Warum sehe ich jetzt Nachts den Mond nicht?

6 Antworten

Du hast es doch selber geschrieben: "Der Mond umkreist die Erde". Logischerweise ist er da nicht immer auf der "Dunkelseite" der Erde, sondern auch über der Tagseite.

Er braucht etwas vier Wochen für einen Umlauf und somit steht er etwa zwei Wochen über der Tagseite und zwei über der Nachtseite. Daher sieht man ihn eine Zeitlang nachts überhaupt nicht.

Es gibt auch Tage, da steht der Mond Tagsüber am Himmel.

Daher ist Er dann an den Tagen Nachts nicht zu sehen.

Es gibt genügend Mond Programme, wo die Mondaufgangs & -untergangszeiten angezeigt werden.

Da kann es dann auch mal Vorkommen, das dort dann Mondaufgang 7:28 Uhr steht und Monduntergang 16:53 Uhr steht.

"Jedoch ist der Mond immer auf der Dunkelseite der Erde, da wir Mond immer nachts sehen müssen."

Woher hast du denn diese "Weisheit" ??

Vielleicht aus der Bibel (1.Buch Mose, 1:16):

"Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne."

Eigentlich hätte aber auch Moses schon merken müssen, dass der Mond manchmal auch tagsüber am Himmel steht (zwar eher nicht als Vollmond) und in der Nacht keineswegs immer.

Na ja, auch wenn der Mond am Tag zu sehen ist, „regiert” dann immer noch die wesentlich hellere Sonne.

Mose hat ja keinen wissenschaftlichen Bericht geschrieben, sondern die Funktion des Mondes für uns Menschen angedeutet - die im Übrigen die Leute damals besser kannten als wir Stadtmenschen, die dank Gaslaterne und allem was dann noch folgte keinen Grund mehr haben, den Mond zu nutzen.

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@helmutwk

Aber interessant, dass laut Schöpfungsbericht Tag und Nacht schon vorher bestanden und Sonne und Mond erst dazukamen. Die Kausalität, dass die Helligkeit von der Sonne kommt und die Sonne nicht zufällig dann aufgeht, wenn's eh gerade Tag wird, ist denen ja mit Sicherheit schon vorher aufgefallen.

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@Naimrif

Da wäre ich mir nicht sicher. Dass der Himmel im Norden blau (und nicht schwarz wie in der Nacht) ist, weil im Süden die Sonne scheint, ist keineswegs so eindeutig, dass das den Leuten „aufgefallen” sein muss. Der zeitliche Zusammenhang natürlich schon, aber was ist Ursache, was ist Wirkung?

Unabhängig davon: Die Logik des Berichts ist, dass erst Räume geschaffen werden, dann deren Bewohner. Sonne, Mond und Sterne „bewohnen” den Himmel, sind aber (anders als in Mythen der Nachbarvölker) keien Götter, sondern nur Lichter, die Gott dahin gehängt hat.

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@helmutwk

Keine Angst, ich verstehe den Schöpfungsbericht auch nicht als naturwissenschaftliche Erklärung.

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In dieser Nacht geht der Mond beispielsweise erst zwischen 2 und 3 Uhr auf und morgen Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr wieder unter (genaue Zeit hängt vom Ort ab), und diese Zeiten verschieben sich von Tag zu Tag weiter nach hinten.

Mitte März wird der Mond dann wieder die ganze Nacht über zu sehen sein (wenn das Wetter es zulässt).

Manchmal ist der Himmel bewölkt, sodass man den Mond nicht immer sehen kann, da die Wolken die Sicht versperren.

Google sagt auch noch:

Wir können nur den Teil des Mondes sehen, der vom Sonnenlicht getroffen wird. Der Mond leuchtet (wie auch die Erde) nicht von selbst. Wir sehen ihn nur, weil er von der Sonne beleuchtet wird. Genauer gesagt können wir nur die Hälfte der Mondkugel sehen, die der Sonne zugewandt ist.

Was wir von dieser Hälfte sehen, ändert sich im Laufe eines Monats, während der Mond einmal die Erde umrundet. Wenn wir ihn von der Erde aus mit der Sonne im Rücken sehen, schauen wir genau auf die beleuchtete Seite und sehen den Mond ganz beleuchtet, als vollen Kreis. (Deshalb: „Vollmond“)

Wenn der Mond auf seiner Bahn weiter zieht, ändert sich das: Die Sonnenstrahlen treffen ihn jetzt von uns aus gesehen von der linken Seite. Der rechte Rand wird nicht beleuchtet, ist also nicht sichtbar. Der sichtbare Teil des Mondes nimmt auf diesem Teil der Bahn immer weiter ab. („abnehmender Mond“)

Zwei Wochen nach dem Vollmond steht der Mond von uns aus genau in Richtung der Sonne, die uns zugewandte Seite ist komplett unbeleuchtet – der Mond scheint verschwunden zu sein. Diesen Zeitpunkt nennt man „Neumond“, denn der Mond bleibt natürlich nicht dauerhaft verschwunden, sondern läuft weiter und erscheint wieder von Neuem am Himmel.

Denn nach und nach treffen wieder einige Sonnenstrahlen auf die uns zugewandte Seite. Weil der zunehmende Mond jetzt auf der anderen Seite der Erde steht, als beim Abnehmen, kommen die Sonnenstrahlen jetzt von uns aus gesehen von rechts. Erst sehen wir nur einen schmalen Streifen am Rand, doch er wird rasch breiter. Nach einer Woche ist die Hälfte beleuchtet – wir schauen genau von der Seite auf die Licht-Schatten-Grenze.

Und noch eine Woche später sehen wir den Mond wieder mit der Sonne im Rücken als voll beleuchteten Kreis am Himmel – und der Ablauf beginnt von vorne.

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