abfall. Ist das Schlachttier gesund, so ist es zu 100% verwertbar (Giftdrüsen, sofern vorhanden, mal ausgenommen; solche Tiere isst man bei uns aber ohnehin nicht).

Bei kranken, bereits vorher verendeten oder anderweitig kontaminierten Tieren ist das anders (Kategorie 1 und 2). Aber die kommen dann auch nicht in die Bärchenwurst!!! Nichtmal ins Hundefutter. Wenn man es nicht gleich verbrennt (Kat. 1) dann kann man nur Biogas, Schmierseife, etc. daraus machen (Kat. 2).

Bleibt nur Kategorie 3: Das könnte man ohne Gefahr für Leib und Leben essen, wird aber als unappetitlich empfunden. Aber auch das kommt nicht in die Bärchenwurst, wäre illegal (und außerdem wenig ergiebig).

Bärchenwurst ist Fleischwurst. Da kommt Fleisch und Speck rein, Gewürze, und (aus technologischen Gründen) Eis und ggf. Phosphat, weiter nichts. Nichts außergewöhnliches. Bei Bärchenwurst eben auch noch Lebensmittelfarbe (i.d.R. Karmin oder Betenrot). Das Bedenklichste ist hier noch das zusätzlich zugegebene Phosphat. Das ist aber auch in Cola, Schmelzkäse usw. drin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lyoner

0

Woher hast Du diese Informationen? Du negierst kenntnisfremd. Ich
verstehe die Skepsis gegen Industrieprodukte. Produzent Reinert in
Loxten/Versmold ist ein verantwortungsbewusstes Unternehmen mit hohem
Qialitätsstandards. Das Unternehmen bei dem ich beschäftigt war, ist
dort Lieferant. Und ich war häufig dort und musste manchmal auch unter
den strengen Qualitätskontrollen leiden.
Ich bitte doch um keine abwertende Pauschalisierungen.

0
@plohmann

Das hast Du falsch verstanden, gemeint war keinesfalls dass diese Wurst von der Qualität schlecht wäre.

0

Ja die Rohmasse wird in eine Form gepresst, das ganze dann (meist) aufgebrüht und dann mit einer Maschine in Scheiben geschnitten

Die komischen Bärchen werden zerbröselt, in den Darm gefüllt, gebrüht und gut ist, oder? Ich denke, so wie bei Wiener und Frankfurter wird auch der Schlachter nur allerbeste Ware verarbeiten lassen.

Ja sicher sind das Formen und Füllmethoden, bei denen zwei verschiedenfarbige Brätmassen zusammengeführt werden.

Reinert hat es seinerzeit glaube ich als erstes "erfunden". Es gibt meines Wissen auch kleine Reportagen dazu.

Woher ich das weiß:Beruf – Seit 30 Jahren in der Lebensmittelbranche unterwegs ...

Was möchtest Du wissen?