Weshalb sieht man immer die selbe Seite vom Mond?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Almostlemon,

Du schreibst:

Ein Zufall kann das ja nicht sein.

Da sind wir einer Meinung. Sieh mal, was zu diesem Punkt in den Psalmen steht:

Psalm 89:37 Seine Nachkommen sollen ewig bestehen, sein Thron soll so beständig sein wie die Sonne 38 und so ewig wie der Mond, mein treuer Zeuge am Himmel!«

Der Mond zeugt durch den erstaunlichen Gleichlauf davon, dass es einen Planer und Erschaffer gibt.

Der Mond zeugt durch den erstaunlichen Gleichlauf davon, dass es einen Planer und Erschaffer gibt.

Und nicht etwa, dass es eine allgemeingültige Physik gibt?!

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@uteausmuenchen

@uteausmuenchen

Ganz bestimmt ist hier nichts gefaked, es ist nur eine etwas andere Herangehensweise. Auch wenn einige Antworter hier vielleicht den Gedanken an einen Konstrukteur unseres Sonnensystems verwerfen, muss es erlaubt sein, Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten einem Gesetzgeber zuzuschreiben.

Da sollte nicht reflexartig Fake-Frage gerufen werden. Das wird weder dem Fragesteller noch mir gerecht. Unsere gutefrage.net - Freundschaft wurde erst geschlossen, nachdem die übereinstimmenden Gedanken festgestellt wurden.

Dir möchte ich nur gratulieren zu Deiner fachlich kompetenten Darlegung. Bewundernswert ist Dein Schnitt von besser als 1:4 hilfreichsten Antworten.

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@kdd1945

Hallo kkd1945,

Ganz bestimmt ist hier nichts gefaked, es ist nur eine etwas andere Herangehensweise.

Die Frage wurde unter den Themen Wissenschaft und Astronomie gestellt. Eine religiöse Antwort macht in diesem Kontext keinen Sinn. Hier geht es also ganz offensichtlich um eine gewollt kreationistische Deutung der Welt, nicht um eine sachliche Informationssuche.

Auch wenn einige Antworter hier vielleicht den Gedanken an einen Konstrukteur unseres Sonnensystems verwerfen, muss es erlaubt sein, Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten einem Gesetzgeber zuzuschreiben.

Der philosophische Hintergrund der Naturwissenschaft ist der schwache ontologische Naturalismus - also die Haltung, Transzendentes nicht auszuschließen, aberdavon auszugehen, dass es zur Erklärung der beobachteten Gesetzmäßigkeiten nicht notwendig ist

Gott ist außerhalb des naturwissenschaftlichen Gegenstandsbereiches, denn er verhält sich weder gesetzmäßig, noch kann er objektiv überprüft werden.

Gott als Erklärung von beobachtbaren Gesetzmäßigkeiten zu setzen, ist jedoch gerade deshalb keine Erklärung, sondern ein Abblocken der Frage nach dem Grund für die Gesetzmäßigkeit.

Die Antwort "Gott hat es so gemacht" erklärt alles und nichts.

  • Alles, weil man diese Antwort auf einfach alles geben kann, egal, was man behauptet. Sie ist nicht falsifizierbar und damit nicht wissenschaftlich.

  • Nichts, weil man keinen Erkenntnisfortschritt hat. Man ist so schlau, wie zuvor, kann nur nicht mehr weiterfragen. Der Erkenntnisfortschritt wird abgeblockt.

Und genau deshalb handelt es sich um eine Fake-Frage. Weil keine Erklärung gewünscht wurde, obwohl scheinbar danach gefragt war.

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@uteausmuenchen

Schade! Aber einen Versuch, Dich zu beruhigen, wollte ich zumindest unternehmen.

Du schreibst, dass die Erklärung, Gott habe es so gemacht, den Erkenntnisfortschritt hemmt. Aus dem folgenden Aufsatz geht jedoch das Gegenteil hervor:

Schöpfungswerke Gottes gingen menschlichen Erfindungen voraus.

Tausende von Jahren bevor menschliche Erfindungen auf der Bildfläche erschienen, hatte Jehova seine Geschöpfe mit einer eigenen Version dieser Erfindungen ausgestattet.

  • So war der Vogelflug der Entwicklung von Flugzeugen um Jahrtausende voraus.

  • Nautilus und Tintenfisch gebrauchen Schwimmtanks, um wie Unterseeboote im Meer auf- oder abzusteigen.

  • Krake und Kalmar verwenden Düsenantrieb.

  • Fledermäuse und Delphine sind geschickt in der Verwendung von Sonarsystemen.

  • Verschiedene Reptilien und Seevögel haben eingebaute „Entsalzungsanlagen“ in ihrem Körper, die es ihnen ermöglichen, Meerwasser zu trinken.

  • Mit Hilfe eines genial konstruierten Nests und unter Verwendung von Wasser klimatisieren Termiten ihren Bau.

  • Mikroskopisch kleine Pflanzen, Insekten, Fische und Bäume haben ihr eigenes „Frostschutz“system.

  • Eingebaute Thermometer ermöglichen es gewissen Schlangen, Stechmücken, Thermometerhühnern und Buschhühnern, minimale Temperaturschwankungen wahrzunehmen.

  • Hornissen, Wespen und Faltenwespen stellen Papier her.

  • Thomas Edison wird die Erfindung der elektrischen Glühbirne zugeschrieben, doch hat diese den Nachteil, daß durch die Wärmeabgabe Energie verlorengeht. Jehovas Geschöpfe — Schwämme, Pilze, Bakterien, Leuchtkäfer, Insekten und Fische — erzeugen kaltes Licht in vielen Farben.

  • Viele Zugvögel haben nicht nur einen Kompaß in ihrem Kopf, sondern verfügen auch über eine biologische Uhr.

  • Einige mikroskopisch kleine Bakterien verfügen über Rotationsmotoren, die sie vorwärts oder rückwärts bewegen können.

Aus gutem Grund heißt es in Psalm 104:24: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.“

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@kdd1945

Die Quelle hättest Du jetzt nicht angeben müssen, die hätte ich erraten. (Musste eine evangelikale, kreationistische Quelle sein.)

Und nein, Deine Liste ist kein Einwand gegen die Tatsache, dass man mit "Gott hat es halt so gemacht" alles begründen kann und weitere Fragen damit abgeblockt sind.

(Und nur so am Rande: Dir ist schon klar, dass sich Deine Argumente in den Schwanz beißen, also ein logischer Ringschluss sind, ja?)

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@uteausmuenchen

Nein, ein Zirkelschluss ist das nicht, es handelt sich um empirische/induktive. Beweisführung. Der induktive Beweis wird anhand von Beobachtungen und Erfahrungen geführt.

Alle angeführten technischen Errungenschaften, wie aerodynamische Flugzeugtragflächen, Sonarsystem sind durch Intelligenz und Konstruktion entstanden. Daraus schließe ich, dass bei dem aerodynamischen Vogelflügel und dem Sonarsystem der Delphine oder der Fledermäuse ebenso ein intelligenter Kopf erforderlich war.

Zum kalten Licht habe ich eine interessante Website gefunden: http://kaltes-licht.fsla.at/index2.htm

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@kdd1945

Nein, ein Zirkelschluss ist das nicht,

Richtig, von Flugzeugtragflächen auf Vogelflügelkonstrukteure zu schließen, ist nicht der Trugschluss "Zirkelschluss", sondern der Trugschluss "falsche Äquivalenz"

http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-17-falsche-aequivalenz

Und jetzt, liebe Kreationisten, husch, husch, zurück zum Thema "Evolution", die Biologen sind es gewohnt, dass Ihr andauernd nervt...

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WARUM WURDE DAS ZUR HILFREICHSTEN ANTWORT GEWÄHLT??!!

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@Hochantenne

Weil es die hilfreichste Antwort aus der Sicht des Fragestellers war??!!

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@Hochantenne

@ Hochantenne,

weil es eine kreationistisch motivierte Fake-Frage war, das sieht man doch am "Wachtturm"-Zitat...

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@uteausmuenchen

Die Frage hat der Fragesteller vorgetragen. Das Wachtturm-Zitat ist von mir. Der Fragesteller und ich waren uns überhaupt nicht bekannt. Erst nach der gefundenen Übereinstimmung in dieser Frage, wurde die GF-Freundschaft geschlossen.

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Die dämlichste Antwort, (was gar keine Antwort auf die Frage ist)  wird als hilfreichste Antwort gepriesen, .../ganz schön schön schräg

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In der Tat, der Mond dreht sich während eines Umlaufs um die Erde genau einmal um die eigene Achse. Das nennt man gebundene Rotation und deshalb zeigt er uns immer dieselbe Seite. Zufall ist es auch nicht. Es hat vielmehr mit gegenseitiger Anziehung zu tun.

Wiso ist es dann nicht so bei der Erde gegenüber der Sonne? Also dass sich die Erde in einem Jahr genau einmal um die Achse dreht? Die Anziehungskraft der Sonne ist ja sogar noch stärker!

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@Almostlemon

Die Anziehungskraft der Sonne ist in der Tat stärker als die der Erde oder die des Mondes, aber die Anziehungskraft ist nur ein Faktor. Erde und Mond beeinflussen einander wesentlich stärker, als diese von der Sonne beeinflusst werden.

Beispielsweise die Gezeiten werden nicht von der Sonne hervorgerufen, sondern vom Mond. Das zeigt, wie stark, im Gegensatz zur Sonne, der Mond sich auf die Erde auswirkt. Ebenso wirkt auch die Erde auf den Mond, denn die Anziehungskraft nimmt im Quadrat zur Entfernung ab - daher wirkt die Sonne wesentlich weniger auf Erde und Mond, als diese aufeinander wirken, denn die Sonne ist etwa 148 Millionen Kilometer entfernt, während Erde und Mond "nur" etwa 384 Tausend km voneinander entfernt sind.

Dazu kommt beim Mond, dass dieser ein Produkt der Kollision von Theia und der Erde ist. Bei deren Kollision wurde viel Materie beider in die Umlaufbahn der Erde geschleudert, welche sich aufgrund eigener Masse ansammelte bis diese sich zum Mond zusammen sammelte. Da diese gesamte Materie sich auf einer Umlaufbahn befand und vermutlich im Laufe der Zeit eine Richtung überwog - vermutlich die, in der der Mond die Erde heute noch umläuft - ist es durchaus denkbar, dass ein Drehimpuls auch durch Ansammlung und dadurch auftretende Kollisionen eher minimal war. Das ist also eher eine optimale Bedingung für eine gebundene Rotation. Die Zusammensetzung des Mondes kann aber ebenfalls einen wichtigen Faktor darstellen, wie auch die starke Wechselwirkung der Massen von Erde und Mond in Anbetracht ihres astronomisch gesehen geringen Abstandes.

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Immer wieder wird diese Frage gestellt, weil sich viele offenbar nicht vorstellen können, dass sich der Mond um die eigene Achse drehen kann, obwohl wir doch im Wesentlichen immer nur dieselbe Seite des Erdtrabanten sehen. Dabei muss er sich um die eigene Achse drehen, damit dies überhaupt möglich ist. Da sich der Mond nämlich in knapp einem Monat einmal um die Erde dreht (was wir an den Mondphasen erkennen können), könnte er ohne Eigendrehung, der Erde nicht gleichzeitig immer die gleiche Seite zuwenden. Dies kann man sich recht einfach selbst verdeutlichen: Setzen Sie sich auf einen Schreibtischstuhl und bitten Sie einen Kollegen Ihren Stuhl einmal zu umrunden und Sie dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Dies wird dem Kollegen nur gelingen, wenn er sich bei einer Umrundung Ihres Stuhls auch exakt ein Mal um die eigene Achse dreht - und genauso ist es beim Mond.

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