werde aggressiv beim diskutieren! normal?

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Hm....also..."dass Leute so ignorant sind" ist schon ein Urteil ohne Beleg: Dergleichen hat in einer Diskussion nichts verloren. Allerdings kann ich die Wut gut nachvollziehen.

Wenn Menschen gar nicht auf Argumente eingehen, sollte man ziemlich schnell die Notbremse ziehen, und sich verabschieden. Wichtig ist aber, zu begreifen, warum sie nicht auf Argumente eingehen.

Gläubige Menschen(ob Kreationisten oder nicht ist letztendlich wurscht)) können gar nicht auf Argumente eingehen, wenn diese Argumente etwas in Frage stellen, das sich direkt auf ihren Glauben bezieht und wenn diese Argumernte sauber genug sind, dass sie sich gezwungen sehen sich damit auseinanderzusetzen. In diesem Fall haben es kluge und redliche Gläubige viel schwerer als Durchschnittsgläubige, denen das Bestehen in einer Diskussion nicht so wichtig ist.

Solche Gläubige sind es sich selber in ihren eigenen Augen aber schuldig, die Herausforderung anzunehmen, und diskutieren so lange fair und sauber bis sie merken, dass ein Argument so gut ist, dass sie ihren Glauben (zu Recht) in Gefahr sehen. Ist das Eisen so heiß geworden hören selbst die redlichesten Gläubigen meistens sofort auf, auf die Argumentation weiter einzugehen, und greifen den Argumentierenden entweder persönlich an, oder weichen irgendwohin aus, damit es nicht zu brenzlig wird.

Ein solches Verhalten macht natürlich wütend, bis man verstanden hat, dass diese Menschen sich in großer Not befinden. Sie realisieren plötzlich, dass sie aus der Nummer nicht ungeschoren rauskommen können, und fangen meistens deswegen an zu beißen.

Wenn du also bemerkst, dass du jemanden in die Ecke gedrängt hast, dann steig aus. Wut ist, wie gesagt, absolut verständlich, bringt aber nicht viel. Lass den Gläubigen die Möglichkeit, ihr Gesicht zu wahren, und lass sie notfalls auch schimpfen. Menschlichkeit ist in so einem Falle aus meiner Sicht wichtiger, als Recht zu behalten.

Sehr schöne Antwort!

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@earnest

Dito. Auch wenn Theorie und Praxis manchmal schon schwer in Einklang zu bringen sind. Bei mir zumindest.

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Gerade die Diskussion Evolution/Kreationismus ist keine Diskussion die man auf einer gesicherten Faktenbasis führen kann. Deshalb wäre ich vorsichtig zu sagen das die anderen nicht auf die Argumente eingehen, denn man selber hat große Probleme schlüssig alle Argumente zu belegen.

Deshalb ist Deine Überleitung zur "Gläubigen Menschen" auch nur ein Spiegel der zwei Dinge aufzeigt: - Menschen die nicht zuhören wollen - und Menschen die meinen Recht zu haben weil sie das vertreten was sie in der Schule gelernt haben, was viele Wissenschaftler sagen, was sie in Büchern gelesen haben oder was ein Iman ihnen gesagt hat, aber selber nicht belegen können.

... aber Recht hat keiner.

Mit "Gläubigen Menschen" hat das nur so weit zu tun das beide Seiten - die Anhänger der Evolutionstheorien und die Kreaitonisten - glauben Recht zu haben.

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@ExMuslim12

Werter ExMuslim,

es ist ein gänginges Missverständnis, dass alle eine Diskussion führen, um Recht zu haben. Viele führen Diskussionen, um dazuzulernen, und mit solchen Menschen tausche ich mich auch am liebsten aus, weil ich selber dann auch dazulernen kann..

Und was Evolution/Kreationismus anbelangt: jedes Wissen ist vorläufig, und Irren ist immer möglich. Allerdings gibt es für die kreationistische Position bis jetzt keine Argumentation, die mir oder anderen, die sich auskennen, plausibel erschienen wäre.

Ein echtes Argument Pro-Kreationismus ist mir bis jetzt noch nicht begegnet, und ich habe mich wahrlich auf viele Diskussionen eingelassen. Nicht jede Position ist gleich wahrscheinlich, nur weil es Menschen gibt, die sie vertreten. Manchmal halten Menschen eben an Dingen fest, weil sie sie unbedingt glauben möchten, und ich lasse sie ja auch in Ruhe. Es sei denn, sie sprechen mich an, oder sie indoktrinieren andere in ihrem Sinne, indem sie Unwissenheit und/oder Jugend ausnutzen. Da verstehe ich dann keinen Spaß.

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@frank1968

P.S.: Wenn mir ein echtes Argument begegnet, dass den Kreationismus stützt, überdenke ich meine Position dazu sofort.

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@frank1968

@Frank 1968

indoktrinieren andere in ihrem Sinne, indem sie Unwissenheit und/oder Jugend ausnutzen. Da verstehe ich dann keinen Spaß.

Ich bin kein Krationist .

Dieser Aussage kann ich jedoch aus der Christlichen Warte nur beipflichen . Dass was du dir selbst zugstehst, sollte auch für andere gelten ,die nicht deine Atheistische Haltung vertreten ,meine ich ....

Merkst du noch wie unsinnig das hier am Ende wird ?

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@ExMuslim12

Evolutiosntheorie vs. Kreationismus ist Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft und nicht Weltanschauung vs. Weltanschauung, Religion vs. Religion oder Ideologie vs. Ideologie.

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@waldfrosch

Ich merke nur, Waldfrosch, dass ich dich nicht gerufen habe, du meine Position nicht nachvollziehen kannst, und es auch deswegen keinen Sinn hat, dir zu antworten.

Vielleicht liest du meine Antwort nochmal

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DH frank1968! Weiter so!

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Das hast du gut ausgedrückt, danke, sehr hilfreich auch für mich :D LG Nikadya

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Hallo Frank.

Ich finde den Beitrag deshalb gut, weil Du den Schwerpunkt auf die Dynamik gelegt hast, die zu aggressivem Verhalten führt. Vielleicht erinnerst Du Dich daran, dass ich selber gläubiger Christ bin. Ich halte die Welt auch für eine Schöpfung Gottes. Allerdings sehe ich auch, dass viele Brüder und Schwestern im Herrn ein problematisches Selbstverständnis haben. Mir scheint es häufig so zu sein, dass manche sich in einer Position des Übermensch-Seins sieht. Das würde freilich niemand von sich selbst behaupten, aber der Auftritt in Diskussionen spricht für mein Empfinden eine andere Sprache. Wer in eine Diskussion mit dem Anspruch hineingeht, das Gegenüber auf jeden Fall für die eigene Position gewinnen zu wollen und auch zu können, der müsste umfassende auch wirklich gesicherte Kenntnisse auf der Sachebene haben. Es könnte heilsam sein, wenn man sich eingestehte, dass dies bei einigen Themen (so auch die Genesis) überhaupt gar nicht der Fall sein kann. Egal welche Position man vertritt, man ist immer irgendwie limitiert. Göttliche Offenbarung und (Natur)wissenschaft wollen denselben Zweck erfüllen aber konstituieren sich ganz anders. Die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch und präsentiert nicht alle Fakten, die durch naturwissenschaftliche Forschung hervorgebracht wurden. Andererseits ist ein Schöpfergott kein solches durch Forschung beizubringendes Faktum und man kann deshalb folgerichtig innerhalb einer naturwissenschaftlichen Disziplin nicht problemlos eine Theorie ersinnen, die einen solchen enthält. Die saubere Trennung von Faktenebene und Theorieebene einerseits und das Anerkennen der unterschiedlichen "Arbeitsweise" zum Erkenntnisgewinn andererseits lässt mich jedenfalls ziemlich entspannt sein und empfiehlt sich möglicherweise zum Gebrauch. Denn auf Faktenebene scheint nach meinem Kenntnisstand nichts wirklich dazu angetan zu sein, den biblischen Schöpfungsbericht gültig widerlegen zu können. Eine Dynamik kann auf der Gegenseite entstehen, wenn man Schöpfungsbericht und atheistische Evolutionstheorien gegenüberstellt durch die Genese eines neuen und gewichtigen Problems: Die Existenz eines Schöpfers, dem man wahrscheinlich rechenschaftspflichtig sein könnte. Ich vermute, dass dies der Punkt ist, bei dem ablehnende Gefühle verstärkt werden. Es ist zwar eine weitere aber nicht unbegründete Mutmaßung, dass Evolutionstheorien für viele nicht allein eine faszinierende Erklärung der Entstehungsgeschichte sind, sondern gleichfalls die dankbar angenommene Lösung eines "Gottesproblems". Also ist in Übereinstimmung mit deiner Antwort eine große Sensibilität für religiöse Gefühle angebracht - auf beiden Seiten.

LG

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@izreflexxx

Nein, überhaupt nicht einverstanden! Aber dies ist wahrscheinlich der falsche Ort, um zu diskutieren.

Es ist, und das möchte ich meiner Antwort dann noch hinzufügen, manchmal wichtig, einander gegenüberzusitzen. Denn dann können wir unsere Aussagen und Bemerkungen mimisch unterstützen, und eventuelle Missverständnisse gleich korrigieren.

Sincerely, frank

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Ich verstehe, was du meinst. Wut, ist jedoch ein äußerst schlechter Ratgeber.

Es ist besser für dich aber auch für deine Position, wenn du ruhig und rational bleibst, um so zu erklären, wo du die argumentativen Fehler deines Gegenüber siehst. Man kann so etwas trainieren. Vor allem bei diesem Thema lohnt es sich, sich mit typischen Logikfehlern auseinander zu setzen und bei aufgestellten Behauptungen nach einer Quelle zu verlangen.

Falls du ein wenig englisch beherrschen solltest, kann ich dir als positives Beispiel die folgende Video-Playlist empfehlen, bei der Richard Dawkins die Kreationistin Wendy Wright interviewt: http://www.youtube.com/view_play_list?p=27090E3480CFAC56

Ich bin solche Wege auch mal gegangen, bis mir einer deutlich gemacht hat: Selbst der Oberguro Richard Dawkins kann Dir nicht wirklich sagen welche der Evolutiontheorien die richtige ist. Ich sagte dazu zuest einmal - Nein, nattürlich weiß er dass. Aber so wirklich Wissen tut er es nicht und das war dann das erschreckende für mich an der Sache.

Nicht das ich meine das die Evoutionstheorien falsch sind, das meine ich nicht. Ich meine wir sollten aufhören zu sagen das man etwas ganz genau weiß, wenn man nicht das notwendige Wissne und nicht die notwendigen Beweise hat die alles 100 % festzurren. Die fehlen den Kreationisten genauso wie den Anhängern der Evolutionstheorien - das muss ich selbstkritisch feststellen.

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@ExMuslim12

Der Fakt, dass wir nicht 100%ig genau wissen, wieviel Milliarden Jahre die Erde alt ist, lässt allerdings nicht den Schluss zu, dass die Erde auch ebenso gut 6000 Jahre alt sein könnte. In den Naturwissenschaften gibt es keine 100%igen Sicherheiten, da zusätzliches Wissen unser Bild von unserer Umwelt potentiell stets verändern könnte.

Nur nochmal als Beispiel, um klar zu stellen, was ich meine: Früher bei der Kartographie kamen immer wieder neue Informationen hinzu, sodass die Karten immer wieder angepasst werden mussten. Die Entdeckung Amerikas wiederum hat nicht bedeutet, dass das Kartenmaterial bezüglich Europa falsch ist.

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@ExMuslim12

Ich bin solche Wege auch mal gegangen, bis mir einer deutlich gemacht hat: Selbst der Oberguro Richard Dawkins kann Dir nicht wirklich sagen welche der Evolutiontheorien die richtige ist

Dawkins ist kein Oberguru. Was hat das damit zu tun, dass es positive Beispiele für Auseinandersetzungen zwischen Richard Dawkins und Kreationisten auf YouTube gibt?

Nicht das ich meine das die Evoutionstheorien falsch sind, das meine ich nicht. Ich meine wir sollten aufhören zu sagen das man etwas ganz genau weiß, wenn man nicht das notwendige Wissne und nicht die notwendigen Beweise hat die alles 100 % festzurren.

Dem stimme ich gerne zu, aber:

Die fehlen den Kreationisten genauso wie den Anhängern der Evolutionstheorien

Das ist entweder komplett falsch oder trifft nur auf ein paar Leute zu, die sich nicht auskennen (Dunning-Kruger Effekt lässt grüßen). Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, wie jede andere. Und auch hier gibt s Kontroversen darüber, was nun stimmt und was nicht. Und sie wird immer wieder den Fakten angepasst. Und es gibt eine Menge anderer wissenschaftlicher Theorien, die mit pseudowissenschaftlichen Leugnern zu tun haben:

1) Dass es den Holocaust gab.

2) Dass HIV Aids verursacht.

3) Dass es Karl des Großen gab.

4) Dass Bakterien Krankheiten verursachen.

5) Das heliozentrische Sonnensystem.

6) Dass unser Universum expandiert.

7) Die Thermodynamik.

Biologen verteidigen eben die Evolutionstheorie, wie Physiker die Thermodynamik.

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du bist normal, solltest aber versuchen dich mehr im griff zu haben. wennn es natürlich so dämliche argumente wie die der kreationisten sind, dann würden mir auch die pferde durchgehen aber mit solchen leuten diskutiere ich nicht , will sie auch nicht rumkrempeln.

versetz dich mal in eine andere diskussion, pro und kontra solarstrom oder veretarier und fleischesser, nur so theoretisch sammele argumente für beide seiten. so kann man das üben

Hallo,

diskutieren heißt unter anderem, auch eine andere Meinung gelten zu lassen und mag sie auch noch so abwegig sein. Ansonsten wäre es ja keine Dikussion sondern ein Streitgespräch.

Wenn Du also versuchst deine Meinung (mag sie auch objektiv richtig sein) durchzudrücken, ist es also ein Streitgespräch und kein Austausch (Diskurs).

Wenn ich also feststelle, dass eine Person etwas völlig absurdes inbrünstig glaubt, versuche ich sie nicht vom Gegenteil zu überzeugen, sondern versuche vielmehr die Ursache für den Irrglauben herauszufinden um dessen Beweggründe verstehen zu können (hoer religiöse).

Wenn Du erst die Beweggründe kennst, kannst Du ganz ohne Agression diskutieren. Denn den Beweggrund kennen heißt auch zu respektieren.

Versuche es einmal Du wirst sehen, man lernt dazu und bleibt entspannt.

Gruß

Mikaele

Ich würde grundsätzlich nicht mit Kreationisten diskutieren, zumal das oft den Anschein erweckt, Kreationismus wäre eine gleichberechtigte und ernstzunehmende Alternative zu Naturwissenschaften.

Bei unvoreingenommenen Menschen, die offen für Neues sind, ist es was anderes. Bei denen kann man auf dieses Thema eingehen.

Gleichberechtigt ist Kreationismus mit der Lehre vom Urknall/Naturwissenschaft auch nicht....denn es gibt nur einen, der den Anspruch hat, zu sagen, dass Er es weiß, wie die Welt entstanden ist...und das ist der Schöpfer Gott...Somit hast du Recht... Ein wahrer Christ würde sich auf so eine unsinnige Diskussion auch gar nicht einlassen. Wer nicht an Gott glaubt, der versteht auch nicht.

lg

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